Wenn die Psyche das Herz krank macht

Der Volksmund weiß es schon lange: Wem “etwas zu Herzen” geht, der ist sehr bedrückt. Ärger, Stress und depressive Verstimmungen können laut Studien tatsächlich körperliche Symptome auslösen, die das Risiko für einen Herzinfarkt steigen lassen. Eine von fünf wichtigen Ursachen für eine koronare Herzkrankheit ist Experten zufolge die Depression. Und weil diese wiederum den Verlauf von Erkrankungen wie etwa einem Herzinfarkt ungünstig beeinflussen kann, entsteht schnell ein Teufelskreis.

Besser mit Stress umgehen

Auch andauernder psychischer Stress kann eine Depression fördern. Zunächst einmal gilt es deshalb, individuelle Stressauslöser und das eigene Verhalten unter Druck besser kennenzulernen – ein erster Schritt, um gegen psychische Belastungen vorzugehen. Tests, um die persönliche Stressbelastung und die Hintergründe zu analysieren sowie Tipps, die dabei helfen, damit besser umzugehen, finden sich unter www.rgz24.de/Herzprobleme. Wer nicht in Stressfallen tappt, sondern beispielsweise regelmäßig für körperliche Bewegung sorgt und täglich eine Viertelstunde bis 20 Minuten Muße für die Regeneration einplant, kann es schaffen, die eigene Gesundheit besser vor den belastenden Auswirkungen zu schützen.

Mit Magnesium gegen den Stress

Eine weitere Möglichkeit, gegen Stressfolgen vorzugehen, kann auch eine gute Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium sein. Denn Stress steigert den Magnesium-Bedarf, während ein Magnesium-Mangel wiederum Stress, depressive Verstimmungen und Herzerkrankungen verstärken kann. Um den erhöhten Bedarf zu decken, reicht die Ernährung allein meist nicht aus. Ergänzend eignen sich Verbindungen aus Magnesium und der vitaminähnlichen Substanz Orotsäure. Diese Kombination ist etwa in magnerot Classic N enthalten, das es rezeptfrei in Apotheken gibt. Es kann für eine bessere Versorgung der Zellen mit Energie sorgen und Magnesium-Verlusten entgegenwirken. Beim Vorliegen einer Depression können unter Umständen Antidepressiva angeraten sein. Weil nicht alle Antidepressiva für Herzpatienten geeignet sind, sollte der Kardiologe um Rat gefragt werden.

Wenn Männer zu oft “müssen”

Eine “schwache” Blase haben – das gilt vielen Männern als rein weibliches Problem. Doch dabei handelt es sich um einen großen Irrtum. Zwar sind Frauen von Symptomen wie überfallartig auftretendem Harndrang und ungewolltem Urinverlust tatsächlich häufiger und meist auch früher betroffen. Doch auch bei Männern ist eine überaktive Blase – auch Reizblase genannt – keine Seltenheit. Zusätzlich zu anderen Ursachen wie Entzündungen oder einem übererregbaren Blasenmuskel kommt bei Männern eine vergrößerte Prostata als Auslöser infrage.

Die gereizte Blasenmuskulatur beruhigen

Männer sind insgesamt also weniger betroffen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen Untersuchungen aber, dass Männer stärker unter ihrer Inkontinenz leiden als Frauen und in diesem Zusammenhang auch deutlich anfälliger für Depressionen sind. Hier spiele wohl auch das männliche Selbstbild eine Rolle, wonach Binden, Vorlagen und andere Hilfsmittel reine Frauensache sind. Dabei ist das Leiden der Männer oft unnötig, weil Blasenbeschwerden sich in der Regel gut behandeln lassen. “Männer sollten deshalb ihre Scheu überwinden und bei allzu häufigem Müssen oder ‘Überlaufen’ einen Urologen aufsuchen”, rät Gesundheitsexpertin Katja Schneider von RGZ24.de. Der Urologe kann die Ursache der Beschwerden finden und wirksame Medikamente verordnen. Eine überaktive Blase kann mit Medikamenten aus der Gruppe der Anticholinergika wie etwa “Vesikur” behandelt werden. Sie können die gereizte Blasenmuskulatur beruhigen und den unerwünschten Harndrang merklich lindern. So bleibt im Ernstfall ausreichend Zeit, eine Toilette aufzusuchen.

Selbsttest verschafft Klarheit

Ob und wann ein Arztbesuch anzuraten wäre, können Männer beispielsweise per Selbsttest unter www.blase-ok.de herausfinden. Dort gibt es auch eine bundesweite Facharztsuche. Um dem Urologen alle wichtigen Informationen für seine Diagnose geben zu können, ist es sinnvoll, schon vor dem Termin ein sogenanntes Miktionsprotokoll zu führen. Darin wird notiert, wann und wie oft man getrunken und die Toilette besucht hat. Dieses Protokoll kann ebenfalls unter der genannten Webseite kostenlos angefordert werden.

Insektenstiche erkennen und zuordnen

Genaue Selbstbeobachtung nach einem Insektenstich und eine gute Stichkunde helfen beim Erkennen einer Allergie. “Dieses Wissen kann unter Umständen lebensrettend sein”, weiß Prof. Dr. Thilo Jakob, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie in Gießen. “Rund drei Millionen Deutsche reagieren allergisch auf einen Wespen- oder Bienenstich und etwa zwanzig von ihnen sterben jedes Jahr an einem allergischen Schock.” Der Experte erklärt, wie Sie Insektenstiche unterscheiden können und was zu tun ist bei Verdacht auf eine Insektengiftallergie:

Insektenstiche und -bisse erkennen und zuordnen

Mücke:

– Geschieht meist unbemerkt, da die Mücke beim Stechen eine
schmerzstillende Substanz abgibt
– Starker Juckreiz nach dem Stich, Stichstelle gerötet
– Nach kurzer Zeit schwillt der Mückenstich an. Es bildet sich
eine Quaddel
– Innerhalb von 24 Stunden wird die Quaddel zu einer Art Knötchen,
einer erbsengroßen Verdickung der Haut – die sogenannte Papel
– Nach einigen Tagen heilt die Papel von selbst ab

Bremse:

– Sehr schmerzhaft aufgrund der säbelartigen Mundwerkzeuge der
Bremse
– Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle bleiben lange Zeit
sichtbar
– Starker Juckreiz
– Deutliche Rötung und Schwellung um die Einstichstelle

Stechfliege:

– Ähnelt dem Mückenstich
– Meist sind die Auswirkungen noch stärker
– Stichstelle ist blutig unterlaufen und schwillt an
– Starke Quaddelbildung
– Rötung und Schwellung um die Einstichstelle

Biene:

– Sehr schmerzhaft
– Gerötete Schwellungen um die Einstichstelle
– Stachel mit Giftsack bleibt in der Regel in der Haut stecken und
gibt weiter Gift in die Stichstelle ab, sollte daher entfernt
werden
– Biene überlebt den Stich nicht
– Wichtig: Kann starke allergische Reaktionen auslösen!

Wespe:

– Ähnliche Reaktion wie beim Bienenstich
– Ebenfalls sehr schmerzhaft
– Es verbleibt kein Stachel in der Haut, da die Wespe ihren
Stachel nach dem Stich aus der Haut herausziehen kann
– Wichtig: Kann starke allergische Reaktionen auslösen!

Hummel:

– Sticht eher selten, da Hummeln nur zustechen, wenn sie sich
bedroht fühlen
– Anders als der Stachel von Bienen keine Widerhaken und bleibt
deshalb nicht in der Haut stecken
– Sehr schmerzhaft
– Deutliche Rötung und Schwellung um die Einstichstelle
– Wichtig: Kann bei bestehender
Bienengiftsensibilisierung/-allergie starke allergische
Reaktionen auslösen!

Hornisse:

– Wenig aggressiv, daher kommt es nur selten zu Stichen
– Äußerst schmerzhaft
– Können mehrfach stechen, da Stachel nicht in der Haut verbleibt
– Einstichstelle brennt, schwillt an und rötet sich
– Wichtig: Kann bei bestehender
Wespengiftsensibilisierung/-allergie starke allergische
Reaktionen auslösen!

Insektengiftallergie: Vorsicht bei Wespen- und Bienenstichen

Eine Insektengiftallergie tritt meist in Form einer Bienen- oder Wespengiftallergie auf. Auch Hornissen- oder Hummelstiche können allergische Reaktionen hervorrufen – was allerdings seltener vorkommt. Nur sehr wenige Personen reagieren auch auf Stiche von Mücken oder Bremsen allergisch. Hier kommt es aber zum Glück nur selten zu lebensbedrohlichen Auswirkungen für diese Allergiker.

Wer nach einem Bienen- oder Wespenstich Symptome an sich beobachtet, die über eine normale Schwellung an der Einstichstelle hinausgehen, sollte sich Rat bei einem Facharzt holen. Normal ist eine Schwellung bis zu 10 cm Durchmesser. Eine massive Schwellung an der Einstichstelle, die länger als 24 Stunden anhält, wird als überschießende Lokalreaktion bezeichnet. Schwellungen und Juckreiz an anderen Körperstellen (unabhängig von der Einstichstelle) sowie Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Atemnot oder Herzrasen können Bestandteil einer allergischen Reaktion auf den Insektenstich sein. Wenn Symptome auftreten, die über die normale Reaktion an der Einstichstelle hinausgehen, ist es wichtig, mit einem Arzt zu klären, ob eine Allergie vorliegt und wenn ja, gegen welches Insektengift. Daher sollten Sie genau hinschauen: Ein Bienenstich unterscheidet sich vom Wespenstich dadurch, dass der Stachel der Biene meist in der Haut stecken bleibt. Eine Wespe ist jedoch in der Lage, ihren Stachel nach dem Stich zurückzuziehen. Zudem gelten Wespen im Vergleich zu den Bienen als aggressiver und “stichfreudiger”. Wenn Sie wissen, welches Insekt die allergische Reaktion ausgelöst hat, kann dies die Diagnose im Falle unklarer Befunde erleichtern. Hierbei hilft auch die Beobachtung, bei welcher Gelegenheit Sie gestochen wurden. War es z. B. beim Barfußlaufen über die Wiese oder beim Blumenpflücken? Das würde den Verdacht auf einen Bienenstich erhärten. Oder wurden Sie während einer Grillparty oder in der Nähe eines Mülleimers gestochen? Dann könnte es eine Wespe gewesen sein.

Bei starken allergischen Reaktionen wie Übelkeit, Schwindelgefühl oder Atemnot muss immer der Notarzt gerufen werden. Prof. Jakob rät Menschen, die bereits von einer Insektengiftallergie wissen: “Haben Sie Ihre Notfallmedikation stets griffbereit und klären Sie Ihr Umfeld über die Allergie und notwendige Hilfsmaßnahmen auf. Besser noch: Beugen Sie durch eine Insektengiftimpfung langfristig vor und reduzieren Sie damit das Risiko eines allergischen Schocks auf ein Minimum.”

Weitere Informationen zu Insektengift-Allergien und Insektengiftimpfungen (sogenannte Hyposensibilisierung) finden Sie auf www.initiative-insektengift.de.

Dieser Service wird von JDB MEDIA in Kooperation mit der Initiative Insektengift zur Verfügung gestellt.

Wissenswertes zu Lungenkrebs für Patienten und Angehörige

Lungenkrebs betrifft Patienten und ihre Angehörigen – auf www.der-zweite-atem.de finden deshalb jetzt beide Seiten alles Wissenswerte. Das neu gestaltete Online-Portal vermittelt wissenschaftlich fundierte Informationen dabei auf eine besonders einfühlsame Art und Weise.

Zum Leben mit Lungenkrebs haben Betroffene und Angehörige vor allem
eins, viele Fragen:
– Was genau ist eigentlich Lungenkrebs?
– Wie wird er behandelt?
– Was ändert sich durch die Erkrankung in unserem Alltag?
– Wo finden wir die richtigen Ansprechpartner?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt das Informationsportal www.der-zweite-atem.de. Das Besondere: Zu jedem Thema finden jetzt auch Angehörige hilfreiche Tipps und Hinweise.

Schnell zu hilfreichen Informationen

In der Rubrik “Wissen & Verstehen” werden neben den medizinischen Grundlagen vor allem die aktuellen Therapiemöglichkeiten erläutert. Praktischer wird es dann in der Rubrik “Umgang & Leben”. Hier finden die Nutzer wertvolle Tipps rund um den Alltag mit Lungenkrebs. Es wird erläutert, wie Patienten selbst aktiv werden und sich etwas Gutes tun können. Darüber hinaus zeigen Videos praktische Atemübungen, die direkt ausprobiert werden können. Eine zusätzlich entwickelte App macht das Atemtraining dann auch mit dem Smartphone oder Tablet möglich. Auch ganz praktische Dinge wie die Organisation des Alltags und sozialrechtliche Aspekte finden Beachtung. Eine Kolumne zeigt zudem, wie andere Patienten mit der Erkrankung umgehen – und soll den Betroffenen damit Mut machen.

Aber nicht nur die Betroffenen brauchen Zuspruch. Auch die Welt der Angehörigen gerät durch die Erkrankung ins Wanken. In der Rubrik “Für Familie und Freunde” finden sie Tipps, wie der Umgang mit dem Betroffenen besser gelingen kann. Darüber hinaus erhalten sie aber auch konkrete Hilfestellungen – etwa, wie sie eigene Ängste besser bewältigen und neue Kraft für die täglichen Herausforderungen tanken können. Anlaufstellen für Hilfsangebote hält die Rubrik “Hilfe & Unterstützung” bereit. Hier finden Betroffene und Angehörige praktische Checklisten für das Arztgespräch und kostenloses Info-Material zum Bestellen oder Herunterladen.

Das Online-Portal www.der-zweite-atem.de ist Teil der Informations-Kampagne “Der zweite Atem – Leben mit Lungenkrebs” der Roche Pharma AG. Bereits seit 2005 informiert sie Patienten und Interessierte umfassend über Lungenkrebs und die Fortschritte im Kampf gegen diese Krankheit.

Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.

Akute Schlaganfallversorgung – Fremdsprachen kein Hindernis

Verständigungsprobleme scheinen keine negativen Folgen für die Akutbehandlung eines Schlaganfalls zu haben. Das berichtet die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Sie beruft sich auf eine neue Studie aus den USA.

Ein Schlaganfall kann jeden treffen – und überall, auch im Ausland. Wie wichtig ist es dann, dass Arzt und Patient sich gut verständigen können? US-Experten sind dieser Frage in einem großen Schlaganfallzentrum nachgegangen, in dem ein hoher Anteil der Mitarbeiter Spanisch spricht. Ergebnis: Selbst wenn Arzt und Patient nicht die gleiche Sprache sprachen, hatte dies keinen negativen Einfluss auf das Behandlungsergebnis. Das berichtet die Fachzeitschrift “Neurohospitalist”.

Anders als in der Langzeittherapie von chronischen Krankheiten ist die Bedeutung der Sprache im Akutfall offensichtlich gering. “Notfalldiagnostik und Notfalltherapie scheinen so standardisiert zu sein, dass es auch dann schnell geht, wenn sich Arzt und Patient nicht optimal verstehen”, resümiert Philipp Grätzel von Grätz. Der Berliner Arzt und Wissenschaftsjournalist beobachtet für die Deutsche Schlaganfall-Hilfe die internationale Forschung. Er vermutet: “Bei Herzinfarkten und einigen anderen Notfällen dürfte das ähnlich sein”.

(Quelle: Neurohospitalist 2016; 6(3):107-10)

So wichtig ist die Windpockenimpfung

Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten weltweit. Viele Eltern nehmen eine Ansteckung in Kauf, da sie von einem harmlosen Krankheitsverlauf ausgehen. Jedoch erfolgt die Windpockeninfektion nicht immer ohne Komplikationen. Seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung gegen Windpocken für alle Kinder und Jugendliche.

Notwendigkeit einer Windpockenimpfung

“Eine Windpockeninfektion ist mit sehr unangenehmen Symptomen wie hohem Fieber und einem juckenden Hautauschlag verbunden”, erklärt Dr. Taner Uguz, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Kleinkinder würden diese Zeit zwar meist ohne Komplikationen überstehen, in einzelnen Fällen könne es aber auch zu unschönen Narben oder sogenannten Sekundärinfektionen kommen. Davon seien nicht nur Neugeborene oder Kinder mit einem geschwächten Immunsystem betroffen, sondern auch gesunde. Vor der Einführung der Impfung hätten etwa 2.000 Kinder unter 16 Jahren wegen einer Windpockenerkrankung oder deren Folgen ins Krankenhaus gemusst.

Zeitgleich mit Masern, Mumps und Röteln impfen

Die Windpockenimpfung kann als Einzel- oder als Kombinationsimpfung mit Masern, Mumps und Röteln verabreicht werden. Bei der Frage, ob das Immunsystem eines Kleinkindes mit einer Mehrfachimpfung nicht überlastet sei, erklärt Uguz: “Das Immunsystem – auch das eines Kleinkindes – setzt sich tagtäglich mit weitaus mehr Fremdmolekülen auseinander als es bei einer Kombinationsimpfung der Fall ist.”

“Nestschutz” geht verloren

Die Impfung gegen Windpocken wird zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat empfohlen und sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten wiederholt werden. “Hatte eine schwangere Frau selbst schon die Windpocken oder ist sie durch eine Impfung immun, überträgt sie die Antikörper über die Blutbahn auf das ungeborene Kind”, erklärt Uguz. Nach der Geburt würden diese auch durch die Muttermilch weitergegeben. Dieser sogenannte “Nestschutz” sei aber lediglich in den ersten Monaten vorhanden. “Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen gegen Windpocken immun sind und so vor allem Babys mit schützen”, betont Uguz.

Sport unterstützt Krebstherapie

Ob Prävention, Therapiebegleitung oder Nachsorge: Bewegung ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Krebs. „Körperliche Aktivität senkt das Risiko, an Krebs zu erkranken. Bei den häufigsten Krebserkrankungen – wie Brust- und Darmkrebs – ist das wissenschaftlich bewiesen“, bestätigt PD Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Inzwischen zeigen Studien: Bewegungstherapie und körperliche Aktivität helfen auch Krebspatienten und wirken sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus“, so der Experte bei der Jahres-Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe am 6. Juli 2016 in Berlin. Neben der Vorstellung der Aktivitäten im Bereich „Sport und Krebs“ sowie weiterer Förderschwerpunkte zog die Deutsche Krebshilfe Bilanz: Im Jahr 2015 konnte die Organisation 108,8 Millionen Euro an Zuwendungen aus der Bevölkerung verzeichnen – im Wesentlichen Spenden sowie Erlöse aus Erbschaften und Vermächtnissen. Damit hat sie 128 Projekte und Initiativen gefördert, um die Versorgung krebskranker Menschen weiter zu verbessern.

Als Bürgerbewegung im Kampf gegen den Krebs finanziert die Deutsche Krebshilfe ihre gesamten Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. „Im Jahr 2015 unterstützte uns die Bevölkerung erneut in hohem Maße mit über 100 Millionen Euro“, resümierte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Organisation. „61,7 Millionen Euro stammten aus Erbschaften und Vermächtnissen. Hinzu kamen über 356.000 Einzelspenden von Privatpersonen und Firmen mit insgesamt 26,2 Millionen Euro, zudem Erlöse aus Aktionen und Veranstaltungen sowie Kondolenzspenden.“

„Für dieses Vertrauen und die Unterstützung möchten wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken – ohne sie wäre unsere wichtige Arbeit nicht möglich“, betonte Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Rund 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Krebs. Ich bin sehr froh, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen können, den betroffenen Menschen in ihrer schweren Situation zu helfen und die Versorgung von Krebspatienten stetig zu verbessern.“ Inzwischen kann jeder zweite erwachsene Krebspatient geheilt werden oder noch lange Jahre und bei hoher Lebensqualität mit der Erkrankung leben. Bei krebskranken Kindern und Jugendlichen liegen die Heilungsraten heute bei fast 80 Prozent.

Eines der wichtigsten Instrumente der Deutschen Krebshilfe im Kampf gegen Krebs ist die Forschung. Alleine im Jahr 2015 hat die Organisation rund 35,6 Millionen Euro für die Grundlagenforschung, klinische Krebsforschung und Versorgungsforschung zur Verfügung gestellt – dies macht sie zum bedeutendsten privaten Drittmittelgeber der Krebsforschung in Deutschland.

Auch auf gesundheitspolitischer Ebene setzt sich die Deutsche Krebshilfe für die Belange der Betroffenen ein. Im vergangenen Jahr nahm sie erneut deutlich Position ein auf dem Weg zur Verabschiedung neuer Gesetze zur besseren Versorgung krebskranker Menschen. Darüber hinaus setzte sie sich mit zahlreichen Maßnahmen und Initiativen dafür ein, die Bevölkerung über die Möglichkeiten aufzuklären, Krebs zu vermeiden.

In Zukunft wird die Prävention von Krebs verstärkt im Fokus der Aktivitäten der Deutschen Krebshilfe stehen. Experten schätzen, dass in Deutschland rund die Hälfte aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen sind, wie Rauchen, eine unausgewogene Ernährung, zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol und zu viel UV-Strahlung. „Jeder Mensch kann daher aktiv dazu beitragen, das eigene Krebsrisiko zu reduzieren. Regelmäßige Bewegung ist dabei ein ganz wichtiger Faktor“, erklärte Pleitgen. Darauf machte die Deutsche Krebshilfe gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Deutschen Sporthochschule Köln im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ auch im Jahr 2015 aufmerksam.

Doch Sport hilft nicht nur, Krebs zu verhindern, sondern auch die Erkrankung zu überwinden. Regelmäßige Bewegung steigert die körperliche Leistungsfähigkeit von Krebserkrankten, stärkt ihr Immunsystem und reduziert das Fatigue-Syndrom. Bei vielen Patienten verringert sportliche Betätigung signifikant die Therapie-Nebenwirkungen. „Bei den häufigsten Begleitsymptomen einer Krebstherapie wie Polyneuropathie, Gelenkschmerzen und Fatigue zeigt die Bewegungstherapie im Vergleich zu anderen unterstützenden Therapien die beste Wirkung bei der Reduktion der Beschwerden“, berichtete Baumann. Studien weisen zudem darauf hin, dass körperliche Aktivität die Tumorabwehr von Krebspatienten anregt und somit das Rückfall-Risiko reduzieren kann. Um diese positiven Effekte weiter zu erforschen, unterstützt die Deutsche Krebshilfe zurzeit mehrere Studien mit rund 1,5 Millionen Euro.

Weitere Informationen über die Arbeit und die Projekte der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de. Näheres zum Thema „Sport und Krebs“ unter www.bewegung-gegen-krebs.de.

Neurodermitis: Intervalle und Intensität der Schübe lassen sich verringern

Wer unter Neurodermitis leidet, steckt oftmals in einem Teufelskreis aus ununterbrochenem, unerträglichem Juckreiz und Kratzen. Schätzungen zufolge sind in den Industrieländern etwa zehn bis 20 Prozent der Kinder und zwei bis drei Prozent der Erwachsenen von der atopischen Dermatitis, wie die chronisch-entzündliche Hautkrankheit auch genannt wird, betroffen.

Konsequente Pflege – auch in beschwerdefreien Zeiten

“Die ‘eine’ Therapie bei Neurodermitis gibt es nicht”, weiß Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Von Fall zu Fall könne sich das Krankheitsbild sehr stark unterscheiden. Einig seien sich Dermatologen aber darüber, dass Betroffene auch in beschwerdefreien Zeiten eine Basistherapie verfolgen sollten, die die trockene Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt.

Pflegepräparate wie beispielsweise das rückfettende “Lipogel” von Preval können die Haut vor einer weiteren Austrocknung schützen und gleichzeitig die geschädigte Barrierefunktion der Haut bei der Regeneration unterstützen. Gleichzeitig wird die Haut beruhigt, wodurch Juckreiz und Spannungsgefühle deutlich zurückgehen können. Im besten Fall lassen sich durch eine konsequent durchgeführte Basispflege die zeitlichen Intervalle verlängern und die Intensität der Schübe sogar verringern. Wasser- und parfümfrei ist dieses Gel ohne Konservierungsstoffe und Emulgatoren in Apotheken oder im Onlineshop unter www.preval.net erhältlich.

Ursachen der Neurodermitis

Bei der Entstehung einer Neurodermitis spielen Störungen der Hautschutzfunktion und des körpereigenen Immunsystems eine wichtige Rolle. Die Krankheit selbst ist zwar nicht erblich, wohl aber die Veranlagung, und nicht selten leidet eines der Elternteile bereits an Neurodermitis. Besteht eine Veranlagung, kann es durch Faktoren wie Stress, bakterielle Hautinfektionen, Hausstaubmilben, Blütenpollen, grobe Kleidung, die auf der Haut kratzt, oder bestimmte Inhalts- oder Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln zum Ausbruch der Krankheit beziehungsweise einem Schub kommen.

Den Glukosespiegel im Urlaub schnell und unkompliziert messen

Eine gründliche Reisevorbereitung ist für die etwa sechs Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland von entscheidender Bedeutung. “Zeitverschiebungen und Klimawechsel können die Glukosewerte beeinflussen und erfordern möglicherweise eine Therapieanpassung. Urlauber sollten Reisepläne deshalb immer mit dem Arzt besprechen”, erklärt Dr. Jens Kröger vom Zentrum für Diabetologie Hamburg-Bergedorf und Vorstandsmitglied von “diabetesDE”. Der Mediziner rät dazu, vor jeder Reise den Status der Auslandsreisekrankenversicherung und notwendiger Impfungen zu überprüfen. Rezepte für Medikamente, Insulin und anderes Diabeteszubehör sollten bereits in Deutschland eingelöst werden, so könne man eventuelle Akzeptanz- und Abrechnungsprobleme im Ausland vermeiden.

Diabetesbedarf im Handgepäck

Wichtiger Diabetesbedarf muss immer ins Handgepäck: “Bei Flugreisen sollte man einen Ausweis, der über die Krankheit aufklärt, mitführen. Auch eine ärztliche Bescheinigung, dass man aus medizinischen Gründen bestimmte Utensilien wie Spritzen und Insulin benötigt, sollte griffbreit sein”, so Dr. Kröger. Medizinisch notwendige Hilfsmittel dürften trotz strenger Sicherheitskontrollen mit an Bord eines Flugzeugs genommen werden. Vorsichtshalber sollte man mindestens den zweifachen Diabetesbedarf mitnehmen und auf mehrere Koffer verteilen, falls ein Koffer verloren geht. Zu hohe oder niedrige Temperaturen können unter Umständen die Wirksamkeit von Insulinpräparaten beinträchtigen. Beim Sonnenbaden ist mitgebrachtes Insulin deshalb immer in der Kühltasche zu lagern.

Glukosekontrolle: Scannen statt Stechen

Die Blutzuckerselbstkontrolle mit Händewaschen ist am Strand oder beim Wandern für Menschen mit Diabetes oftmals schwierig. Beim “FreeStyle Libre”-Messsystem hingegen funktioniert die Kontrolle schnell und unkompliziert mit Scannen statt Stechen. Dafür wird ein Sensor an der Rückseite des Oberarms platziert, der in der Gewebeflüssigkeit den Glukosespiegel misst. Nach einem schmerzlosen Scan des Sensors durch das Lesegerät werden der aktuelle Wert sowie die Werte der letzten acht Stunden angezeigt. Bis zu 14 Tage lang können auf diese Weise Glukosewerte Tag und Nacht abgerufen werden, dann muss der Sensor ausgetauscht werden. Der Trendpfeil auf dem Display bietet zusätzliche Sicherheit und zeigt an, in welche Richtung sich der Wert in naher Zukunft bewegt.

Auch kleine Reisende mit Diabetes können von dem System profitieren, denn es ist für Kinder ab vier Jahren erhältlich. Röntgengeräte bei Sicherheitskontrollen am Flughafen können mit dem Messsystem bedenkenlos passiert werden. Das Sicherheitspersonal sollte man jedoch vorher informieren. Das Starterset gibt es für 169,90 Euro im Online-Shop unter www.freestylelibre.de oder telefonisch unter der Hotline 0800-5199519.

Rückenschmerzen durch Übersäuerung?

Wer täglich viel sitzt, Auto fährt oder lange stehen muss, belastet seinen Bewegungsapparat. Einseitige, starre Körperhaltungen führen früher oder später zu Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Insbesondere der Rücken ist im wahrsten Sinne der Leidtragende: Im Stehen beträgt beispielsweise die Druckbelastung des Rückens mit seinen Bandscheiben, Wirbeln und Muskeln 100 Kilogramm; im Sitzen kommen noch einmal 50 Kilogramm oben drauf. Kein Wunder also, dass 70 Prozent der Bundesbürger angeben, zumindest gelegentlich Rückenschmerzen zu haben.

Mit einfachen Änderungen des Lebensstils ist jedoch viel zu erreichen: Einseitige Belastungen und Fehlhaltungen vermeiden sowie einem Bewegungsmangel aktiv begegnen. Rückenschmerzen sind häufig auf Muskelverspannungen zurückzuführen. Ist der Körper zudem übersäuert, wird die Beweglichkeit der Muskeln und Gelenke zusätzlich verschlechtert. Man spricht hier auch von der “Säure-Starre”. Damit der Rücken seine Beweglichkeit zurückgewinnt, kann eine Entsäuerung mit basischen Mineralstoffen aus der Apotheke hilfreich sein. Die Heilpraktikerin Mathilde Füssel-Wittwer aus Oberstaufen bestätigt, dass Muskel- und Gelenkbeschwerden auf eine Übersäuerung hinweisen können: “Überschüssige Säure wird im Bindegewebe zwischengelagert. Dadurch verliert es seine Elastizität. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Einnahme basischer Mineralstoffe wie Basica Vital bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zu einem deutlichen Rückgang der Schmerzen führen kann.” Eine Entsäuerungstherapie könne laut Füssel-Wittwer Schmerzen verringern und die Beweglichkeit fördern.

Die Heilpraktikerin rät Rückenschmerz-Patienten außerdem, ihre Ernährung umzustellen und anstelle säurebildender Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Backwaren und Milchprodukten mehr Obst, Gemüse und Salate auf den Speiseplan zu bringen, um so die Säure-Basen-Balance wiederherzustellen.

Sanfte Bewegung stärkt die Muskeln

Wer seinen Rücken stärken will, sollte seinen Alltag so aktiv wie möglich gestalten: statt Fahrstuhl die Treppe benutzen, wenn möglich vom Auto aufs Fahrrad umsteigen und so oft wie möglich zu Fuß gehen. Im Büro kann man zum Beispiel beim Telefonieren umhergehen. Mit einem ergonomischen Schreibtischstuhl oder einem Sitzball kann man durch Wechsel der Sitzposition eine Entlastung des Rückens erreichen. Schließlich ist regelmäßiges Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining empfehlenswert, denn es stärkt Muskeln und Gelenke und kann vor Verspannungen schützen. Gerade in Sachen Rückengesundheit sollte man das Sprichwort “Wer rastet, der rostet!” zu seinem Motto machen.

Infos zum Säure-Basen-Haushalt unter: www.basica.de
– “Sind Sie übersäuert?” – Machen Sie den Test!
– Der “Säure-Basen-Rechner” zeigt Ihnen, ob Ihre Ernährung im
Säure-Basen-Gleichgewicht ist.
– Schließlich gibt es unter “Broschüren” eine ausführliche
“Nahrungsmittel-Tabelle” mit basischen und sauren
Lebensmitteln…