Archiv für den Monat: Oktober 2010

Schlaf dich fit! Schlafkur auf Moor-Matratzen in Vlotho

Sich auf Moor-Matratzen gesund schlafen und für die dunkle Jahreszeit stärken – dieses Angebot bietet das Moorland Bad Senkelteich in der Stadt Vlotho im Weserbergland.

Vor 15.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, entstand am Senkelteich der weltweit einzigartige Moortrichter. Das Moorland vereint an diesem besonderen Ort Hotel, Klinik, Day Spa und Gastronomie.

Menschen, die Einschlafschwierigkeiten haben, nicht durchschlafen können und morgens sehr müde sind finden hier optimale Bedingungen, um ihren Schlaf zu verbessern. Aber auch Gäste, die ihre Gesundheit vor dem Winter stärken möchten, sind im Moorland gut aufgehoben. Neben den Moor-Matratzen, die für ein besonderes Schlaferlebnis sorgen, gibt es hier auch Moor-Brot, Moor-Nudeln, Moor-Cocktails, Moor-Massagen und vieles mehr.

Weitere Informationen gibt es unter www.moorland.de oder bei der Vlotho Marketing GmbH, Tourist Information, Lange Straße 111, 32602 Vlotho, Tel. 05733- 881188 unter www.vlotho.de.

Zahnersatz muss nicht teuer sein. Vergleichen spart.

Schon seit Jahren zählt Zahnersatz Müller in Deutschland zu den führenden Anbietern von günstigem Zahnersatz.
Mit der Eröffnung des Zahnhauses Ratingen bietet Zahnersatz Müller nun vielen Patienten, die Zahnersatz benötigen oder sich aus ästhetischen Gründen welchen anfertigen lassen möchten, zusätzlich die kostenlose [ZahnersatzCard:Müller] an, durch die der Inhaber individuelle Vorteile erhält.
Auf die Kosten reduzierten Preise von Zahnersatz Müller, die ca. 60% unterhalb der Bundeseinheitlichen Preisliste für Zahnersatz liegen, erhalten Inhaber der ZahnersatzCard einen zusätzlichen Rabatt i.H. von 10% auf zahntechnische Leistungen.

Viele Patienten erhalten dadurch erst die Möglichkeit, sich Zahnersatz überhaupt leisten zu können.

Die Karte verpflichtet zu nichts, sondern verhilft dem Patienten lediglich dazu, den Eigenanteil für seine Zahnersatzkosten stark zu reduzieren.
Nach Bestellung der Karte ist diese sofort gültig und kann umgehend genutzt werden.
Doch der Preisvorteil ist nur einer der Vorteile, die die kostenlose ZahnersatzCard zu bieten hat. Vom Gesetzgeber ist eine zwei-jährige Garantie auf Zahnersatz vorgeschrieben. Zahnersatz Müller gewährt hingegen Inhabern der ZahnersatzCard einen auf drei Jahre erweiterten Garantiezeitraum auf zahntechnische Leistungen und erstattet bei Neuanfertigungen die Praxisgebühr für ein Quartal.
Möchten auch Sie die kostenlose ZahnersatzCard bestellen, haben Fragen rund um das Thema Zahnersatz oder Sie möchten einen kostenlosen Preisvergleich zu Ihrem vorliegenden Heil- und Kostenplan, können Sie sich bei Zahnersatz Müller, im Zahnhaus Ratingen, auf der Mülheimer Str.49, in 40878 Ratingen, kostenlos beraten lassen. Telefonisch stehen Ihnen die Patientenberater unter 02102-1004980 zur Verfügung.

Allergenschutz ohne Nebenwirkungen auch für Kinder und Schwangere geeignet

Immer mehr Kinder und sogar Säuglinge leiden unter Allergien. Schätzungsweise jedes sechste Kind reagiert heute auf Baum-, Kräuter oder Gräserpollen allergisch. Insbesondere bei kleinen Kindern ist häufig auch die Haut betroffen. Stark juckender Nesselausschlag, Ekzeme und Neurodermitis sind die Folge. Weil zudem die Gefahr besteht, dass sich bei den kleinen Patienten aus dem Heuschnupfen Asthma entwickelt, ist vorbeugender Pollenschutz sehr wichtig. Hier bietet Allergoprävent, ein völlig nebenwirkungsfreies Pollengel, eine Alternative zu herkömmlichen Präparaten.

Während die üblichen Salben, Cremes oder Nasensprays meist auf die Schleimhäute in der Nase aufgebracht werden, wirkt das durchsichtige Medizinprodukt rein äußerlich. Es wird auf Nasensteg, Oberlippe und rund um die Nase aufgetragen. So filtert das Gel elektrostatisch wie ein Magnet Pollen, aber auch andere allergene Partikel wie Tierhaare, Hausstaub und Schimmelsporen aus der Atemluft und reduziert deren Aufnahme laut Hersteller um bis zu 90 Prozent. Das verhindert im Gegensatz zu den herkömmlichen Präparaten den allergieauslösenden Kontakt mit der Nasenschleimhaut und wirkt vorbeugend, statt nur die Symptome einer Allergie zu behandeln. Die rein äußerliche Anwendung verhindert außerdem, dass Inhaltsstoffe, wie bei manch anderen Medikamenten, über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Unangenehme Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Magenbeschwerden oder die Schädigung der Nasenschleimhaut bleiben somit aus. Dank seiner schonenden Zusammensetzung kann das Gel drei- bis viermal täglich aufgetragen werden und ist auch für Schwangere geeignet. Die Schutzwirkung setzt sofort ein und hält drei bis vier Stunden an. Das Medizinprodukt Allergoprävent ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Weitere Informationen unter www.allergopraevent.de.

Zahnzusatzversicherung – ein schwieriger Fall

Extraabsicherung ist meist mit vielen Einschränkungen verbunden
Seit die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bei der Erstattung von Zahnarztkosten stark bremsen mussten, sind private Zusatzversicherungen eine bedenkenswerte Option. Ein guter Leistungsumfang, der – inklusive Festzuschuss der GKV – 80 Prozent der Kosten abdeckt, ist nur für hohe monatliche Prämien zu haben, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Das Blatt rät, vorher Testzeitschriften zu lesen und Erstattungsgrenzen, Leistungsausschlüsse und Obergrenzen zu vergleichen. Werden private Zahnarzt-Honorare bis zum 3,5-fachen oder nur zum 2,3-fachen Satz bezahlt? Gibt es eine Jahresobergrenze? Für Ältere, die ihre Zähne bereits gut saniert haben, macht die Versicherung wenig Sinn, sagt Jens Trittmacher vom Bund der Versicherten. Ein schlechter Zahnzustand erhöht die Prämie und eine schon geplante Sanierung lässt sich nicht kurzfristig absichern. Viele Versicherungen zahlen in den ersten acht Monaten nichts und schränken danach noch einige Jahre die Leistungen ein.

Quelle: Wort & Bild Verlag

Diabetes und Depressionen bedingen sich vielfältig gegenseitig

Diabetiker leiden häufiger als Stoffwechselgesunde an Depressionen – und Depressive bekommen leichter Diabetes. „Eine Depression ist als Risikofaktor für Diabetes ähnlich wichtig wie Übergewicht oder Bewegungsmangel“, erklärt Privatdozent Dr. Bernhard Kulzer, leitender Psychologe am Diabetes Zentrum Mergentheim, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Ein möglicher Grund ist, dass Depressive erhöhte Spiegel des Stresshormons Cortisol haben. Es erhöht den Blutzucker, was auf Dauer einen Diabetes Typ 2 fördern kann. Schwermütige bewegen sich zudem weniger und ernähren sich häufig ungesund. Beides beeinflusst den Blutzucker ungünstig. Depressive Zuckerkranke leiden auch öfter als andere unter Folgekrankheiten wie zum Beispiel Augen- oder Nierenschäden.

Quelle: Wort & Bild Verlag

Herzinfarktrisiko senken: Vorsorge wirksamer als Medikamente

Rauchverzicht und gesündere Ernährung schützten am stärksten vor Herzinfarkt

Die Bevölkerung der USA halbierte in 20 Jahren ihr Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung (KHK) zu sterben. Bei der KHK führen Verkalkungen der Herzkranzgefäße häufig zum Herzinfarkt. Den größten Anteil an dem Rückgang hatten Nikotinverzicht und gesündere Ernährung, berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf eine US-Studie, die auf Daten eines repräsentativen Teils der amerikanischen Bevölkerung zurückgriff. Der Einfluss von Medikamenten zur Senkung der Cholesterinwerte und des Blutdrucks sei geringer gewesen als Rauchverzicht und Ernährungsumstellung.

Viele Informationen über den Herzinfarkt, die Risikofaktoren und Vorsorge unter www.apotheken-umschau.de/Herzinfarkt

Quelle: Wort & Bild Verlag

Gesund von Anfang an – Prävention muss schon bei den Kleinen anfangen

Pressemitteilung: Zum Weltkindertag am 20. September 2010 erklärte die Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, MdB: „“Wir müssen alles dafür tun, dass unsere Kinder gesund aufwachsen und gute Entwicklungschancen haben. Deshalb müssen Prävention und Gesundheitsförderung in den Alltag möglichst aller Kinder Eingang finden. Das gilt ganz besonders für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von vielen Akteuren unterstützt und getragen werden muss. Neben den Krankenkassen und der Ärzteschaft sind insbesondere auch die Länder und Kommunen wie auch die Träger von Kindertagesstätten und Schulen gefordert.““

Zwar ist die gesundheitliche Situation der Kinder und Jugendlichen in Deutschland insgesamt gut, aber besonders chronische Erkrankungen und psychische Auffälligkeiten nehmen bei Kindern und Jugendlichen zu. Die Bundesregierung fördert und unterstützt deshalb das gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Mit der „Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit“ sollen die gesundheitlichen Chancen aller Kinder und Jugendlichen erhöht, die Voraussetzungen für einen gesunden Lebensstil verbessert sowie die gesundheitlichen Risiken im Kinder- und Jugendalter gesenkt werden.

Kinder und Jugendliche sind auch eine wichtige Zielgruppe des Nationalen Aktionsplans „IN FORM –Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Damit wollen das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Parallel dazu führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit Jahren die Jugendaktion „Gut Drauf – bewegen, entspannen, essen – aber wie?“ durch. In Schulen, Betrieben, Sportvereinen und der Jugendfreizeit erhalten junge Mensche Angebote zur besseren Ernährung, Bewegung und Entspannung, die Spaß machen und dazu motivieren, sie in den Lebensalltag zu integrieren.

Und schließlich ist die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auch das Anliegen des Nationalen Gesundheitsziels „Gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung“, das im Rahmen des Kooperationsverbundes www.gesundheitsziele.de vom BMG, den Gesundheits- und Jugendministerien der Länder, Sozialversicherungsträger und Nichtregierungsorganisationen gemeinsam erarbeitet wurde. Mit den dort empfohlenen Maßnahmen sollen Lebenskompetenz, körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung bei Kindern und Jugendlichen nachhaltig gefördert werden.

Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen

Deutschland nimmt beim Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Etwa 22 Prozent der 18 bis 59 Jahre alten Erwachsenen trinken Alkohol in einem Ausmaß, in dem auf Dauer physische, psychische und soziale Schäden zu erwarten sind. Der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen – von Eltern häufig unterschätzt – hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen ist das Thema des neuen Hefts 40 der Gesundheitsberichterstattung. Die Veröffentlichung gibt auf gut 30 Seiten einen Überblick über Konsummuster, alkoholbezogene Störungen und Sterbefälle sowie ökonomische Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs. Darüber hinaus werden Therapiemöglichkeiten, präventive Maßnahmen und Forschungsperspektiven diskutiert.

Mit einem jährlichen Konsum von 10,2 Litern Reinalkohol pro Person (das entspricht etwa 100 Liter Wein oder 200 Liter Bier) stand Deutschland 2003 auf Platz 5 der weltweiten Rangreihe. Eine tägliche Trinkmenge bis 20 Gramm Reinalkohol bei Frauen und 30 Gramm bei Männern wird als risikoarm bezeichnet. Einen Grenzwert für risikolosen oder harmlosen Alkoholkonsum gibt es nicht. Geschätzte 1,6 Millionen Erwachsene waren 1997 in Deutschland alkoholabhängig. Alkohol stellt nach Tabak und Bluthochdruck die dritthäufigste Ursache für verlorene Lebensjahre dar.

Die unmittelbar durch Alkoholkonsum bedingte Sterblichkeit, etwa durch Leberzirrhose oder durch bestimmte Herzmuskelerkrankungen (alkoholische Myokardiopathie), ist regional stark unterschiedlich. Im Osten und in den Stadtstaaten liegt die Sterblichkeit an alkoholbedingten Erkrankungen höher als im Westen. So lag die (altersstandardisierte) Mortalitätsrate im Jahr 2005 in Mecklenburg-Vorpommern mit 34,3 alkoholbedingten Todesfällen pro 100.000 Einwohner zirka doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt von 17,6. Am niedrigsten war die Rate in Bayern, dort lag sie bei 13,2.

Epidemiologische Daten zu durchschnittlichen Konsummengen und zur Häufigkeit exzessiver Trinkanlässe für Kinder und Jugendliche werden regelmäßig von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhoben. Im Survey des Jahres 2004 berichten 5 Prozent der 12- bis 15-Jährigen und 24 Prozent der 16- bis 19-Jährigen einen wöchentlichen Konsum von mindestens 120 Gramm reinen Alkohols (Ethanol). Konsumtrends für Kinder und Jugendliche zwischen 1993/94 und 2001/02 werden aus der so genannten HBSC-Studie in Nordrhein-Westfalen berichtet. Dort stieg der Anteil regelmäßiger Konsumenten bei den 13-jährigen Jungen von 5 auf 11 Prozent und bei den 13-jährigen Mädchen von 4 auf 9 Prozent.

Zu den Gesundheitsschäden durch exzessiven Alkoholkonsum gehören Krebs, neurologische und psychische Störungen, kardiovaskuläre und Magen-Darm-Krankheiten, Alkoholvergiftungen, Unfälle, Selbstmorde und durch Gewalt verursachte Todesfälle. So erfolgten im Jahr 2006 etwa 40 Prozent der Totschlagsfälle unter Alkoholeinfluss. Die sozialen Folgen sind neben Gewalt gegen Personen vor allem Vandalismus, familiäre und finanzielle Probleme sowie Schwierigkeiten und Unfälle am Arbeitsplatz.

Das GBE-Heft „Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen“ kann schriftlich kostenlos bestellt werden (Robert Koch-Institut, GBE, Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de, Fax: 030-18754-3513) und ist im Internet unter www.rki.de abrufbar.

Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

Das Bundesgesundheitsblatt setzt sich gleich in vier Ausgaben mit dem Thema Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen auseinander. Das erste Heft – die Ausgabe vom Juli 2010 – befasst sich mit der Verbreitung und den Ursachen. Das zweite Heft, das für März 2011 vorgesehen ist, wendet sich den Ansätzen der Prävention zu (es sind die Kinder, bei denen Maßnahmen zur Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas den größten Erfolg versprechen), die dritte Ausgabe legt den Schwerpunkt auf die Therapie, im vierten Heft werden die Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas diskutiert.

Starkes Übergewicht (Adipositas) gehört zu den größten Risikofaktoren für die Gesundheit. Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas ist weltweit, auch in Deutschland, angestiegen. In Deutschland haben 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen Übergewicht, bei mehr als einem Drittel von ihnen (6 % aller Kinder und Jugendlichen) ist es so ausgeprägt, dass man von Adipositas spricht. Damit werden häufig schon in jungen Jahren die Weichen gestellt für schwerwiegende Folgeleiden.

Übergewicht kann bereits bei Kindern zu Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Störungen im Zuckerstoffwechsel führen und leistet zahlreichen Spätfolgen im Erwachsenenalter Vorschub. Zudem wird Übergewicht als psychosoziale Belastung empfunden. Man spricht bei Kindern und Jugendlichen von Übergewicht, wenn der Body-Mass-Index (Gewicht geteilt durch die Körpergröße im Quadrat) höher ist als bei 90 % aller Kinder gleichen Alters und Geschlechts. Ist der Body-Mass-Index höher als bei 97 % aller Kinder gleichen Alters und Geschlechts spricht man von Adipositas (bei Erwachsenen gibt es dagegen feste BMI-Werte als Grenze zu Übergewicht und Adipositas).

Der erste Beitrag in der Juli-Ausgabe beschreibt die derzeitige Verbreitung (Prävalenz) von Übergewicht und Adipositas sowie die Daten- und Referenzbasis. Seit der Publikation der Ergebnisse des vom Robert Koch-Institut durchgeführten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys KiGGS gibt es deutschlandweit repräsentative Prävalenz-Daten. Thema des zweiten Beitrags ist die weltweite Situation und die Ansätze, die Daten zwischen den Ländern zu vergleichen. Die weiteren Themen sind die möglichen Ursachen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, der Einfluss frühkindlicher Ernährung, die genetische Veranlagung, physiologische Mechanismen (zum Beispiel die Energieaufnahme), das Ernährungsverhalten, Bewegungsmangel, sozialer Status sowie die Lebensumwelt ( zum Beispiel durch die hohe Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder die Automatisierung unseres Berufs- und Alltagslebens).

Das Bundesgesundheitsblatt besitzt seit kurzem einen so genannten Impact Factor. Der Impact Factor einer Fachzeitschrift soll messen, wie oft andere Zeitschriften einen Artikel aus ihr in Bezug zur Gesamtzahl der dort veröffentlichten Artikel zitieren. Je höher der Impact Factor, desto angesehener ist die Zeitschrift. Die neuen Impact-Faktoren für das Jahr 2009 wurden kürzlich veröffentlicht. In dieser Liste befindet sich nun auch das Bundesgesundheitsblatt. Sein Impact-Faktor beträgt 1,248. Unter allen deutschsprachigen Zeitschriften des Springer-Verlages steht das Bundesgesundheitsblatt mit diesem Faktor an zweiter Stelle. Das Bundesgesundheitsblatt wird herausgegeben von den Bundesinstituten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist Sitz der Redaktion. Die Monatszeitschrift ist über den Buchhandel erhältlich oder beim Verlag (Tel: 06221-345-4303, E-Mail: subscriptions@springer.com), die Abstracts der Beiträge unter www.bundesgesundheitsblatt.de.

Unberechenbare Grippe: Zeit für die Influenza-Schutzimpfung

Die vergangene Grippesaison hat mit der Verbreitung eines neuen Influenzavirus und dem Höhepunkt der pandemischen Influenza-Erkrankungswelle Mitte November 2009 wieder einmal gezeigt, wie unberechenbar Influenzaviren sind. Nach Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es zwischen 2,5 und 3,4 Millionen zusätzliche Arztbesuche aufgrund einer Influenza-Erkrankung. Der in diesem Sentinelsystem mögliche Vergleich mit Daten aus den Vorjahren zeigt, dass die Werte im Bereich einer mittelstarken saisonalen Influenzawelle liegen. Die Schwere einer Welle kann sehr unterschiedlich sein und lässt sich nicht vorhersagen, Todesfälle gibt es zudem auch bei moderaten Grippewellen. Doch mit einer Impfung kann man sich einfach vor einer Grippeerkrankung schützen.

Medizinisches Personal, ältere Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke jeden Alters sowie Schwangere sollten gegen Grippe geimpft sein. „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst vor einer schweren Influenza-Erkrankung, sondern vermeidet auch eine Ansteckung anderer. Das ist in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig“, betont Reinhard Burger, Präsident des RKI vor der beginnenden Influenza-Impfsaison bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

Der neue saisonale Impfstoff setzt sich aus den Antigenen der aktuell weltweit vorkommenden Varianten der drei zirkulierenden Influenza-Virustypen (A/H1N1, A/H3N2, B) zusammen. „Der saisonale Impfstoff enthält das Antigen des pandemischen H1N1-Influenzavirus und schützt somit auch gegen die ‚Schweinegrippe’. Nach der Impfung ist der Impfschutz in 10 bis 14 Tagen aufgebaut“, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Bisher hat das Paul-Ehrlich-Institut die Chargenfreigabe für rund 20,5 Millionen Dosen Influenza-Impfstoff erteilt. Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht auf seiner Internetseite neben dieser regelmäßig aktualisierten Information auch eine Liste der zugelassenen Influenza-Impfstoffe.

Seit 2006 führen BZgA und RKI die gemeinsame Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ zur Steigerung der Impfquoten gegen Influenza durch. Zur Information werden in Kooperation mit der Bundesärztekammer im September 2010 aktualisierte Medienpakete an alle niedergelassenen impfenden Ärzte, an sozialpädiatrische Zentren und den öffentlichen Gesundheitsdienst verschickt. Die Medienpakete enthalten allgemeine Informationen zur Influenza-Impfung sowie ein Faltblatt für Schwangere. „Bei Schwangeren besteht aufgrund der neuen Impfempfehlung in der kommenden Grippesaison ein erhöhter Informations- und Aufklärungsbedarf“, erläutert Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Zur Information des medizinischen Personals wird in Kooperation mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft außerdem eine Aussendung von Informationsmaterialien an alle Krankenhäuser und Alten-/Pflegeheime erfolgen. Sie umfasst eine ausführliche Informationsbroschüre zur Influenza-Impfung sowie eine Arbeitshilfe für Betriebsmediziner zur Durchführung von Impfaktionen bei medizinischem Personal. Die Impfquote bei der saisonalen Influenza liegt bei medizinischem Personal im Krankenhaus durchschnittlich bei rund 20 Prozent und ist damit sogar geringer als bei älteren Personen und chronisch Kranken.

Darüber hinaus hat die BZgA eine neue Internetseite zum Thema Impfen eingerichtet. Unter www.impfen-info.de können sich Bürgerinnen und Bürger umfassend über die verschiedenen Impfungen und deren Nutzen sowie über ergänzende Hygienemaßnahmen informieren.

Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dedes Paul-Ehrlich-Instituts