Archiv für den Monat: Juni 2011

Rheumatoide Arthritis: Eine neue App bezieht Patienten aktiv in die Therapie ein

(djd/pt). Die „Rheumatoide Arthritis“ kann alle Altersgruppen treffen und zählt zu den häufigsten Leiden der Deutschen. Die entzündliche Erkrankung der Gelenke, der Muskeln und des Bindegewebes lässt sich zum Glück immer besser behandeln. Voraussetzung dafür ist allerdings eine gute, kontinuierliche Kontrolle beim Arzt. Dabei hilft seit Kurzem das iPhone, für das das biopharmazeutische Unternehmen UCB zusammen mit Rheumatologen und der Agentur mutterelbe eine spezielle App entwickelt hat.

Technische Hilfe zur Selbsthilfe

Die neue App „RheumaTrack“ ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Sie ermöglicht unter anderem die frühzeitige enge Überwachung der Erkrankung mit Hilfe eines Schmerztagebuchs. Eingetragen wird etwa die Morgensteifigkeit der Gelenke, der Grad der Arbeitsunfähigkeit oder der Sport-Aktivitäten. Ein Symptom-Check hilft bei der Bewertung von Funktionseinschränkungen. Auch ein individueller Medikamentenplaner und eine Erinnerungsfunktion an die Medikamenteneinnahme und an Arztbesuche sind integriert. Die App erlaubt darüber hinaus detaillierte statistische Auswertungen der erfassten Daten. All diese Funktionen helfen Erkrankten, gemeinsam mit ihrem Arzt frühzeitig eine noch effektivere Therapie auszuarbeiten. „Die Patienten können die Statusdaten selber überwachen, mit Verlaufskontrolle in der App speichern und schließlich die Ergebnisse per E-Mail an ihren Arzt senden, sofern dieser zustimmt“, erklärt der Diplombiologe Dieter Fricke, Medical Manager bei UCB im Bereich Immunologie.

Weitere Endgeräte-Versionen sollen folgen

„Wir sind die ersten, die eine solche App anbieten“, freut sich Fricke und ergänzt: „Gerade das iPad mit seinem großen Touchscreen ist für Rheumapatienten besser bedienbar als andere Geräte.“ Momentan gibt es das Programm nur für Benutzer mit Apple-Endgeräten. Programmversionen für andere Smartphone-Betriebssysteme wie Android sollen folgen. Die App „RheumaTrack“ von UCB ist kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Über die Patientenwebseite www.rheuma-gut-behandeln.de geht es direkt zum kostenlosen Download.

Am 20.10.2011 ist Weltosteoporosetag

(djd/pt). Unsere Knochen sind keine starren Gebilde, sondern passen sich ein Leben lang an die täglichen Spitzenkräfte an, welche durch die Muskeln erzeugt werden. Zu geringe tägliche Kräfte, beispielsweise aufgrund von Bewegungsmangel oder Immobilisation, führen mittelfristig zu einem Abbau von Knochenmasse. Dieser kann jedoch durch gezieltes Muskeltraining verhindert oder, falls ein funktionsbedingter Knochenabbau bereits erfolgt ist, langfristig wieder aufgebaut werden, selbst im Alter.

Aus medizinischer Sicht ist daher regelmäßige Bewegung auch ein wichtiger Bestandteil der Osteoporose-Vorbeugung. Denn eine leistungsschwache Muskulatur birgt nicht nur das Risiko einer verminderten Knochenmasse und -festigkeit, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Stürze, aus welchen wiederum die meisten Frakturen resultieren. Doch viele Sportarten sind für Senioren wenig geeignet. Leicht durchführbar und effektiv ist etwa ein spezielles Vibrationstraining auf der seitenalternierenden „Galileo“-Trainingsplattform. Das reflexbasierte Muskeltraining führt nach Angaben des Experten Dr. med. Martin Runge bereits bei zwei Sitzungen wöchentlich rasch zu Erfolgen: Bei der Sturzvorbeugung, der Vorbeugung und Behandlung von Gelenk- und Rückenbeschwerden oder der Belastungs-Harninkontinenz sowie bei Durchblutungsstörungen. Der Standortfinder unter www.galileo-training.com zeigt Interessierten Trainingsmöglichkeiten in ihrer Nähe.

Hygienisch aktive Oberflächen können Keime reduzieren

(djd/pt). Nicht zuletzt der EHEC-Erreger hat wieder einmal gezeigt, wie anpassungsfähig und damit gefährlich Mikroorganismen sein können. Krankenhäuser kennen das Problem der Antibiotika-resistenten Keime schon länger. Neben den üblichen Standardhygienemaßnahmen wie der Hände- und Flächendesinfektion geraten deshalb auch immer stärker Materialien in den Fokus, die aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirkung gefährliche Keime inaktivieren und damit die Kette der indirekten Kontaktübertragung unterbrechen können. Weltweite klinische Studien haben beispielsweise gezeigt, dass die antimikrobielle Wirkung von Kupfer dabei helfen kann, dass Infektionsrisiko zu senken.

Kupfer macht Krankheitserregern das Leben schwer

So zeigten Labor- und Feldstudien an der University of Southampton, dass Keime auf reinen Kupferoberflächen bei Raumtemperatur nach 90 Minuten nahezu vollständig eliminiert waren, während sie auf Edelstahlflächen tagelang überleben konnten. Auch Legierungen mit einem Kupferanteil von mehr als 65 Prozent zeigten eine gute Effizienz bei der Keimbekämpfung. In vielen Kliniken geht man daher dazu über, typische Flächen für Kontaktinfektionen, die buchstäblich durch viele Hände gehen, aus Kupfer oder Kupferlegierungen einzusetzen. Dazu zählen beispielsweise Türdrücker, Handläufe, Sanitärarmaturen, Klingelknöpfe und Lichtschalter, Bettgestelle, Armlehnen an Stühlen oder Infusionsständer.

Kontaktinfektionen vermeiden

Wer neben den üblichen Hygienemaßnahmen auch zu Hause auf Nummer sicher gehen will, kann die antimikrobiellen Eigenschaften des roten Metalls auch zu Hause nutzen. Das muss keineswegs zu Lasten der Einrichtungsqualität gehen. Denn Produkte aus entsprechenden Kupferlegierungen können durchaus auch Funktionalität und Ästhetik verbinden. Übrigens werden aus hygienischen Gründen schon seit Jahrzehnten gerne Messinglegierungen in öffentlichen Bereichen wie Hotels oder Bussen und Bahnen eingesetzt. Unter www.kupferinstitut.de oder unter www.antimicrobialcopper.com gibt es mehr Informationen zu den Studien und den Einsatzmöglichkeiten von Kupfer als Hygienewerkstoff.

Ausgewogene Pflege bringt sensible Haut wieder ins Gleichgewicht

(djd/pt). Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Gegenüber der Außenwelt wirkt sie wie eine hochspezialisierte Hülle, die nicht nur Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung, sondern auch gegenüber Druck und Reibung bietet. Eine besonders wichtige Aufgabe ist, das Eindringen von Keimen zu verhindern und Feuchtigkeit im Körper zu halten. Verantwortlich dafür ist die oberste Hautschicht, die eine Vielzahl verschiedenster Lipide (Fette), Eiweiße und körpereigener Antibiotika, die antimikrobiellen Peptide, bildet. Zusammen mit dem natürlichen Säureschutzmantel ist die Haut so gleich dreifach vor äußeren Einflüssen abgeschirmt. Wird eine dieser Säulen geschwächt, gerät das Abwehrsystem aus dem Gleichgewicht – die Haut wird trocken, neigt zur Rötung oder anderen Irritationen.

Die Abwehr stärken

Empfindliche Haut ist besonders pflegebedürftig, denn sie reagiert außerordentlich sensibel auf Einwirkungen von außen und eine Störung der Schutzbarriere macht ihr besonders zu schaffen. Als aktiver „Abwehrschild“ gegen Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren spielen die antimikrobiellen Peptide eine entscheidende Rolle. Sie werden zum einen als „Basisschutz“ und zum anderen nach Stimulation, etwa durch Entzündungen oder Verletzungen, vom Körper selbst gebildet. Aber auch verschiedene Pflanzen- oder kosmetische Inhaltsstoffe, wie sie beispielsweise in „frei Sensitive Balance Gesichtscreme“ enthalten sind, können die Entstehung antimikrobieller Peptide beeinflussen.

Beruhigende Pflege

Die in der Apotheke erhältliche, nichtfettende, milde Creme ist besonders ausgewogen rezeptiert und frei von Paraffinen, Parabenen, Silikonen, Alkohol und Farbstoffen. Während Aloe vera und Urea viel Feuchtigkeit spenden, lindert Panthenol Irritationen. Vitamin E schützt zudem vor Umweltbelastungen und beugt vorzeitiger Hautalterung vor. Wie eine Studie nachgewiesen hat, unterstützt die wirksame Kombination die Widerstandskraft der Haut gegen Einflüsse von außen, indem sie die Bildung körpereigener antimikrobieller Peptide in der Oberhaut stimuliert.

Munddusche plus Bürste sorgen für die Zahnhygiene von Bracketsträgern

(djd/pt). Schöner lächeln dank Brackets: Bei einer festsitzenden Zahnspange werden diese kleinen Halteblättchen mit einem speziellen Klebstoff an den Zähnen befestigt. Wenn sie für möglichst gerade Zähne bei Jugendlichen sorgen sollen, ist Mundhygiene besonders wichtig. Wird der Mundraum nicht richtig gepflegt, während die Brackets auf den Zähnen kleben, können dauerhafte Entkalkungsflecken auf den Oberflächen der Zähne zurückbleiben. Auch Karies ist eine mögliche Begleiterscheinung, wenn es die Heranwachsenden mit der Oralhygiene nicht allzu genau nehmen.

Munddusche wirkt auf zweifache Weise

Am besten geeignet für die Mundhygiene während des Tragens einer Zahnspange ist eine Munddusche. Sie entfernt Speisereste und Plaques mittels eines Wasserstrahls aus den Zahnzwischenräumen und den schwer zugänglichen Stellen zwischen den Brackets. Noch besser funktioniert das Ganze mit einer Spezialdüse, die gleichzeitig eine Bürste integriert.

Vom Anbieter Waterpik beispielsweise gibt es eine solche Munddusche mit einer sogenannten Orthodontic-Spezialdüse. Sie wirkt auf zweifache Weise: Mit den Borsten werden die Plaques um die Brackets herum, unterhalb des Zahnfleischrands oder in Zahnzwischenräumen entfernt und durch den Wasserstrahl ausgespült. Ein Animationsfilm auf www.intersante.de unter dem Titel „Leichte Reinigung von Spangen“ zeigt, wie einfach und effektiv das Ganze funktioniert.

Munddusche schlägt Zahnbürste und Zahnseide

Die Strategie „Bürste plus Wasser“ minimiert das Kariesrisiko erheblich, wie eine Waterpik-Untersuchung aus dem Jahr 2008 zeigt. Dabei wurde ein Vergleich zwischen der Munddusche mit Orthodontic-Düse und einer herkömmlichen Zahnbürste beziehungsweise Zahnseide bei jugendlichen Zahnspangenträgern vorgenommen.

Das Ergebnis: Die Munddusche war im Hinblick auf die Reduktion von Plaques mehr als dreimal so wirksam wie Zahnseide und mehr als fünfmal so wirksam wie Zähneputzen allein. Bei der Verringerung von Zahnfleischbluten erwies sich die Munddusche um 26 Prozent wirksamer als Zahnseide und um 53 Prozent effektiver als das ausschließliche Zähneputzen.

Gelegenheitssport kann schmerzhaft enden

Tipps rund um Muskelverletzungen
(djd/pt). Während die Steaks auf dem Grill brutzeln, gibt es für aktive Menschen nichts Schöneres, als sich die Wartezeit mit Ballspielen zu verkürzen. So lassen sie sich nicht lange bitten, wenn bei der Gartenparty zum Fußball, Volleyball oder Federball aufgefordert wird. Und die meisten stürzen sich voller Übermut und ohne vorheriges Aufwärmen in den Spielspaß. Doch gerade bei unebenem Untergrund sind eine gute Kondition, Kraft und Ausdauer wichtige Voraussetzungen. Denn plötzliche Stoppbewegungen, Sprünge und schnelle Richtungswechsel belasten die Muskulatur der unteren Extremitäten stark. Zudem kommt es durch das Blocken und Pritschen beim Volleyball – vor allem bei untrainierten Personen – leicht zu Stauchungen und Muskelverletzungen an den Fingern oder Handgelenken.

Heilungsprozess lässt sich unterstützen

Muskelverletzungen können durch Überschreitung der muskulären Dehnbarkeit auftreten, wobei Muskelverhärtungen meist als richtige Knoten tastbar sind. Charakteristisch für eine Muskelzerrung sind ein heftiger, stechender Schmerz, Schwellung und Bluterguss, häufig einhergehend mit einer deutlichen Bewegungseinschränkung. Führende Sportmediziner und Mannschaftsärzte haben sich aktuell beim Steinbach-Talk 2011 mit dem Thema Muskelverletzungen auseinandergesetzt und Empfehlungen für die Praxis erarbeitet. Im Falle einer Muskelüberlastung und bei Muskelverletzungen sind nach den Erfahrungen der Therapeuten natürliche Komplexmittel wie etwa Traumeel S geeignet, die Beschwerden zu lindern und den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Sofortige Ruhe und Kühlung

Zur Regeneration sollte im Verletzungsfall der Muskel sofort entlastet und in eine Ruheposition gebracht werden. Bei Muskelprellungen und Muskelfaserrissen empfiehlt sich eine sofortige Kühlung, um Blutungen und Schwellungen zu mindern. Bestens dafür geeignet sind spezielle Kältekompressen, zur Not hilft eine mit Eiswürfeln gefüllte Plastiktüte. Allerdings sollte niemals direkt auf der Haut gekühlt, sondern immer ein Tuch dazwischen gelegt werden.

Deutsche Herzstiftung appelliert an Spenderbereitschaft in Deutschland / Transplantationsmediziner für eine Widerspruchsregelung.

Immer noch herrscht ein extremer Mangel an Spenderherzen in Deutschland und ein dramatisches Gefälle zwischen niedriger Spender- und hoher Empfängerzahl. Anlässlich des Tags der Organspende am 4. Juni appelliert die Deutsche Herzstiftung an die Spenderbereitschaft in der Bevölkerung. Zwar hat sich die Situation für die postmortalen Organspenden insgesamt leicht verbessert, so dass die Zahl der Spenderherzen von nur 347 im Jahr 2009 auf 385 im Jahr 2010 gestiegen ist (Quelle: DSO). Dennoch ist die Kluft zwischen der Zahl der Spenderherzen und der Zahl der auf eine Verpflanzung Wartenden weiterhin groß: Im Jahr 2010 standen den nur 385 Spenderherzen 929 wartende Empfänger gegenüber, die auf eine Herztransplantation hoffen.

„Der Mangel an Spenderherzen ist dramatisch und die Wartezeit für eine Herztransplantation viel zu lang. Im Schnitt beträgt sie zwischen einem und drei Jahren, so dass sich der Zustand vieler Patienten erheblich verschlechtert“, sagt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf, Direktor der Abt. für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Freiburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. „Zirka 85 Prozent aller Transplantationen führen wir bei Empfängern durch, die auf der Intensivstation liegen – das muss sich ändern.“

Transplantationszentren wie das Freiburger Universitätsklinikum setzen deshalb auf die Organspendebereitschaft der Bevölkerung. Dies schließt ältere Menschen nicht aus, deren Organzustand eine Herzverpflanzung zulässt. „Grundsätzlich kommt auch das Herz eines Menschen, der älter als 60 Jahre alt ist, für eine Organübertragung in Frage. Entscheidendes Kriterium ist nicht das Alter, sondern der biologische Zustand des Spenderorgans“, sagt Prof. Beyersdorf.

Um die Zahl der Organspenden in Deutschland effektiv zu erhöhen, plädieren Transplantationsmediziner wie Prof. Beyersdorf für eine Widerspruchsregelung wie es sie in Ländern wie Österreich, Spanien oder Belgien gibt. „Jeder ist prinzipiell ein Organspender, wenn er sich nicht irgendwann einmal dagegen ausgesprochen hat. Allerdings würde auch dann in jedem Fall eine Absprache mit den nächsten Angehörigen erfolgen, um eine von allen akzeptierte Organspende zu erreichen. Das Gute an diesem Verfahren ist, dass sich dann jeder Mensch einmal im Leben mit dem Thema ,Transplantation‘ und ,Organspende‘ auseinandergesetzt hat, unabhängig davon, ob zugestimmt oder abgelehnt wird“, erläutert er das Grundprinzip dieser Regelung. Eine solche Widerspruchsregelung würde vielen Menschen das Leben retten.

Ein Organspendeausweis kann kostenlos bei der Deutschen Herzstiftung über die Telefonnummer 069 955128-0 bzw. mit einer E-Mail an info@herzstiftung.de angefordert werden.

Jetzt geht’s dem Fett zu Leibe. Systematische Entschlackung kann den Stoffwechsel unterstützen.

(djd/pt). Adipositas ist ein weltweites Problem. Wissenschaftler schätzen die Zahl der krankhaft Übergewichtigen auf rund 300 Millionen. Als besonders besorgniserregend gilt die Tatsache, dass nicht nur Erwachsene, sondern immer öfter auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Gemäß einer Studie des Robert Koch-Instituts müssen allein in Deutschland rund 750.000 Kinder als adipös eingestuft werden. „Nur“ übergewichtig ist nach den Angaben des Statistischen Bundesamts inzwischen bereits jeder zweite Deutsche. Bei etwa jedem Achten haben die Fettpolster bereits krankhafte Dimensionen erreicht. Die Fettablagerungen bringen gesundheitliche Risiken wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen oder Gelenkerkrankungen mit sich, welche die Lebensqualität und die Lebenserwartung deutlich reduzieren.

Gewebe als Schlackendepot

Damit es nicht zu derlei Zivilisationskrankheiten kommt, sollten Menschen mit einer Tendenz zum Übergewicht frühzeitig gegensteuern und ihren Stoffwechsel aktiv unterstützen. Denn nach Ansicht von Dr. h. c. Peter Jentschura beispielsweise wird Dickleibigkeit von nicht ausgeschiedenen Schadstoffen – sogenannten Schlacken – hervorgerufen, die der Körper mit Schutzfett umhüllt, um sie anschließend mit Wasser verdünnt im Gewebe abzulagern. In seinem Bestseller „Gesundheit durch Entschlackung“ (Verlag Peter Jentschura, ISBN: 978-3-933-874-33-7) erläutert der bekannte Gesundheitsautor, wie man diesen Ablagerungen mit dem Dreisprung der Entschlackung begegnen kann.

Drei-Stufen-System für mehr Gesundheit

Nach seinem Entschlackungssystem verläuft eine wirkungsvolle Reinigung und Regenerierung des Körpers in drei Stufen: Schlacken lösen mit Kräutertee. Neutralisieren der daraus hervorgegangenen Säuren und Schadstoffe mit Hilfe energiereicher Mineralstoffe. Und schließlich die Ausleitung der schädigenden Stoffe mittels basischer Hautpflege in Form von Bädern, Fußbädern, Wickeln und Strümpfen. Dem Gesetz der Osmose folgend, gibt der Körper dabei Säuren und Schlacken an das basische Milieu ab.

Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte potenzieren das Risiko eines Herzinfarks

(djd/pt). Ein Herzinfarkt kommt meist plötzlich. Allerdings gibt es Hinweise, die im Vorfeld bei der Einschätzung des eigenen Herz-Kreislauf-Risikos helfen. Neben Rauchen gehören Diabetes mellitus, Bluthochdruck, zu hohes Cholesterin und eine genetische Veranlagung zu den wesentlichen Faktoren, die eine kardiovaskuläre Erkrankung begünstigen. Das Risiko steigt, wenn diese gleichzeitig auftreten. Daher ist es ratsam, etwa ab 35 Jahren seine Cholesterinwerte, ebenso wie Blutzucker und Blutdruck, regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Verschiedene Blutfettwerte betrachten

„Die Werte sollten möglichst nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Rahmen einer Risikoberechnung mit einem sogenannten ‚Score‘ interpretiert werden“, rät Professor Dr. Christian Schneider. Entsprechende Risiko-Scores wie etwa den Procam-Score kennt der Hausarzt. Im Rahmen einer umfassenden Betrachtung empfiehlt der Facharzt von der Universität Köln außerdem, bei den Blutfettwerten nicht nur an das LDL-Cholesterin zu denken: „Seit einiger Zeit liegen etliche Untersuchungen vor, die zeigen, dass auch ein niedriges HDL-Cholesterin oder hohe Triglyzeridwerte die Risiken für kardiovaskuläre Ereignisse erhöhen“, weiß Professor Schneider. Hier könne zunächst eine Änderung des Lebensstils positiven Einfluss nehmen. Unter www.cholesterin.msd.de gibt es weitere Informationen dazu.

Mehr als LDL-Cholesterin senken

Reichen Lebensstiländerungen zur Cholesterinkontrolle nicht aus, ist bei Risikopatienten eine medikamentöse Behandlung notwendig. „Die Statintherapie gilt als Goldstandard zur LDL-Senkung“, erklärt der Experte. Können die Zielwerte mit einem Statin alleine nicht erreicht werden, besteht beispielsweise die Möglichkeit einer Kombinationsbehandlung mit einem Cholesterinresorptionshemmer. „Sind jedoch gleichzeitig die Triglyzeride zu hoch (Werte höher als 150 mg/dl) und/oder das HDL-Cholesterin zu niedrig (Werte unter 45 mg/dl bei Frauen beziehungsweise 40 mg/dl bei Männern), so kann sich beispielsweise eine Kombinationstherapie mit einem Statin und einem Nicotinsäure-Präparat anbieten“, so Professor Schneider.

Nacht- und Schichtarbeit: Am Tag für ungestörten Schlaf sorgen

Ärzte, Polizisten, Hotelangestellte und Industriearbeiter – für sie und viele andere Berufsgruppen gehört Schichtarbeit zum Alltag. Ihr größtes Problem: die vertauschten Schlaf- und Arbeitszeiten während der Nachtdienste. Denn die über drei Millionen Menschen, die laut Statistischem Bundesamt regelmäßig zwischen 23 und 6 Uhr ihrem Beruf nachgehen, arbeiten gegen ihre innere Uhr. „Unser Biorhythmus orientiert sich am Wechsel von Helligkeit und Dunkelheit, deshalb sind wir auch tagsüber aktiv“, erklärt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. „Arbeiter im Nachtdienst sind gezwungen, gegen ihren natürlichen Rhythmus anzukämpfen.“ Außerdem schlafen sie weniger, da tagsüber häufig Lärm, Licht und höhere Raumtemperaturen die nachzuholende Ruhe stören. Eine Belastung, die auf Dauer gesundheitliche Folgen haben kann und sich negativ auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer auswirkt. „Solch eine Lebensweise kann langfristig zu chronischen Schlafstörungen, Magenbeschwerden, Herzkrankheiten, innerer Unruhe und Nervosität führen“, betont die Expertin.

Nachtarbeiter haben zudem veränderte Essgewohnheiten und leiden dadurch häufig unter Appetitlosigkeit. Vorbeugend sollten sie regelmäßige Essenszeiten einhalten, wenig Alkohol trinken und sich gesund ernähren. Beschwerden wie Schlaflosigkeit und Nervosität lassen sich zudem durch Sport – etwa im 24 Stunden geöffneten Fitnessstudio – kompensieren. Ein Schlafzimmer zur ruhigeren sowie kühleren Seite der Wohnung, das sich vollständig abdunkeln lässt, erleichtert den Tagesschlaf. „Weitere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung erhalten Mitarbeiter auch bei einer Beratung durch den Betriebsarzt“, sagt Dr. Ulrike Roth. Gemäß Arbeitszeitgesetz steht Schichtarbeitern außerdem bis zum 50. Lebensjahr alle drei Jahre eine ärztliche Untersuchung zu, ab dem 50. Lebensjahr sogar jährlich. Die Kosten trägt der Arbeitgeber.

Eine gute Schichtplangestaltung sorgt überdies für angenehmes sowie effizientes Arbeiten. „Hierzu gehört unter anderem, dass nicht mehr als drei Nachtschichten aufeinander folgen“, erklärt die Arbeitsmedizinerin. „Außerdem sollte ein Wechsel der Schichten immer vorwärts, also gemäß der Reihenfolge Früh-, Spät-, Nachtschicht erfolgen und die Frühschicht möglichst nicht vor halb sieben beginnen.“ Das mindert den Stress und erhöht langfristig die Leistungsfähigkeit. Die wichtigsten Leitlinien für Nacht- und Schichtarbeit stellt die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) auch auf ihrer Internetseite www.dgaum.de bereit. Betriebe, die ihre Schichtpläne optimieren möchten, können sich individuell von den Arbeitsmedizinern von TÜV Rheinland beraten lassen.