Archiv für den Monat: Juli 2011

Wandern tut auch Diabetikern wohl

(djd/pt). Kaum ist die größte Sommerhitze vorüber, lockt die Wandersaison. Doch nicht alle Wanderfreunde können ihre Outdoor-Aktivitäten ungetrübt genießen. Insbesondere Diabetiker sind häufig unsicher, ob körperliche Belastung ihre Beschwerden nicht verschlimmert. Experten geben Entwarnung und betonen vielmehr, dass Wandern gerade Zuckerpatienten gut tut: Blutdruck, Blutfett- und Blutzuckerwerte können sich verbessern, die Leistungsfähigkeit von Lunge und Herz nimmt zu – kurz: die Kondition steigt und auch so manche überflüssigen Pfunde schwinden. Allerdings gibt es einen Aspekt, dem sie besonderes Augenmerk schenken sollten: Wandern belastet die Füße, die bei Diabetikern oft ohnehin in Mitleidenschaft gezogen sind.

Tägliches Ritual für die Füße

Dr. Andreas Liebl, Chefarzt des Diabetes- und Stoffwechselzentrums an der Fachklinik Bad Heilbrunn, kennt diese Beschwerden. So führe die diabetische Nervenschädigung zu typischen Hautveränderungen wie Trockenheit, Rissen, dicken Hornhautbelägen und Gefühllosigkeit. Daher sei es besonders wichtig, die Füße täglich zu inspizieren: „Da sich Blasen oder Druckstellen in der Regel tagsüber entwickeln, empfehle ich, die Füße abends genauer unter die Lupe zu nehmen.“ In puncto Pflege rät er: „Wichtig ist, der Haut bei Diabetes vor allem die fehlende Feuchtigkeit zuzuführen, zum Beispiel mit einer Feuchtigkeitslotion.“ Für die dauerhafte Pflege seien Produkte mit dem feuchtigkeitsspendenden Wirkstoff Allantoin gut geeignet, um die Haut geschmeidig zu halten.

Wohl gehütete Rezeptur

Allantoin, das aus Beinwell gewonnen wird, ist zum Beispiel zentraler Bestandteil der in Apotheken erhältlichen Pflegeserie Sixtumed, die speziell für die diabetische Haut entwickelt wurde. Auch andere pflanzliche Substanzen wie Nachtkerzenöl und Alpenheu-Öl sowie eine wohl gehütete, patentierte Rezeptur von weiteren Alpenkräutern unterstützen die Wirkung. Übrigens: Wer trotz täglicher Pflege der Füße Hautveränderungen entdeckt, die nicht nach ein bis zwei Tagen von selbst verschwinden, sollte sofort einen Diabetologen aufsuchen.

Dem Schmerz Beine machen

Wer rastet, fördert Gelenkbeschwerden
(djd/pt). Aktiv sein und in Bewegung bleiben heißt es für alle, die unter Arthrose oder Arthritis leiden. Denn Schonhaltungen und Immobilität verstärken die schmerzhaften Gelenkbeschwerden. Nur bei kontinuierlicher Bewegung wird ausreichend Gelenkschmiere produziert, um einen reibungslosen Bewegungsablauf zu gewährleisten. Starre Positionen hingegen, wie beispielsweise längeres Sitzen, belasten die Gelenke. Experten raten daher, auch alltägliche Verrichtungen möglichst abwechslungsreich zu gestalten, um den Bewegungsapparat zu entlasten. Unter www.stark-gegen-schmerz.de finden Betroffene Tipps für einen „bewegten“ Alltag. Neben nützlichen Hinweisen für entlastende Positionen beim Sitzen, Heben oder Autofahren stehen auch Videos mit Übungsprogrammen bei Knie- und Hüftbeschwerden zur Verfügung.

Modernes Schmerzmanagement erforderlich

In schmerzarmen Phasen sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Gymnastik, Aquajogging oder auch Bewegungsübungen wie Tai-Chi und Yoga ratsam. Für Menschen, die sich gerne in der Natur aufhalten, eignen sich Radfahren, Wandern oder Skilanglauf. Damit solche Trainings möglich werden und sich Schonhaltungen gar nicht erst manifestieren, ist ein modernes Schmerzmanagement erforderlich. Häufig werden klassische Rheumamedikamente (NSAR) verordnet, die kein Kortison enthalten und zugleich schmerzlindernd und entzündungshemmend sind. Nachteil der Behandlung bei Langzeitanwendung können jedoch schwere Nebenwirkungen sein, die im Magen-Darm-Trakt auftreten können.

Neuere Wirkstoffe sind Option

Die Vorzüge einer neueren Wirkstoffgeneration bieten seit einiger Zeit sogenannte COX-2-Hemmer. Studien zufolge sind sie weniger magenbelastend als die klassischen NSAR, aber vergleichbar wirksam. Die modernen Coxibe wirken meist schnell und verursachen in der Regel weniger Magenprobleme, wie Professor Dr. Bernd Simon aus Schwetzingen erklärt. Der Rheumatologe empfiehlt dennoch, die modernen Präparate nur so lange einzunehmen, wie Schmerzen bestehen und bis eine aktive Lebensführung wieder möglich ist.