Archiv für den Monat: September 2012

Konsequenter Nichtraucherschutz gefordert

Nordrhein-Westfalen ist derzeit im bundesweiten Vergleich zusammen mit Bremen das Schlusslicht beim Nichtraucherschutz in Deutschland. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass Rauchen und Passivrauchen schwere chronische Krankheiten wie Krebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen können. Gesundheitsverbände und Ärzte in Nordrhein-Westfalen fordern daher einen strikten Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens. Die Landesregierung hat im Sommer einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der nun im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Düsseldorfer Landtags beraten wird. Angesichts dieser Beratungen forderten die Deutsche Krebshilfe, die beiden nordrhein-westfälischen Ärztekammern, das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (ABNR) und die Deutsche Herzstiftung im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. September 2012 die Abgeordneten dazu auf, dem Gesetzentwurf der Landesregierung ohne Änderungen zuzustimmen.

Das geltende Nichtraucherschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen ist unzureichend und lässt bundesweit die meisten Ausnahmen zu. In diesem Bundesland gibt es auch die meisten Raucherkneipen. Dies steht im eklatanten Gegensatz zu den bekannten Gesundheitsgefahren des Rauchens und des Passivrauchens.

„Die Neufassung des Nichtraucherschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen ist zwingend notwendig“, forderte daher Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. In Nordrhein-Westfalen wird heute noch in über 80 Prozent der Kneipen und Bars geraucht. Auch bei Brauchtums- und Festveranstaltungen wie dem Kölner Karneval oder bei Schützenfesten wird in den Veranstaltungshallen geraucht – selbst in Anwesenheit von Kindern. „Ermöglicht wird das durch die vielen Ausnahmen und Schlupflöcher, die das derzeit geltende Landesgesetz zulässt. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, endlich zu handeln“, so Nettekoven weiter. Angesichts der auch in Nordrhein-Westfalen geäußerten Befürchtung, dass gesetzgeberische Maßnahmen zu einem Kneipensterben führen könnten, verwies Nettekoven auf eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums: Diese ergab, dass es in Bayern nach Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie nicht zu Umsatzeinbußen in der Gastronomie gekommen ist.

Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, wies auf die gesundheitlichen Folgen des Passivrauchens hin: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Raucherkneipen müssen ihre tägliche Arbeit in einer giftigen Atmosphäre verrichten, wie sie an keinem anderen Arbeitsplatz toleriert würde. Passivrauchen kann zu chronischen, schweren Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems sowie zu Krebserkrankungen mit Todesfolge beitragen.“

„Wir konnten kürzlich in einer Studie zeigen, dass Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und in der Gastronomie zum Rückgang von Herzinfarkten und ihren Vorstufen führen“, sagte Professor Dr. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Mitglied des AKTIONSBÜNDNISSES NICHTRAUCHEN (ABNR). Auch weltweite Studien belegen diesen Trend. „Wir appellieren daher an die Verantwortlichen in NRW, ein konsequentes Nichtraucherschutzgesetz wie in Bayern einzuführen. Denn nur so kann die Gesundheit der Bevölkerung effektiv geschützt werden“, so Gohlke weiter.

Ein Drittel aller Krebserkrankungen ist allein auf den Tabakkonsum zurückzuführen. 110.000 Menschen sterben jährlich hierzulande an den Folgen des Rauchens. Hinzu kommen 3.300 Nichtraucher, die dem Passivrauchen ausgesetzt waren. Ärzte und Gesundheitsorganisationen appellieren an die Abgeordneten von Nordrhein-Westfalen, dem Gesetzentwurf der Landesregierung ohne Änderungen zuzustimmen und so das bevölkerungsreichste Bundesland vom Schlusslicht zum Vorreiter bei der Prävention des Passivrauchens in der Gastronomie zu machen. „Ein ‚Gesundheitsland NRW’ gibt es nur mit einem konsequenten Nichtraucherschutz“, so Rudolf Henke.

Bei Herzinfarkt und plötzlichem Herzstillstand sofort 112 wählen!

Weltherztag 2012: Deutsche Herzstiftung, Klinikum Saarbrücken und Institut für Sport- und Präventivmedizin (Universität d. Saarlandes) informieren über richtiges Notfallverhalten bei Herzinfarkt und über plötzliche Todesfälle im Sport
Der Herzinfarkt gehört zu den häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr sterben daran in Deutschland über 60.000 Menschen. Allein im Saarland sterben an den Folgen eines Herzinfarkts jährlich ca. 600 bis 800 Menschen. Beim Herzinfarkt wird ein Herzkranzgefäß durch ein Gerinnsel verschlossen, so dass ein Teil des Herzmuskels von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten ist. „In dieser Gefahrensituation ist sofort der Rettungsdienst unter der 112 zu rufen. Abwarten kann hier tödlich sein, denn ein Herzinfarkt kann jederzeit lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) auslösen, die in wenigen Minuten zum Tod führen können“, warnt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Dennoch scheuen bei Infarktverdacht die Betroffenen, Angehörige und Helfer häufig, die 112 anzurufen.

Anlässlich des Weltherztags (www.herzstiftung.de/weltherztag.html) klärt deshalb die Deutsche Herzstiftung in Saarbrücken gemeinsam mit der Klinik für Innere Medizin II/Abt. für Kardiologie des Klinikums Saarbrücken über richtiges Notfallverhalten bei Herzinfarkt und plötzlichem Herzstillstand auf. Wie wichtig die Untersuchung von Ursachen des plötzlichen Herztodes bei Leistungs- und Freizeitsportlern etwa für die Erstellung von Vorsorgestandards für Herznotfälle im Sport ist, demonstriert das Institut für Sport- und Präventivmedizin (Direktor: Prof. Dr. med. Tim Meyer) der Universität des Saarlandes anhand des Deutschen Registers für plötzliche Todesfälle im Sport, das von der Deutschen Herzstiftung finanziell unterstützt wird.

Bessere Überlebenschancen durch Notruf 112
Etwa jeder dritte Herzinfarktpatient in Deutschland stirbt, bevor er die Klinik erreicht, weil zu lange gewartet und so eine rechtzeitige Behandlung verhindert wurde. „Der Notruf 112 bei Herzinfarktverdacht ist deshalb so wichtig, weil nur der Rettungsdienst den Infarktpatienten durch den Einsatz eines Defibrillators vor dem plötzlichen Herztod schützen kann“, sagt der Kardiologe Prof. Dr. med. Günter Görge, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum Saarbrücken und Beiratsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Der Hausarzt oder Ärztliche Notdienst sollte auf keinen Fall der erste Ansprechpartner beim Herzinfarkt sein. Denn dieser kann in der Regel nichts anderes tun, als die 112 anzurufen. Das kostet den Betroffenen nur wertvolle lebensrettende Zeit, in der die verheerenden Folgen des Herzinfarkts ihren Lauf nehmen.
„Je eher wir einen Herzinfarktpatienten in der Klinik behandeln, umso mehr Herzmuskel und damit auch Pumpkraft des Herzens können wir erhalten. Verlust von Herzmuskel führt zur Herzschwäche und verschlechtert die Lebensqualität des Patienten erheblich“, erläutert der Herzspezialist und Kardiologe Prof. Görge. Wer die 112 ruft, sollte deshalb den Verdacht auf Herzinfarkt deutlich äußern, damit ein Rettungswagen mit Notarzt geschickt wird. Die infarkttypischen Alarmzeichen sind leicht zu erkennen (s. Kasten).

Plötzlicher Herzstillstand: Herzdruckmassage reicht aus
Auch der plötzliche Herzstillstand, der binnen weniger Minuten zum Tod führt, wenn nicht sofort Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden, gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland: Jedes Jahr erleiden hierzulande ca. 80.000 Menschen einen Plötzlichen Herztod. Ist der Betroffene bewusstlos, reagiert er nicht auf lautes Zurufen oder andere Reize (Zwicken) und atmet nicht normal, röchelt oder schnappt, muss man von einem plötzlichen Herzstillstand ausgehen. Liegt ein plötzlicher Herzstillstand vor, muss zuallererst die 112 gerufen und dann sofort mit Wiederbelebung durch Herzdruckmassage begonnen werden. Diese ist fortzusetzen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung allein mit Herzdruckmassage hat sich in wissenschaftlichen Studien bewährt und ist für Laien einfach anzuwenden.

Leben retten mit dem Handy: Herznotfall-App für Laienhelfer
Speziell für Laienhelfer bietet die Deutsche Herzstiftung neuerdings eine Herznotfall-App für das iPhone an. Die App (Abkürzung für engl. „Application“: Anwendung) gliedert sich in die Herznotfall-Situationen „Akute Brustschmerzen“ und „Bewusstlosigkeit“ und informiert mit anschaulichen grafischen Abbildungen über das richtige Notfallverhalten bei Herzinfarkt und bietet eine Anleitung zur Herzdruckmassage bei plötzlichem Herzstillstand mit konkreten Handlungsanweisungen. Die App ermöglicht den direkten Notruf 112. „Diese App ist wichtig, weil sie Laien hilft, schnell und gezielt bei einem Herznotfall zu handeln und so die Überlebenschancen für den Patienten zu verbessern“, erklärt Prof. Görge bei der Vorstellung der App.

Herznotfallambulanz (CPU) für Zauderer
Wer unentschlossen ist, die 112 zu rufen, weil die Schmerzen nicht so stark sind oder Zweifel bestehen, ob es sich um einen Herzinfarkt handelt, kann sich in die CPU (Chest Pain Unit, engl. für Brustschmerzeinheit), fahren lassen (nie selbst fahren!). Die CPU dient zur Versorgung von Patienten mit akuten Brustkorbbeschwerden. Sie steht allen Patienten 24 Stunden offen und verfügt über alle modernen Geräte für die sofortige Erkennung eines Herznotfalls. Zertifizierte CPUs nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) (siehe http://cpu.dgk.org/) gibt es bundesweit derzeit an 152 Standorten, im Saarland befindet sich eine zertifizierte CPU am Klinikum Saarbrücken. Achtung: Ist die CPU weiter als 30 Kilometer bzw. länger als 30 Minuten entfernt, sollten Betroffene sich nicht dorthin fahren lassen, sondern den Rettungsdienst (112) rufen.

Paritätischer entwirft Gegenprogramm zu den aktuellen Debatten über die Praxisgebühr

Für eine grundlegende Umgestaltung der bestehen Praxisgebühr-Regelung hat sich der Vorstand des Paritätischen Gesamtverbandes ausgesprochen. Die bisher geltenden Regelungen zu Praxisgebühr hätten ihr Ziel deutlich verfehlt. Künftig soll die Praxisgebühr nur noch erhoben werden, wenn Versicherte ohne Überweisung durch den Hausarzt einen Facharzt aufsuchen.

„Uns geht es um eine spürbare Entlastung der Arztpraxen von überflüssigem bürokratischem Aufwand“, erklärt der Verbandsvorsitzende und Gesundheitsökonom Prof. Dr. Rolf Rosenbrock. „Auch soll die Position des Hausarztes als Regisseur der Versorgung gestärkt werden.“ Es sei ein Einfallstor für Verschwendung, wenn in jeder Arztpraxis ohne inhaltliche Prüfung eine beliebige Anzahl von Überweisungen ausgestellt werde.

Die geltende Ausgestaltung der Praxisgebühr habe nach Einschätzung des Verbandes, dem 80 bundesweite Organisationen chronisch kranker und behinderter Menschen angeschlossen sind, nicht in erhofften Umfang zu Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung geführt. Stattdessen würden in einkommensschwachen Haushalten nicht selten Arztbesuche verschoben, um die Praxisgebühr zu sparen. „Dies schadet nicht nur der Gesundheit es Einzelnen“, stellt Rosenbrock fest, „sondern führt letztlich auch zu einem höheren finanziellen Aufwand bei den Kassen, wenn verschleppte Krankheiten behandelt werden müssen.

Nach den Vorstellungen des Paritätischen, soll die Praxisgebühr lediglich dann anfallen, wenn ein Facharzt direkt, ohne hausarztliche Überweisung aufgesucht wird. Chronisch Kranke hingegen soll dies möglich sein, indem sie ihren behandelnden Arzt unabhängig von der Fachrichtung als ihren Hausarzt bestimmen können.

Jedes fünfte Kind hat ein erhöhtes Hautkrebsrisiko

Jedes fünfte Kind im Kindergartenalter hatte schon mindestens einmal einen Sonnenbrand. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) bei rund 3.400 Familien. Eine alarmierende Zahl – denn jedes dieser Kinder hat damit ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. In Deutschland erkranken jährlich rund 200.000 Menschen an Hellem Hautkrebs. Anlässlich des „Tag des Hellen Hautkrebses“ Mitte September warnt deshalb die ESCF vor den Gefahren der Sonne und macht auf ihre Präventionskampagnen aufmerksam.

„Viele Eltern unterschätzen die Gefahr der UV-Strahlen. Dabei sind viele Sonnenbrände der größte Risikofaktor, später an Hautkrebs zu erkranken“, warnt der Vorsitzende der ESCF, Professor Eggert Stockfleth. Die Schutzfunktion der Haut befindet sich bei Heranwachsenden im Aufbau und reagiert empfindlich auf Sonnenstrahlen. Wichtigste Schutz-Maßnahme: Sonnencreme. In Apotheken gibt es spezielle Lotionen, die auf die Bedürfnisse der Kinderhaut eingehen (z.B. Daylong® Kids). Unter dem Titel „SunPass – gesunder Sonnenspaß für Kinder“ führt die Europäische Hautkrebsstiftung in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und den Landeskrebsgesellschaften Aufklärungsaktionen in Kitas durch. Ziel ist eine bundesweite Etablierung von ausgezeichneten „Sonnenschutzkindergärten“. Das Projekt fand bereits dieses Jahr rege Beteiligung und wird auch 2013 fortgeführt. „Kindergärten sind ein wichtiger Ort, um Kindern das nötige Wissen für nachhaltigen Sonnenschutz zu vermitteln, aber auch das Bewusstsein der Erwachsenen über den verantwortungsbewussten Umgang mit der Sonne zu stärken“, erläutert Stockfleth. „Doch Sonnenschutz ist nicht nur ein Sommerthema“, betont der Experte. „Skibegeisterte verbringen oft den ganzen Tag auf der Piste.“ Die Stiftung und die DKG haben deshalb eine weitere Präventionskampagne ins Leben gerufen, die genau an dieser Stelle ansetzt. Unter dem Motto „Lass Dich nicht rösten“ werden in 100 Städten bundesweit Informationsmaterialien in Fußgängerzonen an Ständen verteilt. Außerdem beantworten Hautärzte Fragen und geben Sonnenschutz-Tipps.

stern-Umfrage Prämie reizt Millionen Versicherte zum Kassenwechsel

Die Ankündigung der Techniker Krankenkasse (TK), angesichts hoher Überschüsse ihren Mitgliedern Prämien auszuzahlen, ruft Wechselwillige auf den Plan. 14 Prozent aller Krankenkassen-Mitglieder würden die Kasse wechseln, um eine solche Zahlung zu erhalten, ergab eine Forsa-Umfrage für die neue, am Donnerstag erscheinende Ausgabe des Hamburger Magazins „stern“.

Bei bundesweit rund 52 Millionen Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung wäre eine Prämienzahlung umgerechnet für gut sieben Millionen Versicherte ein Argument, die Krankenkasse zu wechseln.

Die Techniker Krankenkasse hatte vergangene Woche als erste große Kasse angekündigt, aufgrund der guten Finanzlage eine Prämie zu zahlen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der die gesetzlichen Krankenkassen ebenso wie das Bundesversicherungsamt angesichts eines Finanzpolsters von rund 22 Milliarden Euro dazu drängt, Gelder an ihre Mitglieder auszuzahlen, begrüßt den Vorstoß der TK. Bislang schütten nur sehr wenige der insgesamt rund 145 gesetzlichen Kassen Prämien an ihre Mitglieder aus, darunter etliche Betriebskrankenkassen (BKK).

Doch dem Beispiel wollen die anderen großen Krankenversicherungen offenbar nicht folgen. Eine Umfrage der „Wirtschaftswoche“ ergab, das weder Barmer GEK, noch die DAK oder AOK ihren Versicherten Geld zurücküberweisen wollen. Sie wollen demnach lieber weitere Zusatzleistungen anbieten oder Boni für gesundheitsbewusstes Verhalten gewähren.

Generika verschaffen gesetzlich Krankenversicherten Zugang zu Arzneimitteltherapie

Zahl des Monats: 64.553 Verordnungen

– Vor dem Patentablauf von Sortis® (Wirkstoff: Atorvastatin) im
Mai 2012 konnten Versicherte der Gesetzlichen
Krankenversicherung nur mit hohen Aufzahlungen Zugang zu
Atorvastatin erlangen, da der Preis des Erstanbieters deutlich
über dem Festbetrag lag.

– Erst mit Generika erhalten GKV-Versicherte jetzt nachhaltigen
Zugang zu Atorvastatin. Im Juli 2012 wurden bereits 64.553
GKV-Patienten mit preiswerten Atorvastatin-Generika versorgt.

– Gegenüber dem Vorjahresmonat erhielten damit sechsmal mehr
Patienten Zugang zu diesem hochwirksamen Medikament.

Im Frühjahr 2012 ist der Patentschutz für den Cholesterinsenker Sortis® abgelaufen. Weltweit werden Millionen Patienten mit diesem „Blockbuster-Medikament“ versorgt. Einzig in Deutschland spielte das hochpreisige Sortis® aufgrund gesetzlicher Preisregulierungen in der Versorgung der GKV-Versicherten so gut wie keine Rolle.

Das änderte sich mit dem Patentablauf im Mai 2012: Atorvastatin-Generika verschaffen GKV-Versicherten jetzt Zugang zu diesem Arzneimittel. Bereits zwei Monate nach Patentablauf erhielten sechsmal mehr Patienten Zugang zu dieser Arzneimitteltherapie als im Vorjahresmonat.

Das Beispiel zeigt, dass erst Generika den medizinischen Bedarf unabhängig vom Geldbeutel der Patienten decken und damit eine nachhaltige Arzneimittelversorgung ermöglichen.

Ipad aus, Schlaf an

Die Nutzung von Tablet-PCs kann zu einer niedrigeren Melatoninproduktion führen. Zusätzlich zugeführtes Melatonin kann Abhilfe schaffen.

Das abendliche Schmökern mit dem Ipad vor dem zu Bett gehen kann Schlafstörungen hervorrufen. Eine neue Studie des Rensselaer Polytechnic Institute in New York zeigt, dass die Nutzung von Tablet-PCs abends vor dem Schlafen die Melatoninproduktion im menschlichen Körper drastisch drosseln kann. Abhilfe kann zusätzlich zugeführtes Melatonin bieten. Das wiederum steckt in nachts gemolkener Milch.

Bequem im Bett nochmal die Tagesnachrichten überfliegen, sich bei Facebook auf den neusten Stand bringen oder einfach nur Surfen. Mittlerweile versuchen viele Menschen online vom Arbeitstag abzuschalten und sind von der abendlichen Buchlektüre auf Tablet-PCs umgestiegen. Forscher in New York haben nun jedoch herausgefunden, dass schon eine zweistündige Nutzung selbstleuchtender elektronischer Displays den Melatoningehalt im Körper um 22 Prozent reduzieren kann. Dies beeinträchtigt den circadianen Biorhythmus und führt oftmals zu Schlafproblemen.

Wissenschaftler der Universitäten Psychiatrischen Kliniken Basel und des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation sind im Jahr 2011 zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Ihre Studie zeigt, dass insbesondere die LED-Hintergrundbeleuchtung von Monitoren oder eben Tablet-PCs, den Melatoninhaushalt stören und damit zu Schlafstörungen führen kann. Dafür verantwortlich ist das von den Geräten abgestrahlte Licht mit einer Wellenlänge von 464 Nanometer. Dieses blaue Licht fördert zwar die Konzentration des Bildschirmnutzers, mindert aber gleichzeitig seine Melatoninproduktion. Schlafstörungen sind dann die Folge.

Forscher raten der Computerindustrie, Bildschirme herzustellen, die den menschlichen Schlafrhythmus weniger beeinträchtigen. Dem Endnutzer legen sie nahe, die Nutzung solcher Geräte vor dem Zubettgehen zu minimieren und die Bildschirmhelligkeit so gering wie möglich zu halten. Eine Möglichkeit, den Melatoninhaushalt trotz LED-Gerät anzukurbeln, ist laut Milchkristalle GmbH die Einnahme von zusätzlichem Melatonin. „Durch zusätzlich zugeführtes Melatonin kann der Melatoninspiegel wieder ausgeglichen werden“, sagt Tony Gnann, Gründer der Milchkristalle GmbH in München. Das körpereigne Hormon Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus und ist damit für die Schlafqualität verantwortlich.

Spezielle Milchkristalle, die aus nachts gemolkener Milch gewonnen werden, enthalten das „Hormon der Nacht“ in sehr hohen Mengen. Laut Milchkristalle GmbH beinhalten die Nachtmilchkristalle bis zu 100 Mal mehr Melatonin im Vergleich zu herkömmlicher Milch. Damit helfen sie, ohne Nebenwirkungen und rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich, den nächtlichen Melatoninspiegel des Menschen auf natürliche Weise wieder anzuheben.
Mehr Informationen: www.milchkristalle.de

Kostenvoranschlag des Zahnarztes

Was, so viel Geld? Der Kostenvoranschlag des Zahnarzts – beispielsweise für Zahnersatz – löst bei vielen Patienten Erstaunen und oftmals sogar blankes Entsetzen aus. Das gilt insbesondere, seitdem Anfang 2012 eine neue Gebührenordnung für Zahnärzte in Kraft getreten ist, die den Patienten deutlich höhere Kosten bescheren dürfte. Die Zahnarzthonorare könnten für Zahnersatzleistungen um etwa 44 Prozent und für Implantationsleistungen um etwa 33 Prozent steigen. Damit erhöhen sich auch die Eigenanteile für die Versicherten signifikant.

Hohe Kosten sind kein Schicksal

Die meisten Patienten gehen davon aus, dass diese Kosten nicht verhandelbar sind und akzeptiert werden müssen. Das ergab eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Nur fünf Prozent der Befragten haben einen Kostenvoranschlag des Zahnarzts bereits von einer neutralen Stelle prüfen lassen. 19 Prozent haben zwar schon einmal daran gedacht, es dann aber doch nicht gemacht. Und weitere 50 Prozent sind noch nicht einmal auf die Idee gekommen, den Heil- und Kostenplan des Dentisten zu überprüfen. 24 Prozent der Befragten wiederum haben noch nie einen Kostenvoranschlag erhalten.

Tatsächlich sollten Patienten keineswegs blind darauf vertrauen, dass der Behandlungsvorschlag des eigenen Zahnarztes der einzig sinnvolle und kostengünstigste ist. Bei Kostenplänen mit einer hohen Zuzahlung lohnt es sich immer, eine zweite oder sogar dritte Meinung einzuholen. Falls eine solche Kostenprüfung ergeben würde, dass der eigene Zahnarzt deutlich mehr verlangt, würden 19 Prozent der von TNS Emnid Befragten den Zahnarzt wechseln, weitere 52 Prozent könnten sich unter diesen Umständen einen Wechsel vorstellen. Lediglich 27 Prozent würden – Kosten hin oder her – ihrem bisherigen Zahnarzt „treu bleiben“.

56 Prozent des Eigenanteils sparen

Um einen Vergleich verschiedener Angebote zu erhalten, muss man aber nicht selbst zu mehreren Zahnärzten pilgern. Die Ergo Direkt Versicherungen (https://ergodirekt.de/) beispielsweise bieten stattdessen allen Patienten – ob Kunde oder nicht – ab sofort unter dem Namen „Zahnkosten-Optimierer“ einen kostenlosen Service an, der die zahnärztlichen Leistungen transparenter machen soll und mit dem die Patienten im Schnitt 56 Prozent ihres Eigenanteils sparen können. „Bei nahezu allen Dienstleistungen genügt ein Blick ins Internet, um den besten Preis zu finden. Beim Zahnarzt wird jedoch gern vermittelt, dass die Preise nicht verhandelbar sind – das wollen wir ändern“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter M. Endres.

Zahnärzte aus der Region geben Angebote ab

Die Patienten müssen dazu lediglich eine Kopie ihres Heil- und Kostenplans an den Fürther Direktversicherer senden. Dieser holt dann kostenlos und unverbindlich über den Partner ( http://www.2te-zahnarztmeinung.de/ ) Vergleichsangebote von registrierten Zahnärzten aus der Region des Interessenten ein. Das Ergebnis erhält der Patient und entscheidet, ob er einen der mitbietenden Zahnärzte kennenlernen möchte oder auf der Basis dieses Preisvergleichs mit seinem alten Zahnarzt über den Preis neu verhandeln möchte. Interessiert sich der Patient für ein Angebot, erhält er vom Versicherer die Kontaktdaten des Zahnarzts. Eine Verpflichtung geht er damit nicht ein

Apotheker fordern schnelle Einführung der Notdienstpauschale

Die von Regierung und Parlament angekündigte Pauschale für Apotheken im Nacht- und Notdienst muss schnellstmöglich eingeführt werden, um die Arzneimittelversorgung überall in Deutschland und rund um die Uhr sicherzustellen. Das fordern die Vertreter der Apothekerschaft aus ganz Deutschland, die heute zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände nach Berlin gekommen waren. Die gestern vom Bundeskabinett beschlossene Anhebung des Festhonorars kritisierten die Vertreter von Kammern und Verbänden dagegen als unzureichend. Seit 2004 erhalten die Apotheker 8,10 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament, ab 2013 sollen es 8,35 Euro sein. Das sind 3 Prozent Zuwachs für 9 Jahre – bei einer Inflationsrate von 14,4 Prozent und Tariflohnsteigerungen von 18,0 Prozent.

„Die Notdienstpauschale muss schnellstmöglich eingeführt werden“ sagt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf. „Die Politiker stehen im Wort, den hohen Personalaufwand im Apothekennotdienst auf solidere finanzielle Füße zu stellen. Gerade die Landapotheken leisten oft Notdienst zum Wohl ihrer Patienten und sollten deshalb gestärkt werden.“ Bislang besteht bei Notdiensten eine massive finanzielle Unterdeckung, obwohl Patienten laut Gesetz 2,50 Euro Notdienstgebühr zahlen müssen. Wolf: „Die Mitgliederversammlung war sich einig, dass 8,35 Euro Festhonorar nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Deshalb fordern wir die Politik nun umso energischer auf, die Notdienstpauschale unverzüglich per Gesetz zu verankern.“ Nach 9 Jahren ohne Honoraranpassung mussten zuletzt immer mehr Apotheken schließen – im 1. Halbjahr 2012 gab jeden Tag im Durchschnitt eine Apotheke unwiderruflich ihren Betrieb auf.

Nach Spitzengesprächen mit Gesundheitsminister Daniel Bahr und Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler in den vergangenen Wochen standen Kommunikationsmaßnahmen und deren Finanzierung auf der Tagesordnung der heutigen ABDA-Mitgliederversammlung. Nach zahlreichen Protesten und Warnstreiks der Apotheker in den vergangenen Wochen beschloss die ABDA-Mitgliederversammlung, vorerst keine zentralen Kampagnen und weiteren Aktionen durchzuführen. Zugleich billigten die Kammern und Verbände jedoch einen Kommunikationsplan für eventuelle weitere Maßnahmen. „Wenn demnächst wieder Verhandlungen mit den Krankenkassen über unseren Zwangsabschlag ab 2013 anstehen, werden wir gut vorbereitet sein, die Verbraucher über den Sinn und Zweck einer guten Arzneimittelversorgung zu informieren“, so Wolf.

Die richtige Pflege im Alter genießen

Je älter eine Person wird, je schwerer wird es, den richtigen Partner finden zu können. Senioren haben es daher sehr schwer, im hohen Alter einen Partner für das Leben zu finden. Doch die richtige Pflege im Alter kann man in Form einer Partnerbörse ab 50 genießen. Hier besteht die Möglichkeit, Menschen die genau denselben Interessengrad haben zu treffen und kennenzulernen.

Das Internet ist ein weltweites Medium wo Menschen über die richtigen Internetseiten den richtigen Partner für das Leben finden können. Die verschiedenen Angebote der Partnerbörsen haben den Vorteil, dass sich hier Menschen finden können die aus den unterschiedlichsten Kulturen stammen. Durch Chatten, Nachrichten schreiben oder sogar telefonieren ist es möglich einen Partner genau kennenzulernen und mit diesem dann im Anschluss mehr Zeit verbringen zu können. Jedoch haben die Partnersuche Senioren es schwerer einen Partner zu finden als jüngere Menschen die auf Partnersuche sind. Zum einen spielt das Alter hier bei der Suche eine große Rolle aber auch welchen Beruf oder Stellung man in seinem Leben genießt. Viele ältere Menschen sehnen sich nach einem Partner, der sich im späteren Leben um sie kümmert und gemeinsam den Lebensabend genießt. Auch gehört zur perfekten Partnersuche auf einer Partnerbörse ein einwandfreier Umgang mit dem Computer und dem Internet. Dies ist leider nicht bei allen Senioren der Fall, so dass manche erst einmal dies von Grund auf lernen müssen um sich dann auch auf den verschiedenen Partnerseiten zu Recht finden zu können.

Statistisch gesehen hält jedoch jede dritte Beziehung im späteren Alter, die über eine Partnerseite geschlossen wird. Diese Statistik wurde vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden im Jahre 2011 unter 1000 Personen erhoben. Dies zeigt, dass Senioren bei der Partnersuche im Gegensatz zu jüngeren mehr Toleranz zeigen und auch hier die Lebenserfahrung eine große Rolle spielt. Letztendlich jedoch zählt es nur, dass jede Person egal welchen Alters glücklich wird. Hier gehört Liebe und Zuneigung vom richtigen Partner dazu. Diese benötigt jeder Mensch, auch wenn viele dies in der Öffentlichkeit nicht zugeben möchten. Daher hat die Partnersuche Senioren auch etwas spannendes, da man nie weiß auf welchen Partner man Sekunden später vielleicht treffen kann.