Archiv für den Monat: Dezember 2012

Biomechanische Stimulation in der Hausarztpraxis

Ich praktiziere in meiner Hausaztpraxis die BMS -Therapie seit Mitte 1995 mit allen zur Verfügung stehenden Geräten, wodurch sich der Anteil der Schmerzpatienten aus dem Nah-und Fernbereich auf 80% meiner Behandlungsfälle gesteigert hat. In dieser Zeit hat sich der Praxisumsatz verdoppelt. Budgetprobleme bei Heilmittel-und Medikamentenverordnungen gehören zur Vergangenheit. Patienten schätzen die unmittelbare Wirksamkeit einer komplexen Schmerztherapie, an der BMS maßgeblichen Anteil hat. Die Gerätekosten haben sich in kürzester Zeit amortisiert. Das Wirkungsprinzip der BMS als rein mechanische Schwingungstherapie mit variabler Frequenz und Amplitude zur Schmerzlinderung, Besserung der Beweglichkeit, Gewebsdehnung und Förderung des Blut-/Lymphflusses ist in den Broschüren und Handbüchern der Firma Optimal Life detailliert nachzulesen. Mir liegen weniger die selteneren Behandlungsindikationen am Herzen, obwohl ich regelmäßig Patienten mit MS, Querschnittlähmung, Parkinson und Sklerodermie (incl. Organmanifestation und Lymphstau) behandele. Mein Hauptaugenmerk richtet sich auf den Standardpatienten in der Hausarztpraxis mit Insertionstendopathie, Tendovaginitis, Supraspinatus-Syndrom, Schultersteife, Arthroseschmerz in kleinen und großen Gelenken (incl.Rhizarthrose), vertebragenen Schmerzzuständen incl. Osteoporoseschmerz, Schmerz bei Fehlhaltung, Fehlbelastung, muskulärer Dysbalance, Torticollis, HWS Dystorsion, vertebrobasilären Durchblutungsstörungen mit Schwindel, Tinnitus, Kreislaufdysregulation, Müdigkeit, Migräne, Spannungskopfschmerz, Apoplexnachbehandlung, Sportverletzungen, Dyspnoezuständen bei muskuloskelettaler Dysfunktion etc. Solche alltäglichen Indikationen will ich gerne in einer praktischen Demonstration vorführen, wodurch dem in funktionellen Zusammenhängen denkenden Arzt sofort ein praktikabler hocheffektiver und schneller Behandlungserfolg möglich wird. Es zeigt sich, dass zu jeder Tendovaginitis ein spastischer Muskel gehört, der schon nach einmaliger Behandlung über etwa 1 Minute die Sehne und damit auch die Sehnenscheide entlastet, auch ohne Salbe, Medikament oder Gips. Gleiches gilt sinngemäß für das Supraspinatussyndrom und den Tennisellenbogen, wo in der Regel nach 3 Behandlungen z.B. an den Tagen 1-3-5 über insgesamt ca 2 Minuten das Beschwerdebild (ggf. in Kombination mit Procaininfiltration) beseitigt ist. Rhizarthrosen sind schulmedizinisch behandelt in der Regel therapierefraktär. Durch BMS Stimulation der deutlich dolent tastbaren zugehörigen Strecker und Beuger des Daumensattelgelenkes ist rasch eine Schmerzlinderung zu erzielen. Das gleiche Prinzip lässt sich auf alle grossen und kleinen Gelenke (incl. Kiefergelenk) übertragen. Jede Störung im Bereich der HWS führt reflektorisch zu einer Störung der vertebrobasilären Durchblutung. Hier ist BMS eine ideale Ergänzung vor und nach chirotherapeutischer Intervention. Akute muskuläre Schiefhalsbeschwerden sprechen gut an; hier wird der einseitige Muskelspasmus durch die Vibration gelöst und der kontralaterale Muskel gestärkt, so das sich die muskuloskelettale Balance optimiert und folglich gleichsinnig die vertebrobasiläre Durchblutung verbessert. Osteoporosepatienten profitieren von einer BMS Behandlung der paravertebralen Muskulatur häufig eindrucksvoll. Bei schulmedizinisch ausdiagnostizierten, bislang therapierefraktären Schmerzzuständen im Bereich von Thorax oder Abdomen lohnen sich oft die Suche nach umschriebenen Muskelhärten im Revier und danach die Behandlung mit BMS. Typischerweise findet der Untersucher die Muskelhärten nicht nur hinten am Rücken, sondern ebenso im entsprechenden Bereich vorn am Stamm. Muskelspasmen im Pectoralis können Stenokardien vortäuschen und Dyspnozustände bedingen. Auch psychosomatische Beschwerden gehen öfter mit umschriebenen Muskelhärten einher und sind gelegentlich mittels BMS im Sinne einer Somatopsychik günstig zu beeinflussen. BMS Behandlung der paravertebralen Muskulatur häufig eindrucksvoll. Bei schulmedizinisch ausdiagnostizierten, bislang therapierefraktären Schmerzzuständen im Bereich von Thorax oder Abdomen lohnen sich oft die Suche nach umschriebenen Muskelhärten im Revier und danach die Behandlung mit BMS. Typischerweise findet der Untersucher die Muskelhärten nicht nur hinten am Rücken, sondern ebenso im entsprechenden Bereich vorn am Stamm. Muskelspasmen im Pectoralis können Stenokardien vortäuschen und Dyspnozustände bedingen. Auch psychosomatische Beschwerden gehen öfter mit umschriebenen Muskelhärten einher und sind gelegentlich mittels BMS im Sinne einer Somatopsychik günstig zu beeinflussen. Wer sich mit Neuraltherapie oder AK (applied kinesiology) beschäftigt, weiß vom Störpotential einiger Narben auf die Eigenregulation. Nach Austestung einer gestörten Narbe lässt sich diese mit BMS bei hoher Frequenz in kürzester Zeit (1Minute) auch langfristig entstören. Ebenso kann eine Dehnbehandlung mit BMS bei hoher Frequenz Beschwerden durch ein Karpaltunnelsyndrom in frühen Stadien bessern. Bei der Migränebehandlung werden nach vorhergehender chiropraktischer Untersuchung, bezw. Behandlung, eine Behandlung der HWS Schulter-Nacken- Region, inkl. der mimischen Gesichts-und Halsmuskulatur auch unter Berücksichtigung des Meridiansystems erfolgen. Hierdurch kommt es gleichzeitig zu einer Förderung des Lymphabflusses aus dem Kopf. Alle beschriebenen Behandlungsindikationen lassen sich mit größerem Kraft-und Zeiteinsatz auch mit herkömmlichen Verfahren behandeln. Die folgenden Indikationen sind meines Ermessens jedoch eine zwingende Indikation für BMS: – HWS-Distorsion: Durch tägliche BMS-Behandlung an 5 aufeinander folgenden Tagen sind in meiner Praxis fast alle Patienten nach einer Woche schmerzfrei und arbeitsfähig. – Rippenfraktur + Rippenprellung: während bei schulmedizinischer Behandlung in der Regel 6 Wochen therapierefraktäre Schmerzen bestehen, kann durch BMS der reflektorisch spastischen und damit schmerzenden Interkostalmuskulatur ohne weitere Medikation meist nach 1 Woche bei täglicher Behandlung Schmerzfreiheit erzielt werden. – Muskelfaserriss: Ohne weitere Ruhestellung wird der reflektorische Spasmus der Muskulatur unter-und oberhalb der rupturierten Muskelfasern 1 Woche täglich mit BMS zur Schmerzfreiheit behandelt. Hämatome werden gleichzeitig schneller resorbiert; Gesamtdauer jeder Behandlung: 3 Minuten. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass über die Behandlung z.B. der Muskulatur mit BMS Effekte auf Organe, Durchblutung und Lymphfluss, auf Gelenke, Sehnen und die Psyche zu erreichen sind.
Behandlungsspektrum der Praxis Dr. med. Otto Schulze
Praxis für Physiotherapie, Sven Ries und Team
Die Praxis richtet sich vornehmlich an chronische Schmerzpatienen, nachdem übliche schulmedizinische Behandlungen zu keiner Besserung führten.
In unserer Praxis werden herkömmliche medizinische Methoden durch eine Vielzahl anerkannter naturheilkundlicher Verfahren ergänzt.
In diesem Sinne wird beabsichtigt, neben der Behandlung der Krankheit die Gesundheit zu fördern. Hierzu dient die Störherdiagnostik und Störherdausschaltung.
Kontakt:
Praxis für Schmerztherpaie und Palliativmedizin
Otto Schulze
Anton Oncken Straße 3
26409 Wittmund
044626085
info@praxis-ottoschulze.de
http://www.praxis-ottoschulze.de

Darmkrebsvorsorgeuntersuchung rettet Leben

Darmkrebs ist nach Lungenkrebs die zweithäufigste Todesursache durch bösartige Tumore. Viele Leben könnten gerettet werden, wenn die Krankheit im Anfangsstadium entdeckt würde. Das Magazin Reader’s Digest widmet sich in seiner Januar-Ausgabe ausführlich dem Thema und gibt wertvolle Tipps, was man zur Vorbeugung tun kann und welche Warnsignale der Körper aussendet.

Als zentrales Mittel zur Früherkennung gilt die Darmspiegelung. Allein in Deutschland konnte in den ersten sieben Jahren nach ihrer Einführung in das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm im Jahr 2003 bei rund 100.000 Menschen die Entstehung von Darmkrebsgeschwüren verhindert werden, da die Ärzte die Polypen entfernten. Bei weiteren 50.000 Patienten konnte der Krebs im Frühstadium entdeckt und geheilt werden. Polypen sind kleine Gewebswucherungen am Dick- und Mastdarm, die zunächst gutartig sind, später aber entarten können. Aus Sicht der Mediziner könnten deutlich mehr Menschen vor einer Darmkrebs-Erkrankung bewahrt werden. „Im Durchschnitt nimmt nur jeder Fünfte über 55 Jahre seinen Anspruch wahr, durch eine Darmspiegelung sein persönliches Erkrankungsrisiko zu senken“, sagt Dr. Berndt Birkner, Kuratoriumsmitglied und Vizepräsident des Netzwerks gegen Darmkrebs. In Österreich können Männer und Frauen die Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung sogar schon ab dem 50. Lebensjahr in Anspruch nehmen. Offenbar wird das von vielen Menschen aber nicht wahrgenommen. In Deutschland sterben jährlich 26.600 Menschen an Darmkrebs, in Österreich sind es mehr als 2.140, in der Schweiz rund 1.650.

Forscher sind sich einig, dass neben der regelmäßigen Vorsorge eine gesunde Lebensweise am besten vor Darmkrebs schützt. Dazu gehören laut Reader’s Digest eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, ballaststoffreiche und fettarme Küche, aber auch regelmäßige Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht sowie nur mäßiger Alkoholkonsum und der Verzicht auf Zigaretten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Genetik. Wo es in der Familie schon mal in der Vergangenheit eine Darmkrebserkrankung gab, ist besondere Vorsicht geboten, da fast jede dritte Erkrankung auf eine familiäre Veranlagung zurückzuführen ist. Wichtig ist zugleich, mögliche Warnsignale des Körpers zu beachten. So ist ein sofortiger Arztbesuch ratsam, wenn es dauerhaft Probleme mit dem Stuhlgang gibt und man darin Schleim und Blut entdeckt. Auch starke Bauchschmerzen im unteren Magenbereich, verbunden mit Blähungen, sowie Blässe, Blutarmut, Müdigkeit und Gewichtsverlust sollten ernst genommen und umgehend einem Arzt geschildert werden.

Neue Zuzahlungsbefreiungen für 2013 erforderlich

Gesetzlich krankenversicherte Patienten können sich schon jetzt bei ihrer Krankenkasse über Zuzahlungsbefreiungen für das Jahr 2013 informieren. Die aktuellen Bescheinigungen für 2012 verlieren mit Ende des Kalenderjahres ihre Gültigkeit. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aufmerksam. Die Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, die Arzneimittelzuzahlungen im Auftrag der Kassen einzusammeln und an sie weiterzuleiten, wenn vom Arzt kein Befreiungsvermerk auf dem Rezept eingetragen ist oder der Patient keinen entsprechenden Bescheid in der Apotheke vorlegt.

Grundsätzlich von der Zuzahlung befreit sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Volljährige Versicherte müssen dagegen bei vielen Leistungen zugunsten der Krankenkasse zuzahlen (z.B. Krankenhausbehandlung, Fahrkosten, Heil- und Hilfsmittel). Bei den Arzneimitteln belaufen sich die Zuzahlungen auf 10 Prozent des Preises des Arzneimittels. Mindestens sind es 5 Euro und höchstens 10 Euro. Es sind jedoch nie mehr als die eigentlichen Kosten des Arzneimittels vom Patienten zu entrichten.

Nach Erreichen der Belastungsgrenze von 2 Prozent des Jahresbruttoeinkommens (1 Prozent bei chronisch kranken Menschen) können sich Versicherte durch ihre gesetzliche Krankenkasse auf Antrag von der Zuzahlung befreien lassen. Insgesamt sind 7,4 Millionen Patienten in Deutschland zuzahlungsbefreit: 6,9 Millionen chronisch kranke Menschen (Belastungsgrenze: 1 Prozent des Jahresbruttoeinkommens) und 0,5 Millionen Patienten, die die Belastungsgrenze von 2 Prozent ihres Einkommens überschritten haben.

Die Apotheken sind darauf vorbereitet, Quittungen über Zuzahlungen auszustellen, in ein Sammelheft einzutragen oder – bei Kundenkarten – Sammelquittungen am Jahresende auszudrucken. Sobald die Belastungsgrenze innerhalb eines Kalenderjahres erreicht ist, kann man sich auf Antrag einen Befreiungsbescheid ausstellen lassen. Erfahrungsgemäß bieten einige Kassen ihren Versicherten frühzeitig einen Antrag für das Folgejahr an: Infrage kommende Patienten zahlen die errechnete Belastungsgrenze dann als Vorauszahlung.

Ein Zuzahlungsrechner auf dem Gesundheitsportal APONET unter www.aponet.de

Individuelle Mischungen ätherischer Öle bei Parodontitis

Ab dem 40. Lebensjahr gehen mehr Zähne durch eine Parodontitis verloren als durch Karies. Aggressive Bakterien – die Parodontitiserreger – werden für die Entzündung des Zahnhalteapparats verantwortlich gemacht. Ätherische Öle können das Wachstum der Bakterien hemmen und helfen, einem drohenden Zahnverlust vorzubeugen. Die SymbioVaccin GmbH hat deshalb die Parodolium-Mundwasser entwickelt: sie enthalten jeweils die ätherischen Öle, die besonders wirksam gegen die gefundenen Parodontitiserreger sind. Bei einer Parodontitis hat sich die Zusammensetzung der bakteriellen Mundflora ungünstig verändert. Während die Vertreter der gesunden Mundflora zurückgegangen sind, haben sich die aggressiven Parodontitiserreger vermehrt. Die auf Zahn und Zahnfleisch ansässigen Bakterien bilden jetzt zum Teil Stoffwechselgifte, die das Zahnfleisch zu einer Immunreaktion anregen: es rötet sich und schwillt an. Werden die Erreger nicht entfernt, kann die Entzündung weiter fortschreiten und den Knochen angreifen. Der Zahn ist in Gefahr.

Das Institut für Mikroökologie in Herborn analysiert die Bakterien in der Zahntasche und weist Veränderungen in der Zusammensetzung nach. Parodontitiserreger können dabei isoliert und im Aromatogramm auf ihre Empfindlichkeit gegenüber ätherischen Öle getestet werden. „Unsere Mitarbeiter streichen die isolierten Erreger auf Nährböden aus und legen dann Plättchen darauf, die verschiedene ätherische Öle enthalten“, erläutert Dr. Andreas Schwiertz, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung am Institut für Mikroökologie. Anschließend komme der Nährboden in einen Brutraum, bis ein dichter Bakterienrasen gewachsen ist. „Ist ein ätherisches Öl gegen den ausgestrichenen Erreger wirksam, bildet sich ein Hof um das Plättchen. In diesem Hof kann der Erreger nicht wachsen“, erklärt Schwiertz weiter. Beispiele für antibiotisch besonders aktive Öle sind das Lemongrasöl, Manukaöl, Lavendelöl und Pfefferminzöl.

Auf der Basis des Aromatogramms hat die SymbioVaccin GmbH die verschiedenen Parodolium-Mundwasser entwickelt. Betroffene können das Mundwasser direkt beim Zahnarzt erwerben oder auf parodolium.de bestellen. Ein angenehmer Nebeneffekt der Öle: die meisten Mischungen duften ansprechend und sorgen für ein frisches Mundgefühl. Mehr Informationen unter parodolium.de.

Schwangerschaft und Erkältung: Sind Medikamente erlaubt?

Wenn in der Schwangerschaft die Nase läuft und der Hals kratzt, sollte der Griff in den Medikamentenschrank besonders gut überlegt sein. Denn einige Arzneistoffe in den üblichen Erkältungsmitteln können auch in den Blutkreislauf des Ungeborenen gelangen und dort unerwünschte Wirkung haben. Dabei gibt es bei leichten Erkältungsbeschwerden oft gute Alternativen.

„Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit sollte man auf jeden Fall erst einmal ausreichend trinken“, rät Heike Wendt, Apothekerin der Techniker Krankenkasse (TK). Denn der Körper braucht viel Flüssigkeit, um mit dem Infekt fertig zu werden. Am besten eignen sich warmer Tee wie Lindenblüten- oder Fencheltee. Schleimlösend wirkt auch eine Inhalation mit einigen wenigen Tropfen ätherischen Öls, die mit heißem Wasser übergossen werden. Die aufsteigenden Dämpfe wirken entzündungshemmend und befreien die Nase. Geeignet sind ätherische Öle wie Kiefern-, Eukalyptus- oder Fichtennadelöl.

Damit die Nasenschleimhaut nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird und für weitere Erreger anfällig ist, sollte sie gut befeuchtet werden. Werdende Mütter können zu einer Nasendusche mit einer Salzwasserlösung greifen oder ein Nasenspray auf Meerwasserbasis benutzen. „Sollten stärker wirksame Nasensprays oder -tropfen notwendig sein, können kurzzeitig Präparate mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin angewendet werden“, sagt Dr. Christof Schaefer, Leiter des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie an der Berliner Charité. Der Kinderarzt weiter: „Bleibt die Anwendung auf wenige Tage begrenzt, besteht nach aktuellem Wissensstand kein Risiko. Bei sehr langer Therapiedauer oder starker Überdosierung könnten die abschwellenden Substanzen möglicherweise die Blutversorgung des Kindes einschränken.“

Säfte auf pflanzlicher Basis wie Efeu oder Thymian sind meistens akzeptabel, dennoch sollte man bei diesen Kräuterextrakten vor der Einnahme den Arzt oder Apotheker fragen. Alkoholhaltige Säfte oder Tropfen sind dabei stets zu vermeiden. Häufig werden hustenlösende Präparate mit Acetylcystein oder Ambroxol verwendet, deren Einnahme bei leichten Erkältungsbeschwerden aber in der Regel nicht erforderlich ist.

Bei Bronchitis und Halsschmerzen gelten warme Kartoffelwickel als bewährtes Hausmittel. Dazu kocht man Kartoffeln mit der Schale und legt sie auf die Hälfte eines sauberen Küchenhandtuchs. Die andere Hälfte des Tuches darüber schlagen und die Kartoffeln zerdrücken. Danach in ein weiteres Tuch einschlagen und den Wickel eine halbe Stunde lang auf die Brust beziehungsweise den Hals legen. Unbedingt vorher vorsichtig die Temperatur mit dem Unterarm prüfen, damit man sich nicht verbrennt.

Bei leicht erhöhter Temperatur ist häufig Bettruhe die beste Therapie. Um Fieber zu senken, dürfen Schwangere in Absprache mit ihrem Arzt auch ein reines Paracetamol-Präparat einnehmen. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft akzeptabel, so Dr. Schaefer. Bei Fieber deutlich über 38,5 Grad, das länger als ein bis zwei Tage andauert, sollte man grundsätzlich einen Arzt aufsuchen.

Hält der behandelnde Arzt bei einem schweren bakteriellen Infekt ein Antibiotikum für unbedingt erforderlich, kann er ein Penicillin-Präparat verordnen. Für Schwangere verträgliche Antibiotika sind nach aktuellem Wissensstand auch Erythromycin und Cephalosporine, so Dr. Schaefer. Ob werdende Mütter bestimmte Präparate einnehmen dürfen und welche Mittel als Alternative in Frage kommen, zeigt die Internetseite seines Instituts unter www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de. Die Website gibt Ärzten, Apothekern und Laien wissenschaftlich aktuelle Informationen zu den wichtigsten Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit. Die Entscheidung, ob und welches Arzneimittel die Patientin einnehmen darf, trifft allein der behandelnde Arzt.

Wer einer Erkältung erst gar keine Chance geben will, stärkt am besten seine Immunabwehr und beherzigt einfache Hygieneregeln. TK-Apothekerin Wendt: „Ausreichendes Händewaschen hält Erkältungsviren auf Abstand. Wichtig ist auch, Abstand zu offensichtlich erkrankten Menschen zu halten. Sofern die Schwangerschaft es zulässt, regelmäßig spazieren gehen. Die Bewegung an der frischen Luft wirkt wie ein natürlicher Bakterienkiller.“

Weitere Informationen rund um das Thema Schwangerschaft gibt es im Internet auf der Homepage der TK unter www.tk.de in der Rubrik „Medizin & Gesundheit/Schwangerschaft & Kinder“.

Händewaschen und Abhärtung vermeiden viele Erkältungen

Wer eine Erkältung vermeiden will, sollte sich mehrmals täglich die Hände mit Seife waschen. Dabei die Hände eine halbe Minute lang einseifen, auch zwischen den Fingern. „Desinfektionsmittel sind aber meist nicht nötig“, sagt Friedemann Schmidt, designierter Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Auslöser von Erkältungen sind Viren. Sie werden übertragen über Gegenstände, die von mehreren Menschen berührt werden, etwa Türgriffe oder Treppengeländer. Händewaschen unterbricht diesen Infektionsweg. Die Hände sollten das Gesicht außerdem möglichst wenig berühren, um die Viren von Mund, Nase und Augen fern zu halten. Wer niesen muss und kein Taschentuch griffbereit hat, sollte in seinen Ärmel oder Schal niesen, aber nicht in die Hände. So vermeidet man, andere anzustecken.

Auch wenn es viele Menschen drinnen kuschelig-warm mögen: Heizungsluft in Büros und Wohnungen trocknet die Schleimhäute aus. Dies erleichtert den Erkältungsviren, in den Körper einzudringen. In geschlossenen Räumen kann die Zahl der Viren zudem leicht ansteigen. Das Büro oder die Wohnung deshalb drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten durchlüften, das sorgt für ein gesundes Raumklima. Idealerweise sollte die Raumtemperatur im Winter nicht über 19 bis 20 Grad liegen.

Abhärten kann man sich mit äußerlichen Wasseranwendungen. Kalt-warme Wechselduschen kosten Überwindung, regen aber die Abwehrkräfte an. Aufhören sollte man immer mit einem kalten Guss, das löst die wichtige Erwärmungsreaktion aus. Wer davor zurückschreckt, sich von Kopf bis Fuß kalt-warm zu duschen, kann sich auf die Arme oder Unterschenkel beschränken. Auch ein Spaziergang bei kaltem Wetter stärkt die Abwehrkräfte. Man sollte sich aber gut in Schal und Mütze einpacken, damit der Körper nicht zu stark auskühlt. Wer noch mehr für seine Abwehrkräfte tun will: In der Apotheke gibt es pflanzliche Medikamente, die die Abwehrkräfte steigern und vorbeugend eingenommen werden.

Ein Pflanzenstoff aus roten Obst- und Gemüsesorten schützt vor Schlaganfall

Ein hoher Blutspiegel des Pflanzen-Inhaltsstoffes Lycopin, der vor allem in roten Obst- und Gemüsesorten vorkommt, kann das Schlaganfallrisiko offenbar deutlich senken, berichtet die „Apotheken-Umschau“. Das gehe aus einer finnischen Studie hervor, für die über einen Zeitraum von zwölf Jahren 1031 Männer zwischen 46 und 65 Jahren wissenschaftlich begleitet wurden. Die Teilnehmer mit hohen Werten erlitten deutlich seltener einen Schlaganfall. Lycopin kommt vor allem in Tomaten, Karotten, Paprika, Wassermelone und Papaya sowie in Tomatenmark vor.

PrismaLife unterstützt die Nachsorgeklinik Tannheim

Die PrismaLife AG unterstützt auch dieses Jahr die Nachsorgeklinik Tannheim. Die Klinik kümmert sich um Patienten und ihre Familien, die wegen seltener chronischer Erkrankungen besonders betreuungsintensiv sind.

Die Nachsorgeklinik Tannheim praktiziert seit nunmehr 15 Jahren einen medizinisch-therapeutischen Behandlungsansatz, der auf die Rehabilitation von Familien mit krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Kindern abgestimmt ist. Bis heute wurden mehr als 10`000 chronisch kranke Kinder und ihre Familien sowie verwaiste Familien auf dem Weg zurück ins Leben begleitet. Um den gestiegenen Anforderungen im Gesundheitswesen zu entsprechen, sind für das Jahr 2013 umfassende Sanierungen der Appartements und der EDV-Anlage notwendig. Im Rahmen der Wahrnehmung sozialer Verantwortung unterstützt die PrismaLife das anspruchsvolle Vorhaben.

„Für die PrismaLife ist es eine Selbstverständlichkeit die Nachsorgeklinik Tannheim bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Soziale Verantwortung wahrnehmen und für Nachhaltigkeit zu sorgen ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der PrismaLife“ sagt Markus Brugger, CEO PrismaLife. „Gerne möchten wir mit unserem Beitrag ein Zeichen für soziale und gesellschaftliche Verantwortung setzen“.

Über PrismaLife

Die PrismaLife AG ist der führende Liechtensteinische Lebensversicherer mit Sitz in Ruggell. Das Unternehmen entwickelt Fondspolicen und Vorsorgeprodukte zur Absicherung biometrischer Risiken für den deutschen und österreichischen Markt. Die PrismaLife verwaltet Kundengelder in Höhe von über 640 Millionen Euro. Die Beitragseinnahmen 2011 betrugen 198.83 Millionen Euro. Infos unter: www.prismalife.com

Wer unter psychischen Problemen leidet, möchte schnelle Hilfe

Leider warten Betroffenen häufig monatelang auf einen freien Therapieplatz. Was viele nicht wissen, Krankenkassen können die Kosten für eine private Psychotherapie erstatten.

Heidi S. leidet unter einem starken Erschöpfungszustand. Nachdem sie 8 Psychotherapeuten mit Kassenzulassung angerufen und ihr der früheste Therapiebeginn in 6 Monaten in Aussicht gestellt wurde, erfuhr sie von der Möglichkeit einer Behandlung in einer Privatpraxis.

Krankenkasse informieren zögernd
Sie hatte bei ihrer Krankenkasse nach weiteren Möglichkeiten einer Therapie gefragt, bekam aber die Auskunft, sie müsse eben auf einen freien Platz warten.
Nachdem sie sich an eine unabhängige Patientenberatung gewandt hatte, erfuhr sie, Krankenkassen erstatten unter bestimmten Voraussetzungen eine private Psychotherapie.

Gesetzlicher Rahmen
Die Kostenerstattung ist im § 13 Abs. 3 SGB V geregelt:
Wenn die Versorgung mit psychotherapeutischen Leistungen nicht ausreichend ist und die Wartezeiten mehrere Monate betragen, ist ein Anspruch auf Kostenerstattung gegeben. Krankenkassen sind gemäß ihres Sicherstellungsauftrages verpflichtet, ihren Versicherten eine zeitnahe Behandlung zu ermöglichen.

Patienten müssen Bedarf nachweisen
Betroffene können die Kostenerstattung von ihrer Krankenkasse verlangen. Wenn der Antrag Aussicht auf Erfolg haben soll, muss in einem Protokoll nachgewiesen werden, sie haben mehrere Psychotherapeuten kontaktiert und diese können in den nächsten Monaten keinen freien Platz anbieten.
Der Hausarzt muss eine Notwendigkeitsbescheinigung für die Therapie ausstellen.
Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung und Heilpraktiker (Psychotherapie) können bei der Antragstellung beraten und stellen die erforderliche Behandlungsbescheinigung aus.

Joggen im Winter: Durch richtiges Atmen die Bronchien schützen

Dunkelheit, kalter Wind, Minusgrade – im Winter kostet Joggen häufig Überwindung. Doch wer in Form bleiben möchte, für den gilt: Rein in die Joggingschuhe und raus an die frische Luft. „Bewegungsmangel ist ein Problem in Deutschland. Und gerade bei schlechter Witterung fällt die Motivation dafür schwer. Aber gejoggt werden kann so gut wie bei jedem Wetter“, versichert Dr. Martin Sachs vom TÜV Rheinland Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement. Wer alleine keinen Spaß daran findet oder sich in der Dunkelheit nicht sicher genug fühlt, verabredet sich am besten mit anderen Läufern. Vorsicht ist geboten auf feuchten Untergründen wie Laub oder Schnee – geeignete Laufschuhe mit rutschfestem Profil sollten daher im Einsatz sein.

Bei der Wahl der Kleidung empfiehlt der TÜV Rheinland-Experte atmungsaktive Funktionskleidung aus Mikrofasern. Ideal sind drei Schichten, wobei die unterste Schicht aus Material sein sollte, das die Feuchtigkeit von der Haut abführt, ein Schutz vor der Kälte und bei Bedarf noch regen- oder schneefeste Oberbekleidung. „Da der Körper vor allem über die Arme, die Beine und den Kopf Wärme verliert, sollten spezielle Winter-Laufsocken, Handschuhe, Halstuch sowie eine Mütze zur Grundausstattung gehören“, erklärt Dr. Martin Sachs. Reflektierende Streifen auf der Kleidung und Leuchtarmbänder helfen dabei, besser gesehen zu werden. Und das Gesicht schützt eine Pflegecreme vor der Kälte.

„Besonders für Asthmatiker ist eine individuelle sportmedizinische Beratung sehr wichtig, bevor bei Minustemperaturen mit dem Lauftraining begonnen wird“, sagt Dr. Martin Sachs. Denn die beim Laufen eingeatmete Luft stellt eine starke Belastung für die Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen dar. Auch für Nicht-Asthmatiker gilt: Durch die richtige Atemtechnik – nämlich langsam durch die Nase – wird die Luft angewärmt, bevor sie in die Lungen strömt. Darum ist es gerade im Winter ratsam, im niedrigen Trainingsbereich zu laufen. Ebenso wie die Atemwege ist auch die Muskulatur bei Kälte anfällig. Eine Aufwärmphase in geschlossenen Räumen bei Zimmertemperatur hilft dabei, die Durchblutung zu fördern, Muskeln und Gelenke zu mobilisieren und so Verletzungen wie Zerrungen und Verhärtungen vorzubeugen. „Der Flüssigkeitsbedarf wird bei Kälte eher unterschätzt, darum auch im Winter ausreichendes Trinken nicht vergessen“, betont Gesundheitsexperte Dr. Sachs.