Archiv für den Monat: Januar 2013

Rückenschmerzen: Neues Präventionsprogramm

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) sind weltweit führend, wenn es um chronische Schmerzen, Funktionseinschränkungen und einen Verlust an Lebensqualität geht. MSE verursachen laut den Gesundheitsberichten der Krankenkassen in Deutschland Kosten in Höhe von rund 30 Mrd. Euro jährlich. Gleichzeitig sind sie für rund ¼ aller Arbeitsunfähigkeitstage und 15% der Frühverrentungen verantwortlich, schädigen die betroffenen Unternehmen und bedrohen die Produktivität der deutschen Volkswirtschaft. Vor diesem Hintergrund starteten Anfang Januar 2013 die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. Diese Kampagne, die sich an alle Personen, die ungünstigen Rückenbelastungen ausgesetzt sind, sowie an Mittler und Multiplikatoren im Betrieb richtet, beinhaltet kein eigenes Konzept für die Umsetzung. Diese Lücke schließt ein neues Praxiskonzept der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Das „Programm zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV e. V.) und den Experten der Initiative „Gesundheit im Betrieb selbst gestalten“ entwickelt und kann direkt im Unternehmen umgesetzt werden.

Zum Programm gehört ein komplettes Kurskonzept für den Bereich Rückenprävention inklusive branchenspezifischer Elemente für „körperlich beanspruchende Tätigkeiten mit Heben und Tragen“, „Bildschirmarbeitsplätze“ und „Einzelhandel“. Ebenso ein umfangreiches Trainerhandbuch mit zahlreichen Umsetzungshilfen wie Powerpoint-Präsentationen und Arbeitsblättern.

Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung des Programmes ist qualifiziertes Personal, das bspw. den IHK-Zertifikatslehrgang „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ oder den Praxisworkshop „Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement“ bei der BSA-Akademie absolviert hat bzw. Studierender oder Absolvent der Deutschen Hochschule mit Master-Studienschwerpunkt „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ ist. Unternehmen und Einrichtungen, die nicht selbst über solche Fachkräfte verfügen, können ihre Mitarbeiter über die BSA-Akademie, den DSSV-Bildungspartner, weiterbilden oder über die Online-Plattform „Gesundheit im Betrieb selbst gestalten“ qualifizierte, regionale Gesundheitsdienstleiter kontaktieren. Weitere Informationen unter: www.dhfpg.de/mse-programm, Tel. +49 681 55 68 143 (BSA-Service-Center) sowie service-center@dhfpg-bsa.de.

Jeder zehnte Beschäftigte in der EU war bereits depressiv

Der Fachverband European Depression Association (EDA) führte unter 7.000 europäischen Arbeitnehmern eine Umfrage durch. Dabei stellte sich heraus, dass zehn Prozent der Arbeitnehmer aufgrund einer Depression bereits mindestens einmal nicht mehr arbeitsfähig gewesen waren. Jeder Depressionsschub ist demzufolge durchschnittlich für einen Ausfall von 36 Arbeitstagen verantwortlich. Im Schnitt am längsten – nämlich 41 Tage – mussten deutsche Beschäftigte bei einem Depressionsanfall ihrer Arbeit fernbleiben. Parallel dazu beklagten die deutschen Arbeitnehmer, die an der Umfrage teilnahmen, besonders die mangelnde Unterstützung durch ihren Arbeitgeber. Alles in allem sind Schätzungen zufolge allein vier Millionen Bundesbürger von Depressionen betroffen – aber lediglich jeder Zehnte davon wird langfristig gesehen angemessen behandelt.

Nach einigen Wochen sollte man aufmerksam werden

Demzufolge sind Depressionen eine Volkskrankheit – trotzdem werden sie bei vielen Menschen nicht erkannt. Freunde oder Verwandte sollten aufmerksam werden, falls jemand aus dem persönlichen Umfeld wochenlang über mehrere typische Symptome klagt: Dies können Schlafstörungen, ein Mangel an Energie oder innere Unruhe sein. Dr. Morad Ghaemi, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aus Bergheim bei Köln, betont allerdings, dass Überlastungsgefühle und vorübergehende Schlafschwierigkeiten prinzipiell noch kein Grund zur Sorge seien. Problematisch werde es, falls diese Phase länger als einige Wochen anhalte. Spätestens jetzt sollte man auf Hilfe zurückgreifen. Der primäre Ansprechpartner sei der Hausarzt, er wisse meist über das familiäre, soziale und berufliche Umfeld des Betroffenen Bescheid und werde unter Umständen eine Überweisung an einen Psychotherapeuten oder Psychiater vornehmen.

Ursache für Depressionen: Sorgen am Arbeitsplatz

Häufig sind als Ursachen für Depressionen Sorgen, Probleme und eine Überlastung am Arbeitsplatz auszumachen. Detlef Staadt, Diplom-Psychologe aus Offenburg, weist darauf hin, dass sowohl bei Burnout als auch bei Depressionen stark ausgeprägte emotionale Erschöpfungszustände, ein verringertes Engagement und Tendenzen sozialen Rückzugs festzustellen seien. Dazu kämen parallel psychosomatische Reaktionen hinzu. Wegen dieser Überschneidungen im Hinblick auf die Symptome könne ein Burnout-Syndrom auch einen Risikofaktor für eine Depression darstellen.

Dr. Christine Rummel-Kluge ist Geschäftsführerin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Sie betont die Unterschiede, die es zwischen einem Burnout und einer Depression gibt. Ein Burnout sei „kontextbezogen“ zu sehen, eine Depression beträfe dagegen alle Lebensbereiche. Generell, so Rummel-Kluge, sei es deshalb bedeutsam, auf professionelle Unterstützung etwa durch den Hausarzt zurückzugreifen und zu analysieren, ob die Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit eventuell nicht nur die Arbeit, sondern auch andere Lebensbereiche beträfen.

Private Vorsorge für den Fall der Fälle

Psychische Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen können dazu führen, dass Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Christoph Andersch von den Ergo Direkt Versicherungen (www.ergodirekt.de) weist darauf hin, dass es dann vom Staat nur eine geringe Unterstützung gebe. Diese reiche oft kaum über Hartz-IV-Niveau hinaus und stelle damit nur eine Grundversorgung dar. Andersch empfiehlt daher den frühzeitigen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Speziell jüngere Menschen in einer guten gesundheitlichen Verfassung könnten dieses Risiko üblicherweise problemlos absichern. Die Berufsunfähigkeitsrente sollte nach Ansicht von Christoph Andersch bei etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens liegen.

Buchtipp: Günter Niklewski, Rose Riecke-Niklewski: Depressionen überwinden: Niemals aufgeben! Erschienen bei der Stiftung Warentest, 5., überarbeitete Auflage 2010, ISBN 978-3-937880-99-0, 19,90 Euro.

Schmerzen im Brustkorb nicht ignorieren

Was tun, wenn der Unterleib schmerzt, der Kopf regelmäßig brummt oder unerklärliche Ängste auftreten? Viele Menschen sehen über solche Anzeichen hinweg und führen sie auf Stress im Beruf oder in der Familie zurück. Manchmal können scheinbar harmlose Wehwehchen aber ein Alarmsignal des Körpers für eine ernsthafte Erkrankung sein – von einer Organerkrankung bis hin zu einer Depression. Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner Februar-Ausgabe häufig auftretenden Symptomen nach und gibt Ratschläge, was zu tun ist, um eine dauerhafte Schädigung des Körpers zu verhindern.

Kopfschmerzen gehören zu jenen Warnsignalen des Körpers, die man nicht ignorieren sollte. Sie können die Folge eines medizinischen Notfalls sein, zum Beispiel das Anzeichen für einen Schlaganfall oder für den Durchbruch einer erweiterten Arterie. Wer also einen plötzlichen und heftigen Kopfschmerz spürt und dessen Schmerz trotz Ruhe und üblicher Medikamente nicht verschwindet, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. So gilt Kopfschmerz, der von lallendem Sprechen oder von der Schwäche einer Körperhälfte begleitet ist, als Symptom für einen Schlaganfall. Dann bleiben nur wenige Stunden Zeit, um den Schlaganfall effektiv zu behandeln und damit dauerhafte Schäden zu vermeiden. Ein zügiges Handeln ist auch notwendig, wenn man stechende Schmerzen im Brustkorb spürt. Diese können Hinweis auf einen Herzinfarkt sein. Eine Studie des Journals der Amerikanischen Ärztevereinigung hat gezeigt, dass 40 bis 50 Prozent der Menschen, die solche Symptome haben, diese dennoch über Stunden ignorieren. Der Herzmuskel aber beginnt bereits eine halbe Stunde nach Beginn des Infarktes abzusterben. „Wenn Sie plötzlich ein unangenehmes Gefühl in der Brust haben, so als ob sich jemand darauf gesetzt hätte, sollten Sie alarmiert sein“, sagt Dr. David Fischmann, Interventionskardiologe an der Medizinischen Hochschule in Philadelphia, in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest.

Vorsicht ist auch bei anderen Warnsignalen des Körpers geboten. Wer stechende Schmerzen im Unterleib spürt, dabei Fieber bekommt, unter Durchfall oder Verstopfung leidet, dessen Haut gelblich wird und dessen Urin eine andere Färbung bekommt, sollte dies nicht ignorieren, sondern einen Arzt aufsuchen. Hinter den Symptomen könnten sich eine akute Blinddarmentzündung oder Probleme mit der Gallenblase und dem Darm verbergen. Schnelles Handeln ist auch nötig, wenn plötzliche Sehstörungen mit Lichtblitzen und dunklen Flecken auftreten und man das Gefühl hat, die Welt wie durch einen Vorhang zu sehen. Solche Beschwerden können durch einen Netzhautriss oder eine Netzhautablösung ausgelöst sein. Der rasche Besuch eines Augenarztes oder Notdienstes ist dann dringend angeraten.

„Mach was!“ NCT-Kampagne zum Weltkrebstag fordert zum Handeln gegen Krebs auf

„Mach was!“ – Die Informationskampagne des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg zum Weltkrebstag am 4. Februar 2013 startet am 24.1.2013. Ziel dieser Aktion ist es, möglichst viele Menschen für ihren persönlichen aktiven Einsatz gegen die Krankheit zu gewinnen – für sich und für Betroffene. Prominente Persönlichkeiten, Betroffene und das Heidelberger Improvisationstheater „Drama light“ unterstützen die Kampagne durch eine regionale Plakataktion, eine „Mitmach!-Box“ in der Heidelberger Fußgängerzone und eine Improvisations-Show.

Auf großen Postern fordern der TV-Moderator Matthias Opdenhövel, die ehemalige Schwimmweltmeisterin Franziska van Almsick, die Extremkletterer Alexander und Thomas Huber („die Huberbuam“) sowie der Schauspieler Andreas Hoppe – vielen bekannt als Ludwigshafener Tatort-Kommissar Mario Kopper – dazu auf, etwas gegen Krebs zu tun. Die Botschaft „Mach was!“ bittet um ein persönliches Engagement. Sportmoderator Opdenhövel erklärt: „Ich bin dabei und treibe jetzt mehr Sport.“ Schwimmerin van Almsick sagt: „Ich bin dabei und gehe zur Vorsorge.“ Krebspatienten erläutern: „Ich bin dabei, denn ich lebe dank der Krebsforschung!“ und „Ich bin dabei und gebe nicht auf!“ Betrachter können über soziale Medien die Frage beantworten: „Was machst du?“

Drama Light & Videogrüße aus der „Mitmach!-Box“

Als weiterer Bestandteil der Kampagne wird vom 25. Januar bis zum 5. Februar in der Heidelberger Fußgängerzone vor dem Anatomiegarten eine große „Mitmach!-Box“ aufgestellt. Darin haben Passanten die Möglichkeit, ihre „Mitmach-Botschaften“ oder Grüße an erkrankte Menschen per Videokamera aufzuzeichnen und auf Wunsch ebenfalls auf der NCT-Webseite platzieren zu lassen. Begleitet und unterstützt wird die Aktion am 2. Februar von 12 – 14 Uhr vom Heidelberger Improvisationstheater „Drama light“, das mit schauspielerischen Einlagen die Bürger zum Mitmachen einladen wird.

„Sag uns, was Du machst“: Mitmach-Aktion im Internet

Verschiedene Plattformen laden zur aktiven Teilnahme ein. Facebook (www.facebook.com/nctheidelberg) und Webseiten (www.nct-heidelberg.de/weltkrebstag) erlauben jedem, seinen eigenen Beitrag oder seine Botschaft zu vermitteln. Dies können kurze Statements sein, was jeder persönlich gegen Krebs unternimmt, oder Gruß-/Genesungsbotschaften sowie Widmungen für Krebskranke. Ob per Internet oder auf dem klassischen Weg per Briefpost oder Fax: Die Beiträge gegen Krebs und für Patienten werden auf der NCT-Webseite gesammelt. Kollagen aus den Einträgen werden im NCT zu sehen sein.

Als lokaler Multiplikator für die Kampagne hat sich die Sparkasse Heidelberg bereit erklärt, ihre 1.300 Mitarbeiter einzuladen, an der Aktion teilzunehmen und entsprechende Nachrichten und Aufforderungen zu „posten“. Weitere Firmen sollen hinzukommen. „Mach was!“ schließt auch eine kleine SMS-Aktion mit ein. Wer eine SMS mit dem Kennwort „Krebs“ an die Rufnummer 81190 sendet, spendet fünf Euro über seine Handy-Rechnung an das NCT.

Die Bereitschaft, sich mit dem Thema Krebs konstruktiv auseinanderzusetzen, soll durch die Kampagne gesteigert werden. „Wir alle möchten doch eigentlich der Krankheit Krebs etwas Positives entgegen setzen, für uns selbst zur Vorbeugung, zum Beispiel durch Bewegung, maßvolle Ernährung, nicht rauchen und auch für all diejenigen, die erkrankt sind, durch Kontakt, Zuwendung und Unterstützung“, so Professor Christof von Kalle, Sprecher des NCT-Direktoriums. „Zum Weltkrebstag möchten wir uns das Miteinander ins Bewusstsein rufen, über klassische und moderne Online-Kommunikation und Betroffenen und deren Angehörigen ein Zeichen von Mitgefühl und Ermutigung übermitteln.“

Internet kann Individuelle Gesundheitsberatung durch Apotheker nicht ersetzen

Trotz steigender Relevanz als Informationsmedium kann das Internet die individuelle Beratung von Apotheken in Gesundheitsfragen nicht ersetzen. Mehr als 80 Prozent der Ostdeutschen und 75 Prozent der Westdeutschen (Gesamt: 76 Prozent) erklärten, sich eine individuelle Beratung vom Apotheker zu wünschen. Dazu gehört nach Ansicht der Befragten ausdrücklich eine persönliche Beratung und Empfehlung des Apothekers, nicht nur eine „Medikamentenausgabe“. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Starnberger Softwarehauses PHARMATECHNIK.

Besonders jüngere Verbraucher im Alter bis 29 Jahren vermissen dabei allerdings die persönliche Beratung beim Apotheker. Während in den anderen Altersgruppen bis zu 80 Prozent der Befragten erklärten, das Personal in der Apotheke nehme sich genügend Zeit für die Beratung, so waren dies in der Gruppe der bis 29-jährigen nur 64 Prozent. Gleichzeitig erwarten die jüngeren auch signifikant häufiger als ältere Verbraucher ausdrückliche Empfehlungen des Apothekers und damit eine über die Ausgabe des Medikaments hinausgehende Beratung (unter 30-jährige: 86 Prozent, über 60-jährige: 70 Prozent).

Dabei haben es die Apotheker bei den jüngeren Jahrgängen gleichzeitig mit einer für Gesundheitsthemen besonders aufgeschlossenen Zielgruppe zu tun. Denn hier spielt das Internet als Informationsmedium eine wichtige Rolle, jeder dritte unter 30 und sogar beinahe jeder zweite 30 bis 44-jährige hat sich bei Symptomen oder leichten Erkrankungen zunächst im Internet informiert (gesamt: 33 Prozent). Im Osten wird das Internet wesentlich seltener als Informationsquelle herangezogen als im Westen (22 vs. 35 Prozent). Zudem ist das Internet bei Gesundheitsfragen vor allem eine Quelle für besser Gebildete: 46 Prozent aller Befragten, die sich bei leichten Symptomen zunächst im Internet informieren, verfügen über Abitur, nur jeder vierte hat einen Hauptschulabschluss.

„An der persönlichen Beratung des Patienten führt auch in Zeiten unzähliger Diskussions-, Gesundheits- und Beratungsportale im Internet kein Weg vorbei; der Patient legt Wert auf eine Beratung von Angesicht zu Angesicht. Anonym aufbereitete Informationen aus dem Internet sind allenfalls dazu geeignet, erste Hinweise zu geben, können den Apotheker aber selbst bei internetaffinen Personen nicht ersetzen“, sagte Dr. Mathias Schindl, PHARMATECHNIK-Geschäftsführer. Wenn es um die Gesundheit gehe, „setzt auch die Generation Facebook auf Fachkompetenz“.

Hüft- oder Knie­gelenks­arthrosen sind häu­figster Behand­lungs­grund in der Reha

Im Jahr 2011 war eine Arthrose des Hüft- oder Kniegelenks die häufigste Diagnose, die zu einem vollstationären Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung führte. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden aus diesem Grund rund 216 000 Patientinnen und Patienten in Einrichtungen mit mehr als 100 Betten behandelt. Dies entspricht einem Anteil von circa 13 % an den insgesamt 1,6 Millionen Patientinnen und Patienten.

Das Durchschnittsalter der Patienten mit der Diagnose Arthrose des Hüft- oder Kniegelenks lag bei gut 68 Jahren. 62 % waren zwischen 65 und 84 Jahren alt, 33 % zwischen 45 und 64 Jahren. Aber auch bei den Hochbetagten mit über 85 Jahren wurden noch 5 800 Patientinnen und Patienten (3 %) aus diesem Grund in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung behandelt.

In den Altersklassen unter 45 Jahren spielte diese Diagnose keine große Rolle. Bei den 15 bis 44-Jährigen waren psychische Erkrankungen die häufigsten Diagnosen, die zu einem Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung führten (38 %).

Bei den unter 15-Jährigen war Asthma der häufigste Behandlungsanlass, fast 11 000 Patientinnen und Patienten (13 %) wurden deshalb behandelt. Eine ebenfalls große Rolle in dieser Altersgruppe spielte Adipositas (Fettsucht). Sie war bei fast 6 000 Patienten der Grund für einen stationären Aufenthalt in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung.

Insgesamt wurden in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen mit über 100 Betten 1,6 Millionen Patienten behandelt. Davon waren rund 750 000 Männer und 870 000 Frauen. Die durchschnittliche Verweildauer in diesen Einrichtungen betrug 25 Tage und damit vier Tage mehr als die Standardverordnung von drei Wochen.

Prostatakrebs: Großstudie bewertet Therapien

Heute fiel der Startschuss zu einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie – der sogenannten PREFERE-Studie. Hierbei werden erstmals die gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten vergleichend untersucht. Rund 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten sowie mindestens 90 Prüfzentren werden sich bundesweit an der Studie beteiligen. „Die PREFERE-Studie soll richtungsweisend sein für die Behandlung von Menschen mit Prostatakrebs im Frühstadium.“, sagte Dr. Fritz Pleitgen, Schirmherr der Studie und Präsident der Deutschen Krebshilfe, in Berlin anlässlich der Pressekonferenz zum offiziellen Start des Großprojektes. „Wir rufen betroffene Patienten und niedergelassene Urologen auf: Beteiligen Sie sich an der Studie!“ Bis zum Jahr 2030 finanzieren die Deutsche Krebshilfe sowie die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen das Projekt mit rund 25 Millionen Euro.

„Die PREFERE-Studie ist das größte deutsche urologische Forschungsprojekt der letzten 50 Jahre“, erläuterte Professor Dr. Michael Stöckle, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes. Der Mediziner leitet die Studie zusammen mit Professor Dr. Thomas Wiegel, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Ulm. „Jede der drei Therapieformen Strahlentherapie, Brachytherapie, also die Behandlung des Tumors mittels vieler kleiner, dauerhaft in der Prostata platzierter Strahlenquellen, und die Aktive Überwachung wird im Vergleich mit der Radikaloperation auf ihre Effektivität überprüft“, erklärte Wiegel.

Das Großprojekt hat vor allem ein Ziel: „Mit PREFERE wollen wir Sicherheit für den Patienten und das Ärzteteam schaffen“, erklärte Pleitgen dazu. „Die Frage nach der individuell besten Therapie soll durch die Erkenntnisse der Studie einfacher zu beantworten sein.“ Doch die Studie wird sich auch schon jetzt, direkt nach ihrem Start, positiv auf die Versorgung auswirken: „Alle betroffenen Männer profitieren ab sofort von der umfassenden und wissenschaftlich fundierten Aufklärung über die Vor- und Nachteile aller vier Behandlungsoptionen“, betonte Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbands, federführend für die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen.

Erfahrene Spezialisten in ausgewiesenen Studienzentren betreuen die Teilnehmer der Studie. Die Sicherheit und die Lebensqualität der Patienten stehen dabei an höchster Stelle. Sie werden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt und erhalten eine Therapie auf höchstem medizinischen Niveau.

Grundlage für PREFERE war ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach wurde die Aufnahme der sogenannten Brachytherapie in den ambulanten Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zunächst ausgesetzt. Der Grund: Es gab keine ausreichenden Daten, um diese Behandlungsform zu bewerten. Daraufhin wurde das Studienkonzept für PREFERE entwickelt, um die Brachytherapie mit anderen Therapien vergleichen zu können. Nach einer Reihe von ausführlichen Begutachtungen dieses Konzeptes und der Weiterentwicklung durch nationale und internationale Experten verschiedener Fachrichtungen konnte PREFERE schließlich auf den Weg gebracht werden. So finden die Studie und ihr Design auch die uneingeschränkte Unterstützung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das auch an der Konzeption beteiligt war.

Nicht nur inhaltlich ist das Großprojekt richtungweisend, sondern auch organisatorisch, denn PREFERE ist eine Initiative von verschiedenen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Neben der Deutschen Krebshilfe beteiligen sich die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Deutsche Gesellschaft für Urologie, die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, der Berufsverband Deutscher Urologen, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe an dieser einmaligen Kooperation.

„Die Durchführung der Studie und insbesondere ihre lange Laufzeit bis zum Jahr 2030 sind für alle Beteiligten eine große Herausforderung“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Das gilt auch für die Finanzierung von PREFERE – knapp 13,5 Millionen Euro werden von unserer Organisation übernommen und mit 11,5 Millionen Euro unterstützen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen das Projekt. Dieses Finanzierungsmodell erlaubt es uns, die Studie unabhängig von industriellen und kommerziellen Interessen durchzuführen – ganz im Sinne der Patienten.“

Interessierte erhalten weitere Informationen zur PREFERE-Studie bei ihrem Urologen oder unter www.prefere.de.

Transplantationsskandale künftig verhindern

In Göttingen, Regensburg, München und Leipzig wurden Transplantationsakten gefälscht, um in den Kliniken mehr zu transplantieren. Dieser Transplantationsskandal zeigt deutlich Schwächen und Fehler im Organspendesystem auf. Durch einfache Datenmanipulationen wurde erreicht, dass es bei der Organtransplantation zu Bevorzugungen kam. Die Zahlen der Organspende in Deutschland sind daraufhin, aufgrund des Vertrauensverlustes der Bevölkerung, signifikant eingebrochen. Der Bundesverband Niere e.V. stellt fest: Nur durch Transparenz, Kontrolle und klare, nachvollziehbare Regelungen lässt sich das Vertrauen wieder herstellen.

Die Umsetzung der Entscheidungslösung und die Installation von Transplantationsbeauftragten sind Schritte in die richtige Richtung um die Spenderzahlen wieder zu steigern. Es sind aber weitere Maßnahmen erforderlich, die Manipulationen künftig verhindern und vertrauensbildend sind. Die Steigerung der Kontrollmaßnahmen durch ein Mehraugenprinzip in den Transplantationszentren und personelle Veränderungen sind weitere Schritte. Ein weiteres wichtiges Element, das Manipulationen verhindert werden können, ist die sektorenübergreifende Qualitätssicherung im stationären und ambulanten Bereich. Durch solche Qualitätssicherungsmaßnahmen wären diese Datenmanipulationen aufgefallen.

Bereits vor Auftreten des Transplantationsskandals hat der Bundesverband Niere e.V. im Frühjahr 2012 im Bereich der Nierenersatztherapie einen entsprechenden Antrag in den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingebracht, Dialyse und Nierentransplantation sektoren- und einrichtungsübergreifend als Qualitätssicherungsmaßnahme zu erarbeiten. Bei den Datenmanipulationen im Transplantationsskandal wurden beispielsweise Dialysen vorgetäuscht und medizinische Werte behauptet, die nicht stimmen. Durch die Kontrollmöglichkeit und Dokumentation der Daten in einer entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahme wäre diese Datenmanipulationen aufgefallen.

Aufgrund der Initiative des Bundesverbands Niere e.V. hat der G-BA dem Aqua-Institut den Auftrag erteilt, eine sektoren- und einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung zu erarbeiten. Ein Vorhaben, das nun schnell realisiert werden muss und als Muster für vergleichbare Maßnahmen für andere Organe gelten kann.

Der Bundesverband Niere e.V. fordert für das System der Organspende und Transplantation flächendeckende und sektorenübergreifende Qualitätssicherungssysteme aufzubauen.

Ungesunde Ernährung macht dick und doof

Die gute Nachricht ist: Sie können es ändern. Jederzeit. Doch viele Menschen, gerade Berufstätigen, fällt das schwer. Alle wissen es, doch die wenigsten machen es wirklich.

Sie fühlen sich zwar nicht so richtig wohl in ihrem Körper, denn im Prinzip geht es Ihnen noch relativ gut. Ihnen fehlt das „Warum“ zum Abnehmen. Erst wenn der Körper zu streiken beginnt, durch eine Krankheit nach Aufmerksamkeit ruft, die Reise von Arzt zu Arzt beginnt, beginnen die Alarmglocken zu läuten.

Sie selbst haben die freie Entscheidung, jetzt etwas Zeit in Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu investieren oder später möglicherweise viel mehr Zeit in Krankheiten zu stecken.

„Gesund und fit im Büro“ ist eine Anleitung für ein gesundes und fittes Leben, die Sie direkt 1:1 in Ihrem Berufsalltag umsetzen können. Sie erfahren, wie Sie fit werden durch richtiges Essen. Und zwar in jedem Berufsalltag. Egal, ob Sie in Kantine oder Restaurant essen, viel auf Dienstreisen sind oder zu Hause kochen. Sie bekommen praktische Tipps für unterwegs. Einfach und auf den Punkt gebracht.

Wussten Sie, dass die Kombination von Kohlenhydraten und Fett erstens dick und zweitens das Gehirn müde macht? Haben Sie sich immer schon gefragt, wie Sie Bewegung in Ihrem eng getakteten Alltag unterbringen können, ohne sich jedes Mal neu überwinden zu müssen? Greifen Sie oft planlos in den Kühlschrank, weil Ihnen schlicht und ergreifend die Zutaten und Ideen für ein gesundes fittes Essen fehlen?

Wenn Sie „Gesund und fit im Büro“ in Ihr Leben lassen, haben Sie ab sofort auch nach Geschäftsessen oder nach dem Kantinenbesuch im wahrsten Sinne des Wortes ein besseres Gefühl im Bauch. Selbst wenn Sie außerhalb des Büros in Auto und Flugzeug viel unterwegs sind, können Sie Ihrem Körper die Bewegung geben, die er braucht. Mit einfachen Übungen bekommen Sie den Stress aus dem Hirn. Und wenn Sie keine Lust und Zeit auf große Kochaktionen haben, finden Sie Ideen für knackige Bürosnacks und schnelle 15-min-Feierabendgerichte.

In diesem Buch aus der Praxis für die Praxis finden Sie viele Lösungen. Nur allzu oft liegt die Lösung in der Einfachheit. Deswegen sehen wir sie nicht. Die Ideen im Buch sind so einfach in den Berufsalltag zu integrieren, dass es ab jetzt keine Ausreden mehr gibt.

Wer die Tipps aus diesem Buch umsetzt, begibt sich auf schnellstem Weg zu einem gesunden und fitten Leben. Einfach genial und genial einfach.
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Endlich raus aus dem Psychosumpf!

Unter der Dachkampagne „www.deutschland-wird-emotional-stark.de !“, begeht der Verband Psychologerischer Berater am 19.01.2013 den „Tag der emotionalen Stärke“.

„Mit diesem Tag der emotionalen Stärke wollen wir den Deutschen bewusst machen, dass wir immer mehr zum Volk der Problemdenker werden.“, so Sandra Neumayr Vizepräsidentin des Verbandes und Verfasserin des Beratungskonzeptes „Krisenintervention durch lösungsfokussierte Beratung“.

„Die Philosophie der Deutschen ist: Jammern, Probleme wälzen, Leiden, sich Beschweren und am Ende Schwarz sehen! Seit Jahren leiden alle immer unter denselben Problemen, und merken, dass sie eigentlich allein nicht weiter kommen. Doch damit sollte jetzt Schluss sein.“ Sandra Neumayr zeigt durch ihre langjährige Beratungserfahrung zusammen mit dem Verband einen greifbaren Ausweg aus der Spirale.

Einzigartig ist dabei der Lösungsansatz in der psychologischen Beratung.

Bislang hat Max Mustermann bei einer Reifenpanne so reagiert: aussteigen, Schaden feststellen, Schadensursache suchen (Der Nagel? Wie kam er dort hin? Wenn die Vorderfrau besser gefahren wäre -und die Sonne geschienen hätte-wäre es nicht passiert!) Nagel suchen. Reifenpreise vergleichen. Über Preise jammern. Den zu geringen Verdienst beklagen. Reifen wechseln. Schlecht gelaunt weiterfahren. Später dann Stress mit den Kollegen und Streit mit der Ehefrau. Schlimm, was ihm wieder passiert ist. Der Tag ist im Eimer. Max ist mal wieder ein Opfer der Umstände, Pechvogel eben. Kein Talent zum glücklichen Leben.

„Aber es geht auch anders“, sagt Sandra Neumayr „Wir recherchieren nicht in der Kindheit, ob Max vielleicht damals negative Erfahrungen mit Spielzeugautos gemacht hat. In unseren psychologischen Beratungsgesprächen werden Max Mustermann Strategien vermittelt, mit deren Hilfe er sich schon beim Erkennen der Reifenpanne lediglich auf die Schadensbehebung konzentriert. So entfällt der Weg in die Problemspirale. Keine Selbstzweifel, kein Stress mit den Kollegen, kein Streit mit der Partnerin, der Ärger bleibt aus. Max Mustermann hat einen stressfreien Tag und erholsamen Abend.“

Mit dem Tag der emotionalen Stärke sollen die Deutschen wachgerüttelt werden.

Anstatt dauerhaft in der Problemspirale zu verharren, sollen die Deutschen motiviert werden, professionelle Beratung in Problem- und Entscheidungssituationen in Anspruch zu nehmen. Belastende, schwer zu bewältigende Situationen können so erleichtert, verändert und gelöst werden.

„Unser“ Max Mustermann ist somit kein Depressionsgefährdeter oder Burnout Kandidat. Unsere Beratung ist evaluier bar.

Sie erkennen sich in Max Mustermann wieder? Dann nutzen Sie unser kostenlos und unverbindliches Angebot: Testen Sie in den nächsten 4 Wochen gratis eine Stunde psychologische Beratung und finden Sie den Weg aus Ihrer eigenen Problemspirale.

Anmeldungen für Beratungsstunden können Sie sich diskret, kostenlos und unverbindlich auf www.verband-psychologischer-berater.de