Archiv für den Monat: April 2013

Die Massage- eine wirkungsvolle Form der Therapie

Die verschiedenen Arten der Massage

Die Massage ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Sie beruht auf dem natürlichen Instinkt des Menschen, bei Schmerzen die betroffene Stelle seines Körpers zu drücken oder reiben, bis eine Linderung eintritt. Gezielt wurden Massagen ursprünglich in Ostafrika und Asien zur Heilung eingesetzt. Über Hippokrates, einen griechischen Arzt, gelangte die Massage letztendlich auch nach Europa. Heutzutage werden Massagen sowohl zur Linderung von Beschwerden, als auch zu deren Vorbeugung angewendet.
Die vielen verschiedenen Formen der Massage gehen auf zwei verschiedene Arten vor, um zu ihrem Ziel der Heilung und Linderung von Leiden des Patienten zu gelangen. Bei der klassischen Methode, die auch in der Medizin allgemeine Anerkennung findet, werden Haut und Muskulatur an der Stelle behandelt, die massiert wird. Man spricht von einer direkten Wirkung. Die zweite Methode ist umstrittener. Bei ihr wird nicht die direkte Stelle behandelt, die von Schmerzen betroffen ist. Stattdessen werden die Reflexbögen im Körper dazu benutzt, auch Organleiden zu behandeln. Hier wird von einer reflektorischen Wirkung gesprochen.

Massagen für das eigene Zuhause

Stress oder Anspannung müssen nicht immer krankhaft sein. Dennoch sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen und gezielt für Situationen sorgen, in denen der Körper entspannen kann. Solche Beschwerden, für die Massagen nicht ärztlich verschrieben werden, können dennoch durch Massieren gelindert werden. Es besteht die Möglichkeit, sich einen Massagesessel zu kaufen. Mittlerweile gibt es Produkte, die viele unterschiedliche hochwertige Massagen durchführen können, die nachweislich positiv auf den Patienten wirken. Da jeder Körper unterschiedliche Ansprüche an einen solchen Sessel stellt, sollte man vor dem Kauf persönlich testen, wie sich die Massage anfühlt. Im Internet findet man Informationen zum Massagesessel Test unter massagesessel-sanazen.de. Auch ist eine individuelle Beratung von Vorteil. Der Sessel sollte gezielt an die persönlichen Bedürfnisse des Besitzers angepasst sein, um seine Beschwerden lindern zu können.

Die Auswirkungen einer Massage

Eine Massage kann viele unterschiedliche positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Je nach Beschwerde kann eine Massage gezielt eine der folgenden Wirkungen hervorrufen:
• Durchblutungssteigerung
• Stimulation des Stoffwechsels
• Lösung von Verspannungen der Muskulatur
• Senkung des Blutdrucks
• Verbesserte Wundheilung
• Schmerzlinderung
• Psychische Entspannung
• Stressreduktion
• Beeinflussung des vegetativen Nervensystems
Diese positive Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur des menschlichen Körpers kommt durch bestimmten Einsatz von Dehnungs-, Zug- und Druckreizen zustande. Im Laufe mehrerer Massagesitzungen wird das Allgemeinbefinden des Patienten in der Regel deutlich verbessert.

Neuer Ratgeber zu Individuellen Gesundheitsleistungen

Der Markt für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) boomt. Auch im Jahr 2012 ist das Marktvolumen weiter gewachsen. Egal ob Früherkennung, alternative Heilverfahren, medizinisch-kosmetische Leistungen, sport- oder reisemedizinische Untersuchungen – Verbraucherinnen und Verbraucher werden mit einer Vielzahl von ärztlichen Zusatzleistungen konfrontiert. Doch was sind überhaupt IGeL? Wann sind diese Selbstzahlerleistungen sinnvoll? Wo und wie informiere ich mich richtig? Antworten auf diese und andere Fragen bietet die neue kostenfreie Informationsbroschüre des Bundesverbraucherministeriums „Individuelle Gesundheitsleistungen – Ein Ratgeber für Verbraucher“, die jetzt erschienen ist.

Übersichtlich und kompakt vermittelt der Ratgeber die wichtigsten Tipps zu Individuellen Gesundheitsleistungen. Die Broschüre informiert über die grundlegenden Rechte der Patienten und gibt nützliche Hinweise zur Kommunikation mit dem Arzt in der Sprechstunde. Besonders praktisch ist eine heraustrennbare Checkliste als Stütze für die Entscheidungsfindung. Sie rät auch zum Kostenvergleich. Ein Schwerpunkt ist die Frage der richtigen Information: Welche Informationsquellen gibt es, was zeichnet eine gute Information aus, was muss ich beachten?

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: „Bei IGeL mangelt es vielfach an aussagekräftigen und verständlichen Verbraucherinformationen. Wichtig ist, dass die Patienten vor einer Behandlung das Für und Wider einer Behandlungsmaßnahme abwägen. Der Ratgeber liefert wichtige Tipps, damit Patienten die IGeL-Leistungen individuell besser einschätzen können. Denn bei IGeL muss die Entscheidung der Patient treffen, nicht der behandelnde Arzt.“

An der Transparenz und Aussagekraft der Informationsangebote bei IGeL mangelt es vielfach. Zu diesem Ergebnis kam im November 2012 eine vom Bundesverbraucherministerium veröffentlichte Untersuchung bestehender IGeL-Informationsangebote. Das Fazit der Autoren: Es gibt durchaus geeignete Informationsmöglichkeiten – die Schwierigkeit für Patienten besteht jedoch darin, diese zu identifizieren. Empfehlenswert war aus Sicht der Autoren unter anderem der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), der inzwischen auch als App-Angebot verfügbar ist. Schlecht schnitten vor allem die Informationen in Arztpraxen ab. Grundlage der Analyse des IGES-Instituts war die Entwicklung eines Kriterienkatalogs für seriöse und aussagekräftige Gesundheitsinformationen. Dieser Kriterienkatalog war auch die Richtschnur für die Erstellung der neuen Informationsbroschüre.

Im Juni 2013 wird das BMELV die Diskussion um Individuelle Gesundheitsleistungen und die Frage der Verbraucherinformation im Rahmen einer Fachveranstaltung fortführen. Die eintägige Kongressveranstaltung „Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) – welche Informationen brauchen Patienten?“ findet mit Fachvorträgen und abschließender Podiumsdiskussion am Dienstag, 25. Juni 2013, in Berlin statt. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter http://www.bmelv.de/kongress-igel

Die Broschüre steht online zum Download im Internet bereit unter der Adresse http://www.igel-broschuere.de
und kann kostenfrei postalisch bezogen werden über:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09 | 18132 Rostock

Betriebskrankenkasse Mobil Oil beendet Kooperation mit pro us GmbH

Regelmäßig führt die BKK Mobil Oil Qualitätsprüfungen der eigenen Mitarbeiter und externen Dienstleister durch. Dabei wurden im März dieses Jahres Hinweise auf Unstimmigkeiten im Geschäftsverhalten einzelner Mitarbeiter der Firma pro us GmbH erkennbar. Das als Vermittler für Krankenkassen geprüfte und zugelassene Vertriebsunternehmen hatte die Krankenkasse in einigen Städten als externer Vertriebspartner unterstützt.

Nachdem sich die Vorwürfe wie nicht ausreichende Ankündigung der Vermittler oder eine missverständliche Kommunikation zum Bonusprogramm erhärteten, wurden die betreffenden Mitarbeiter des Teams zunächst durch die pro us GmbH unmittelbar von ihrer Arbeit für die Betriebskrankenkasse Mobil entbunden.

Zugleich wurde der mehrstufige Prozess zur Qualitätssicherung ausgebaut, bei dem im Rahmen von „Quality Calls“ durch die pro us GmbH und anschließenden „After-Calls“ durch die Betriebskrankenkasse Mobil Oil gezielt die Zufriedenheit mit dem Vermittler und der Beratungsqualität abgefragt werden. Dabei hat der Neukunde auch die Möglichkeit, den Beitritt telefonisch umgehend zu widerrufen, wenn er sich zwischenzeitlich entschieden hat, doch bei seiner bisherigen Krankenkasse bleiben zu wollen.

Nach einer internen Bewertung der Kooperation hat sich die Betriebskrankenkasse Mobil Oil dazu entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden. Der hohe interne personelle Aufwand und die nicht ausreichend zu gewährleistende Beratungsqualität hat das Unternehmen dazu veranlasst, die pro us GmbH in der vergangenen Woche über das Ende der Kooperation zu informieren.

Antje Eckert, Sprecherin BKK Mobil Oil: „Wir gehen davon aus, dass die meisten Berater der pro us wettbewerbskonform gehandelt und korrekt beraten haben. Unser hoher Qualitätsanspruch an die Service- und Beratungsqualität aller Mitarbeiter und Kooperationspartner und die Tatsache, dass wir diese hier nicht sicher gewährleisten können, hat uns diese Konsequenz ziehen lassen. Wir bitten jedes Mitglied, uns bei eventuellen Unannehmlichkeiten jeder Art direkt zu kontaktieren.“

Schwarz-Weiß Denken der Krankenkassen

Die Ausführungen des Verbands der Ersatzkassen e.V. (VdEK) auf seinem Zukunftsforum machen deutlich, dass ein Schwarz-Weiß Denken der Krankenkassen bei der Frage nach Innovationen im Arzneimittelbereich gefährlich ist. Die Kassenlogik, spare wo es geht, ohne Rücksicht auf Forschung, Entwicklung, Produktion in Europa, verlässliche Lieferketten, Standorte und Arbeitsplätze kann nicht gleichzeitig mit der Erwartung und Forderungen nach immer mehr Forschungsleistungen der pharmazeutischen Industrie verbunden werden. Insbesondere die angesprochene Antibiotikaforschung macht dies sehr deutlich. „Antibiotika sind im Erstattungsniveau so weit im Keller, dass die Wirkstoffe weit überwiegend aus Asien, v.a. China, importiert werden müssen. Die derzeitige Logik, das Erstattungsniveau an einer möglichst preiswerten Vergleichstherapie auszurichten, macht eine Refinanzierung der Forschungs- und Entwicklungsaufwände gerade bei Antibiotika besonders schwierig. Dieses Beispiel zeigt: Die Kassen können nicht einerseits Forschung und Entwicklung die wirtschaftliche Grundlage entziehen und dann andererseits der pharmazeutischen Industrie mangelnde Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen vorwerfen. Die Rabattmentalität der Kassen verliert die Versorgung aus dem Blick.“ erklärte Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI.

Behauptungen des VdEK, dass im Arzneimittelbereich in den vergangenen zehn Jahren weniger als die Hälfte der neu auf den Markt gekommenen Arzneimittel-Wirkstoffe als innovativ eingestuft worden seien, sind offensichtlich falsch. Alleine die Ergebnisse in der frühen Nutzenbewertung machen deutlich, dass in mehr als 60 Prozent der Einzelbewertungen ein Zusatznutzen zuerkannt wurde; Und das von einem Krankenkassen dominierten Gremium. Wer sich zum Beispiel die Entwicklung der Therapie in Bereichen wie HIV/AIDS anschaut und den pharmazeutischen Fortschritt hier verneint, zeigt ein Handeln nach dem Motto „Was nicht sein kann, das nicht sein darf“. Auch die Kritik hinsichtlich der personalisierten Medizin geht ins Leere. „Gerade die sog. „personalisierte Medizin“ ermöglicht eine bessere Anpassung der Therapie an den individuellen Patienten und dessen Interessen, sie schafft so patientenindividuellen Nutzen. Und sie kann Fehlbehandlungen vermeiden. Das spart auch Kosten für die Krankenkassen. Wer diese einfachen Lösungen des VdEK hört, muss den Eindruck bekommen, dass die Krankenkassen Herausforderungen und Chancen der pharmazeutischen Forschung nicht verstehen. Wir sind gerne zum Dialog mit den Krankenkassen bereit. Denn die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung an bewährten und neuen Wirkstoffen tut dringend not – nicht nur bei Antibiotika“, so Gerbsch.

Babys und Kleinkinder von Allergien befreien

Allergien sind eine Volkskrankheit. Das Erschreckendste: Jedes dritte Kleinkind ist betroffen und auch Säuglinge erkranken schon. Bei der CAM, einer europäischen Fachmesse für komplementäre und alternative Medizin, die am 27. April in Düsseldorf stattfindet, wird mit dem Medikament urexent® erstmalig ein Therapeutikum speziell für Babys, Kleinkinder und Teenager vorgestellt.

Das Gute vorweg: urexent® ist keine „Chemie-Bombe“: Das Ausgangsmaterial dieses Medikaments wird aus dem Urin des Kindes gewonnen. Bei dem Herstellungsverfahren werden körpereigene biochemische und immunologische Vorgänge nachvollzogen.

So wirkt das neue Medikament: „urexent® löst Reize aus, die das Immunsystem so umstimmen, dass seine ursprüngliche Funktion wieder aufgenommen und Abwehrzellen gebildet werden“, erläutert Dr. Horst Kief, der das Therapeutikum entwickelt hat, das entscheidende Wirkprinzip. Die hohe antibakterielle Wirkung des für jeden Patienten „maßgeschneiderten“ Medikaments, so der Mediziner, sei geeignet, die Infektanfälligkeit nachhaltig zu vermindern. Dr. Kief, der über jahrzehntelange Erfahrung in Personalisierter Medizin verfügt: „Das Wesentliche ist: Nicht die Symptome werden behandelt, sondern die Ursache der Störung.“

Abwehrkräfte stärken

Der körpereigene Stoff Urin enthält neben dem Harnstoff wichtige immunologische Substanzen, die die Abwehrkräfte des Körpers stärken. So wird das körpereigene Immunsystem wieder reguliert, es nimmt seine ursprüngliche Funktion wieder auf. Der Hersteller verweist darauf, dass urexent® nicht mit der bekannten Eigenurin-Therapie oder mit homöopathischen Mitteln verwechselt werden dürfe.

Das Immunsystem des menschlichen Körpers verfügt über zwei Abwehrmechanismen: die unspezifische Reaktion, die angeboren ist und die spezifische Reaktion, bei der nach dem ersten Kontakt des Körpers mit Krankheitserregern Gedächtniszellen und Antikörper gebildet werden. Bei einem erneuten Kontakt mit dem Erreger ist die Reaktion dann erheblich schneller, da die Gedächtniszellen bereits den Prozess der Abwehr beherrschen.

Bei einer gestörten Immunkompetenz funktioniert die zweite Form der Abwehrreaktion nicht, es werden ungenügend Antikörper gebildet. Hier wird es notwendig, das Immunsystem zu unterstützen.

urexent® ist in Tropfenform dosierbar, nahezu geschmacksneutral und kann mit etwas Tee oder Saft eingenommen werden – somit ideal für Säuglinge und Kleinkinder. In einzelnen Fällen ist es zu Beginn der Therapie zu Erstverschlimmerung der Symptome gekommen, die jedoch schnell wieder verschwanden. Urexent® ist frei von chemischen Zusatzstoffen. Info: www.urexent.de // Telefon: 0621-669300

Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen

Fast fünf Millionen Menschen in Deutschland klagen über Schlafstörungen. Viele können gar nicht erst einschlafen, andere wachen mitten in der Nacht wieder auf. Das macht nicht nur mürbe, sondern kann sogar ernsthafte gesundheitliche Probleme nach sich ziehen, wie Professor Dr. Egon Stephan von der Schlafambulanz am Psychologischen Institut der Universität Köln erklärt. Denn Schlafstörungen können die Immunabwehr schwächen und bei chronischem Verlauf sogar Bluthochdruck und Herzerkrankungen verursachen. Hält die Übermüdung dauerhaft an, ist ein Arztbesuch empfehlenswert – vor allem, wenn eigene Versuche zur Verbesserung der Schlafsituation bereits gescheitert sind.

Körperliche Aktivität hilft

Häufig sind Ärger und Stress die Ursache von Einschlafstörungen. Dann gelingt es den Betroffenen meist nicht, den Kopf vor dem Schlafengehen freizubekommen. Professor Stephan rät in solchen Fällen zu körperlicher Bewegung, um sich „abzureagieren“. Die körperliche Ermüdung hilft nämlich beim Einschlafen und durch die Aktivität werden gleichzeitig auch die Stresshormone abgebaut.

Häufig sind auch Schnarchgeräusche des Partners für Schlafprobleme verantwortlich. „Alkohol, schwere Mahlzeiten oder starkes Rauchen können das Schnarchen verstärken“, erklärt Dr. Lennart Knaack, Arzt und Somnologe aus Köln. Eine Gewichtsabnahme kann dann Besserung bringen. Ebenso sollte man aber auch eine Allergiediagnostik im Zusammenhang mit einer HNO-Untersuchung in Betracht ziehen. Die Konsultation eines Arztes ist ohnehin empfehlenswert, da Schnarchen auch auf ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom hindeuten kann. Dabei handelt es sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung, die vom Arzt diagnostiziert und behandelt werden muss.

Vorsorge ist sinnvoll

Da dauerhafter Stress im Job nicht nur zu Schlafproblemen, sondern schlimmstenfalls auch zu Depressionen führen kann, sollte man rechtzeitig vorsorgen. Wird die psychische Belastung nämlich chronisch, kann man mitunter seinen Beruf nicht mehr ausführen. Deswegen lautet die Empfehlung von Christoph Andersch von den ( https://ergodirekt.de/de.html ) Ergo Direkt Versicherungen: „Solange die gesundheitliche Situation noch gut ist und keine Vorerkrankungen oder Beschwerden bestehen, ist es sinnvoll und unbedingt ratsam, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.“

Deutsche Stiftung Organtransplantation

Mit einer stärker öffentlich-rechtlichen Ausrichtung will die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) das Vertrauen in die Organspende stärken und sich gleichzeitig neuen Aufgaben stellen. In der Vergangenheit war die Stiftung, die seit Juli 2000 für den korrekten Ablauf der Organspende verantwortlich ist, aufgrund von anonymen Vorwürfen gegen ihre innere Struktur in die Diskussion geraten. Die neuen Vorstände, Dr. jur. Rainer Hess und Thomas Biet, haben mit Beginn des Jahres die Aufgabe übernommen, die DSO neu zu strukturieren und Bund und Länder stärker einzubinden.

Eine wesentliche Veränderung betrifft die neue Ausrichtung des Stiftungsrates der DSO. Er setzt sich damit mehrheitlich aus Institutionen zusammen, die entweder öffentlich-rechtlich strukturiert sind oder als privatrechtlich strukturierte Organisationen nach dem Transplantationsgesetz mit der Wahrnehmung öffentlich-rechtlicher Aufgaben beauftragt sind. Dazu gehören die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Transplantationsgesellschaft. Zudem erhalten Bund und Länder mit vier von insgesamt zwölf stimmberechtigten Mitgliedern durch das Bundesministerium für Gesundheit und die Gesundheitsministerkonferenz der Länder maßgeblichen Einfluss auf die Arbeit der DSO. „Die Stiftung als solche bleibt damit – vorbehaltlich der noch erforderlichen Genehmigung der Satzung durch die Stiftungsaufsicht – privatrechtlich, gewährleistet aber die Einbindung der Stiftungsarbeit in öffentlich-rechtliche Rahmenbedingungen und deren Einhaltung“, erklärt der neue Hauptamtliche DSO-Vorstand für Restrukturierung, Dr. Rainer Hess. Die Position von transplantierten Patienten oder Angehörigen von Organspendern wird über zwei zusätzliche Mitglieder aufgenommen, die kein Stimmrecht, aber ein Antragsrecht haben.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Neustrukturierung der DSO ist eine stärkere fachlich-medizinische Ausrichtung des Fachbeirates. Dieser soll die Einhaltung einheitlicher medizinischer Standards in der Durchführung der Organspende in allen Regionen sicherstellen. Hintergrund ist eine einheitliche Umsetzung der Richtlinien der Bundesärztekammer und die nach dem Transplantationsgesetz neue Aufgabe der DSO, entsprechende Verfahrensanweisungen zur Umsetzung der Organspende in den Krankenhäusern zu erarbeiten. Ein regionaler Fachbeirat kann auf Wunsch der zuständigen obersten Landesbehörde berufen werden, um die Kooperationen auf regionaler Ebene zu fördern.

Der Stiftungsratsvorsitzende, Professor Dr. Wolf Otto Bechstein, sieht die DSO damit für ihre bestehenden und zukünftigen Aufgaben als Koordinierungsstelle gut aufgestellt. Der in 2012 vom Stiftungsrat verabschiedete Masterplan zur Weiterentwicklung der DSO sei inzwischen im Wesentlichen umgesetzt. „Dies zeigt, dass sich die DSO konsequent ihrer Verantwortung und ihren Herausforderungen stellt. Damit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, um das Vertrauen in das sensible wie wichtige Thema Organspende zu stärken.“

Gemeinsam für Organspende und Transplantation

Alle Partner im System tragen laut Kaufmännischem DSO-Vorstand Thomas Biet eine gemeinsame Verantwortung für die 12.000 Patienten auf der Warteliste. „Leider haben sich die Manipulationen in der Organverteilung auch negativ auf die Akzeptanz der Organspende in der Bevölkerung ausgewirkt. Diesen Vorurteilen können wir nur gemeinsam mit Transparenz und Aufklärung entgegenwirken“, erklärt Biet. Auch wenn nach dem Transplantationsgesetz die Aufgabenbereiche der Organspende, Verteilung und Organübertragung organisatorisch strikt getrennt sind, sieht die DSO deshalb die Notwendigkeit, gemeinsam zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, die jede Art von Missbrauch zukünftig weitgehend ausschließen. Dazu gehört der Aufbau einer einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung auf der Grundlage pseudonymisierter Patientendaten. „Über diese qualitative Beurteilung des Behandlungsverlaufs und der Behandlungsergebnisse ließe sich die Prozess- und Ergebnisqualität sichern und zukünftig weiter verbessern“, erläutert DSO-Vorstand Hess. Gerade in Anbetracht des eklatanten Organmangels sei dies ein wichtiger Schritt im Interesse aller Patienten auf der Warteliste. Die Einführung eines Transplantationsregisters sei jedoch durch die, in Deutschland strikte Trennung der Verantwortungsbereiche, erschwert, so Hess. Es bestehe Konsens darüber, dass ein solches Register notwendig sei, um die Prozess- und Ergebnisqualität durchgeführter Transplantationen einschließlich der Nachbehandlung und damit der Überlebenschance beurteilen zu können. „An der Zuständigkeitsfrage sind schon viele medizinisch sinnvolle Aktivitäten gescheitert, weil es häufig nicht um die Sache geht, sondern um das Erstzugriffsrecht auf die Daten“, kritisiert der Jurist. Der DSO-Vorstand empfiehlt deshalb ein solches Register als Gemeinschaftsaufgabe der beteiligten Organisationen einzurichten. Eurotransplant und die DSO seien gemeinsam bereit, beim Aufbau eines solchen Transplantationsregisters für Deutschland mitzuwirken.

Vergütungsgerechtigkeit für Apotheken

Die Apotheken in Deutschland brauchen Vergütungsgerechtigkeit für ihre Leistungen rund um die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. Das fordert Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), in seinem Lagebericht zum Auftakt des 50. DAV-Wirtschaftsforums in Potsdam. „Der Deutsche Apothekerverband wird weiterhin für eine leistungsgerechte Honorierung der Apothekerschaft eintreten“, kündigte Becker an. Den zu Jahresbeginn auf 8,35 Euro erhöhten Festzuschlag pro verschreibungspflichtiger Arzneimittelpackung bezeichnete er als „eine leichte Entlastung -insbesondere nach den fast unzumutbaren Belastungen aus dem AMNOG“.

„Die angewandte Rechenmethodik ist leistungsfeindlich“, sagte Becker mit Blick auf das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft: „Die Rechenmechanik führt dazu, dass unsere Branche auf dem Einkommensniveau des Jahres 2004 gedeckelt wird – ohne Inflationsausgleich.“ Becker weiter: „Wenn es uns gelingt, dafür Sorge zu tragen, dass es zukünftig regelmäßig zu einer Anpassung der Apothekenentgeltung kommt und auf eine Deckelung des Apothekenertrags verzichtet wird, dann könnte man durchaus über eine Festschreibung des Apothekenabschlages nachdenken.“

Mit Bezug auf die Verhandlungen über den Zwangsabschlag 2013 kritisierte Becker die Verweigerungshaltung der Krankenkassen: „Es war richtig, in Anbetracht dieser Haltung der Gegenseite schnell die Schiedsstelle anzurufen. Selbstverständlich halten wir uns an das Gesetz und gewähren den Krankenkassen seit Januar dieses Jahres erst einmal einen Abschlag in Höhe von 1,75 Euro.“ Becker weiter: „Die Schiedsstellenverhandlungen sind in vollem Gange, aber es ist noch viel zu früh, über ein Ergebnis zu spekulieren.“

„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass sich der Gesetzgeber dazu entschlossen hat, die finanzielle Belastung insbesondere von Landapotheken durch häufige Notdienste zu mildern“, sagte Becker zum Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG). „Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes ist nicht vor Mitte des Jahres zu rechnen. Wir aber arbeiten bereits mit Hochdruck daran, dieses Gesetzesvorhaben umsetzbar zu machen.“ Becker: „Es gibt keinen Zweifel, dass die Notdienstpauschale nicht die tatsächlich entstehenden Kosten deckt. Notdienst bleibt für die Apothekerschaft eine Gemeinwohlverpflichtung, kein Geschäftsmodell.“

Deutsche Herzstiftung startet bundesweite Aufklärungskampagne für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH)

Dringend gesucht: Erwachsene mit angeborenem Herzfehler nach Abbruch ihrer lebenswichtigen Therapie.

Schätzungsweise 180 000 bis 280 000 Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) leben in Deutschland. Diese Patientengruppe wächst jährlich stetig um ca. 6 000. Zwar kann die große Mehrheit der angeborenen Herzfehler heute operativ – einfachere Fehlbildungen des Herzens zum Teil ohne Operation, d. h. per Kathetereingriff – so gut behandelt werden, dass die meisten ein fast normales Leben führen. Trotzdem ist für EMAH-Patienten eine kontinuierliche fachärztliche Weiterbehandlung im Erwachsenenalter lebenswichtig, weil sie sonst schwerwiegende Spätkomplikationen wie Herzschwäche, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod riskieren.

„Wir beobachten mit großer Sorge, dass viele Jugendliche mit angeborenem Herzfehler bei Erreichen der Volljährigkeit aus der regelmäßigen kardiologischen Behandlung herausfallen, weil die bisherige Versorgung durch Kinderkardiologen mit dem 18. Geburtstag aus rechtlichen Gründen endet. Eine wachsende Zahl schafft den Übergang, die sog. ,Transition‘, in die Versorgung durch zertifizierte EMAH-Spezialisten, die aus der Kinder- oder der Erwachsenenkardiologie kommen, nicht“, sagt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Aber auch später brechen viele EMAHs ihre Weiterbehandlung einfach ab.“ Den meisten sei unklar, dass Spätkomplikationen auch erst viele Jahre nach einer erfolgreichen Operation ihres Herzfehlers eintreten können.

Kostenfreie Informationen, die Betroffenen helfen
Um diese „verloren gegangenen“ EMAH-Patienten möglichst schnell und direkt zu erreichen, hat die Deutsche Herzstiftung eine bundesweite Aufklärungskampagne unter dem Motto „Angeborener Herzfehler. 18 geworden. Und jetzt?“ gestartet, die gemeinsam mit den ärztlichen Fachgesellschaften der Kinderkardiologie (DGPK), Kardiologie (DGK) und Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) im Beisein des EMAH-Patienten und „Spiegel“-Redakteurs Joachim Mohr in Berlin vorgestellt wurde. Das kostenfreie Informationsangebot ist zu erreichen unter www.herzstiftung.de/herzfehler und besteht aus einem Postkarten-Set mit acht unterschiedlichen Motiven und der Broschüre 18 und wohin jetzt?“ der Deutschen Herzstiftung e. V. und Herzkind e. V.. Es umfasst medizinische Informationen und wichtige Adressen der überregionalen EMAH-Zentren,
-Ambulanzen und -Arztpraxen mit EMAH-Sprechstunde bundesweit, an die sich Patienten wenden können und informiert allgemein über die optimale Versorgung angeborener Herzfehler bei Erwachsenen.
„Wir müssen diese aus der fachärztlichen Betreuung verloren gegangenen Patienten dringend für die regelmäßige Nachsorge zurückgewinnen. Zugleich appellieren wir an Kinderkardiologen, ihre Patienten bereits in der späten Pubertät, noch bevor sie 18 werden, für die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Verlaufsbeobachtung durch einen EMAH-Spezialisten zu sensibilisieren – das Infopaket kann hierbei helfen“, betont Prof. Meinertz.

EMAHs in den Wartezimmern der Hausärzte erreichen
Das Angebot der Herzstiftung richtet sich direkt an EMAH-Patienten, eignet sich aber ebenso für Ärzte nicht-kardiologischer Fachrichtungen wie Hausärzte, Internisten und Allgemeinmediziner, die beim Arztbesuch eines EMAH-Patienten auf diesem Weg auf den angeborenen Herzfehler aufmerksam machen können. „Hausärzten kommt bei der Ansprache der verlorenen EMAHs eine Schlüsselfunktion zu. Oftmals erfahren die Ärzte nicht vom Patienten selbst von seiner Vorerkrankung, sondern erst im Verlauf von Gesundheitsuntersuchungen und können ihn dann in eine weiterbehandelnde kardiologische Praxis oder Ambulanz, die EMAH-zertifiziert ist, weiterverweisen und so die Behandlungskontinuität sichern“, bemerkt der Herzstiftungs-Vorsitzende. Aus diesem Grund unterstützt der Deutsche Hausärzteverband die Deutsche Herzstiftung bei der Verbreitung der EMAH-Postkarten und -Broschüre in Hausarztpraxen deutschlandweit.

Warum EMAHs ihre Therapie abbrechen: „Phase des Umbruchs“ und bürokratische Hürden
Die ärztlichen Fachgesellschaften DGPK, DGK und DGTHG haben die Versorgungsnotwendigkeiten der EMAH-Patienten seit langem erkannt und die interdisziplinäre „EMAH-Task-Force“ gegründet, um gemeinsam eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur aufzubauen. So wurden in den vergangenen Jahren bundesweit über 180 Kinder- und Jugendkardiologen und über 70 Kardiologen in Ambulanzen und Praxen EMAH-zertifiziert.
Warum EMAH-Patienten gerade in der „Transitionsphase“ ein nahtloser Übergang in die EMAH-Versorgung misslingt und sie infolgedessen ihre Weiterbehandlung abbrechen, führen Experten auf mehrere Ursachen zurück. „Zweifelsohne erschweren veränderte Lebensumstände in dieser Umbruchsphase durch Umzug, Ausbildung etc. den Übertritt in die erwachsenenkardiologische Versorgung, auch weil nach Verlassen des Elternhauses plötzlich die Kontrollfunktion der Eltern für die ärztliche Versorgung der jungen Patienten entfällt und sie nun erstmals Eigenverantwortung übernehmen müssen“, weiß der Kardiologe Prof. Meinertz. Auch dürfte das Lebensgefühl von Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren dazu beitragen, dass Patienten dieser Altersgruppe, wenn sie nach erfolgreicher Behandlung im Kindesalter beschwerdefrei sind, ihren Herzfehler als unangenehmes Handicap in Partnerschaft und Beruf verdrängen.
Zum anderen sind bürokratische Hürden für den Therapieabbruch verantwortlich: Eine bundeseinheitliche Regelung für die Abrechenbarkeit der EMAH-Versorgung in kinderkardiologischen Praxen und Ambulanzen besteht leider noch nicht, sie ist bisher nur über die Verhandlung von Sondergenehmigungen und Ausnahmeregelungen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen auf Landesebene möglich. „Folglich darf im Regelfall ein Kinderarzt die Behandlung seines mittlerweile erwachsen gewordenen Patienten nicht abrechnen – selbst, wenn er dafür qualifiziert ist und ein EMAH-Zertifikat vorweisen kann“, gibt Prof. Meinertz zu bedenken. Zudem haben von den Erwachsenenkardiologen nur 73 das EMAH-Zertifikat, aber nicht alle von ihnen nehmen EMAHs an. „Das erschwert den Patienten die Suche nach einem geeigneten Spezialisten und wirkt entmutigend auf ihre Bemühungen um eine langfristige Weiterbehandlung.“

Automatische Erinnerung („Recall“-Verfahren) als mögliche Option
In Kliniken und Praxen verschiedener medizinischer Fachbereiche haben sich Erinnerungssysteme wie das „Recall“-Verfahren bewährt: Patienten werden automatisch per Brief an wichtige Kontrolluntersuchungen erinnert. Ein solches Verfahren eignet sich besonders bei jungen EMAH-Patienten, die ihre kinderkardiologische Betreuung gerade verlassen haben, zur Festigung ihrer Weiterbehandlung beim neuen EMAH-Spezialisten. „Sofern sie es nicht bereits längst etabliert haben, empfehlen wir besonders den EMAH-Ambulanzen und -Praxen dieses ,Recall‘-Verfahren“, meint Prof. Meinertz.

Das kostenfreie Informationsangebot für EMAH-Patienten, bestehend aus einem Postkarten-Set mit acht unterschiedlichen Motiven und der Broschüre 18 und wohin jetzt?“ der Deutschen Herzstiftung und Herzkind e. V., ist zu erreichen unter www.herzstiftung.de/herzfehler oder kann angefordert werden unter info@herzstiftung.de.

Länger fit für die Arbeit

Um mit den ständigen Veränderungen der Arbeitswelt Schritt zu halten, ist lebenslanges Lernen unverzichtbar. Zugleich führt der demografische Wandel dazu, dass das Renteneintrittsalter seit Jahren ansteigt. „Um Mitarbeiter langfristig für die Anforderungen des modernen Berufslebens fit zu halten, ist gesundes Führen ein wichtiges Instrument. Es kann dazu beitragen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren“, erläutert Diplom-Psychologin Iris Dohmen, Fachgebietsleiterin für Arbeits-, Betriebs- und Organisations-Psychologie bei TÜV Rheinland. Eine typische Belastung sind Zeit- und Termindruck. Hier rät die Expertin dazu, als Team die Ursachen zu hinterfragen und Spielregeln zu vereinbaren.

Neben dem klassischen Mitarbeitergespräch sieht die Experten das Gesundheitsgespräch als wichtiges Instrument des gesunden Führens. „Die Anlässe für ein solches Gespräch sind vielfältig: Lange Arbeitszeiten gehören ebenso dazu wie Verhaltens- und Leistungsauffälligkeiten oder Anzeichen von Erschöpfung. Sinnvoll ist es aber auch, wenn ein Mitarbeiter beispielsweise nach einem Herzinfarkt in den Beruf zurückkehrt und alte, schädliche Verhaltensweisen wieder aufnimmt“, erklärt Iris Dohmen. Sie empfiehlt, dass die Führungskraft ihre Beobachtungen wertungsfrei schildert und zum Ausdruck bringt, dass sie sich um die Gesundheit des Mitarbeiters Gedanken macht. Ziel des Gesprächs sollte sein, gemeinsam Verbesserungen anzustreben. Dazu gelte es auch zu hinterfragen, welchen Beitrag der Arbeitgeber und der Betroffene selbst leisten können. Da gesundes Führen viele Bereiche betrifft, betten Unternehmen diese Aufgaben heute oft in das betriebliche Gesundheitsmanagement ein. „Nicht nur Führungskräfte stehen in der Pflicht: Vielmehr ist jeder Einzelne gefordert, seine Arbeitsweise und seine Einstellung zu hinterfragen. Mit unerreichbaren Ansprüchen an die eigene Leistungsfähigkeit setzten sich viele Arbeitnehmer oftmals selbst unter Druck. Klare Regeln, beispielsweise zur Erreichbarkeit per E-Mail und Telefon, schaffen hier Entlastung und Freiraum für eine ausgewogene Work-Life-Balance“, sagt die Expertin von TÜV Rheinland.