Archiv für den Monat: Mai 2013

Dank Mailingaktion jeder Dritte mit Organspendeausweis

Zum Tag der Organspende am 1. Juni 2013 veröffentlicht die Techniker Krankenkasse (TK) ihre Versicherteninformation zur Organspende auch in englischer Sprache. Die Sonderausgabe ihres Mitgliedermagazins hat die TK bereits im vergangenen November an ihre über sieben Millionen Versicherten ab 16 Jahren verschickt. Damit setzte die TK als erste große Krankenkasse das neue Transplantationsgesetz um, das alle Krankenversicherungen verpflichtet, ihren Kunden neutrale Informationen und einen Organspendeausweis zuzusenden. Die Aktion zeigt bereits Erfolg: Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK hat bundesweit jeder fünfte Erwachsene (21 Prozent) einen Organspendeausweis, bei den Versicherten der TK liegt der Anteil zehn Prozentpunkte höher, fast jeder Dritte hat hier einen Ausweis ausgefüllt(31 Prozent).

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: „2012 war kein leichtes Jahr für die Transplantationsmedizin in Deutschland. Mit dem neuen Gesetz sollte erstmals die gesamte Bevölkerung motiviert werden, sich mit dem Thema Organspende zu befassen. Stattdessen haben einige wenige Mediziner dafür gesorgt, dass viele Menschen das Vertrauen in die Transplantationsmedizin verloren haben.“ In der TK-Umfrage gaben 35 Prozent der Befragten an, ihre Organspendebereitschaft sei durch die Transplantationsskandale gesunken. Fast neun von zehn Menschen (88 Prozent) sind der Meinung, dass die Abläufe transparenter werden müssten.

„Es ist wichtig, das Vertrauen in die Organspende zurückzugewinnen“, so Baas. „Dazu gehört, Strukturen und Kontrollmechanismen zu überprüfen und zu verbessern. Hier ist bereits einiges passiert. Zum anderen müssen wir den Menschen weiterhin umfangreiche Informationen zur Verfügung stellen.“ Mit Informationskampagnen wie www.vonmenschzumensch.org, die in filmischen Porträts die Geschichten von Menschen erzählen, deren Leben auf unterschiedliche Weise von Organspende geprägt ist, möchte die TK zudem auch auf die Situation der knapp 11.000 Menschen aufmerksam machen, die auf ein Spenderorgan warten.

Die Sonderausgabe Organspende gibt es auf der Internetseite der TK auf www.tk.de unter dem Webcode 485604; die englische Version des Magazins unter dem Webcode 513762. Die Kurzfilme zur Organspende gibt es auf der Internetseite www.vonmenschzumensch.org.

Hilfreiche Tipps bei Schlafstörungen

Der natürliche Alterungsprozess macht vor niemandem Halt. So verringert sich im Lauf der Zeit die Muskelmasse, Gelenke verschleißen, Sehkraft und Beweglichkeit lassen nach und die Haare werden zunehmend grau. Auch das Schlafverhalten der meisten Menschen wandelt sich mit dem Alter. Während Säuglinge bis zu 16 Stunden schlummern, benötigen Erwachsene nur noch etwa sieben bis acht Stunden Schlaf. Für Personen ab 60 Jahren reichen nach Ansicht von Schlafmedizinern sechs Stunden aus, da diese meist tagsüber ein Nickerchen halten. Viele Rentner werden jedoch von Einschlafschwierigkeiten, Schlafunterbrechungen und frühzeitigem Erwachen geplagt. Ihr Schlaf ist leicht und störanfällig, die Belastungsfähigkeit und Lebensqualität wird durch Tagesmüdigkeit deutlich verringert.

Wie man sich bettet, so liegt man

Oft sind auch chronische Schmerzen verantwortlich für den Schlafmangel. Um die wenigen Stunden Schlaf möglichst erholsam und angenehm zu gestalten, kann zum Beispiel die Anschaffung einer Spezialmatratze des Anbieters Thomashilfen hilfreich sein. Mehr Informationen hierzu gibt es unter www.thevo.info im Internet. Die „ThevoRelief“-Matratze etwa wurde eigens für Schmerzpatienten entwickelt und bietet eine optimale Druckentlastung, die den Liegeschmerz reduziert. Anstelle eines Lattenrostes verfügt sie über eine spezielle Flügelfederung. Diese nimmt minimale Bewegungen des Liegenden auf und gibt sie wieder sanft zurück. Diese Mikrostimulation löst beim Schläfer ein Geborgenheitsgefühl aus und verhilft zu besserem Schlaf. Kostenlose Testmodelle können unter der Telefonnummer 04761-88677 angefordert werden.

Beruhigende Wirkstoffe fördern den Schlaf

Um die Erfolgsquote für das Einschlafen zu erhöhen, kann einiges getan werden. Zunächst empfiehlt sich ein warmes Wannenbad mit beruhigenden Essenzen. Auch Tees mit Baldrian, Hopfen oder Melisse können die nötige Bettschwere fördern. Ein kleiner Abendspaziergang an der frischen Luft kann ebenso helfen, zur Ruhe zu kommen, wie ein Glas heiße Milch mit Honig.

Tabakwerbung konsequent verbieten

Tabakwerbung verführt zum Rauchen – insbesondere Kinder und Jugendliche. Sie gefährdet Gesundheit und Leben von Rauchern und Nichtrauchern. Denn Rauchen und Passivrauchen verursachen Krebs. Dennoch gibt es in Deutschland bislang kein generelles Verbot, das Menschen vor den gefährlichen Botschaften der Tabakindustrie schützt. Gemeinsam mit dem AKTIONS-BÜNDNIS NICHTRAUCHEN E.V. appelliert die Deutsche Krebshilfe anlässlich des Welt-Nichtrauchertages an den Gesetzgeber, endlich ein umfassendes Tabakwerbeverbot einzuführen.

Wenn es um das Verbot von Tabakwerbung geht, ist Deutschland im Vergleich zum Rest von Europa ein Außenseiter. Erlaubt sind zum Beispiel immer noch Außen- und Kinowerbung, Werbung am Verkaufsort und verkaufsfördernde Maßnahmen im Lebensumfeld der Zielgruppen wie Gratisproben in Diskotheken und Cafés. Aber auch Zigarettenverpackungen – bunt und variationsreich, sogar in Kleinverpackungen, die Parfum- oder Lippenstift-Packungen ähneln – werden immer mehr zu einem Marketinginstrument. Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg: „Der einzige Zweck von Tabakwerbung besteht in der Förderung des Absatzes und der Akzeptanz des Rauchens. Tabakwerbung soll junge Menschen anregen, mit dem Rauchen zu beginnen und aktuelle Raucher davon abhalten, das Rauchen zu beenden.“

Obwohl Rauchen verheerende Folgen für die Gesundheit hat, konnte sich die Politik bislang nicht dazu entschließen, ein umfassendes Tabakwerbeverbot einzuführen. „Rauchen und Passivrauchen führen zu schweren chronischen Erkrankungen der Atemwege, der Lunge und nicht zuletzt zu Krebs mit Todesfolge“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, während einer Pressekonferenz am 29. Mai in Berlin.

Nicht nur aus medizinischer Sicht, ergänzt Professor Dr. Christian Pestalozza, sei ein Verbot der Tabakwerbung zwingend geboten. Für den Staatsrechtler von der Freien Universität Berlin ist der Schutz der Gesundheit und des Lebens von
Rauchern und Nichtrauchern vor den Gefahren des Tabaks vor allem eine verfassungsrechtliche Verpflichtung: „Kein Gesetzgeber darf sich mit dem Hinweis auf die Begrenztheit seiner Zuständigkeit entziehen. Alle Länder und der Bund tragen hier eine Gesamtverantwortung“.

Ein umfassendes Tabakwerbeverbot kann dazu beitragen, den Tabakkonsum wirksam einzudämmen. Ein solches Verbot wird in Artikel 13 des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakkonsums, die sogenannte Framework Convention on Tobacco Control, gefordert. Auch Deutschland hat sich bereits im Jahr 2003 mit der Unterzeichnung und Ratifizierung dieses internationalen Abkommens zur Einführung eines konsequenten Tabakwerbeverbotes verpflichtet, ist dem bislang aber nicht nachgekommen. Der Tabakindustrie stehen hierzulande deshalb immer noch zu viele Möglichkeiten offen, für ihre Produkte zu werben.

Neben dem WHO-Rahmenübereinkommen bietet auch die von der EU-Kommission vorgelegte Revision der europäischen Tabakproduktrichtlinie eine Chance, vor allem die Tabakverpackungen zu standardisieren und damit deren Attraktivität zu vermindern. Nach dem Kommissionsvorschlag sollen 75 Prozent der Vorder- und Rückseite einer Zigarettenverpackung mit kombinierten text- und bildlichen Warnhinweisen versehen werden – eine vielversprechende Maßnahme in der Tabakprävention.

Am 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag. Das Motto in diesem Jahr lautet „Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung!“. Gemeinsam mit dem AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN E.V. koordiniert die Deutsche Krebshilfe seit über 20 Jahren öffentlichkeitswirksame Initiativen, um über die Gefahren von Tabakkonsum, insbesondere für Kinder und Jugendliche, aufzuklären.

AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN

Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN E.V. ist ein Zusammenschluss von elf bundesweit tätigen Organisationen des Gesundheitswesens in Deutschland. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Maßnahmen zur Tabakkontrolle auf politischer Ebene anzuregen, zu fördern und zu begleiten. Folgende Organisationen bilden das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN: Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, Bundesärztekammer, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Deutsche Herzstiftung, Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe und Deutsche Lungenstiftung.

Gründe fürs Radfahren: Dreiviertel der Deutschen wollen fit bleiben

Etwa zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland (67 Prozent) fahren Fahrrad. Die allermeisten davon tun dies mehrmals die Woche. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag des AOK-Bundesverbandes unter rund 2.000 Bundesbürgern. Erfreulich dabei: 73 Prozent der bekennenden Fahrradfahrer treten in die Pedalen, um fit und gesund zu bleiben. 45 Prozent wollen dadurch Kosten sparen und 40 Prozent radeln der Umwelt zu liebe.

Die Umfrage ergab zudem, dass jeder sechste Erwerbstätige auf dem Fahrrad zur Arbeit kommt. „Dadurch absolvieren viele Arbeitnehmer bereits auf dem Weg zur Firma ihr tägliches Fitnessprogramm. Das ist ganz in unserem Sinne. Und natürlich profitieren auch die Unternehmen davon, denn gesunde und motivierte Arbeitnehmer sind deren Schlüssel zum Erfolg“, sagte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. „Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen dafür entscheiden würden.“ Potenzial scheine ausreichend vorhanden zu sein. Denn so zeigen die Ergebnisse auch, dass fast 17 Prozent der Erwerbstätigen gar kein Fahrrad besitzen.

Berufstätige, die sich bisher nicht für den sportlichen Arbeitsweg motivieren konnten, denen greifen AOK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auch dieses Jahr wieder unter die Arme. Denn heute fällt in Kiel der Startschuss zur 13. Auflage der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Im vergangenen Jahr haben sich rund 174.000 Arbeitnehmer an der bundesweiten Aktion beteiligt. Sie nutzten zwischen Juni und August an mindestens 20 Tagen das Rad, um zur Firma zu kommen und legten dabei insgesamt 24,9 Millionen Kilometer zurück. Dadurch konnten 4,9 Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden. Mehr Infos unter: www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Mehr Zeit für die Liebe

Sex – die schönste „Nebensache“ der Welt. Umso enttäuschender für beide Partner, wenn das Liebesspiel vorschnell vorbei ist, weil der Mann den Höhepunkt und Samenerguss nicht kontrollieren kann. Ejaculatio praecox nennen Mediziner diese Funktionsstörung, die Millionen Paaren hierzulande zu schaffen macht. Internationale Experten geben Hinweise, dass bei den meisten Betroffenen eine erbliche Veranlagung für das rasche „Aus“ verantwortlich ist und raten Betroffenen, Hilfe beim Arzt oder Therapeuten in Anspruch zu nehmen.(1,2)

Wohl jeder Mann hat schon einmal erlebt, dass die Leidenschaft mit ihm durchgegangen ist und der Samenerguss nicht mehr aufzuhalten war. Passiert dies nur dann und wann, empfinden es die Betroffenen im Allgemeinen nicht als Problem. Anders sieht es aus, wenn es sie bei fast jedem Liebesakt von einem auf den anderen Moment überkommt. Etwa jeder fünfte Mann ejakuliert Studien zufolge regelmäßig zu früh – das wissenschaftlich Ejaculatio praecox genannte Leiden ist damit die am weitesten verbreitete sexuelle Störung bei Männern unter 60 Jahren.(1)

Betroffenen bleibt wenig Zeit bis zur Ejakulation

Repräsentative Untersuchungen haben ergeben, dass Männer durchschnittlich nach fünf Minuten Geschlechtsverkehr einen Samenerguss haben.(3) Leiden sie hingegen unter Ejaculatio praecox, bleiben ihnen in der Regel weniger als zwei Minuten – und schlimmstenfalls kommen sie sogar bereits vor dem eigentlichen Akt.(4) Als mindestens ebenso ausschlaggebend gilt das Unvermögen, die Ejakulation hinauszuzögern und das Lusterlebnis zu verlängern. Zu dieser fehlenden Kontrolle kommt der Leidensdruck der Betroffenen.(4)

Beide Partner leiden unter dem unerfüllten Sexleben

Heutzutage stehen der Lustgewinn und die intime Verbundenheit durch den Geschlechtsverkehr im Vordergrund. Entsprechend bedrückend ist es für die Partner, wenn die erhoffte Erfüllung ausbleibt. Während Männer mit Ejaculatio praecox häufig von Scham- und Schuldgefühlen geplagt werden, empfinden Frauen den kurzen Akt eher als Missachtung ihrer Bedürfnisse. Manche Paare meiden fortan sogar Sex, um weiteren Schlappen oder Kränkungen vorzubeugen – ein Teufelskreis setzt sich in Gang, der die Beziehung zusätzlich belastet.(5,6,7)

Fachärzte plädieren für einen offeneren Umgang mit Ejaculatio praecox

Nach wie vor tabu ist für die meisten Menschen, was im eigenen Schlafzimmer geschieht – vor allem, wenn es nicht den vorherrschenden Idealvorstellungen entspricht. Tatsächlich machen viele Männer, die den Gang zum Urologen oder Andrologen wagen, die Erfahrung, dass der professionelle Kontext ihrem Problem den Schrecken nimmt.

Neuere Forschungen ermöglichen wirksame Behandlung

Inzwischen weisen Forschungen darauf hin, dass bei der lebenslangen Form, die bereits seit dem ersten sexuellen Kontakt vorliegt, die erbliche Veranlagung eine ursächliche Rolle spielt. Demnach führt eine Fehlsteuerung des an der Ejakulation beteiligten Nervenbotenstoffs Serotonin dazu, dass manche Männer nicht in der Lage sind, ihren Orgasmus und Samenerguss zu kontrollieren.(2) Neben Methoden der Sexual-, Verhaltens- oder Paartherapien gibt es verschreibungspflichtige Medikamente, die auf den Serotoninhaushalt wirken.

Was hilft Männern später zu kommen

Neben einer medikamentösen Therapie können begleitende sexual- oder verhaltenstherapeutische Maßnahmen sinnvoll sein. Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Ejaculatio praecox finden interessierte Männer und Frauen auf der neuen Internetseite www.spaeterkommen.de.

(1) Porst H et al. Eur Urol. 2007;51:816-24, p.824.
(2) Waldinger MD. J Urol. 2002;168(6):2359-67.
(3) Waldinger MD et al. J Sex Med. 2005;2:492-7, p.492.
(4) Patrick DL et al. J Sex Med. 2005;2:358-67.
(5) Porst H. CME 2010;7:63-71, p.64.
(6) Pryor JL et al. Lancet 2006;368:929-37, p.929.
(7) Sotomayor M. J Sex Med. 2005;2:100-14, p.100.

Der 31. Mai ist Welt-Nichtrauchertag

„Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung!“ lautet das diesjährige Motto, mit dem die Weltgesundheitsorganisation WHO auf die Gefahren des Tabakkonsums aufmerksam macht. Ein guter Anlass, um als Raucher über das Aufhören nachzudenken. Wer dabei Unterstützung sucht, findet sie in Ratgebern und Seminaren – die meisten Krankenkassen zahlen sogar Zuschüsse für ausgewählte Nichtraucher-Programme.

Tabakqualm enthält nicht nur Nikotin und Teer, sondern rund 200 giftige Stoffe, rund die Hälfte davon ist krebserregend. Das macht nicht nur krank: Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Damit ist Tabakkonsum die häufigste vermeidbare Todesursache. Trotzdem fällt es vielen Rauchern schwer, von der Zigarette los zu kommen – und besonders Jugendliche sind empfänglich für die Werbeversprechen der Tabakindustrie. Zum diesjährigen Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai engagiert sich die WHO deshalb vor allem gegen die Tabakwerbung. Sie will Süchtige zum Aufhören motivieren und Nichtraucher darin bestärken, nicht (wieder) damit anzufangen. Das Datum ist also ein guter Anlass, um als Raucher über das Aufhören nachzudenken. Wer dabei Unterstützung sucht, findet sie in Ratgebern und Seminaren.

Viele Angebote werden von Krankenkassen bezuschusst. Das bundesweit meistbesuchte Nichtseminar („Glücklicher Nichtraucher“) entwickelte der Berliner Diplom-Psychologe Lutz Mehlhorn. Er war selbst starker Raucher und kennt die Fallstricke, mit denen angehende Nichtraucher kämpfen. In seinen Eintages-Kursen lernen die Teilnehmer, Psyche und Körper gleich¬zeitig zu entwöhnen und sich auf positive Weise von der Sucht zu befreien. „Wir kombinieren Ansätze der Verhaltenspsychologie, die „Klopftechnik“ Meridian-Energie-Techniken, die ähnlich wie Akupunktur funktioniert, und die sogenannte Nichtraucherspritze – die Mesotherapie“, erläutert Mehlhorn sein Konzept. „Durch diese Kombination lösen sich die Suchtstrukturen schnell ohne Entzugserscheinungen und ohne Gewichtszunahme auf.“ Außerdem bekommen die Teilnehmer Anleitungen und Tipps für die ersten rauchfreien Tage, um das Erlernte in den Alltag zu übernehmen und zu festigen. So gelingt der Verzicht auf den Glimmstängel ohne Stress.

Die Erfolgsquoten sind hoch: 63 Prozent der Teilnehmer bleiben langfristig rauchfrei, in Kombination mit der Mesotherapie sogar mehr als 80 Prozent.

Nichtraucher-Seminare: Termine und Orte

Seminar „Glücklicher Nichtraucher“
– Termine und Anmeldung stehen im Internet unter
www.gluecklicher-nichtraucher.de. Auskunft auch telefonisch,
werktags von 9 bis 17 Uhr: 030 / 321 23 01
– Zuschüsse bis zu 100 Prozent zahlen fast alle Krankenkassen.
– Seminarkosten: 225 Euro (Mesotherapie optional: 35 Euro, nicht
zuschussfähig)

Schmerzen in Fingern und Gelenken können ein erstes Alarmsignal sein.

Experten raten, Beschwerden, die auf eine rheumatische Erkrankung hindeuten könnten, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So ist bei rheumatoider Arthritis eine frühzeitige Behandlung von Entzündungen und Schmerzen oft entscheidend für den Krankheitsverlauf. Klinische Studien haben mehrfach gezeigt, dass sich die besten Behandlungsergebnisse meist bei frühzeitiger Diagnose und Therapie binnen drei Monaten nach Symptombeginn erreichen lassen. Eine aktuelle Beobachtungsstudie bestätigte nun, wie wichtig dieses Zeitfenster ist, um einen Rückgang der Beschwerden zu erzielen.

Nicht mit Schmerzen abfinden

Auf keinen Fall sollte man sich mit Gelenkbeschwerden abfinden. Bei Verdacht auf Arthrose oder rheumatoide Arthritis sollte umgehend ein Facharzt aufgesucht werden. Er kann eine auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abgestimmte Behandlung verordnen. Neben physikalischer Therapie ist nach den Erfahrungen von Professor Dr. Andreas de Weerth oft der Einsatz von Medikamenten angebracht. „Dabei gilt: Neben der Schmerzbekämpfung ist auch die Behandlung der Gelenksentzündung wichtig“, so der Hamburger Internist. „Eine Therapieoption für viele Patienten sind COX-2-Hemmer, die oft nicht nur schnell am Gelenk wirken, sondern bei vergleichbarer Wirksamkeit in der Regel weniger magenbelastend sind als die klassischen Wirkstoffe.“ Auf www.stark-gegen-schmerz.de gibt es einen Überblick zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

Auch die Ernährung anpassen

Moderate Bewegung und eine Ernährungsumstellung können die Therapie unterstützen. Im Hinblick auf den Kalorienbedarf sollten sich die Ernährungsgewohnheiten am Lebensstil orientieren. Übergewicht, das die Gelenke zusätzlich belastet, sollte reduziert werden. Da ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Gelenkgesundheit bestehen kann, kann sich eine entsprechende Kost lindernd auf die Symptome am Bewegungsapparat auswirken. Sinnvoll ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen aus frischem Obst und Gemüse.

Schlaganfall: Jede Minute zählt

In Deutschland erleiden pro Jahr 260.000 Menschen erstmals einen Schlaganfall. Tendenz steigend. Obwohl 80 Prozent der Betroffenen über 60 Jahre alt sind, kann es auch Jüngere treffen. Schlägt die gefährliche Durchblutungsstörung im Gehirn zu, erhalten die Gehirnzellen nicht ausreichend Sauerstoff. Sie beginnen abzusterben. „Das bedeutet, je schneller und konsequenter der Betroffene versorgt wird, desto größer ist die Chance, Gehirngewebe zu retten“, erklärt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin von TÜV Rheinland. Treten typische Symptome wie einseitige Lähmungen, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen, extreme Kopfschmerzen, Schwindel, Sprach-, Seh- oder Gehstörungen auf, besteht konkreter Schlaganfall-Verdacht. In dieser Situation umgehend den Rettungsdienst unter der Nummer 112 alarmieren und auf den Verdacht eines Schlaganfalls hinweisen. Der eintreffende Notarzt ist über den Zeitpunkt der ersten Symptome, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahmen zu informieren.

Jetzt zählt jede Minute. Bis der Notarzt eintrifft, sollte der Betroffene mit leicht erhöhtem Oberkörper auf den Rücken gelagert werden. Es gilt, ihn permanent zu beobachten und zu beruhigen. Enge Kleidung ist zu lockern und Zahnprothesen sind zu entfernen. Ist der Patient bewusstlos oder erbricht sich, ist er in die stabile Seitenlage zu bringen, Atmung und Puls müssen regelmäßig überprüft werden. Da die Schluckfunktion gestört sein kann, darf der Betroffene nichts essen oder trinken. Fallen die Vitalfunktionen, wie Atmung und Puls, aus, beginnen Sie unverzüglich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

An die akute Therapie im Krankenhaus schließt sich in der Regel eine Rehabilitation an. Die Regenerationschancen variieren stark, je nachdem wie schwer der Schlaganfall war und wie schnell behandelnde Maßnahmen eingeleitet wurden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann jeder Einzelne für sich Vorsorge betreiben. Übrigens: Ein Viertel aller Schlaganfälle wären zu verhindern, wenn die Warnsignale im Vorfeld erkannt und im Krankenhaus behandelt werden. Darum sollte nicht zu lange gezögert und bei begründetem Verdacht lieber einmal mehr der Arzt konsultiert werden als einmal zu wenig. „Am wichtigsten ist es die größten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Diabetes und einen erhöhten Cholesterinspiegel zu vermeiden“, betont die TÜV Rheinland-Expertin Dr. Wiete Schramm.

Bundesweit jetzt zwölf Onkologische Spitzenzentren

Die Deutsche Krebshilfe hat die Ergebnisse ihrer jüngsten Begutachtung von Onkologischen Spitzenzentren bekannt gegeben. An jetzt zwölf universitären Standorten sorgt die Organisation mit ihrem Förderschwerpunkt-Programm zur Zentrums- und Netzwerkbildung dafür, dass Patienten eine Krebsmedizin auf höchstem Niveau erhalten. Das Universitätstumorzentrum Düsseldorf (UTZ) erhielt erstmals eine Förderzusage für drei Jahre. Dabei sind auch die Standorte Berlin, Erlangen, Essen, Frankfurt, Freiburg und Hamburg. Die Onkologischen Spitzenzentren in Dresden, Heidelberg, Köln/Bonn, Tübingen und Würzburg werden zurzeit gefördert. Die nächste Ausschreibung für eine Fortführung der Förderung erfolgt in Kürze. Jedes Zentrum wird von der Deutschen Krebshilfe mit jeweils einer Million Euro pro Jahr für drei Jahre gefördert.

Um die Krebsmedizin bundesweit zu verbessern und auf ein Spitzen-Niveau zu bringen, fördert die Deutsche Krebshilfe bereits seit 2007 im Rahmen eines Schwerpunkt-Programms so genannte „Onkologische Spitzenzentren“. In diesen Zentren/ Netzwerken werden Tumorpatienten nach aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen interdisziplinär versorgt und psychosozial begleitet, unter Einbeziehung des ambulanten Bereiches in der jeweiligen Region. Auch die Krebsforschung ist ein wesentliches Aufgabenfeld von Onkologischen Spitzenzentren.

„Diese Zentren sind regional vernetzt mit den Kliniken und niedergelassenen Ärzten der Umgebung und haben in den letzten Jahren bereits zur Verbesserung der Versorgung von krebskranken Menschen in Deutschland beigetragen“, sagte Prof. Dr. Walter Jonat, Direktor der Universitätsfrauenklinik Kiel und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Krebshilfe. Die in den Spitzenzentren erarbeiteten Standards für die Versorgung sowie die Erkenntnisse aus der Krebsforschung sollen auch anderen Versorgungsstrukturen zur Verfügung gestellt werden und letztlich allen Krebspatienten zugute kommen. „Die Spitzenzentren sowie die von der Deutschen Krebsgesellschaft initiierten Onkologischen Zentren und Organkrebszentren sind daher auch als Gesamtkonzept zu sehen. Durch diese Strukturen sollen künftig alle Krebspatienten flächendeckend in Deutschland auf höchstem qualitätsgesicherten Niveau behandelt und versorgt werden“, so Jonat.

Die Deutsche Krebshilfe e.V. setzt sich seit mehr als 38 Jahren für die Belange krebskranker Menschen ein. Jedes Jahr erkranken in Deutschland 490.000 Menschen, davon 1.800 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, neu an Krebs. Den Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen, ist das wichtigste Anliegen der Deutschen Krebshilfe. Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe e.V. finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Sie erhält keine öffentlichen Mittel. Weitere Informationen im Internet unter www.krebshilfe.de.
Spendenkonto: 82 82 82 bei der Kreissparkasse Köln (BLZ 370 502 99).

Hintergrund-Informationen: Onkologische Spitzenzentren
Alle Spitzenzentren, die von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden, müssen folgende Kriterien erfüllen:

* Fachübergreifende interdisziplinäre Onkologie für alle Tumorerkrankungen mit zentraler Anlaufstelle für Krebspatienten.
* Einrichtung von interdisziplinären Konferenzen („Tumor Boards“) und Tumorsprechstunden.
* Entwicklung und/oder Umsetzung von Behandlungspfaden im Sinne von Leitlinien.
* Einbringung von Patienten in klinische Studien und Entwicklung von Forschungsprogrammen zur engen Verzahnung von Forschung und Klinik.
* Nachweis eines Qualitätssicherungssystems.
* Dokumentation durch klinische Krebsregister.
* Psychoonkologische und palliative Betreuung.
* Einbindung von Krebs-Selbsthilfeorganisationen.
* Interaktion mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern der Umgebung.
* Regelmäßige Überprüfung der Qualitätsstandards.

Die zentralen Anlaufstellen und Tumorkonferenzen berücksichtigen den zwingend notwendigen interdisziplinären Charakter der Krebsbehandlung. Die psychoonkologische Betreuung sowie die Zusammenarbeit mit der Krebs-Selbsthilfe ist ebenfalls Teil der Versorgung in einem Onkologischen Spitzenzentrum. Sowohl die Patienten als auch ihre Angehörigen können mit einem Psychologen ihre Ängste und Sorgen besprechen. Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, kümmert sich das palliativmedizinische Team um den Patienten. Zudem ist die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und Klinik, die so genannte „Translationale Forschung“, ein wesentliches Aufgabenfeld von Onkologischen Spitzenzentren. Denn nicht nur die Versorgung von Krebspatienten soll verbessert, auch die Krebsforschung in Deutschland muss weiter vorangebracht werden – ohne Forschung ist kein Fortschritt in der Medizin möglich. Trotz der unbestritten großen Erfolge der letzten Jahre ist der Bedarf an neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung weiterhin groß – Krebsmediziner und -forscher verstehen bisher nur zu einem Teil die Ursachen der Entstehung von Tumoren. Durch kurze Wege zwischen Labor und Krankenbett können Krebspatienten rasch von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren.

Deutsche vertrauen Apothekern

Die Bundesbürger vertrauen den Apothekern in Deutschland. Auf die Frage „Wie hoch ist Ihr Vertrauen bei folgenden Berufsständen in Ihrem Land?“ sagen 85 Prozent der Befragten, dass sie ein „sehr hohes“ oder „ziemlich hohes“ Vertrauen in den pharmazeutischen Berufsstand haben. Mit diesem hohen Imagewert liegen die Apotheker hierzulande über dem europäischen Durchschnitt aller Apotheker von 80 Prozent. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage „Reader’s Digest European Trusted Brands 2013“. In zwölf Ländern wurden 18.000 Menschen befragt, darunter 3.000 in Deutschland.

„Dass das Vertrauen, das wir Tag für Tag in den Apotheken erleben, sich auch in hohen Umfragewerten niederschlägt, freut uns Apotheker natürlich sehr“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Vertrauen ist eine sensible Mischung aus Fach- und Sozialkompetenz, die wir täglich bei vier Millionen Kundenkontakten unter Beweis stellen müssen. Wir nehmen gerne die Herausforderung an, uns auch in Zukunft um die Spitzenpositionen der vertrauenswürdigsten Berufe zu bewerben.“

In den zwölf Ländern, die in die Studie einbezogen wurden, vertrauen nur die Finnen (93 Prozent), die Belgier (89 Prozent) und die Schweizer (87 Prozent) ihren Apothekern noch mehr als die Deutschen. Am unteren Ende der Vertrauensskala für Apotheker liegt dagegen Russland mit einem immer noch hohen Umfrageergebnis von 57 Prozent. Mit einem Wert von 80 Prozent aller befragten Europäer, die ein „sehr hohes“ oder „ziemlich hohes“ Vertrauen in Apotheker haben, gehört die Berufsgruppe zu den vertrauenswürdigsten Europas.