Archiv für den Monat: Juni 2013

Freie Ärzteschaft kritisiert neuen Hausarzt-EBM

„Nach der Zustimmung des GKV-Spitzenverbandes zum EBM für Hausärzte steht fest, dass die Königsdisziplin hausärztlicher Versorgung, das qualifizierte hausärztliche Gespräch von 10 Minuten Dauer, gerade einmal mit 9,- Euro bewertet wird“, kritisiert Konrad Schneider-Grabenschröer, Vorstandsmitglied der Freien Ärzteschaft (FÄ). „Und der daraus resultierende Stundensatz von 54,- Euro kommt bei in der Regel mindestens 50% Betriebskosten in den Hausarztpraxen einem Offenbarungseid des KV-Systems gegenüber den Krankenkassen gleich.“

Dieser Hausarzt-EBM offenbare in eklatanter Weise die Realitätsferne des Berliner Spitzengremiums gegenüber den Sorgen und Nöten der Basisärzte in der hausärztlichen Versorgung. Es finde nicht nur eine intransparente innerärztliche Umverteilung statt, sondern es müssten damit differenzierte hausärztliche Leistungen weiterhin zu Dumpingpreisen erbracht werden.

„Wir erinnern als Vorstand der Freien Ärzteschaft an die Ergebnisse der Umfrage zum Sicherstellungsauftrag im Herbst 2012. Dort hatten 93% der über 80.000 teilnehmenden Vertragsärzte von Herrn Köhler und Frau Feldmann eine kostendeckende Vergütung mit festen, kalkulierbaren Preisen für alle notwendigen ärztlichen Leistungen verlangt“, so Schneider-Grabenschröer.

Kritisiert wird auch die Rolle der KBV-Vertreterversammlung bei der Entstehung dieses EBM’s. Letztlich habe sich wieder einmal deren mangelnde Entschlossenheit und Geschlossenheit offenbart, anstatt im Sinne einer echten Interessenvertretung aller niedergelassenen Ärzte aufzutreten – und nicht in immer neuen Variationen ausschließlich den Mangel zu verwalten.

„In diesem Zusammenhang ist auch die Fixierung auf Partikularinteressen innerhalb des höchsten deutschen KV-Organs ein großes Problem“, so Schneider-Grabenschröer.

„Auch das Prinzip Hoffnung, mit diesem EBM irgendwann einmal eine bessere und gerechtere Honorierung der eigentlichen ärztlichen Tätigkeit zu erreichen, wird sich weder dazu eignen, genügend ärztlichen Nachwuchs für die ambulante Versorgung zu interessieren, noch den Fortbestand freiberuflich niedergelassener Vertragsärzte zu sichern. In dieser Hinsicht ist nunmehr jeglicher Vertrauensvorschuss für die KBV-Vorsitzenden Köhler und Feldmann aufgebraucht“, schließt Schneider-Grabenschröer seine Kritik.

Neuer Pflegebegriff allein löst die Probleme nicht

„Alleine ein neuer Pflegebegriff löst die Probleme der pflegebedürftigen Menschen genauso wenig wie ein neues Begutachtungsverfahren. Nun ist die Politik gefordert, konkrete Beträge für die künftigen Leistungen zu benennen. Erst dann wird für pflegebedürftige Menschen und auch für die Pflegeeinrichtungen deutlich, ob und was genau sich ändert bei dem Wechsel von jetzt drei Pflegestufen auf künftig fünf Pflegegrade“, so der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, zur heutigen Übergabe des Expertenberichts an Bundesgesundheitsminister Bahr.

Der bpa erwartet spürbare Verbesserungen für die pflegebedürftigen Menschen. Keineswegs dürfen die künftigen Leistungen hinter die heutigen zurückfallen. Sehr genau wird der bpa deshalb darauf achten, dass dies insbesondere für die demenzkranken Menschen gilt, denen in den letzten Jahren bereits besondere Leistungen zur Verfügung gestellt wurden.

Ein neuer Pflegebegriff muss einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Situation vor Ort liefern. Dies gilt nicht nur für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen, sondern auch für die Beschäftigten in der Pflege. Wenn die Sozialhilfeträger schon heute auf eine unveränderte Personalausstattung in den Pflegeheimen hinweisen, laufen wir sehenden Auges mit maximalem Aufwand in ein Nullsummenspiel, brauchen aber zahlreiche neue Gutachter für die Einführung des neuen Begutachtungs-Assessments.

„Wir brauchen deutlich mehr Zeit sowohl in den Pflegediensten als auch in den Pflegeheimen. Mehr Zeit erreichen wir nur, wenn mehr Pflegekräfte finanziert werden. Politik darf nicht zögern, dafür auch das notwendige Geld in die Hand zu nehmen. Die Pflegeversicherung wird ihre hohe Anerkennung nur dann behalten, wenn sie auch künftig das Risiko einer nur durch Pflegebedürftigkeit verursachten Abhängigkeit von Sozialhilfe vermeiden hilft und die Betroffenen entsprechend unterstützt“, so der Präsident des bpa Bernd Meurer.

Verstopfungsfallen

Bei jedem Menschen kann etwas anderes die Verdauung lahmlegen, doch unter manchen Umständen häufen sich die Fälle. Typische Verstopfungsfallen sollte man kennen, um entsprechend vorsorgen zu können. Kommt der Darm dennoch ins Stocken und die Diagnose heißt chronische Verstopfung, gibt nun eine angekündigte Experten-Leitlinie Orientierungshilfe.

Sechs Verstopfungsfallen und was Erleichterung bringen kann:

1. Lange To Do-Listen und Daueranspannung

Viele Menschen vergessen bei Stress auf ihren Körper zu hören. Das Verdauungssystem reagiert sehr sensibel auf unsere Gemütslage. Unter Dauerstress kann die Verdauung dann nicht richtig arbeiten. Im Akutfall kann ein Abführmittel zuverlässige und schnelle Hilfe bringen, z.B. Dulcolax Zäpfchen (Wirkeintritt nach ca. 15 bis 30 Minuten).

2. Gruseltoiletten und Sightseeing-Marathon im Urlaub

Oft fehlt auf Reisen die nötige Ruhe und Privatsphäre für einen erfolgreichen Toilettengang. Fremde Toiletten, ein ungewohnter Tagesablauf und Zeitverschiebungen stellen die Verdauung zusätzlich auf eine harte Probe. In einer gut ausgestatteten Reiseapotheke sollte daher immer ein sanftes Abführmittel enthalten sein.

3. Heilsbringer mit Nebenwirkung Verstopfung

Manche Medikamente können sich hemmend auf den Darm auswirken. Bekannt dafür sind beispielsweise starke Schmerzmittel aus dem Bereich der Opioide, Antidepressiva und Eisenpräparate. Sanfte Abführmittel als Begleittherapie können die unerwünschte Wirkung Verstopfung unverzichtbarer Arzneimittel ausgleichen (z.B. Dulcolax M Balance).

4. Weibliches Hormonchaos

Hormone regeln die Abläufe in unserem Körper. Unter anderem sind sie an der Steuerung des Darmes beteiligt. Ändert sich der Hormonstatus, z.B. in der Stillzeit oder den Wechseljahren, kann dies die Verdauung lahmlegen. Hier können beispielsweise Laxoberal-Tropfen helfen. Das Plus für stillende Mütter: Wirkform und Abbauprodukte gehen nicht in die Muttermilch über.

5. Chronische Erkrankungen mit Auswirkung auf die Darmfunktion

Was viele nicht wissen: Ein träger Darm kann mit Erkrankungen wie z.B. Diabetes Mellitus einhergehen. Der Grund: Bei Diabetes Mellitus machen Nervenschädigungen den Darm langsamer. In solchen Fällen ist es wichtig, neben der Erkrankung auch die Verstopfung zu therapieren.

6. Generation 60+

Der Darm ist ein Muskel und wie bei allen anderen Muskeln im Körper auch, nimmt seine Kraft im Alter ab. Darüber hinaus steigen mit den Jahren die Anzahl der eingenommenen Medikamente und chronischen Erkrankungen – zwei weitere Faktoren, die sich zusätzlich hemmend auf den Darm auswirken können. Die häufige Folge: Verstopfung.

Neue deutsche Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung der Chronischen Verstopfung

Chronische Verstopfung, was nun? Eine fundierte Antwort der führenden deutschen Fachgesellschaften im Bereich Verdauungskrankheiten findet sich in der angekündigten neuen deutschen Leitlinie für Diagnostik und Therapie der chronischen Verstopfung. Wenn Allgemeinmaßnahmen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und ballaststoffreiche Ernährung nicht helfen, empfiehlt die Leitlinie Abführmittel mit den Wirkstoffen Bisacodyl (in Dulcolax), Natriumpicosulfat (in Laxoberal) und Macrogol (in Dulcolax M Balance).

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Aktuelle Fachinformationen der Produkte: www.medipresse.de/static/boehringer.

Mehr Transparenz über Patientenrechte in Deutschland

Drei Monate nach Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes hat heute der Bundesgesundheitsminister
Daniel Bahr gemeinsam mit der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und dem
Patientenbeauftragten der Bundesregierung Wolfgang Zöller eine umfassende Informationsbroschüre für
Bürgerinnen und Bürger vorgestellt. Der Ratgeber bietet eine verständliche Darstellung und
Erläuterung der Rechte der Patientinnen und Patienten.
Am heutigen Tag fand im Bundesministerium für Gesundheit auch eine Veranstaltung der BAG
Selbsthilfe zum Thema Patientenrechte statt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eröffneten die Veranstaltung. Wolfgang
Zöller, Patientenbeauftragte der Bundesregierung diskutierte im Anschluss mit Vertretern der
Selbsthilfe, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Vertretern des Spitzenverbandes der
gesetzlichen Krankenkassen über die anstehende Umsetzung des Patientenrechtegesetzes. Alle drei
betonten den hohen Stellenwert der Patientenrechte in Deutschland.
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte: „Es ist wichtig, dass Patientinnen
und Patienten gut informiert sind und ihre Rechte beim Arztbesuch kennen. Durch das
Patientenrechtegesetz haben wir ihre Rechte gesetzlich verankert und dadurch gestärkt. So können
sie das Behandlungsgeschehen verantwortungsvoll mitbestimmen und gemeinsam mit dem Arzt die für sie
richtigen Entscheidungen treffen. In dem vorliegenden Ratgeber ist alles, was Patientinnen und
Patienten rund um die ärztliche Behandlung wissen müssen, noch einmal anschaulich zusammengestellt.
Wir wollen alles tun, damit Patientinnen und Patienten ihre Rechte selbst in die Hand nehmen
können.“
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sagte: „Wir wollen, dass Patientinnen und Patienten nicht nur
mehr Rechte haben, sondern dass sie diese auch kennen und im konkreten Fall einfordern können. Was
nützen Wahlfreiheit und Beschwerderechte, wenn keiner sie kennt? Studien zeigen, dass drei von fünf
Patientinnen und Patienten ihre Rechte nicht oder nur unvollständig kennen. Es ist uns gelungen,
mit dem Patientenrechtegesetz zu einem die Rechte gesetzlich zu fixieren und zu stärken und zum
anderen auch mit Hilfe dieser Broschüre die Bevölkerung darüber zu informieren. Auch die heutige
Veranstaltung der BAG Selbsthilfe trägt dazu bei, diese Ziele zu erreichen.“
Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Zöller erklärte: „Patienten und Versicherte
fühlen sich oft als Bittsteller, auch weil sie ihre Rechte gar nicht oder nur unvollständig kennen.
Das Patientenrechtegesetz hat deshalb nicht nur die Rechte der Patientin-nen und Patienten gestärkt
und erstmals im Zusammenhang festgeschrieben. Sondern es hat mir auch den gesetzlichen Auftrag
gegeben, die Bürgerinnen und Bürger in verständlicher Form über ihre Rechte zu informieren. Diesen
Auftrag erfülle ich mit der heute vorge-stellten Broschüre „Ratgeber für Patienten“. Damit werden
die bestehenden Rechte für jedermann nachlesbar und dies auch in verständlicher Sprache, was mir
besonders wichtig war. Denn das Wissen über diese Regelungen wird entscheidend dazu beitragen, dass
Patientinnen und Patienten ihre Rechte künftig besser durchsetzen können.“
Mit dem seit 26. Februar diesen Jahres geltenden Patientenrechtegesetz wurden diese Rechte erstmals
gesetzlich festgeschrieben und gestärkt. Wesentliches Anliegen war dabei, die Rechtslage für die
Patientinnen und Patienten transparenter und bekannter zu machen, um so für eine bessere Umsetzung
und Beachtung der Patientenrechte im Versorgungsalltag zu sorgen.

Cholesterin kontrollieren und auf gesunden Lebensstil achten

Fast jedem Herzinfarkt geht die koronare Herzkrankheit (KHK) voraus. Für die Entstehung der KHK spielt ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Stress eine wichtige Rolle. „Wer jahrelang ungesund lebt, fördert die Entstehung eines Bluthochdrucks, eines Diabetes und eines erhöhten Cholesterins, die zur koronaren Herzkrankheit und zum Herzinfarkt führen können“, betont der Herzspezialist Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, zum heutigen „Tag des Cholesterins“. Je früher diese Risikofaktoren entdeckt werden, desto besser. Cholesterin ist ein lebenswichtiger Bestandteil des Blutes, aber ein erhöhter Cholesterinwert trägt ganz entscheidend zum Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei. Für Interessierte bietet die Herzstiftung zur KHK und den Risikofaktoren einen Ratgeber an unter www.herzstiftung.de/Koronare-Herzkrankheit-Sonderband.html

Risikoabschätzung ist wichtig
Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt deshalb, den von den Krankenkassen angebotenen „Check-up 35“ ab dem 35. Lebensjahr wahrzunehmen, bei dem u.a. Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck gemessen werden.
Ob bereits eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist, hängt jeweils von den Einzelwerten und von dem sich aus den Gesamtbefunden ergebenden Gesamtrisiko für Gefäßerkrankungen ab. Hierzu gehört auch, ob in der Familie frühzeitig ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall aufgetreten ist. Das Gesamtrisiko für Herzinfarkt sollte vom Arzt durch eine sog. Risikostratifikation (Risikoabschätzung) bestimmt werden. Dabei kann auch das relative Risiko im Vergleich zu altersgleichen Personen mit idealem Risikoprofil bestimmt werden. Der Check-up sollte bei guten Werten alle zwei Jahre wiederholt werden, bei erhöhten Werten ist eine engmaschigere Kontrolle sinnvoll.

Bei Gefäßerkrankung ist Cholesterinsenkung sinnvoll
Liegt bereits eine Gefäßerkrankung vor, müssen Medikamente zur Verminderung des Gesamtrisikos eingesetzt werden – in der Regel auch ein cholesterinsenkendes Statin. „Dann reicht ein gesunder Lebensstil – so wichtig er ist – leider nicht mehr aus. Deswegen ist eine rechtzeitige Kontrolle und Beeinflussung der Risikofaktoren so wichtig. Ein gesunder Lebensstil hat aber auch bei Personen mit Gefäßerkrankung eine eigenständige günstige Wirkung über die Wirkung der Medikamente hinaus!“, so Prof. Gohlke.

Ab wann ist besondere Aufmerksamkeit angesagt?
Cholesterin, Blutdruck und Blutzucker können in der zweiten Lebenshälfte ab ca. 45 Jahren deutlich ansteigen, daher sollten etwa ab diesem Zeitpunkt die Kontrolltermine enger liegen. „Besonders in dieser Lebensphase muss man die KHK im Blick haben: bei Männern tritt die KHK gehäuft ab 45 Jahren auf, bei Frauen ab 55 Jahren“, unterstreicht der Herzspezialist. Patienten mit genetischer Belastung, auch übergewichtige Kinder und Erwachsene, sollten ihre Risikofaktoren früher überwachen und – was noch wichtiger ist: korrigieren, da Diabetes und Bluthochdruck viel früher auftreten. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine an der traditionellen Mittelmeerküche orientierte Ernährung vermindern dieses Risiko.

Pollenflug-App

Mit großem Vorsprung liegt die Pollenflug-App von Hexal für Android-Handys auf Platz 1 aller vergleichbaren Apps. Bereits mehr als 100.000-mal haben Nutzer die App installiert, die seit März 2013 in einer neu überarbeiteten Version vorliegt. Thomas Went, OTC-Marketingchef bei Hexal, spricht von einem beeindruckenden Erfolg des neuen Service-Tools.

Allergiker, die unterwegs sind, können sich seit diesem Frühjahr noch besser über ihr aktuelles Pollenflugrisiko informieren. Denn im März hat Hexal seine vollständig überarbeiteten mobilen Pollenflug-Apps auf den Markt gebracht. Die Updates für iPhone und Android-Smartphones bieten viele neue Funktionen für die Allergie-Saison 2013 und ermöglichen zahlreiche individuelle Einstellungen.

Neue „Must-have-App“: Die Pollenflug-App von Hexal

Für zahlreiche Heuschnupfengeplagte ist die App inzwischen unentbehrliches Frühwarnsystem. Das belegen vor allem die hohen Nutzerzahlen: Mehr als 100.000 mal haben Allergiker die kostenlose Pollenflug Android-App von Hexal bereits heruntergeladen und installiert. Damit liegt die Hexal-App auf Platz 1.

Starkes Produkt und modernes Service-Tool

Beeindruckt von diesen „gigantischen Nutzerzahlen“ zeigt sich Dr. Thomas Went, OTC-Chef bei Hexal. Er freut sich über die „großartige Resonanz auf den neuen Hexal-Service“ und fügt hinzu: „Mit Lorano® akut haben wir jetzt nicht nur ein starkes Produkt, das Allergiegeplagten schnell und zuverlässig hilft. Mit der überarbeiteten Pollenflug-App bieten wir Betroffenen jetzt auch ein modernes Service-Tool, das zusätzlichen Nutzen bringt.“

Besonders praktisch: die innovative Push-Benachrichtigung

Besonders praktisch ist die innovative Push-Benachrichtigung der Pollenflug-App. Sie informiert selbstständig darüber, wann die jeweils allergieauslösenden Pollen fliegen. Neu sind auch die 7-Tage-Vorhersage, der Jahres-Pollenflugkalender der 14 Pflanzen und die komfortable Slider-Navigation. Auch mit dem Deutschlandtrend und den Übersichtskarten für Deutschland und die einzelnen Bundesländer hebt sich die App von anderen ab. Selbstverständlich bietet sie zudem Ortssuche über Postleitzahl und Ortsname. Hinzu kommen Infos zu den allergieauslösenden Pflanzen, ein Allergie-Selbsttest, die Notruf-Telefonnummern und die Installierbarkeit auf SD Karte.

Tipps für die gut ausgestattete Reiseapotheke

„Ob chronisch krank oder rundum gesund: Jeder sollte sich vor dem Start in den Urlaub Gedanken um seine Gesundheit machen“, rät die Expertin Marion Kottwitz, zertifizierte Reisemedizinerin und Apothekerin aus Köln. „Jetzt vor dem Beginn der Reisesaison führen wir viele intensive Gespräche mit Kunden.“. Neben den Arzneimitteln, die man zu Hause selbstverständlich griffbereit hat, ist es auch wichtig, für viele Eventualitäten gerüstet zu sein: von Impfungen und Dauermedikation über Allergiepräparate bis hin zu einer gut ausgestatteten Reiseapotheke. Die Fachfrau nennt die wichtigsten Punkte.

Endlich ist es soweit: Der lang ersehnte Urlaub steht vor der Tür. „Damit dieser nicht durch kleinere Blessuren oder Wehwehchen getrübt wird, ist eine gute medizinische Vorbereitung wichtig“, erklärt Dr. Kottwitz.

Eine Checkliste mit dem Nötigsten hilft beim Packen:

– Impfungen: vorab klären, was für das jeweilige Reiseland
empfohlen wird
– Dauermedikationen: in ausreichender Menge im Vorfeld besorgen
– Allergien: mögliche Auslöser bedenken, die im Urlaubsland
vorhanden sein könnten
– Fieberthermometer, denn die mit der Hand gefühlte Temperatur
ist subjektiv, besonders wenn man sich nicht in der gewohnten
Umgebungstemperatur aufhält
– Paracetamol (z.B. ben-u-ron): Der magenfreundliche Helfer gegen
leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber ermöglicht, dank
seiner vielfältigen Darreichungs- und Dosierungsformen für
jeden Bedarf und für jedes Alter die angemessene Dosierung zu
finden. Auf Reisen besonders geeignet, ist ein Direktgranulat,
das sich ohne Wasser direkt im Mund löst, etwa ben-u-ron direkt
– abschwellendes Nasenspray, ist besonders im Flugzeug wichtig
für den Druckausgleich – nach dem Fliegen hilft es gegen den
Schnupfen, den die oftmals zu kalt eingestellte Klimaanlage
schnell hervorruft.
– Durchfallmittel (z.B. Imodium oder Tannacomp), falls dem
Magen-Darm-Trakt im Urlaub zu viel zugemutet wurde
– Halstabletten, denn die trockene Luft im Flieger und anderen
klimatisierten Räumen kann leicht zu Halskratzen führen
– Kaugummi gegen Reiseübelkeit (z.B. Superpep)
– Ohrentropfen für „Wasserratten“ (z.B. Normison ),
die so genannten Tauchertropfen kann sonst nur der Apotheker
mischen; sie trocknen den äußeren Gehörgang nach dem
Baden/Tauchen, beugen Entzündungen vor und unterstützen deren
Behandlung
– Salbe gegen Mückenstiche und Verbrennungen (z.B. Soventol)

Klingt viel, aber spätestens im Fall der Fälle wird deutlich, wie hilfreich diese kleinen Vorsichtsmaßnahmen sein können, um eine möglichst unbeschwerte Urlaubszeit zu genießen.

Die Fettleber ist eine tickende Zeitbombe für die Gesundheit unserer Gesellschaft

Mit seinem neuen Buch „Menschenstopfleber. Die verharmloste Volkskrankheit Fettleber. Das größte Risiko für Diabetes und Herzinfarkt“ hat der renommierte Oecotrophologe Dr. Nicolai Worm (LOGI-Methode) eine Diskussion über die neue Volkskrankheit Fettleber und gesunden Lebensstil entfacht. „Ich bin froh, dass so ein renommierter Experte wie Dr. Worm sich des Themas angenommen hat und hoffe, dass er die Fachwelt, vor allem aber auch die breite Öffentlichkeit mit seiner kenntnisreichen und fundierten Darstellung wachrüttelt“, so Dr. Hardy Walle, Ernährungsmediziner und Vorstand der auf ärztlich begleitete Gewichtsreduktionsprogramme spezialisierten Bodymed AG.

Wie Worm, Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken, in seinem Anfang der Woche erschienenen Buch anhand aktueller wissenschaftlicher Daten darlegt, ist die nichtalkoholische Fettleber einer der wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes und Herzinfarkt. Da allein in Deutschland rund 70 Prozent der Übergewichtigen an einer Fettleber leiden, spricht Worm von einer „verharmlosten Volkskrankheit“.

Doch auch Schlanke und Kinder sind betroffen. So weisen rund 30 bis 40 Prozent aller fettsüchtigen Kinder und Jugendlichen eine verfettete Leber auf, unter schlanken Personen ist sie mit rund 15 Prozent ebenfalls zunehmend häufig verbreitet. In den meisten Fällen verursacht die Verfettung keine oder keine klar zuzuordnenden Beschwerden. Die Betroffenen klagen über Müdigkeit oder Schmerzen im Oberbauch. Lange als Risikofaktor verkannt, sind sich – wie Worm anhand zahlreicher internationaler Studien zeigt – die Experten inzwischen jedoch einig: Leberverfettung ist eine der wichtigsten Ursachen für Diabetes und viele weitere schwerwiegende Erkrankungen. Vor allem aber ist eine Fettleber häufig das unerkannte Vorzeichen von tödlichem Leberkrebs.

„Die nichtalkoholische Fettleber hat nichts mit Alkohol zu tun. Sie entsteht in erster Linie durch überschüssige Kohlenhydrate in der Nahrung sowie durch kohlenhydrathaltige Getränke wie Limonaden und Erfrischungsdrinks“, so Walle.

Die Leber: Zentrales Stoffwechselorgan und Regulativ für den Blutzucker

Zusammen mit der Bauchspeicheldrüse regelt die Leber den Blutzuckerspiegel sowie den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Diese können von der Leber gespeichert oder bei Bedarf mobilisiert werden. Der moderne Alltag mit einem ständigen Überangebot an Kohlenhydraten und meist auch zu wenig Bewegung führt bei immer mehr Menschen zur schleichenden, lange unbemerkten Verfettung von Leber und Bauchspeicheldrüse. Durch die zentrale Funktion der Leber als Stoffwechselorgan steigt damit das Risiko, an Übergewicht und Fettleibigkeit, Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken.

Der Ernährungsmediziner fordert Patienten deswegen dazu auf, beim nächsten Arztbesuch gezielt nach Hinweisen auf eine Lebererkrankung zu fragen. Als sicherste Nachweismethode für eine Fettleber gilt die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie). Mit dem Kernspintomografen (MRT) kann der Fettgehalt ohne Eingriff bestimmt werden.

Die Lösung: Weniger Kohlenhydrate, die richtigen Fette

Allem medizinischen Fortschritt zum Trotz gibt es bis keine medikamentöse Therapie gegen die Leberverfettung, sondern nur ein wirksames Rezept: die Änderung des Lebensstils. Da viele insulinpflichtige Diabetiker betroffen sind, sollte diese unbedingt unter ärztlicher Anleitung erfolgen, um beispielsweise die Medikamentendosis rechtzeitig anpassen zu können.

„Wie Dr. Worm in seinem Buch mit der Parallele zu den Mastgänsen sehr anschaulich beschreibt: Das Problem bei der Fettleber sind nicht die Fette, sondern die Kohlenhydrate“, erläutert Internist Walle. „Am wirkungsvollsten ist deshalb eine drastische Reduktion der Kalorienzufuhr über eine bestimmte Zeit, vor allem bei den Kohlenhydraten. Wichtig ist außerdem nicht weniger Fett, sondern das richtige“, erklärt der Mediziner.

Das Fett, das sich meist über Jahre in der Leber angesammelt hat, kann so in kurzer Zeit wieder beseitigt werden. Mit einer kohlenhydratreduzierten Fastenkur werden Leber und Bauchspeicheldrüse entfettet, der Stoffwechsel normalisiert sich. Studiendaten weisen darauf hin, dass dieser positive Effekt nicht nur kurzfristig ist, sondern über Wochen bis zu Monaten anhalten kann.

Um einer erneuten Verfettung vorzubeugen, empfiehlt der Mediziner langfristig die Umstellung auf eine eiweißoptimierte, fettmodifizierte und kohlenhydratreduzierte Ernährung. Sie besteht zu 20 bis 30 Prozent aus Eiweiß, zu 40 bis 50 Prozent aus Fett – vorwiegend aus hochwertigen Fetten und Ölen – und nur zu 20 bis 30 Prozent aus Kohlenhydraten. Dabei sollte vor allem auf kohlenhydratfreie Getränke und beim Essen auf komplexe Kohlenhydrate mit hohem Ballaststoffanteil geachtet werden, die wenig Zucker und Stärke enthalten. Regelmäßige körperliche Bewegung und gezielter Muskelaufbau unterstützen dabei, den Gesamtenergieumsatz an Kalorien zu erhöhen und eine erneute Verfettung zu vermeiden.

Weitere Informationen zum Thema Abnehmen und gesunde Ernährung finden Sie unter www.bodymed.com

Literaturhinweis: Dr. Nicolai Worm: Menschenstopfleber. Die verharmloste Volkskrankheit Fettleber. Das größte Risiko für Diabetes und Herzinfarkt. Systemed-Verlag, Juni 2013. ISBN 978-3-927372-78-8.

Frauen sind häufiger krank, Männer länger

Über 55 Millionen Krankschreibungstage verzeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) 2012 für ihre knapp vier Millionen versicherten Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ALG-I-Empfänger). Fast jeder Zweite (47,7 Prozent) war im letzten Jahr mindestens einmal krankgeschrieben. Der Anteil derer, die 2012 wenigstens einmal arbeitsunfähig waren, ist bei den Frauen mit 51,3 Prozent jedoch deutlich höher als bei den Männern mit 44,6 Prozent. Im Falle einer Krankschreibung fallen Männer jedoch mit durchschnittlich 13,6 Tagen etwas länger aus als Frauen mit 13,3 Tagen.

Bei den Arzneimitteln haben inzwischen die Männer die Nase vorn: Sie erhielten 2012 statistisch gesehen Medikamente für 224 Tage, bei den Frauen waren es 222 Tageseinheiten. Auffällig: Bei den männlichen Erwerbspersonen entfällt knapp die Hälfte des gesamten Arzneimittelvolumens (48 Prozent) auf Herz-Kreislauf-Medikamente, bei den Frauen machen sie „nur“ 26 Prozent aus.

Der TK-Gesundheitsreport analysiert jährlich die Krankschreibungen und Arzneimitteldaten der 3,91 Millionen bei der TK versicherten Erwerbsperso-nen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Der Report 2013 steht unter dem Webcode 516422 auf der Website der TK.

Daten der Gesundheitsberichte der Krankenkassen sind traditionsgemäß nach einer von der Bundesagentur vorgegebenen Standardpopulation alters- und geschlechtsstandardisiert. Ende 2012 verständigten sich die Ersatzkassen auf eine aktualisierte Population. Die im TK-Gesundheitsbericht erfassten Daten sind alle, auch für die Vorjahre, für diese neue Standardpopulation errechnet. Vergleiche mit früheren Ausgaben der TK-Gesundheitsreporte sind jedoch nicht möglich.

Krebs durch Oralsex?

Der Schauspieler Michael Douglas hat in einem Interview erklärt, er sei möglicherweise durch Oralsex an Kehlkopfkrebs erkrankt. Die Aussage wird durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert. So haben Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) 1.670 Patienten untersucht, die an Mundkrebs leiden. In den meisten Tumoren der Erkrankten fanden die Wissenschaftler Humane Papilloma-Viren (HPV). Diese können generell beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen.

Patienten mit HPV hatten nach eigenen Angaben drei Mal so häufig Oralsex wie Krebskranke, bei denen die Erreger nicht gefunden wurden. Die Deutsche Krebsgesellschaft verlautbarte 2008 ebenfalls die Zunahme bösartiger Tumoren der Mundschleimhaut, die potenziell auf eine HPV-Infektion zurückgeführt werden können.

Ein einfacher Abstrich von der Mund-Schleimhaut kann darüber aufklären, ob ein Patient mit HPV infiziert ist, welche HPV-Typen es sind und ob damit ein höheres Krebsrisiko verbunden ist. Die Untersuchung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und ist eine Selbstzahler-Leistung.

Für alle Patienten bietet die synlab-Gruppe die Genotypisierung als Zusatzleistung zum PCR-Screening an. Diese Vorsorgeleistung erlaubt über die Bestimmung der Hochrisikotypen ein differenziertes HPV-Risikomanagement. Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist der „Goldstandard“ in der molekularbiologischen Diagnostik. Als erstes Labor in Deutschland führte das synlab-Labor Weiden die Typisierung der HP-Viren mit Hilfe der Biochip-Technologie ein.

Hohes oder geringes Risiko?

Humane Papilloma-Viren bilden eine Gruppe von kleinen DNA-Viren. Mehr als 100 Typen sind bekannt. Bestimmte Typen (beispielsweise 16 und 18) können Krebs verursachen – neben Gebärmutterhalskrebs auch Mundhöhlenkarzinome und Kopf-Hals-Krebs. Als Folge einer Ansteckung durch Oralverkehr mit infizierten Partnern bilden sich bei einigen Betroffenen Papillome (gutartige Tumore) im Mund. Es kann sich dabei gegebenenfalls um denselben Virustyp handeln, wie er auch in Feigwarzen der Genitalien auftritt. Charakteristikum aller HPV-induzierten Papillome sind Koilozyten in der oberen Hälfte der Epidermis.

Das klinische Bild sollte durch eine HPV-Typisierung gesichert werden. Denn für das Krebsrisiko ist entscheidend, wie lange die Schleimhaut von welchen HP-Viren besiedelt ist: Sind es Niedrig- oder Hochrisiko-Typen? Treten sie latent oder persistierend (dauerhaft) auf?