Archiv für den Monat: Oktober 2013

Bluthochdruck?

Immer höhere Anforderungen im Job, ständige Erreichbarkeit, dazu noch jede Menge private Verpflichtungen – für viele Menschen scheint sich die Spirale des Alltags immer schneller zu drehen. Da scheinen Symptome wie Ein- und Durchschlafstörungen, ein unruhiger Schlaf oder innere Unruhe manch einem nur der Tribut zu sein, den man dem hektischen Alltag zollen muss. Doch spätestens wenn Probleme wie Ohrensausen oder Geräusche im Ohr hinzukommen oder wenn unter psychischer oder körperlicher Belastung vermehrt Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten, sollten die Alarmglocken klingeln. Denn all dies sind der Website www.internisten-im-netz.de zufolge mögliche Warnhinweise für Bluthochdruck. Und dieser ist alles andere als selten, sondern vielmehr ein Massenphänomen. Das bestätigt auch Prof. Dr. Horst Robenek, Arteriosklerose-Forscher am Universitätsklinikum Münster: „Von den geschätzten 20 Millionen Deutschen, die einen Bluthochdruck haben, ahnen circa sechs Millionen gar nichts von ihrer Erkrankung, weil sie lange gar keine oder nur geringe Beschwerden verspüren.“

Was macht Bluthochdruck so gefährlich?

Prof. Robenek rät, die Blutdruckwerte regelmäßig vom Arzt oder Apotheker checken zu lassen und im Erkrankungsfall schnell zu handeln. Denn die Fakten seien alarmierend: In Deutschland sterben jährlich etwa 400.000 Menschen an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Prof. Robenek erklärt, was Bluthochdruck so gefährlich macht: „Ein langfristig erhöhter Druck kann die Gefäßinnenwände – sprich das Endothel als innerste Zellschicht der Adern – verletzen. Resultat ist eine ‚endotheliale Dysfunktion‘, eine Fehlfunktion des Endothels. Sie erhöht die Gefahr, dass sich Fett- und Kalkablagerungen bilden, die unsere Blutgefäße verengen. Diese Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verschlechtert dann zunehmend die Blutversorgung der Organe.“

Die körpereigene Blutdruckregulation stärken

Umso wichtiger ist es, der Gefahr von Fett- und Kalkablagerungen, die die Blutgefäße verengen, entgegenzuwirken. Prof. Robenek erläutert die Prozesse, die im menschlichen Körper ablaufen: „Der natürliche Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) weitet die Adern, unterstützt die körpereigene Blutdruckregulation und schützt die Gefäße vor Ablagerungen. Doch NO wird im Körper nicht gespeichert, sondern muss bei Bedarf aus dem natürlichen Eiweißbaustein Arginin produziert werden.“ Doch der erwachsene Körper bildet nur noch geringe Mengen Arginin. Gerade Menschen mit Bluthochdruck oder Adernverkalkung brauchen meist deutlich mehr davon. Prof. Robenek: „Nach dem heutigem Stand der Wissenschaft muss man davon ausgehen, dass alle diese Menschen einen Arginin-Mangel haben. Es ist somit aktuell jeder vierte Deutsche davon betroffen. Vermutlich sind es noch viel mehr, denn die Hälfte aller Deutschen stirbt an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und denen liegt ebenfalls immer ein Arginin-Mangel zugrunde.“ Prof. Robenek empfiehlt aber auch Gesunden ab dem mittleren Alter: „Im Idealfall nicht zu irgendeinem Mittel greifen, sondern gleich zu einem qualitativ hochwertigen Arginin aus der Apotheke, wie etwa ,Telcor Arginin plus‘.“ So lasse sich die NO-Versorgung verbessern. Das Blut könne besser fließen und alle Organe würden mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Besonders empfehlenswert ist die Kombination von Arginin und den Vitaminen Folsäure, B6 und B12. Sie sorgen dafür, dass gleichzeitig der Spiegel des Aderngiftes „Homocystein“ gesenkt wird.

Endstation Herzschwäche: Muss nicht sein

Allein in Deutschland wird die Zahl der Patienten mit Herzschwäche auf zwei bis drei Millionen geschätzt, über 48.300 sterben jedes Jahr an Herzschwäche. Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen und in den meisten Fällen der Endpunkt eines schleichenden, oft Jahrzehnte dauernden Prozesses. In etwa 70 % der Fälle entsteht Herzschwäche aus koronarer Herzkrankheit (KHK) – meist infolge eines oder mehrerer Herzinfarkte – und langjährigem Bluthochdruck, der nicht oder nicht ausreichend behandelt wird. Daraus folgt, dass die Herzschwäche, sofern sie nicht genetisch bedingt ist, kein unabwendbares Schicksal ist. Vielmehr kann sie durch frühzeitige Vorbeugung in Form eines gesunden Lebensstils vermieden werden. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung anlässlich der bundesweiten Herzwochen 2013 „Das schwache Herz“ hin (Infos: www.herzstiftung.de/herzwochen.html).

Gesunder Lebensstil halbiert Risiko für Herzschwäche
Studien belegen, dass unser heutiger Lebensstil aus Bewegungsmangel, falscher Ernährung, Rauchen und Übergewicht die Hauptursache der KHK und zugleich maßgeblich für die Entstehung von Bluthochdruck verantwortlich ist. „Entschließt man sich zu einem gesunden Lebensstil, ist für die Vermeidung einer Herzschwäche viel zu erreichen“, bestätigt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien – CCB Frankfurt am Main. Eine Beobachtungsstudie an mehr als 20.000 amerikanischen Ärzten (Djoussé et al. 2009) ergab, dass diejenigen Teilnehmer, die gesund lebten (u.a. Körpergewicht unter 25 BMI*, Rauchverzicht, regelmäßige Ausdaueraktivität an 5 Tagen pro Woche, moderater Alkoholkonsum) ihr Risiko für eine Herzschwäche halbierten.

Deshalb rät die Deutsche Herzstiftung: Jeder sollte im mittleren Alter zwischen 40 und 50, bei familiärer Vorbelastung noch früher, regelmäßig Blutdruck, Cholesterinwerte und Blutzucker untersuchen lassen, um die Risikofaktoren für Herzerkrankungen (Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes) früh zu entdecken. Werden diese rechtzeitig behandelt, schützt man sich vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche.
Ein schlecht behandelter Bluthochdruck etwa führt aufgrund der chronischen Druckbelastung des Herzens auf lange Sicht zwangsläufig zu einer Herzschwäche und sollte deshalb unter 140/90 mmHg gesenkt werden, bei Patienten über 80 Jahre genügt 150-140/90 mmHg.

Herzschwäche durch KHK: Zeitgewinn bei Herzinfarkt rettet Herzmuskel
Bei koronarer Herzkrankheit entwickelt sich die Herzschwäche meist nach mehreren Herzinfarkten oder einem ganz ausgedehnten Herzinfarkt und der dadurch verursachten Zerstörung von Herzmuskelgewebe. Bei einem Herzinfarkt wird ein Herzkranzgefäß verschlossen: ein Bereich des Herzmuskels wird nicht mehr mit Blut versorgt und stirbt ab. Der Verlust von Herzmuskelgewebe ist umso größer, je länger der Verschluss andauert. Heute kann die Medizin den infarktbedingten Schaden am Herzen minimieren oder in idealen Fällen ganz verhindern – vorausgesetzt der Patient wird schnell behandelt. „Je eher wir einen Herzinfarktpatienten in der Klinik behandeln, umso mehr Pumpkraft des Herzens können wir erhalten. Deswegen muss, sobald die Herzinfarkt-Alarmzeichen auftreten, sofort der Notarzt mit dem Notruf 112 angerufen werden“, weiß Kardiologe Prof. Voigtländer. Der Anruf beim Hausarzt, so wichtig er sonst für den Patienten ist, ist in diesem Fall ein Umweg, der lebensrettende Zeit kostet.

Bluthochdruck als Ursache: mit Therapietreue gegen das Hochdruckherz
Hoher Blutdruck führt auf Dauer zur Versteifung oder Verdickung des Herzmuskels und infolgedessen zu einer Füllungsstörung der linken Herzkammer. Dadurch wird zu wenig Blut in den Körper ausgeworfen, so dass der Organismus nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Bluthochdruck ist die häufigste Ursache der diastolischen Herzschwäche, der eine Füllungsstörung der linken Herzkammer zugrunde liegt. In hohem Lebensalter und bei einem vorgeschädigten Herzen kann Bluthochdruck außerdem eine lebensgefährliche akute Herzschwäche auslösen und verstärken. „Die konsequente Senkung erhöhter Blutdruckwerte durch einen gesunden Lebensstil, Abbau von Übergewicht und durch konsequente Einnahme der Medikamente ist daher eine besonders wirksame Therapie der chronischen Herzschwäche“, unterstreicht Prof. Voigtländer.
*BMI: Body Mass Index

Müdigkeit und Schlafstörungen

Längere Nächte, kürzere Tage: Schon bevor am 27. Oktober 2013 die Uhren von Sommer- und Winterzeit umgestellt werden, kommen viele Menschen schlechter aus den Betten. Es fehlt ihnen vor allem ausreichend Tageslicht. Licht steuert die Ausschüttung des Hormons Melatonin und ist damit einer der wichtigsten Taktgeber für die innere Uhr. Natürliches Melatonin kann helfen.

In diesem Jahr werden die Uhren am 27. Oktober von der Sommer- auf die Winterzeit zurückgestellt. Was für den einen 60 Minuten mehr Schlaf bedeutet, bringt dem anderen Tage voller Müdigkeit und Antriebslosigkeit ein. Das Problem: Nicht nur die Zeiger der Uhren müssen neu getaktet werden, sondern vor allem die innere Uhr des menschlichen Körpers. Ein Vorgang, der je nach Organismus einige Tage bis hin zu wenigen Wochen in Anspruch nimmt. „Insbesondere Menschen, die ohnehin schon mit Schlafstörungen zu kämpfen haben, leiden“, sagt Tony Gnann, Geschäftsführer der Milchkristalle GmbH in München.

Ein Grund ist unter anderem ein Mangel an dem Hormon Melatonin. Das Schlafhormon wird bei Menschen wie bei Säugetieren in der Zirbeldrüse des Gehirns gebildet und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des Organismus. Ein Mangel an Sonnenlicht am Tag drosselt die Melatoninausschüttung und kann Probleme beim Ein- und Durchschlafen zur Folge haben.

Um die körpereigene Melatoninproduktion in den kalten Wintermonaten anzukurbeln, sollte daher das wenige Tageslicht genutzt werden. Denn nur wer am Tag viel Helligkeit konsumiert, schüttet bei Dunkelheit vermehrt Melatonin aus und hilft, die innere Uhr zu takten. Zudem kann zusätzlich eingenommenes Melatonin helfen. Milchkristalle, die aus nachts gemolkener Milch hergestellt werden, enthalten bis zu 100 mal mehr Melatonin als herkömmliche Milch. Milchkristalle sind in Apotheken erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.milchkristalle.de

Mit gesundem Lebensstil Infarktrisiko mindern

Rund um die Uhr leistet das Herz harte Arbeit. Ohne Pause pumpt es Blut durch den Körper, um den Menschen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen zu versorgen – ein Leben lang. Erkrankt das Herz, verliert es an Leistungsfähigkeit. „Seit Jahren sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland die Todesursache Nummer eins“, so Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin von TÜV Rheinland. Die häufigste Erkrankung ist die koronare Herzkrankheit. Dabei kommt es zu Ablagerungen in den Arterien. Mögliche Folge: ein Infarkt.
Anzeichen bei Herzinfarkt nicht immer eindeutig

Die meisten Betroffenen ereilt der lebensbedrohliche Herzinfarkt unvorbereitet zu Hause oder am Arbeitsplatz. Brustschmerzen, Druck und Engegefühle hinter dem Brustbein oder plötzliche Atemnot können mögliche Anzeichen sein. „Bei Herzversagen muss unverzüglich gehandelt und der Rettungsdienst alarmiert werden. Die Anzeichen bei einem Herzinfarkt sind nicht immer eindeutig, so kann der Schmerz auch nur in den Rücken oder Oberbauch ausstrahlen. Dabei gilt: Keine Scheu vor Fehlalarm, denn jede Minute hilft dabei, Leben zu retten und irreparable Schäden zu minimieren“, erklärt Dr. Wiete Schramm. Alarmieren Sie den Notarzt über die Rettungsleitstelle Telefonnummer 112. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollten Sie den Betroffenen mit erhöhtem Oberkörper lagern, enge Bekleidung lockern und für frische Luft sorgen. Bei Atemstillstand ist umgehend mit einer Herzdruckmassage Erste Hilfe zu leisten. Patienten, die innerhalb kürzester Zeit nach Beginn der Beschwerden in die Klinik gebracht werden, haben gute Überlebenschancen.
Risiken vorbeugend verringern

Vorbeugende Maßnahmen können die Gesundheit ihres Herzens und die Lebensqualität erheblich verbessern. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. So bleibt der Körper fit und ein gesundes Gewicht kann gehalten werden. Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind übermäßiger Alkoholgenuss, Bluthochdruck, Diabetes, Vererbung, Stress und Rauchen. „Schon wenige Zigaretten pro Tag beeinträchtigen die Herzgesundheit und steigern die Gefahr, eine Herzerkrankung zu bekommen“, sagt TÜV Rheinland-Expertin Dr. Wiete Schramm.

FASZINATION DARM

Mehr als 8.000 Berliner und Berlin-Besucher entschieden sich am Wochenende für eine Reise… in den Darm. Unter dem Motto „FASZINATION DARM – Tabus brechen, sorgenfreier leben!“ hatte die Norgine GmbH das 20 Meter lange, begehbare Darmmodell der Felix Burda Stiftung in das Berliner Sony Center geholt und Interessierte dazu eingeladen, sich anschaulich mit dem oft tabuisierten, größten menschlichen Organ zu beschäftigen, die Entstehung von Darmkrebs besser zu verstehen und so die eigenen Berührungsängste abzubauen. In Kooperation mit der Stiftung LebensBlicke wurde außerdem ein neues Terminal präsentiert, an dem alle wichtigen Informationen zum Thema Darmkrebsvorsorge in Wort und Bild sowie in einer spannenden Animation zusammengefasst sind.

Experten diskutierten mit Michael Rummenigge über das Tabu-Thema Darmkrebs

„Jeder von uns sollte sich rechtzeitig und angstfrei mit dem Thema Darmkrebsvorsorge auseinandersetzen“, sagte Michael Rummenigge auf der Podiumsdiskussion, die am Samstag im Sony Center stattfand. Der Ex-Fußballprofi bereicherte die Veranstaltung mit seinem Vortrag „Der Faktor Mensch – vom Profifußball lernen“, spannte so den Bogen zum Thema Gesundheit und Bewegung und motivierte die Zuhörer, sich der Darmkrebsvorsorge offen und entspannt zu widmen.

Mehr als 65.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Darmkrebs. Die Mortalitätsrate liegt nach einer Studie des Robert Koch Instituts (2008) bei über 40 Prozent. Allein in Berlin sind es pro Jahr circa 1.300 Personen, bei denen Darmkrebs diagnostiziert wird.Doch Darmkrebs ist – insbesondere bei Männern – nach wie vor für viele ein Tabu-Thema und die Vorsorge wird deshalb häufig vernachlässigt. Unbehandelt führt dieser Krebs in den allermeisten Fällen nach circa 12 Monaten zum Tod.

„Wir hoffen, dass wir durch diese Veranstaltung einen weiteren Teil der Bevölkerung überzeugen konnten, rechtzeitig zum Arzt zu gehen“, so Professor Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke auf dem Podium. „Die Darmspiegelung ist unkompliziert und schmerzfrei und wird ab einem Alter von 55 Jahren – zum Teil auch schon früher – von der Krankenkasse finanziert“, so Riemann weiter.

Natürlich gegen Blasenentzündungen

Bis weit in den Herbst hinein leuchten die Blüten der großen Kapuzinerkresse in kräftigem Orange oder Rot. Da ihre Inhaltsstoffe die Vermehrung von Bakterien und Viren hemmen, wird sie seit Jahrzehnten zur Behandlung von Infektionen der Harn- und Atemwege eingesetzt. Von der „Forschungsgruppe Klostermedizin“ der Universität Würzburg wurde die Kapuzinerkresse daher zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt. Die auch als „pflanzliches Antibiotikum“ bezeichneten Senföle aus der Kapuzinerkresse werden im Körper über Harnblase und Lunge ausgeschieden und entfalten hier ihre keimabtötende Wirkung. Deshalb wirken diese Pflanzenstoffe bei Harnwegsinfektionen sowie bei Infekten der oberen Atemwege besonders gut. Zu dieser Thematik steht unter http://ots.de/F8VDN auf dem presseportal von newsaktuell/dpa TV-Footage-Material zur Verfügung. Ein neuer, knapp dreiminütiger animierter 3D-Kurzfilm veranschaulicht, wo und wie die Senföle im Körper gegen Bakterien und Viren wirken.

Zahlreiche Studien der letzten Jahre kommen zu dem Ergebnis, dass die Kapuzinerkresse in Kombination mit Meerrettichwurzel, die auch Senföle enthält, bei Blasenentzündungen und Atemwegsinfektionen wirksam und gut verträglich ist[1-5]. Die ausgeprägte keimhemmende Wirkung des Senfölgemischs ist weiterhin in mehreren Laboruntersuchungen der Universität Freiburg belegt: Alle 13 darin untersuchten Bakterienarten wurden durch die Senföle erfolgreich gehemmt oder abgetötet, sogar antibiotikaresistente Bakterien wie MRSA und resistente E.coli[6-8]. „Um der wachsenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, bei einfachen bakteriellen Infektionen, wie zum Beispiel Blasenentzündungen, wirksame pflanzliche Präparate einzusetzen“, fordert Prof. Uwe Frank, Mikrobiologe und Resistenzexperte, der die Sektion „Krankenhaushygiene“ am Universitätsklinikum Heidelberg leitet. Auch nach Langzeittherapie ist bisher bei Bakterien keine Resistenzentwicklung gegen die Senföle bekannt. Zu dieser Thematik steht unter http://ots.de/F8VDN ab sofort folgendes TV-Footage-Material zur Verfügung:

Resistenzproblematik und Studienergebnisse zur Wirksamkeit der Senföle:

– Interview mit Studienleiter Prof. Uwe Frank, Heidelberg
– Einsatz der Senföle bei der Therapie von Harnwegsinfekten
– Interview mit dem Urologen Dr. Thorsten Bruns, Hamburg
– Interview mit einer Betroffenen
– NEU: Animierte 3D-Grafik zur Wirkweise der Senföle

Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!

Die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! prämiert mit ihrem diesjährigen Gesundheitspreis die Interventionsstudie „Änderungen der Insulinsensitivität, Herzstruktur und Leberverfettung adipöser Menschen durch diätetische Gewichtsreduktion“. Die Stiftung vergibt die mit 12.500 Euro dotierte Auszeichnung an ein Studienteam der Medizinischen Hochschule Hannover und der Charité Berlin um den Mediziner und Biologen PD Dr. Stefan Engeli. Der Medienpreis 2013 geht an STERN Gesund leben und Quarks&Caspers.

„Übergewichtige Personen sind besonders gefährdet, ein Metabolisches Syndrom mit Folgeerkrankungen an Herz und Gefäßen zu entwickeln“, sagt Dr. Hartmut Becker, Facharzt für Allgemeinmedizin und 1. Vorsitzender der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!. „Diesem wissenschaftlich begleiteten Projekt zur Prävention der Folgeerkrankungen des Metabolischen Syndroms ist es gelungen, bei den Teilnehmern eine nachhaltig wirkende gesundheitsförderliche Verhaltensänderung zu erzielen“.

In seiner Studienarbeit untersuchte Dr. Stefan Engeli mögliche Änderungen der Insulinsensitivität, Herzstruktur und Leberverfettung adipöser Menschen durch diätetische Gewichtsreduktion, entweder mit fettarmer Ernährung (Low Fat) oder mit einer kohlenhydratreduzierten Kost (Low Carb). Ein halbes Jahr lang trafen sich dazu 170 übergewichtige Frauen und Männer mit Typ-2-Diabetes zu regelmäßigen Gruppenschulungen und Einkaufsübungen. Hinzu kamen detaillierte Gesundheits-analysen und sportwissenschaftliche Tests. Die Teilnehmer beider Gruppen hatten erheblich Fett abgebaut, vor allem auch in der Leber. Ein sehr wichtiger Befund, denn Leberverfettung ist ein bedeutsamer Risikofaktor für die Entwicklung von Diabetes mellitus und Gefäßkrankheiten. Wichtige Messwerte wie Nüchternglukose und -insulin blieben ebenfalls deutlich unter den Ausgangswerten – und das auch nachhaltig, wie Kontrolluntersuchungen ergaben.

Den diesjährigen Medienpreis vergibt die Jury der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! zu je 6.250 Euro für die folgenden Beiträge: in der Kategorie Print an Dr. med. Astrid Viciano für den Artikel „Mach mal Pause“ (erschienen im Magazin STERN Gesund leben, Januar 2013). Die Autorin, so die Jury des Medienpreises, hat sehr intensiv und international recherchiert und dabei zum Teil überraschende Erkenntnisse zusammengetragen, über die in Publikumsmedien zuvor noch kaum berichtet wurde. Dabei ist der Text nicht nur fachlich fundiert, sondern auch sehr gut lesbar.

In der Kategorie Radio/TV geht der Medienpreis an Quarks&Caspers für die TV-Dokumentation „Fett – 7 Dinge, die Sie wissen sollten“ (gesendet am 30. Oktober 2012, produziert vom WDR). Der Film bringt neue Erkenntnisse über diesen Nährstoff, der als Grundübel für Übergewicht und Adipositas gilt, und klärt über Mythen, Irrtümer und Missverständnisse auf.

Den Festvortrag zur Preisverleihung 2013 vor Ehrengästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien in Baierbrunn bei München hält dieses Jahr Professorin Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Ihr Thema lautet: „Lebensstil und Gesundheit – lebensweltbezogene und alltagsnahe Strategien der Prävention.“

Zur Stiftung

Der Gesundheits- und der Medienpreis der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! werden vom Wort & Bild Verlag gefördert. Die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! wurde im Dezember 2005 gegründet. Gründer der Stiftung ist der Münchner Verleger und Inhaber des Wort & Bild Verlages Rolf Becker, der sich seit mehr als 50 Jahren mit der publizistischen Arbeit seiner Medien für eine eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge engagiert. Mit ihrer Aufklärungsarbeit wendet sich die Stiftung an Ärzte, Wissenschaftler, Meinungsbildner und Journalisten. Mehr zur Stiftung und zu ihren bisherigen Preisträgern findet man unter www.stiftung-rufzeichen-gesundheit.de.

Jurymitglieder des Gesundheitspreises

Professor Dr. Klaus Bös (Institut für Sportwissenschaften, Universität Karlsruhe), Professor Dr. med. Hans Hauner (Lehrstuhl für Ernährungsmedizin, Technische Universität München), Professor Dr. med. Markolf Hanefeld (Experte im Bereich Diabetologie und Fettstoffwechsel, Universität Dresden), Dr. Marianne Koch (Ehrenpräsidentin der Deutschen Schmerzliga), Professor Dr. med. Thomas Meinertz (Deutsche Herzstiftung), Friedemann Schmidt (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – ABDA), Professorin Dr. med. Ruth H. Strasser (Herzzentrum an der Technischen Universität Dresden), Professorin Dr. Petra Wagner (Institut für Gesundheitssport und Public Health, Universität Leipzig)

Jurymitglieder des Medienpreises

Klaus Bachmann (Wissenschaftsredakteur GEO), Dr. med. Andreas Baum (Chefredakteur Diabetes Ratgeber), Lilo Berg(Wissenschaftsjournalistin, Berlin), Dr. med. Christina Berndt (Wissenschaftsredakteurin Süddeutsche Zeitung), Monika Grebe (WDR – Quarks & Co.), Jan Schweitzer (Chefredakteur ZEIT Wissen), Dr. Stefanie Seltmann (Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg)

Atemwegsinfekten vorbeugen

An einer Atemwegsinfektion kommt man in der kalten Jahreszeit kaum vorbei: Im Büro, im Supermarkt oder in der Straßenbahn, überall begegnen einem Menschen mit Husten oder mit verschnupfter Nase. Jeder Kontakt mit einem Erkrankten erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung. Dr. Olaf Schmidt, Lungenfacharzt, Koblenz, gibt Tipps, wie ein Immunstimulans dabei helfen kann sich vor Atemwegsinfektionen zu schützen.

Das Immunsystem stärken

Zwei bis drei Erkältungen im Jahr sind völlig normal. Manche jedoch erwischt es häufiger, andere werden Husten und Schnupfen gar nicht wieder los und sind bis in den Frühling hinein angeschlagen. „Besonders oft trifft es Menschen, die im Alltag viel Kontakt mit anderen Menschen oder die ein schwaches Immunsystem haben“, so Dr. Schmidt. „Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich bei beiden Gruppen Atemwegsinfektionen vermeiden. Zum Beispiel kann man das Immunsystem mit einem Immunstimulans stärken, das Bakterienfragmente der häufigsten Erreger von Atemwegserkrankungen enthält“, erklärt der Arzt und führt aus: „Die Wirkweise ähnelt einer Impfung: Verabreicht werden Bakterienbestandteile, die keine Erkrankung hervorrufen können. Durch den Kontakt mit ihnen lernt das Immunsystem. Kommt es zu einer Infektion mit einer der enthaltenen Bakterienarten, kann der Körper die Bakterien gezielt bekämpfen und unschädlich machen und so den Ausbruch der Krankheit verhindern.“ Ein Immunstimulans mit Bakterienbestandteilen kann nicht nur in der infektfreien Phase zur Vorbeugung eingenommen werden, sondern auch während einer akuten Atemwegsinfektion. Bei der Auswahl z.B. eines verschreibungspflichtigen Immunstimulans kann der Arzt behilflich sein.

Zusätzliche Hilfe für das Immunsystem

Wer zusätzlich etwas für sein Immunsystem tun möchte, kann seine Abwehrkräfte mit diesen einfachen Tipps stärken:

– Ernähren Sie sich gesund und vitaminreich – essen Sie oft
frisches Obst und Gemüse.
– Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft – mit der richtigen
Kleidung ist ein Winterspaziergang gut für das Immunsystem.
– Achten Sie in Ihrer Wohnung auf die richtige Temperatur: Heizen
Sie die Räume nicht zu stark, lüften Sie regelmäßig und achten
Sie darauf, dass die Luft nicht zu trocken ist.
– Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem und schützen Sie
vor Infektionen.
– Wenn möglich, vermeiden Sie Alkohol, Zigaretten und Stress und
gönnen Sie sich und Ihrem Immunsystem regelmäßig
Erholungszeiten.

Sollte es trotz aller Vorsorge zu einer Ansteckung und einer Atemwegsinfektion kommen, ist ein zeitiger Arztbesuch wichtig, um den Infekt nicht zu verschleppen. „Beim Gesundwerden helfen Ruhe, Schlaf und viel trinken“, rät Dr. Schmidt.

Woche des Sehens vom 8.-15. Oktober

„Einblick gewinnen!“, heißt es während der diesjährigen Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober. Dazu ruft auch die Schirmherrin der Aufklärungskampagne auf, Fernsehjournalistin Gundula Gause. Sie unterstützt damit die Arbeit der Augenärzte, Selbsthilfeorganisationen und internationalen Hilfswerke. Diese machen mit der Aktionswoche bereits zum zwölften Mal auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit und die Lage blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam.

„Aufklärung ist wichtig“

„‚Einblick gewinnen!‘ meint, dass sich jeder selbst mit Sehen und Sehbehinderung auseinandersetzen sollte, sich informieren, aber auch selbst aktiv werden sollte“, erklärt Gundula Gause das Motto der diesjährigen Kampagne und macht damit deutlich, wie wichtig neben der Aufklärungsarbeit die Eigenverantwortung jedes Einzelnen bei diesem Thema ist. Es geht aber nicht nur um die eigene Vorsorge. Aufschlussreich kann es auch sein, sich selbst in die Lage eines Menschen mit Sehbehinderung zu versetzen. Dazu besteht bei vielen Veranstaltungen zur Woche des Sehens im gesamten Bundesgebiet Gelegenheit. Gegenstände nur mit Hilfe des Tastsinns zu erkennen oder mit einem Langstock und durch eine Simulationsbrille vorübergehend sehbehindert einen Parcours zu bewältigen, wird dabei zur Herausforderung.

Spielerisch Wissen erweitern

Dass Aufklärungsarbeit zum Thema Sehen und Sehbehinderung nicht trocken sein muss, beweist die Aktionswoche auch auf ihrer Internetseite www.woche-des-sehens.de. Hier finden Interessierte zum Start der Woche am 8. Oktober eine Unterseite mit optischen Phänomenen sowie ein Wissensquiz zum Thema. Höhepunkte im Verlauf der Kampagne sind die beiden internationalen Aktionstage „Welttag des Sehens“ am 10. Oktober, der auf die weltweite Initiative „VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht“ hinweist, sowie der „Internationale Tag des weißen Stocks“ der Vereinten Nationen am 15. Oktober, an dem seit 1969 blinde Menschen auf ihre Möglichkeiten und Probleme in der Gesellschaft aufmerksam machen.

Die Partner der Woche des Sehens

Getragen wird die Aktionswoche von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird die Woche des Sehens von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG.

Weitere Informationen finden Sie auf www.woche-des-sehens.de oder www.facebook.com/WochedesSehens.

„Tag der Epilepsie“

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, und doch ist relativ wenig darüber bekannt. Betroffene können mit modernen Medikamenten die Anfälle kontrollieren und ein aktives, selbstbestimmtes Leben führen. Doch die Versorgung von Menschen mit Epilepsie mit innovativen Medikamenten wird durch politische Entscheidungen zunehmend gefährdet.

„Mit Epilepsie mitten im Leben“, so lautet das Motto des diesjährigen Tages der Epilepsie am 5. Oktober (1). Doch mit einer der häufigsten neurologischen Krankheiten (2,3) mitten im Leben zu stehen, ist nicht einfach. So haben Menschen mit Epilepsie häufig mit Stigmatisierung und Unwissenheit ihres Umfelds zu kämpfen: Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) ergab, dass 11% der Befragten Epilepsie für eine Geisteskrankheit halten, nur 45% der Befragten wussten, dass die Erkrankung erfolgreich behandelt werden kann (4). Dabei kann Epilepsie jeden treffen: Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens zu erkranken, liegt bei über 5%; die für das Auftreten eines einmaligen epileptischen Anfalls sogar bei über 10% (3).

Aktives Leben mit Epilepsie

Epilepsie ist zwar nicht heilbar, aber es gibt sehr gute Möglichkeiten, sie zu behandeln. Derzeit gibt es bereits 20 zugelassene Epilepsiemedikamente, die vielen Patienten ein weitgehend normales Leben ermöglichen. Rund zwei Drittel der Patienten sind dabei anfallsfrei (5) und stehen trotz der Erkrankung mitten im Leben: Sie gehen ihrem Beruf nach, treiben Sport, sind mobil und reisen in die Ferne.

Rund ein Drittel der Patienten sind jedoch trotz angemessener Therapie nicht anfallsfrei (5). Sie benötigen neue Medikamente mit innovativen Wirkmechanismen und sind auf Fortschritte aus Forschung und Entwicklung angewiesen. Die sind zwar vorhanden, jedoch erschwert die gegenwärtige gesundheitspolitische Situation in Deutschland Patienten mit Epilepsie den Zugang zu modernen Therapien.

Medikamentöse Patientenversorgung gefährdet

„Für uns als forschendes Unternehmen stehen die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen sowie die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge im Mittelpunkt. Langfristig sehen wir aber die Versorgung mit neuen Medikamenten zur Epilepsiebehandlung gefährdet und damit auch die Mobilität und Aktivität von Menschen mit Epilepsie“, so Georg Wager, General Manager der Eisai GmbH, einem Unternehmen, dass mit derzeit vier zugelassenen, patentgeschützten Medikamenten mehr Antiepileptika vertreibt als jedes andere Unternehmen.

„Eisai setzt sich dafür ein, dass innovative Antiepileptika auch weiterhin für Patientinnen und Patienten bereit stehen“, erklärt Wager weiter, „so wurde ein Named-Patient-Zugangsprogramm ins Leben gerufen, dass die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit unserem jüngsten Epilepsie-Medikament mit einzigartigem Wirkmechanismus sicherstellt.“

Grund für dieses Vorgehen gab das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG), das seit 2011 für alle neuen Arzneimittel eine frühe Nutzenbewertung vorschreibt (6). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), die mit der Nutzenbewertung befassten Stellen, sahen einen Zusatznutzen gleich für die zwei neuesten Epilepsiemedikamente – darunter das von Eisai – nicht belegt (7,8).

„Eisai hat sich als Konsequenz dazu entschieden, sein Arzneimittel in Deutschland vorübergehend außer Vertrieb zu setzen“, erläutert Wager. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Unsere erste Sorge gilt nun den rund 3.000 Patientinnen und Patienten, die das zugelassene Medikament bereits in Deutschland erhalten – daher haben wir das Zugangsprogramm eingerichtet.“ Denn Praxisdaten zeigen, dass Epilepsie-Betroffene bereits von dem Medikament profitieren (9). „Aus unserer Sicht hat ein Medikament schon einen Zusatznutzen, sobald sich auch nur die Lebensqualität der behandelten Patientinnen und Patienten in ihrem Alltag erhöht“, betont Wager. „Wir werden unser Arzneimittel zum frühest möglichen Zeitpunkt für eine Neubewertung einreichen. Wir hoffen inständig, dass sich eine neuerliche Bewertung stärker an der Versorgungsrealität orientiert und einen Zusatznutzen für diesen ersten Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse anerkennt.“

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Eine Erkrankung mit vielen Facetten

Epilepsie ist mit etwa 50 Millionen Betroffenen weltweit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen (2,3). In Deutschland leiden schätzungsweise 500.000 Menschen daran (5). Die Ursachen sind vielfältig. Es handelt sich um eine Erkrankung des Gehirns, bei der pathologische, unregulierte elektrische Entladung auftreten, die in epileptischen Anfällen resultieren (10). Diese können ganz unterschiedlicher Gestalt sein und reichen von nur für den Betroffenen wahrnehmbaren Veränderungen des Bewusstseins bis hin zu großen Anfällen mit Verkrampfung der gesamten Körpermuskulatur.

Für Betroffene sowie für Angehörige ist Epilepsie eine enorme Beeinträchtigung. Die Angst, in der Öffentlichkeit die Kontrolle über die Funktionen des eigenen Körpers zu verlieren und bewusstlos zu werden, ist ein ständiger Begleiter. Psychische Probleme, depressive Beschwerden oder Angststörungen sind oft die Konsequenz. Psychische und soziale Folgen sind für die Betroffenen oft schlimmer als die Anfälle selbst (10).

Erste Hilfe ist gefragt

Personen, die einen epileptischen Anfall miterleben sind oft hilflos und unsicher, was am besten zu tun ist. Deshalb ist wichtig zu wissen: Während eines epileptischen Anfalls erleiden Epilepsie-Patienten keine Schmerzen. Die Anfälle hören meist von allein wieder auf. Es besteht jedoch eine hohe Verletzungsgefahr durch Stürze und unkontrollierte Bewegungen während des Anfalls. Die Verletzungsgefahr sollte deshalb minimiert werden. Den Patienten weg von Bordstein oder Tischkanten legen, enge Kleidungsstücke lockern und den Betroffenen nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen sind wichtige Tipps für die erste Hilfe. Auf keinen Fall sollte dem Betroffenen Gegenstände zwischen die Zähne geschoben oder der Betreffende gewaltsam festgehalten werden (11).

Mehr tatkräftige Tipps sowie Informationen über Epilepsie finden Sie unter www.epilepsie-vereinigung.de