Archiv für den Monat: November 2013

Chancen für Arzneimittelversorgung

Der Koalitionsvertrag bietet zahlreiche Chancen, das gesamte Gesundheitswesen und insbesondere die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu verbessern. Das heute von CDU, CSU und SPD unter Vorbehalt unterzeichnete Dokument formuliert aber auch etliche Herausforderungen, die es im Laufe der neuen Legislaturperiode des Bundestages zu bewältigen gilt. „Wir begrüßen, dass sich die Gesundheitspolitiker auf wichtige Meilensteine geeinigt haben und deshalb nun Planungssicherheit für nächsten vier Jahre besteht“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Das klare Bekenntnis zu einer hochwertigen, sicheren und wohnortnahen Arzneimittelversorgung durch Freiberufler in inhabergeführten Apotheken verstehen wir als Auftrag, diesem Anspruch der Patienten auch künftig gerecht zu werden.“

Aus dem vorläufigen Vertrag ergeben sich jedoch auch Herausforderungen: Der erhöhte Herstellerrabatt, den die pharmazeutischen Unternehmen auch künftig an die Krankenkassen abführen sollen, sorgt durch das Inkasso in den Apotheken für Bürokratie und Haftungsrisiken. Dass die Nutzenbewertung für den Bestandsmarkt von patentgeschützten Arzneimitteln gestoppt werden soll, führt derweil zu mehr Planungssicherheit für Apotheker und chronisch kranke Patienten. In der ambulanten Notfallversorgung in Kliniken müssen die Apotheker nun Möglichkeiten prüfen, inwiefern eine bessere Verzahnung der ärztlichen Notdienstversorgung mit den Nacht- und Notdiensten der öffentlichen Apotheken gewährleistet werden kann.

Zu den größten Chancen für das Gesundheitswesen gehören die Pläne für die Prävention, für ein patientenfreundliches Entlassungsmanagement vom stationären in den ambulanten Bereich sowie bei der strukturierten Versorgung von chronisch kranken Patienten. „Die Apotheker werden dafür kämpfen, dass ihre Kompetenz im Gesundheitswesen künftig noch besser genutzt wird“, sagt ABDA-Präsident Schmidt. „Um bessere Leistungen für die Patienten zu erbringen, brauchen wir solide Rahmenbedingungen, aber auch Spielraum für innovative Lösungen“. Die Weiterentwicklung der freiberuflichen Leistungen und des Honorarsystems der Apotheken, eine Stärkung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung sowie eine Stärkung der Selbstverwaltung hatten zuletzt zu den wichtigsten Forderungen der Apotheker gehört.

Weitere Informationen unter www.abda.de

Schutz für ein starkes Immunsystem

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen nähern sich dem Gefrierpunkt und die Menschen erkälten sich leichter als sonst. Gerade in der kalten Jahreszeit ist es deshalb besonders wichtig, das Immunsystem zu stärken. Denn nur ein starkes Immunsystem kann uns vor Krankheiten schützen.

Die Thymusdrüse ist für das Immunsystem ein außerordentlich wichtiges Organ. Sie befindet sich hinter dem Brustbein und produziert spezielle Eiweißstoffe, sogenannte Thymuspeptide. Die wichtigste Aufgabe der Thymusdrüse ist es, Abwehrzellen so zu programmieren, dass sie krankmachende Eindringlinge erkennen und bekämpfen können. Dieser Vorgang ist sehr wichtig, da das Immunsystem andernfalls den eigenen Körper angreifen könnte.

Die Thymusdrüse liefert jedoch nicht konstant volle Leistung. Bereits in der Pubertät beginnt das Organ sich langsam zurückzubilden. Mit dem 30. Lebensjahr hat sich das Gewicht der Drüse auf ein Viertel reduziert und mit fünfzig ist der Mensch nur noch mit einem winzigen Rest an Thymus ausgestattet. Die Konsequenz: Je älter der Mensch ist, desto weniger Abwehrkräfte hat er. Ein hektisches Arbeitsleben und andere Stressfaktoren können das Immunsystem zusätzlich belasten. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, die Abwehrkräfte gezielt zu stärken.

Das neue Nahrungsergänzungsmittel THYMVITAL® enthält einen Thymusextrakt, der aus allen wichtigen Thymuspeptiden sowie Selen und Zink besteht. Die gefährliche Magenpassage überstehen die empfindlichen Thymuspeptide dank ihrer Verpackung in magensaftresistenten Pellets. Selen ist als Bestandteil schützender Eiweiße lebensnotwendig für den Körper. Darüber hinaus trägt das Spurenelement zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Zink hilft Knochen, Haare, Nägel und Zähne gesund zu halten. Gleichzeitig werden die Abwehrkräfte unterstützt.

Neben der natürlichen Unterstützung des Immunsystems eignet sich THYMVITAL® auch in Fällen, in denen es zu einem erhöhten Bedarf an Selen und Zink kommen kann. THYMVITAL® ist in der Apotheke erhältlich. Eine Packung enthält 30 Kapseln. Weitere Informationen können unter www.biosyn.de abgerufen werden.

TAVI bei gebrechlichen Patienten: Neue Methode zur Abschätzung von Nutzen und Risiko

Deutsche Stiftung für Herzforschung zeichnet Arbeit mit August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis aus

Wenn die Aortenklappe so verengt ist, dass ein Klappenersatz notwendig wird, gab es lange dafür nur die Möglichkeit einer Operation. Da es jedoch sehr alte und sehr kranke Patienten gibt, die nicht operiert werden können, weil das Risiko als zu hoch angesehen wird, wurde ein neues Verfahren entwickelt, bei dem die neue Herzklappe mittels Kathetertechnik eingesetzt wird: die kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI). Damit verfügt die Herzmedizin seit rund zehn Jahren über eine neue Therapieoption für diese Risiko-Patienten. Im Klinikalltag stellen jedoch Herzspezialisten bei den oftmals hochbetagten und schwerkranken TAVI-Patienten in der Nachbeobachtung fest, dass trotz der neuen TAVI-Methode eine erhebliche Sterblichkeit sowohl direkt nach dem Eingriff als auch längere Zeit danach besteht.

Um gerade bei gebrechlichen Patienten den zu erwartenden Nutzen einer TAVI und die durch den Eingriff bedingte Sterblichkeit und das Langzeitüberleben genauer berechnen zu können, haben Dr. med. Miriam Puls, Assistenzärztin der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Georg-August-Universität Göttingen, und Kollegen im Rahmen einer Studie ein Verfahren entwickelt, dass der Vorhersage einer erhöhten Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit nach einer TAVI dient. Für die Risikoabschätzung wird erstmals der Grad der Gebrechlichkeit des Patienten nach dem sog. Katz-Index herangezogen. Die Studie „Verhältnis von Nutzen und Risiko der kathetergestützten Aortenklappenimplantation TAVI bei gebrechlichen Patienten: Der Katz-Index als wesentlicher Prädiktor kurz- und langfristiger Morbidität und Mortalität“ wurde von der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) mit dem August Wilhelm und Lieselotte Becht-Preis 2013, dotiert mit 15.000 Euro, auf dem Herbstkongress der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Dresden ausgezeichnet.

„Gebrechlichkeit ist ein Merkmal, das bei vielen der hochbetagten TAVI-Patienten anzutreffen ist, das aber in den gängigen chirurgischen Risikomodellen keine Berücksichtigung findet“, erläutert Preisträgerin Dr. Puls zur Studie. „Diese Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie eben diese gängigen Berechnungsmodelle der Herzchirurgie zur Risikoabschätzung um ein neues Verfahren erweitert, das den Bedingungen eines TAVI-Eingriffs bei gebrechlichen Patienten viel besser gerecht zu werden scheint“, würdigt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Udo Sechtem, Vorstandsvorsitzender der DSHF, die prämierte Studie.

Warum Gebrechlichkeit als neue Messgröße in der Risikobestimmung?
Die Göttinger Forscher stellten fest, dass viele aus der klassischen Herzchirurgie bekannte Risikofaktoren wie beispielsweise hohes Lebensalter, weibliches Geschlecht, eingeschränkte Auswurfleistung des Herzens, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung oder eine vorausgegangene Herzoperation nicht mit einer erhöhten Sterblichkeit ihrer TAVI-Patienten einhergingen.

So führten Dr. Puls und ihre Kollegen für ihre Studie eine Langzeitbeobachtung von im Schnitt 1,5 Jahren an den ersten 300 Patienten durch, die am Herzzentrum Göttingen mittels TAVI behandelt wurden (Durchschnittsalter: 82±5 Jahre). Untersucht wurde der Einfluss der Gebrechlichkeit auf das Überleben nach TAVI. Gebrechlichkeit wurde mit Hilfe des Katz-Index definiert, der die Selbständigkeit einer Person anhand von 6 Aktivitäten des täglichen Lebens beschreibt: Körperpflege, Ankleiden, Toilettengang, Kontinenz, Essen, Transfer zwischen Bett und Sessel. Bei einem Katz-Index von 6 ist eine Person komplett selbständig, bei einem Index von 0 vollständig pflegebedürftig. „Für unsere Untersuchung definierten wir jedwede Abhängigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens, also einen Katz-Index unter 6, als Gebrechlichkeit. Dieses Merkmal zeigten 48 Prozent der von uns untersuchten TAVI-Patienten“, erläutert Dr. Puls.

Hoher Grad der Gebrechlichkeit erhöht Sterblichkeit nachTAVI-Eingriff
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die gebrechlichen Patienten eine fast dreimal höhere eingriffsbedingte Sterblichkeit aufweisen als die nicht-gebrechlichen (17% gegenüber 5,8% an Tag 30 nach TAVI), obwohl eingriffsbedingte Komplikationen in beiden Gruppen etwa gleich häufig auftraten. „Die gebrechlichen Personen hatten infolge einer verminderten Widerstandsfähigkeit des Organismus bei einer Komplikation ein deutlich höheres Risiko, an dieser zu sterben“, erläutert Dr. Puls.

Auch wirkte sich Gebrechlichkeit stark auf das Langzeitüberleben von TAVI-Patienten aus: So starben innerhalb des gesamten Beobachtungszeitraumes (im Mittel 1,5 Jahre) 55% der gebrechlichen und 24% der nicht-gebrechlichen Patienten. Somit ist es bei TAVI-Patienten nicht primär die Summe von Begleiterkrankungen und Lebensalter, sondern vielmehr deren Auswirkungen auf den Allgemeinzustand einer Person, die das Langzeitüberleben bestimmen. „Deshalb sollte der Gebrechlichkeitsstatus eines TAVI-Patienten in Überlegungen zur Risikoabschätzung und zu erwartendem Nutzen des Eingriffs einbezogen werden“, betont Dr. Puls. Auch schlussfolgert die Medizinerin aus den Studienergebnissen, „dass eine TAVI möglichst früh nach Diagnosestellung durchgeführt werden sollte, um einen Eintritt von Pflegebedürftigkeit infolge langjähriger chronischer Krankheit und damit verbunden eine deutlich erhöhte eingriffsbedingte Sterblichkeit zu vermeiden“.

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V./
Deutsche Stiftung für Herzforschung
Pressestelle:
Michael Wichert/Pierre König
Tel. 069/955128-114/-140
Fax: 069/955128-345
E-Mail: wichert@herzstiftung.de/
koenig@herzstiftung.de
www.herzstiftung.de
www.dshf.de

Mehr Mut zur Diagnose

Männer sind das starke Geschlecht. Aus medizinischer Sicht allerdings auch das häufiger kranke. Männer liegen nicht nur bei Übergewicht und Suchtmittelkonsum vor den Frauen, sondern sterben im Schnitt auch fünf Jahre früher. Und sie drücken sich vor Arztbesuchen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der „Apotheken Umschau“. Demnach glauben 81,9 Prozent der Befragten, dass Männer Krankheitssymptome häufiger ignorieren und zu lange warten, bis sie einen Arzt konsultieren. „Sich körperliche und seelische Leiden einzugestehen und sie behandeln zu lassen ist leider noch in vielen Männerköpfen ein Tabu“, so Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland.
Früherkennung rettet Leben

Im Rahmen von Checkup-Untersuchungen können Gesundheitsrisiken rechtzeitig diagnostiziert und Heilungschancen verbessert werden. Dazu gehört beispielsweise auch die Prüfung des Blutdrucks, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Dieser schmerzfreie, unkomplizierte Check ist enorm wichtig, da Herzinfarkt eine häufige Todesursache bei Männern ist. Weitere typische Männerkrankheiten, bei denen sich Vorsorgeuntersuchungen als sinnvoll erweisen, sind Krebs, Diabetes, Lungen- und Nierenerkrankungen. Da die Untersuchungen nur Momentaufnahmen zeigen, sollten sie wiederholt werden. Viele Männer fürchten jedoch das Behandlungsergebnis und gehen daher nicht zum Check-up.
Psychische Gesundheit rückt in den Fokus

Neben den körperlichen Leiden kamen in den vergangenen Jahren vermehrt psychische Störungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeit hinzu. Aktuell machen sie bei Männern 12,5 Prozent aller betrieblichen Fehltage aus. Parallel dazu stieg auch die Selbstmordrate. Grund dafür ist laut Männergesundheitsbericht 2013 die unzureichende Diagnose von psychischen Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen und deren Behandlung.

Bei Nasensprays während des Sprühens einatmen

Wie ein Nasenspray richtig angewendet wird, hängt auch von der Art des Fläschchens ab. Kleine Dosierflaschen müssen vor der ersten Anwendung mehrmals außerhalb der Nase betätigt werden, damit sich das Dosiersystem mit der Arzneimittellösung füllt. Knautschbare Quetschflaschen sollten kurz und kräftig zusammengedrückt werden, weil dies eine fein verteilte Wolke der Arzneimittelflüssigkeit erzeugt. Anschließend wird die Quetschflasche – noch zusammengedrückt – aus der Nase gezogen. So lässt sich verhindern, dass Nasensekret in die Quetschflasche eingezogen wird. „Am besten verteilen sich Sprays, wenn die Patienten während des Sprühstoßes einatmen“, sagt Apotheker Dr. Wolfgang Kircher, Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). „Grundsätzlich verteilen sich Nasensprays leichter als -tropfen in der Nase. Es reicht bei Nasensprays deshalb aus, den Kopf nach dem Einsprühen kurz in den Nacken zu legen.“

Patienten, die Nasentropfen brauchen, sollten sich unmittelbar nach dem Einträufeln für ein bis zwei Minuten nach vorne beugen – statt nach hinten, wie viele Menschen es tun. Wird dabei der Kopf nach vorne gebeugt und dabei nach links und rechts geschüttelt, verteilen sich die Nasentropfen besser auf der gesamte Nasenschleimhaut. Gelangen die Nasentropfen teilweise in den Rachen, sollten die Lösungen nicht verschluckt, sondern ausgespuckt werden. Das gilt besonders für Kinder.

Nicht nur bei Schnupfen oder Allergien werden Nasensprays und -tropfen eingesetzt. Arzneimittel können über die Nasenschleimhaut auch Wirkungen im gesamten Körper erzielen. Dazu gehören u.a. einige hormonartig wirkende Medikamente. Kircher: „Bei diesen systemisch wirkenden Substanzen ist die richtige Anwendungstechnik besonders wichtig. Der Apotheker demonstriert das seinen Patienten gerne.“ Aus hygienischen Gründen sollten Nasensprays und -tropfen immer nur von einer Person benutzt werden. Außerdem sollten alle Teile, die in die Nase eingeführt werden, nach jedem Gebrauch mit einem sauberen Taschentuch abgewischt werden.

Bundesweit mehr als 1.000 kostenfreie Veranstaltungen der Deutschen Herzstiftung zur Herzschwäche

Deutschlandweit finden im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung noch bis Ende November mehr als 1.000 kostenfreie Informationsveranstaltungen zur Herzschwäche statt. Patienten, Angehörige und Interessierte haben derzeit die Möglichkeit, sich direkt von ausgewiesenen Herzspezialisten laienverständlich über Ursachen, Diagnose und Therapie der Herzschwäche nach neuestem medizinischem Wissen informieren zu lassen. Die Besucher erfahren auch, wie ein durchdachter Lebensstil das Risiko für eine Herzschwäche fast halbieren kann und haben die Möglichkeit, den Herzspezialisten Fragen zur eigenen Herzerkrankung zu stellen. Veranstaltungshinweise können unter www.herzstiftung.de/herzwochen.html mit Angabe der eigenen Postleitzahl einfach abgerufen werden.

Hintergrundinformationen zur Herzschwäche
In Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Mio. Menschen an einer Herzschwäche. Die Herzschwäche führt dazu, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Es kommt zu Beschwerden wie verringerte Leistungsfähigkeit, Atemnot z. B. beim Treppensteigen schon nach ein bis zwei Stockwerken, Flüssigkeitseinlagerungen an Knöcheln und Beinen (Ödeme).
Dank der derzeitigen Therapiemöglichkeiten können die Beschwerden und die Lebenserwartung der Patienten verbessert und das Fortschreiten der Herzschwäche verlangsamt werden.

Online-Kunden scheuen die Beratung, nutzen aber Online-Features zur Beratung

In vielen Tests von Versandapotheken wird oftmals die fehlende oder schlechte Beratung einzelner Online-Apotheken moniert. Im Rahmen einer Auswertung von Kundenkontakten, die der Betreiber der VersandApo.de nun veröffentlicht hat, zeigt sich aber, dass die Beratung als zentraler Faktor für Versandapotheken gar nicht unbedingt relevant sein muss.

Für die Auswertung, die die VersandApo.de in ihrem Blog veröffentlicht hat, wurden insgesamt 900 Hotline-Anfragen in einem Zeitraum ausgewertet, in dem circa. 10.000 Bestellungen getätigt wurden. Der Großteil der Kontakte hatte dabei allerdings überhaupt keinen beratenden Hintergrund – es ging vielmehr um Fragen zur Bestellabwicklung oder auch zur Zustellung. Lediglich circa 5% der Anfragen fielen in die Kategorie „Beratung“. Bezogen auf die Anzahl der Bestellungen haben also nur ca. 0,5% eine Beratung über die Hotline gesucht, während der Erfahrung nach ca. 7-8% der Kunden in einer stationären Apotheke Beratung suchen.

Ebenfalls interessant ist eine Auswertung in Bezug auf den von der VersandApo.de angebotenen WechselwirkungsCheck, bei dem Medikamente auf Wechselwirkungen überprüft werden: „Bei der Hotline kamen lediglich 3 Anfragen zu Wechselwirkungen an, online wurde das entsprechende Feature aber 840 mal gesucht“, so Dr. Kaul von der VersandApo.de. Für ihn lässt das nur den Schluss zu, dass sich Online-Käufer deutlich anders als Offline-Käufer verhalten: „Es scheint so, dass Online-Kunden die Kontaktaufnahme zur Beratung vermeiden. Der Kunde ist wohl noch nicht bereit, sich in diesem Punkt auf das Internet und seine Möglichkeiten einzulassen.“

In seinem Blog-Beitrag, der unter der URL http://blog.versandapo.de/auswertung-beratung/ abgerufen werden kann, zeigt Dr. Kaul aber auch Konsequenzen und Auswege auf. So müssten Versandapotheken typische Fragestellungen idealerweise kennen, um diese dann dem Kunden über das Shop-System zugänglich zu machen. Aber auch das Nutzen von Live-Chats oder das Erstellen von Kundenprofilen sind mögliche Maßnahmen.

Schnupfen konsequent behandeln – auch bei Babys

Zur kalten Jahreszeit sind die Rhinoviren wieder aktiv. Die weit verbreiteten Erreger des akuten Schnupfens hinterlassen keine komplette Immunität. Daher kann man immer wieder an ihnen erkranken. Die Virusfamilie besteht aus über 100 Varianten.

Dies erklärt die Häufigkeit der Erkältungskrankheiten. Jeder Erwachsene ist 1-2mal pro Jahr betroffen, Schulkinder 2-3mal pro Jahr. Eine Erkältung sollte in jedem Lebensalter schnell und konsequent behandelt werden. Andernfalls kann sich auch schon ein banaler Schnupfen zu schlimmeren Krankheiten wie Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis oder sogar Lungenentzündung entwickeln. Gerade für junge Familien kann das anstrengend sein, erläuterte der Münchener Kinderarzt Dr. Reinhard Erdl. Oft kursieren über Wochen mehrere Erreger in einer Familie gleichzeitig. Dr. Ernst Höhn, Allgemeinarzt aus Wurmberg, hat zur Erkältungszeit immer besonders viel zu tun.

„Der banale Schnupfen ist die häufigste Erkrankung des Menschen. Das merken wir jedes Jahr mit Beginn des Herbstes an dem plötzlichen Ansturm auf unsere Praxis. Man sollte den Schnupfen ernst nehmen und sofort behandeln“. Für Säuglinge ist eine freie Nase zwingend notwendig, so Dr. Michael Gerstlauer, Kinderpneumologe aus Augsburg. Ist die Nasenatmung, kann das Baby sich nicht auf das Saugen konzentrieren, es muss immer wieder die Nahrungsaufnahme unterbrechen, um die Nase frei zu bekommen oder den Mund öffnen, um einen tiefen Atemzug zu machen.

Mit Oxymetazolin (Nasivin®) steht seit über 50 Jahren ein für die ganze Familie geeignetes Nasenspray gegen den Schnupfen in altersgerechter Dosierung zur Verfügung – und mit dem Dosiertropfer für Babys ab der ersten Lebenswoche sogar eine spezielle Tropfflasche in säuglingsgerechter Dosierung, so die Experten. Es wirkt nicht nur besonders schnell und lang, sondern zudem abschwellend, antiviral und antientzündliche. Bereits nach 25 Sekunden ist die Nase wieder spürbar frei. Die Wirkung hält bis zu 12 Stunden an, wodurch eine ungestörte Nachtruhe erreicht werden kann.