Archiv für den Monat: März 2014

Über 100.000 Ärzte auf einen Klick

Auf dem unabhängigen Online-Expertennetzwerk coliquio hat sich jüngst der 100.000ste Arzt angemeldet. „Für Pharmaunternehmen bedeutet die wachsende Zahl, dass sie einen Großteil ihrer Zielgruppe erreichen“, sagt coliquio-Gründer und Geschäftsführer Felix Rademacher. Mehr als 35 der führenden Pharmaunternehmen schätzen dies schon seit vielen Jahren. Ärzte nutzen coliquio zur Information und zum Erfahrungsaustausch. Ein großer Vorteil ist der Kontakt zu Kollegen und die schnelle Hilfe bei schwierigen Fällen.

100.000 Ärzte: Damit ist mehr als jeder vierte praktizierende Arzt in Deutschland Mitglied bei coliquio. Und: Pro Monat kommen derzeit durchschnittlich 2.500 hinzu. Die Ärzte sind zudem sehr aktiv. Über 82.000 Mitglieder waren in den vergangenen 180 Tagen online. Felix Rademacher: „Durch coliquio haben Pharmaunternehmen einen guten Draht zu den Ärzten. Nirgendwo sonst können sie diese so gezielt und individuell über neue Medikamente und Impfstoffe informieren, befragen und mit ihnen diskutieren.“

Die Kommunikation der Hersteller lässt sich genau auf Indikations- oder Ärztegruppen zuschneiden, etwa auf die 21.100 Allgemeinmediziner, Praktischen Ärzte und Internisten, die coliquio nutzen. Insgesamt sind dort Ärzte aus 73 Fachrichtungen vertreten.

Rampenlicht Infocenter

Pharmaunternehmen kommen auf coliquio vornehmlich über sogenannte Infocenter mit den Ärzten in Kontakt. Dort stellen die Unternehmen beispielsweise Studienergebnisse oder Leitlinienempfehlungen sowie Informationen zu Präparaten, Wirkstoffen und Indikationen zur Verfügung. Darüber hinaus können die Ärzte Fragen an die Unternehmen richten und mit diesen in einen Dialog treten.

Das lobt zum Beispiel Dr. med. Frank Waldfahrer, Oberarzt der HNO-Universitätsklinik Erlangen: „Ein guter Austausch mit Pharmaunternehmen ist heute aus der Medizin nicht wegzudenken. Beide Seiten gewinnen, wenn man aufeinander zugeht und sich besser kennenlernt. Der fachliche Austausch via Internet und digitale Medien ist zukunftsweisend.“

Cornelia Friedrich, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Sexualmedizin aus Köthen, ergänzt: „coliquio ermöglicht mir einen Austausch mit Kollegen und der Pharmaindustrie auf einfachem Wege. Besonders schätze ich die sofortige und kompetente Rückmeldung zu Fragen sowie kritische Diskussionen über Diagnostik, Therapie oder Medikamente.“

Mit Bewegung dem Darmkrebs vorbeugen

Darmkrebs gehört mit fast 64.000 Neuerkrankungen jährlich zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel und Übergewicht werden von Experten für die hohen Zahlen mit verantwortlich gemacht. „Bringen Sie Ihren Körper täglich mindestens eine halbe Stunde in Schwung“, sagt Dr. Freerk Baumann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. „Bewegen ist gesund und senkt nachweislich das Darmkrebsrisiko.“ Interessierten, die ihren Alltag bewegungsreicher gestalten möchten, bietet die Deutsche Krebshilfe im Internet unter www.bewegung-gegen-krebs.de Informationen und praxistaugliche Tipps.

Jährlich erkranken in Deutschland rund 35.500 Männer und 28.400 Frauen neu an Darmkrebs. Anlässlich des diesjährigen Darmkrebsmonats informiert die Deutsche Krebshilfe verstärkt über die vorbeugenden Effekte von Sport und Normalgewicht.

Bei Menschen, die täglich 30 bis 60 Minuten zügig körperlich aktiv sind, sinkt das Darmkrebsrisiko um 20 bis 25 Prozent. Dies belegen Studien. „Dabei gilt durchaus der Grundsatz „Viel hilft viel“. Denn das Erkrankungsrisiko sinkt insbesondere dann, wenn sich intensiv, häufig und ausdauernd bewegt wird“, betont Baumann. Der Grund: Regelmäßige sportliche Aktivität trägt wesentlich dazu bei, den Stoffwechsel zu aktivieren. Dies stärkt das Immunsystem und unterstützt Vorgänge, durch die der Körper entstandene Schäden am Erbgut selbst reparieren kann. Darüber hinaus hemmen Bewegung und Sport entzündliche Prozesse im Organismus und erleichtern die Gewichtskontrolle. Dies ist bedeutsam, da Übergewicht das Entstehen von Darmtumoren begünstigt.

Zudem gilt: Menschen, die sich gern und viel bewegen, pflegen häufig einen gesünderen Lebensstil als „Bewegungsmuffel“. Sie ernähren sich zumeist bewusster, rauchen seltener, trinken nur wenig Alkohol und verbringen mehr Zeit an der frischen Luft. So senken sie zusätzlich aktiv und selbstbestimmt ihr individuelles Darmkrebsrisiko. Die gemeinsame Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Sporthochschule Köln bietet Interessierten Informationen über den Zusammenhang zwischen Bewegung und Krebsprävention und gibt wertvolle Tipps, wie der Schritt in ein sportlich aktiveres Leben gelingt.

Darüber hinaus bietet die Deutsche Krebshilfe kostenlose Informationsmaterialien zum Thema Darmkrebs und Krebsprävention an: Ratgeber, Präventionsfaltblätter, Plakate sowie Patienten-Informationsfilme auf DVD können bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, bestellt und im Internet unter www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.

Tuberkulose-Infektionen steigt

Die Tuberkulose (Tbc) kommt in Deutschland zwar deutlich seltener vor als in vielen anderen Gegenden der Welt. Aber auch hierzulande ist das Infektionsrisiko nicht gebannt. So verzeichnet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) steigende Infektionszahlen bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen. Das teilt sie anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages am 24. März mit. In die Statistik der Berufsgenossenschaft fließen aktive Tuberkulosen und latente Infektionen ein. Wenn die Krankheit ausbricht, wird ihre Behandlung teilweise durch Resistenzen gegen die geläufigen Tbc-Medikamente erschwert. Bei der Prävention fehlt es an einem geeigneten Impfstoff.

2013 wurden der BGW insgesamt 543 Tuberkulose-Infektionen gemeldet – 2009 waren es 311 gewesen. In 160 Fällen ging es im vergangenen Jahr um eine aktive Tuberkulose (2009: 124 Meldungen), die übrigen 383 Meldungen betrafen latente Infektionen (2009: 187 Meldungen). „Zum Teil hängt die Zunahme der festgestellten Infektionen vermutlich mit verbesserten Diagnosemöglichkeiten zusammen“, erläutert Prof. Dr. Albert Nienhaus, Tuberkulose-Experte der BGW. „Aber unabhängig davon zeigen die aktuellen Zahlen, dass die Tbc-Prävention ein wichtiges Thema für den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Gesundheitswesen ist.“

Große Dienste könnte dabei ein wirksamer Impfstoff leisten. „Den gibt es aber bislang nicht“, berichtet Nienhaus. „Hier ist dringend weitere internationale Forschungsarbeit erforderlich“, so der Experte. „Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Beschäftigten im Gesundheitswesen, sondern allein in Europa um die Prävention zigtausender Tbc-Erkrankungen, die erhebliche Behandlungskosten und großes menschliches Leid nach sich ziehen.“

Die BGW selbst forscht gemeinsam mit dem Institut CVcare des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zu Tuberkulose-Infektionen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen. Derzeit untersuchen die Wissenschaftler unter anderem das Erkrankungsrisiko nach einer Infektion. Weitere Informationen zu ihrer aktuellen Studie finden sich im Internet unter www.bgw-online.de, Suchstichwort: Tbc-Studie.

Arztpraxis oder Klinik-MVZ?

Krankenhäuser wollen zunehmend in eigenen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) Patienten auch ambulant behandeln. Doch wie finanzieren sich diese Klinik-MVZ? Die Freie Ärzteschaft (FÄ) fordert einen fairen Wettbewerb zwischen Kliniken und freien Arztpraxen. „Krankenhäuser dürfen ihre MVZ nicht mit den Einnahmen aus stationären Behandlungen subventionieren“, sagte FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich heute in Essen. „Wie Arztpraxen müssen sich Klinik-MVZ allein durch ihre ambulanten Behandlungen wirtschaftlich tragen. Nur dann haben freie Praxen und Klinik-MVZ die gleichen Chancen.“

Die FÄ begrüßt den Beschluss der Ärztekammer Nordrhein, nachdem der Gesetzgeber aufgefordert wird, für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. „Neben der Subventionierung aus den Einnahmen stationärer Behandlungen gehört aber auch die sogenannte duale Klinikfinanzierung auf den Prüfstand“, ergänzte Dietrich. Krankenhäuser werden einerseits von den Krankenkassen finanziert, andererseits bekommen sie im Rahmen der Krankenhausbedarfsplanung zusätzlich Mittel der Länder. Der FÄ-Vorsitzende kritisiert: „Das führt zu einer Wettbewerbsverzerrung. Wir fordern entsprechende Gesetzesänderungen, die eine duale Finanzierung der Klinik-MVZ ausschließen.“

Zudem gehe es nicht allein um einen fairen Wettbewerb der verschiedenen Akteure im deutschen Gesundheitssystem, sondern auch um eine sinnvolle und wirtschaftlich effiziente medizinische Versorgung der Bevölkerung. Dabei müsse man den gesetzlichen Auftrag der MVZ im Auge behalten: Sie sollen die ambulante Versorgung verbessern und nicht als Ein- und Zuweiserportale für Kliniken von Gesundheitskonzernen herhalten.

Beim Essen sparsam salzen

Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Lebensstilfaktor, der neben regelmäßiger Bewegung und Rauchverzicht bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderer chronischer Leiden wie Diabetes viel bewirken kann. „Man kann bereits mit einem sparsamen täglichen Salzkonsum viel für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Leiden wie Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit, der Vorläuferkrankheit des Herzinfarkts, tun“, sagt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt gemäß der Europäischen Fachgesellschaft für Kardiologie (ESC), die tägliche Kochsalzzufuhr auf unter 5 g pro Tag zu beschränken, wenn noch keine Herz-Kreislauf-Erkrankung (z. B. Bluthochdruck) vorliegt. Am besten gelingt das mit den Rezepten der Mittelmeerküche unter www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche/

Der durchschnittliche Salzverbrauch liegt jedoch in Deutschland deutlich darüber, nämlich bei Männern bei 9 g pro Tag und bei Frauen bei 6,5 g pro Tag. Studien zufolge kann ein zu hoher Verbrauch von Kochsalz zu hohem Blutdruck führen oder verstärkt den bereits bestehenden Bluthochdruck. Umgekehrt kann ein beschränkter Salzverbrauch von höchstens 5 g pro Tag zu einer mäßigen Blutdrucksenkung bei Menschen mit normalem Blutdruck und eine deutlichere Blutdrucksenkung bei Hochdruckpatienten führen. Somit besteht ein Zusammenhang zwischen einer reduzierten Salzaufnahme und einer Verringerung des Herz-Kreislauf-Risikos. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass die ungünstigen Wirkungen der hohen Salzzufuhr sich nicht nur auf die Beeinflussung des Blutdruckes beschränken, sondern dass es auch zu direkten Schädigungen von unterschiedlichen Strukturen des Herz-Kreislauf-Systems kommen kann.

Weniger Salz und trotzdem lecker
Die traditionelle Mittelmeerküche setzt auf den Einsatz frischer Kräuter anstelle von Salz und trägt so wirkungsvoll zur Salzeinschränkung bei ohne dadurch an Geschmacksvielfalt zu verlieren. Zudem betont die mediterrane Ernährungsweise Gemüse, Salat, Obst, Vollkornprodukte, weniger Fleisch, dafür eher Fisch, sowie Oliven- oder Rapsöl anstelle von tierischen Fetten wie Butter oder Schmalz. So trägt die herzgesunde Küche dazu bei, bereits bestehende Erkrankungen wie z. B. koronare Herzkrankheit und Bluthochdruck günstig zu beeinflussen. „In Deutschland wird ohnehin schon durch den hohen Wurst- und Brotkonsum eher zu viel Salz als zu wenig verzehrt. Auf Nachsalzen sollte man deshalb verzichten und Fertigprodukte – gleich ob Konserven oder Tiefkühlprodukte –, sehr zurückhaltend verzehren, um dem hohen Blutdruck und seinen Folgeerkrankungen vorzubeugen“, betont Prof. Gohlke.

Pfusch im Krankenhaus

Die Qualität im Krankenhaus ist derzeit das gesundheitspolitische Thema für die Bundesbürger. Knapp neun von zehn Deutschen halten es für wichtig, davon 57 Prozent sogar für „sehr wichtig“, hier zu besseren Leistungen zu kommen. 80 Prozent wünschen sich zugleich Maßnahmen von der Politik, unnötigen medizinischen Behandlungen im stationären sowie ambulanten Bereich einen Riegel vorzuschieben. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung der Schwenninger Krankenkasse unter 1.000 Bundesbürgern.

„Die Bundesbürger sorgen sich zunehmend, ob sie im Krankenhaus eine optimale medizinische Behandlung bekommen“, sagt Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse. „Hier sind nicht nur die Kliniken selbst in der Pflicht. Auch die Bundesregierung muss Ernst machen und darf die im Koalitionsvertrag angekündigte Qualitätsoffensive nicht auf die lange Bank schieben. Die Patienten in Deutschland brauchen Sicherheit im Krankenhaus.“   Dass es in der stationären Versorgung Mängel gibt, belegt auch der im Januar veröffentlichte AOK-Krankenhausreport. Demnach sterben mit jährlich 19.000 Menschen fünfmal so viele Personen durch Behandlungsfehler im Krankenhaus als im Straßenverkehr.

Doch nicht nur die hohe Zahl an Behandlungsfehlern treibt die Bundesbürger um. 79 Prozent fordern außerdem Schritte, damit unnötige medizinische Untersuchungen und Operationen künftig nicht mehr vorkommen. Eine OECD-Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt beispielsweise, dass Patienten in Deutschland so häufig in Kliniken behandelt werden wie in kaum einer anderen Industrienation. Aber auch im ambulanten Sektor sind Doppeluntersuchungen an der Tagesordnung.

„Die Themen Qualitätsverbesserung und Vermeidung unnötiger medizinischer Leistungen gehören zusammen“, so Gänsler. „Dahinter steht die zentrale Frage nach der Spezialisierung und Arbeitsteilung im Gesundheitswesen. Es gilt dabei insbesondere, den ambulanten und stationären Sektor besser miteinander zu verzahnen.“

Die im Koalitionsvertrag beschlossene Förderung von Praxisnetzen und Medizinischen Versorgungszentren sowie die Zulassung von Krankenhäusern zur ambulanten Versorgung bewertet die Schwenninger positiv. „Ziel der Gesundheitspolitik muss es sein, den Behandlungserfolg im ambulanten und stationären Sektor stärker zum Maßstab zu machen. Die Gründung eines Qualitätsinstituts, das sektorübergreifend Daten sammelt, werten wir als einen wichtigen Schritt.“

Über das Thema ärztliche Versorgung werden Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, und Hilde Mattheis, Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, im Rahmen der politischen Veranstaltungsreihe GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK der Schwenninger Krankenkasse am 12. März in Berlin diskutieren.

Den Link zur Studie finden Sie hier: www.Die-Schwenninger.de/Studie

Gegen Darmkrebs und für das Leben

Jedes Jahr erkranken fast 64.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs. Die Diagnose ist für viele Betroffene ein schwerer Schock. In dieser neuen Lebenssituation kommen zahlreiche Fragen und Ängste über die Zukunft und die anstehende Therapie auf. Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser ist er heilbar. Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert die Deutsche Krebshilfe daher über die Möglichkeiten der Krebs-Früherkennung, die die gesetzlichen Krankenkassen Männern und Frauen ab 50 Jahren bieten.

„Wichtigstes Ziel der Darmkrebsfrüherkennung ist es, die Zahl der tumorbedingten Todesfälle zu senken“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Das Aufspüren eines Darmtumors in einem frühen Entwicklungsstadium ist daher lebenswichtig.“

Die meisten Menschen erkranken im Alter von über 70 Jahren, jeder Zehnte ist jünger als 55 Jahre. Zu den Risikofaktoren gehören Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung. Darmkrebs bildet sich durch langsam wachsende Vorstufen, die leicht entdeckt und entfernt werden können. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten Frauen und Männern ab einem Alter von 50 Jahren kostenlose Früherkennungsuntersuchungen an: Zunächst einen jährlichen Test auf verstecktes Blut im Stuhl, ab 55 Jahren dann die Darmspiegelung (Koloskopie). Diese Maßnahme zur Früherkennung kann nach zehn Jahren wiederholt werden.

Zu den Themen „Darmkrebs“ und „Darmkrebs-Früherkennung“ hält die Deutsche Krebshilfe umfangreiches und gut verständliches Informationsmaterial bereit. In ihnen enthalten sind auch ausführliche Informationen über Risiken und Nebenwirkungen der Untersuchungen sowie über vererbbaren Darmkrebs. Alle Informationsmaterialien, wie Ratgeber, Präventionsfaltblätter, Plakate sowie Patienten-Informationsfilme auf DVD, können Interessierte kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, und unter www.krebshilfe.de bestellen oder herunterladen.

Mundhygiene

Eine sorgfältige Mundhygiene ist Voraussetzung für gesunde Zähne. Um das zu erreichen, gibt es heute viele Hilfsmittel. Die Palette reicht von der Hand- über die elektrische Zahnbürste, die Zwischenraumbürste und die Zahnseide bis hin zur Munddusche. So groß das Angebot ist, so individuell ist die eigene Vorliebe. Zähneputzen ist wichtig – schon ab dem ersten Zahn, und ob das nun von Hand oder mithilfe einer elektrischen Bürste geschieht, ist zweitrangig. „In erster Linie kommt es auf die Ausdauer an“, sagt Kathrin Sitzmann, Laborleiterin von TÜV Rheinland. Sie empfiehlt mindestens zwei Mal täglich jeweils drei Minuten Zähneputzen.

Zwischenräume mit Zahnseide reinigen

Wer von einer Hand- auf eine Elektrobürste umsteigen möchte, hat die Wahl zwischen zwei Modellen: Die einen haben rotierende Köpfe, die anderen vibrierende. Rotierende Bürstenköpfe drehen sich vor und zurück, vibrierende reagieren mithilfe von Schall. Die Akkulaufzeiten variieren. „Eine gute Laufzeit ist ab 80 Minuten für vibrierende und ab 50 Minuten für rotierende Modelle gegeben“, berichtet Kathrin Sitzmann. Beide Modelle haben eine Nutzungsdauer von rund zehn Jahren und verbrauchen wenig Strom. Sind Zahnbürsten mit einem „LGA tested Quality“-Zeichen von TÜV Rheinland versehen, hat das Produkt eine Qualitätsprüfung bestanden. „Die Handzahnbürste erreicht die Zwischenräume nicht so gut“, erklärt die TÜV Rheinland-Expertin. Deshalb empfiehlt sie die Verwendung von Zahnseide. Ob eine weiche, mittlere oder harte Handbürste die richtige Wahl ist, hängt von der Zahnoberfläche und der Zahnfleischempfindlichkeit ab. Die Hersteller von elektrischen Bürsten bieten zusätzlich zum unterschiedlichen Härtegrad spezielle Bürsten an, die zum Beispiel mehr Glanz verleihen.

Munddusche umspült die Zähne

Noch individueller als die Zahnbürste ist die Munddusche. Sie ist sinnvoll, um schwer zugängliche Stellen zu erreichen oder die Zähne zu umspülen. „Zahnspangenträger profitieren davon“, sagt die TÜV Rheinland-Expertin. Aber das Wasser spritzt stark und das Geräusch kann sehr laut sein. Auch bei diesen Geräten steht das „LGA tested Quality“-Prüfzeichen von TÜV Rheinland für die zusätzlich bestandene Qualitätsprüfung.