Archiv für den Monat: August 2014

So ist die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen gesichert

Das Alter hat viele Gesichter. So braucht der Körper beispielsweise mit den Jahren oft ein geringeres Maß an Energie als früher, denn weniger Bewegung und ein Rückgang der Muskelmasse lassen den Bedarf sinken. Gleichzeitig verlangt der Organismus jedoch unverändert nach einer ausreichenden Versorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, Obst, Gemüse und Salate in hinreichender Menge zu sich zu nehmen. Aufgrund eines veränderten Geschmacksempfindens greifen sie lieber zu süßen oder stark salzigen Speisen. Nicht selten sorgen zudem Zahnprobleme dafür, dass vitamin- und nährstoffreiche, ungekochte Speisen oder Rohkost aus Karotten, Äpfeln und Co. kaum noch auf den Tisch kommen.

Um den Bedarf an Nährstoffen dennoch zu decken, empfiehlt Dr. h. c. Peter Jentschura, Obst und Gemüse regelmäßig geraspelt und püriert zu genießen. „Eine weitere, wertvolle Alternative kann das 100-Pflanzen-Granulat ‚WurzelKraft‘ sein“, erläutert der Gesundheitsautor. Das omnimolekulare Lebensmittel verfüge über eine hohe Bioverfügbarkeit und sei in zwei Geschmacksrichtungen eine nährstoffreiche Ergänzung für herzhafte und süße Speisen wie Salate, Dips, Brotaufstriche, Desserts und Frühstücksbreie, die älteren Menschen meist besonders gut schmecken würden. Unter www.p-jentschura.com gibt es weitere Informationen und Rezeptideen.

„Gröhe-Sprechstunde“ ist populistischer Unsinn

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und die Große Koalition in Berlin halten daran fest, die Wartezeit auf einen Facharzttermin gesetzlich zu regeln. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) erwartet von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den Vorständen aller Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die geforderten Terminvergabestellen nicht zu realisieren. „Nachgeben gegenüber staatlichen Zwangsmaßnahmen hat sich für die Ärzte in unserem Land noch nie ausgezahlt. Hier gilt es, tatsächlich einmal Rückgrat zu zeigen und die eigenen Beschlüsse umzusetzen“, sagte FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich heute in Essen.

In den vergangenen Monaten hat die FÄ maßgeblich entsprechende Ablehnungsbeschlüsse des Deutschen Ärztetages 2014, der KBV-Vertreterversammlung sowie der KV-Vertreterversammlungen in Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein initiiert und dafür plädiert, gegenüber Politik und Kassen eine klare Position zu vertreten. „Dem populistischen Unsinn einer staatlich induzierten Zwangsterminvergabestelle zu Lasten des Budgets der Praxisärzte muss ein Ende bereitet werden“, sagte Dietrich. Nach dem Willen von Politik und Krankenkassen sollen die Terminvergabestellen die Wartezeiten auf einen Facharzttermin auf vier Wochen beschränken. Und wenn das nicht klappt, sollen sich die Patienten in den überfüllten Klinikambulanzen auf Kosten der Praxisärzte behandeln lassen. „Gleichzeitig träumt der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen davon, Tausende von Arztpraxen bundesweit abzuschaffen“, erläuterte der FÄ-Vorsitzende. „Diese Politik folgt keiner Logik: Wie passen mehr Facharzttermine mit gleichzeitig weniger Praxen zusammen?“

Zudem ist die freie Arztwahl den meisten Patienten immer noch ein hohes Gut. Dazu Dietrich: „Vielen Patienten ist jetzt schon klar, dass sie in einer ‚Gröhe-Sprechstunde‘ nur noch eine Minimalbehandlung im Minutentakt bekommen.“ Mit Sparbudgets und noch weniger Behandlungszeit lasse sich ein unbegrenztes Leistungsversprechen nun einmal nicht halten.

Bindehautentzündung nur ein bis zwei Tage selbst behandeln

Zu viel Sonne, gechlortes Wasser oder zu viel Wind: Rote, brennende oder juckende Augen sind oft ein Symptom einer Bindehautentzündung. Sie entsteht, wenn die Augen gereizt werden oder mit Bakterien oder Viren infiziert sind. Nicht immer sind gerötete Augen harmlos. „Eine Behandlung in Eigenregie ist mit rezeptfreien Medikamenten für ein bis zwei Tage möglich. Zum Augenarzt sollte man gehen, wenn die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage andauern oder wenn Schmerzen oder Sehstörungen auftreten“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Gegen trockene Augen oder bei einem Fremdkörpergefühl im Auge werden „künstliche Tränen“ eingesetzt. Das sind Tropfen oder Gele, die das Auge feucht halten und schmieren. Trockene Augen können eine Nebenwirkung von Medikamenten sein: Zum Beispiel trocknen einige Medikamente gegen Depressionen oder Bluthochdruck die Augen aus. Ist die Rötung durch eine Allergie verursacht, helfen Augentropfen mit antiallergischen Wirkstoffen. Rezeptfreie Augentropfen mit gefäßzusammenziehenden Wirkstoffen können den Blutdruck steigern. Patienten mit Bluthochdruck oder einer Schilddrüsenüberfunktion sollten sie nur nach ärztlichem Rat anwenden.

Auch Hausmittel können helfen: Kompressen mit kaltem Wasser werden oft als angenehm empfunden. Kältepackungen aus der Gefriertruhe sind aber nicht empfehlenswert, da sie zu kalt sind. Auflagen mit Kamillen- oder andere Kräutertees sind ebenfalls nicht geeignet, denn sie können Bakterien in die Augen einschleppen. „Sind die Augen gereizt, brauchen sie Ruhe – also besser nicht lange lesen und Bildschirmarbeit vermeiden“, rät Benkert. Auf Kontaktlinsen und das Reiben des Auges sollten Betroffene verzichten.

Benkert: „Bei der Anwendung von Augentropfen passieren leicht Fehler. Der Apotheker demonstriert seinen Patienten gerne die korrekte Handhabung.“ Augentropfen sind nach Anbruch nur begrenzt haltbar – je nach Präparat zwischen einem Tag und sechs Wochen. Das Öffnungsdatum deshalb am besten direkt auf der Packung notieren. Einmal-Augentropfen sollten nicht aus falsch verstandener Sparsamkeit länger als einen Tag angewendet werden, sonst kann es zu einer Infektion des Auges kommen.

Fünf Elemente und vier Regeln

Weit über 200 Partner sitzen inzwischen mit im Boot von Deutschlands größter regionaler Vorsorgeaktion, darunter die Hausärzte aus Niedersachsen und der Deutsche Olympische Sportbund als mitgliederstärkster Verband in der Bundesrepublik. Jetzt ist mit dem Kneipp-Bund aus Bad Wörishofen diejenige Organisation dazu gekommen, die wie keine andere als Inbegriff der Naturheilkunde gilt. „Wir freuen uns, dieser großartigen Idee noch ein Stück näher zu rücken“, sagt die Präsidentin des Kneipp-Bundes Marion Caspers-Merk.

Ebenso positiv äußert sich Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt: „Hier kommt im Interesse der Prävention zusammen, was zusammen gehört“, so die frühere Gesundheitsministerin. Sie hat die „Länger besser leben.“-Idee der BKK24 als Schirmherrin vom ersten Tag an begleitet und war fast immer selbst dabei, wenn neue Regionen in den Kreis der gesündesten Städte Deutschlands aufgenommen wurden. Beim Ausbau der bundesweiten Versorgung aller Versicherten mit „Länger besser leben.“-Angeboten arbeitet das Aktionsteam um Krankenkassen-Vorstand Friedrich Schütte derzeit intensiv daran, überregionale Kontakte zu knüpfen. Der Kooperation mit dem Kneipp-Bund war zuletzt eine Initiative mit dem LandesSportBund Niedersachsen zur Förderung von Trainingsangeboten speziell für Arbeitnehmer und Familien vorausgegangen, die in diesem Jahr das Sportabzeichen ablegen wollen.

Nicht nur Ernährung und Bewegung als die beiden wichtigsten der vier „Länger besser leben.“-Themen sind deckungsgleich mit der Gesundheitsidee des Naturheilers Kneipp, sondern auch die Philosophien und die ganzheitlichen Ansätze beider Organisationen. „In der Tat gibt es große Parallelen“, sagt Marion Caspers-Merk, die den 1897 gegründeten Traditionsbund damit ein Stück weiter ins Zentrum zeitgemäßer Aktivitäten zur Gesundheitsvorsorge rückt. „Natürlich denken wir bei solchen Schritten an die Vorteile für unsere Versicherten“, räumt Schütte ein – und meint damit auch das Thema Geld. So übernimmt die BKK24 den ersten Jahresbeitrag, wenn sich einer ihrer Kunden in einem der bundesweit 600 Kneipp-Vereine verstärkt um die eigene Gesundheit kümmert.

„Basis unserer Initiative sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus ganz Europa, unter welchen Voraussetzungen Menschen seltener krank und deutlich älter werden“, so der Kassenvorstand zum Hintergrund von „Länger besser leben.“ Die entsprechenden Regeln wurden an der Cambridge Universität abgeleitet für die Themenfelder Ernährung, Bewegung, Nikotin und Alkohol. Macht jemand in allen vier Punkten alles richtig, dreht sich die Lebensuhr um bis zu 14 Jahre weiter. „Mit Heilpflanzen, Lebensordnung und Wasser bringt der Kneipp-Bund nun drei weitere Elemente ein, deren zusätzliche Bedeutung wir momentan noch gar nicht einschätzen können.“

Bereits vor der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag hatte die BKK24 die Nähe zu einzelnen Kneipp-Vereinen gesucht, die Angebote in den bis heute noch regional begrenzten Kerngebieten von „Länger besser leben.“ vorhalten. Jetzt dürfte sich die Zahl der Präventionstermine im Internet-Kalender also erheblich ausdehnen, der unter der Adresse www.LBL-Stadt.de frei zugänglich ist.

Medikamentenreste nicht über Waschbecken oder Toilette entsorgen

Medikamentenreste sollten nicht über das Waschbecken oder die Toilette entsorgt werden, weil das auf Dauer die Wasserqualität beeinträchtigen kann. Das gilt auch für flüssige Arzneimittel, wie z.B. Hustensäfte. In einer Umfrage gab rund die Hälfte der Bundesbürger an, Flüssigarzneimittel über die Toilette oder die Spüle zu entsorgen. „Wir müssen hier Aufklärungsarbeit leisten und unsere Patienten darüber informieren, dass Medikamente über den Hausmüll entsorgt werden dürfen“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Die Belastung der Gewässer stammt aber nicht nur durch die falsche Entsorgung. Andere Verschmutzungswege sind unvermeidbar, etwa wenn Arzneimittelreste in Körper nicht abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden werden. Auch wenn Medikamente auf die Haut aufgebracht werden, gelangen die Arzneistoffe beim Duschen oder Baden zum Teil ins Abwasser.“

Nicht mehr benötigte oder verfallene Medikamente können über den Hausmüll oder bei größeren Mengen über Schadstoffsammelstellen entsorgt werden. Die Kommunen verbrennen den Hausmüll in Müllverbrennungsanlagen, bevor mögliche Reste auf Deponien gelagert werden. Dadurch ist die Belastung des Grundwassers durch Medikamentenreste ausgeschlossen. Viele Apotheken bieten, in Zusammenarbeit mit lokalen Entsorgungsunternehmen, als freiwilligen Service ebenfalls an, Alt-Medikamente grundwasserneutral zu entsorgen.