Archiv für den Monat: Dezember 2014

Osteopathie hilft gegen Rückenschmerzen

Osteopathie hilft bei unspezifischen Rückenschmerzen – das beweist eine große Übersichtsstudie, die im September 2014 im renommierten englischen Fachjournal BMC Musculoskeletal Disorders erschien und statistisch signifikante, klinisch relevante Erfolge aufzeigen kann. Ein wichtiger Beitrag zur osteopathischen Forschung, meint der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.

Die Studie des Osteopathen und VOD-Mitglieds Helge Franke sowie der Kollegen Gary Fryer und Jan-David Franke ging der Frage nach, wie wirksam die osteopathische Behandlung bei erwachsenen Patienten mit unspezifischem Rückenschmerz ist. Gemessen wurde der Erfolg an der Schmerzabnahme und daran, ob Patienten Alltagsverrichtungen ohne Einschränkungen ausüben zu können. Zudem wurde erfasst, ob es bei der osteopathischen Behandlung zu Nebenwirkungen kam.

15 Studien mit 1502 Teilnehmern erfüllten die Einschlusskriterien der Übersichtsstudie. Davon untersuchten zehn Studien, ob Osteopathie bei unspezifischen Rückenschmerzen hilft. Drei Studien beschäftigten sich mit der Wirksamkeit von Osteopathie bei Schwangeren mit Kreuzschmerzen. Zwei Studien beleuchteten den Einfluss von Osteopathie auf Rückenschmerzen bei Frauen in der Zeit nach der Geburt.

Die Ergebnisse der Übersichtsstudie sind eindeutig, statistisch signifikant und klinisch relevant: Osteopathische Behandlungen verringern den Schmerz und verbessern die Fähigkeit, alltägliche Arbeiten auszuführen. Dies gilt bei akuten und chronischen Rückenschmerzen im Allgemeinen, bei Rückenschmerzen von Schwangeren und von Frauen in der Zeit nach der Geburt. Der Behandlungserfolg ist bedeutsam und eindeutig ein Ergebnis der osteopathischen Behandlung. Besonders erfreulich: Keine der Studien berichtete über Nebenwirkungen bei der osteopathischen Behandlung.

Osteopathie als eigenständiges medizinisches Diagnose- und Behandlungssystem betrachtet den Patienten als Ganzes. Osteopathen untersuchen und therapieren ausschließlich mit ihren Händen; dabei steht die Suche nach den Ursachen der Beschwerden im Vordergrund. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis der menschlichen Anatomie und Physiologie.

Hintergrund: Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 in Wiesbaden gegründet. Als ältester und mit 3600 Mitgliedern größter Berufsverband verfolgt der VOD im Wesentlichen folgende Ziele: Er fordert den eigenständigen Beruf des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen.

Literatur: Franke H, Franke JD, Fryer G: Osteopathic manipulative treatment for nonspecific low back pain: a systematic review and meta-analysis. BMC Musculoskeletal Disorders 2014, 15: 286.

Download der Studie: http://www.osteopathie.de/up/datei/5434.pdf
Download einer Kurzversion:
http://www.osteopathie.de/up/datei/5435.pdf
Download einer Zusammenfassung für Patienten:
http://www.osteopathie.de/up/datei/5436.pdf.

Weitere Informationen: Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
Untere Albrechtstraße 15 65185 Wiesbaden Telefon: 0 611 / 5808975 – 0
info@osteopathie.de www.osteopathie.de

Rückenorthesen können auch bei Facettengelenksarthrose helfen

Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen Wirbeln mit dazwischen liegenden Bandscheiben. Die hintere Verbindung der Wirbelkörper bilden paarweise angeordnete Facettengelenke. Sie sind von einer gleitfähigen Knorpelschicht umgeben und wichtig für die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Wenn die Bandscheiben verschleißen, erhöht sich der Druck auf die Facettengelenke. Die Knorpel können abnutzen und die Knochen reiben aufeinander.

Die Facettengelenksarthrose führt dann zu chronischen, tief sitzenden Rückenschmerzen. Der Verschleiß beeinflusst auch die S-Form der Wirbelsäule, das Becken kippt nach hinten, der Rücken schmerzt. Dann können Rückenorthesen wie „Lumbamed facet“ von medi helfen. Der Arzt kann sie bei Notwendigkeit verordnen, im medizinischen Fachhandel werden sie angepasst.

Das Bauchsegel und das kompressive Gestrick erzeugen einen zirkulären Druck, der durch das Gurtsystem stufenlos reguliert wird. Der untere Doppelgurt umfasst das Iliosakralgelenk sowie das Becken und richtet es auf. Der obere Doppelgurt stabilisiert die Lendenwirbelsäule und den lumbosakralen Übergang. Achten sollte man auf eine atmungsaktive und antibakterielle Ausführung, die auch bequem im Sitzen ist. Ein Ratgeber zur Facettengelenksarthrose kann kostenlos unter Telefon 0921-912-750 oder per E-Mail unter Verbraucherservice@medi.de angefordert werden. Händlerfinder: www.ifeelbetter.com.