Archiv für den Monat: Mai 2015

Kundenbefragung: Gesetzliche Krankenkassen 2015 / Wechselabsichten

Die 16 bewerteten gesetzlichen Krankenkassen erzielten bei ihren Mitgliedern in allen Kernbereichen im Schnitt gute Noten – dennoch zeigte sich eine nicht unerhebliche Wechselbereitschaft. Dieses Ergebnis erbrachte eine Befragung unter gesetzlich Krankenversicherten, die das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) durchgeführt hat.

Drei gesetzliche Krankenkassen erzielten in der Kundenzufriedenheit das Gesamturteil „sehr gut“, acht weitere schnitten mit „gut“ ab. Insgesamt betrachtet, konnte der Bereich Service am meisten überzeugen. Dabei stachen vor allem der Service per Telefon und vor Ort am positivsten hervor (rund 85 Prozent beziehungsweise knapp 84 Prozent positive Bewertungen durch die Mitglieder).

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität, bringt die erfreulichen Ergebnisse auf den Punkt: „Nicht nur der Service stellte die meisten Mitglieder zufrieden, ein im Schnitt gutes Urteil gab es auch für das Leistungsangebot sowie die Zuverlässigkeit und Sicherheit, beispielsweise im Hinblick auf Leistungserfüllung und Datenschutz.“

Frei von jeder Kritik waren die gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht. 13 Prozent der Befragten berichteten über ein negatives Erlebnis mit ihrem Krankenversicherer. Davon bemängelte mehr als jeder Vierte eine zu geringe Kostenerstattung.

Erstaunlich vor dem Hintergrund der guten Resultate: Auf die Frage „Haben Sie Ihre Krankenkasse in diesem Jahr gekündigt oder einen Wechsel geplant?“ antworteten immerhin 8,8 Prozent der Befragungsteilnehmer mit Ja. Das bedeutet, annähernd jeder zehnte Versicherte trägt sich mit dem Gedanken, seine Krankenkasse zu wechseln oder hat dies in den letzten Monaten bereits getan. Überraschend: Der von Wechselwilligen am häufigsten genannte Grund war nicht die Höhe des Zusatzbeitrages, den die eigene Krankenkasse erhebt, sondern das Bonusprogramm. Die betreffenden Mitglieder bemängelten, dass dieses entweder schlecht oder schlichtweg nicht vorhanden sei (siehe auch Infografik zum Download: www.disq.de/pressefotos/).

Als Sieger und damit beliebteste gesetzliche Krankenkasse ging die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse aus der Befragung hervor. Das Unternehmen (Qualitätsurteil: „sehr gut“) punktete mit fast durchweg hervorragenden Resultaten. Bestwerte im Anbietervergleich gab es für den Service insgesamt, wobei die Bereiche Beratung/Service vor Ort sowie Kundenservice per E-Mail hervorstachen. Zudem äußerten die befragten Mitglieder die höchste Bereitschaft zur Weiterempfehlung der Krankenkasse. Den zweiten Rang nahm die Techniker Krankenkasse mit einem ebenfalls sehr guten Qualitätsurteil ein. Das Unternehmen profilierte sich insbesondere durch die im Vergleich höchsten Kundenzufriedenheiten mit dem Leistungsangebot sowie der Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sehr gute Ergebnisse erzielte das Unternehmen zudem beim Service. Auf Rang drei folgte AOK Plus. Die Krankenkasse erzielte durchgängig sehr gute Kundenbewertungen in den drei abgefragten Kernbereichen. Darüber hinaus gab ein vergleichsweise geringer Anteil der Befragten (sieben Prozent) an, dass sie sich bei der AOK Plus schon einmal über etwas geärgert hatten. Hinter den drei erstplatzierten Krankenkassen (alle „sehr gut“), erreichten acht Unternehmen das Qualitätsurteil „gut“: IKK Classic, BKK Mobil Oil, Knappschaft, AOK Rheinland/Hamburg, KKH Kaufmännische Krankenkasse, DAK-Gesundheit, IKK Südwest und Barmer GEK.

In die Online-Befragung flossen insgesamt 2.405 Bewertungen von Kunden ein, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren. Im Mittelpunkt der Panel-Befragung standen die Meinungen der Mitglieder zu den Aspekten Service, Leistungsangebot sowie Zuverlässigkeit und Sicherheit. Letzteres bezog sich etwa auf die Einhaltung von Leistungszusagen und den Schutz persönlicher Daten. Kundenärgernisse und die Weiterempfehlungsbereitschaft flossen ebenfalls mit in die Gesamtbewertung ein. Berücksichtigt wurden alle gesetzlichen Krankenkassen, zu denen sich jeweils mindestens 100 Mitglieder geäußert hatten. Dies traf auf 16 Unternehmen zu.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) verfolgt das Ziel, die Servicequalität in Deutschland zu verbessern. Das Marktforschungsinstitut mit Sitz in Hamburg führt zu diesem Zweck unabhängige Wettbewerbsanalysen und Kundenbefragungen durch. Rund 1.500 geschulte Tester sind in ganz Deutschland im Einsatz. Die Leitung der Forschungsprojekte, bei denen wissenschaftlich anerkannte Methoden und Service-Messverfahren zum Einsatz kommen, obliegt einem Team aus Soziologen, Ökonomen und Psychologen. Dem Verbraucher liefert das Institut wichtige Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement. Das Deutsche Institut für Service-Qualität arbeitet im Auftrag von renommierten Print-Medien und TV-Sendern; Studien für Unternehmen gehören nicht zum Leistungsspektrum des DISQ.

Viel Bewegung für mehr Produktivität

Jeder kennt das: Noch schnell die Mails checken und die Präsentation vorbereiten, die Stunden vergehen wie im Flug, der Nacken schmerzt, die Augen brennen. Dabei haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass die Arbeitsleistung mit regelmäßigen Pausen signifikant steigt. „Wer im Büro arbeitet, sollte sich alle zwei Stunden strecken, kurze Bewegungspausen einlegen und die Augen entspannen“, erläutert Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. „Übungen, die ein bis zwei Minuten dauern, sind schon ausreichend.“ In der Produktion dagegen sei es sinnvoll, jede Stunde zwischendurch eine andere Bewegung zu machen. Für die Augen ist es wichtig, in den Pausen weg vom Bildschirm in die Ferne zu sehen und die Muskeln zu beanspruchen. Mit den Augen zu rollen ist ein guter Anfang. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet TÜV Rheinland hierzu verschiedene Workshops an, die Mitarbeitern im Arbeitsalltag helfen.
Palme und Krone für Rücken und Nacken

Für den Rücken empfiehlt die Gesundheitsexpertin Übungen wie die Krone: Dazu die Wirbelsäule ganz lang machen und den Nacken strecken, als hätte man eine Krone auf dem Kopf. Auch gut: sich wie eine Palme im Wind hin und her wiegen. Wer nicht alle zwei Stunden daran denkt, sich zu bewegen, dem rät Schramm, sich vom Computer automatisch erinnern zu lassen. Ideal sei es, die Pause gleichzeitig für die Flüssigkeitszufuhr zu nutzen. Hierfür eignen sich besonders Wasser oder Tee.
Leichte Kost und Sauerstoff in der Mittagspause

„In der Mittagspause sollte man auf jeden Fall aufstehen, möglichst an der frischen Luft laufen und gedanklich wegkommen von der Arbeit“, sagt Schramm. Zum Beispiel könne ein Gespräch mit Kollegen helfen, die Erinnerung an etwas Schönes oder eine Zeitung zu lesen. Als Mahlzeit kommen Gemüse, Fisch, helles Fleisch oder Salat als leichte Kost in Frage. Und für den Rückweg von der Kantine gilt: die Treppe statt den Aufzug nehmen, denn jeder Schritt zählt.

Gelenk-Guide

Über 100 Gelenke besitzt der Mensch, die zum Teil eine Belastung von 1,5 Tonnen aushalten können. Sie können wie Scharniere funktionieren und ermöglichen uns unsere vielfältige Beweglichkeit. Wie auch Metallscharniere mit der Zeit rosten können, nutzen sich die Gelenke ab und verlieren an Funktionsfähigkeit. Mit zunehmendem Alter ist der Körper oft immer weniger in der Lage, den Verschleiß des Knorpelgewebes, das die Gelenke stützt und vor Druckbelastungen schützt, entsprechend auszugleichen. Durch die täglichen Beanspruchungen, denen die Gelenke ausgesetzt sind, nimmt die Knorpelmasse in den Gelenkspalten immer mehr ab, bis schließlich die Knochen bei jeder Bewegung direkt aufeinander reiben und eine schmerzhafte Entzündung entsteht.

Arthrose – wenn die Gelenke verschleißen

Arthrose ist eine natürliche Verschleißerscheinung der Gelenke, die im Alter zunimmt. Fehlbelastungen, Übergewicht und mangelnde Bewegung können jedoch den Prozess beschleunigen und zu einer übermäßigen Abnutzung des Knorpels führen. Ein Grund, warum bereits jeder Zweite über 35 Jahren mit arthrotischen Beschwerden zu kämpfen hat. Völlig verhindern kann man das Verschleißen der körpereigenen Gelenke nicht; es gibt aber Möglichkeiten, die Abnutzung zu verlangsamen und die Gelenke beweglich zu halten.

Bewegter Alltag für bewegliche Gelenke

Bei Gelenkbeschwerden scheint es zunächst naheliegend, die schmerzenden Gelenke zu schonen und ruhig zu stellen. Doch das ist falsch! Bewegung ist ein wesentlicher Baustein für den Heilungsprozess. Sport kräftigt die Muskulatur, verbessert die Haltung und erhöht gleichzeitig die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke. Nur kräftige Muskeln können die geschädigten Gelenke wirksam stabilisieren und so das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Zudem werden die Gelenke durch Bewegung mit wichtigen Nährstoffen versorgt und Abfallprodukte des Stoffwechsels können abtransportiert werden. Dabei sollten gelenkschonende Sportarten wie Aquagymnastik, Schwimmen, Walken oder Radfahren bevorzugt werden, um die angegriffenen Gelenke nicht zusätzlich zu belasten. Doch nicht immer ist Bewegung problemlos möglich. Dann müssen zunächst die Schmerzen gelindert werden.

Das Geheimnis gesunder Gelenke

Bei der Behandlung von Arthrose stehen zwei Ziele im Vordergrund: Zum einen die Schmerzfreiheit bei normaler Belastung, zum anderen dem betroffenen Patienten ein möglichst aktives Leben zu ermöglichen. Zur Linderung der Schmerzen werden bei Gelenkentzündungen traditionell NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) wie Diclofenac oder Ibuprofen eingesetzt. Allerdings können bei längerfristiger Einnahme schwerwiegende Nebenwirkungen wie Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. Experten plädieren daher für Behandlungsalternativen. Sehr gute Erfolge erzielt die natürliche Enzymtherapie. Denn Enzymkombinationspräparate wie Wobenzym® plus wirken direkt gegen die Ursache der Schmerzen, die Entzündung. Sie unterdrücken die Entzündung und deren Symptome nicht, sondern unterstützen den schnelleren Ablauf der Entzündungsreaktion und damit die langfristige Abheilung der Entzündung. Die Wirkstoffkombination aus den Enzymen Bromelain und Trypsin und dem Flavonoid Rutosid wirkt sowohl entzündungsregulierend als auch abschwellend und dadurch schmerzlindernd. Die Durchblutung wird angeregt, und Muskeln und Gelenke werden verstärkt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Meta-Analyse sechs randomisierter, kontrollierter, doppelblinder Studien zum Vergleich von Wobenzym® plus mit Diclofenac des Nürnberger Schmerztherapeuten und Präsidenten der Deutschen Schmerzliga e. V. Dr. Michael Überall belegt außerdem: Entzündungsbedingte Arthroseschmerzen lassen sich mit Enzymkombinationspräparaten genauso wirksam reduzieren wie mit dem Schmerzmittel Diclofenac. Die Enzyme punkten allerdings mit weitaus besserer Verträglichkeit und sind daher auch für die Langzeiteinnahme geeignet – ein wesentlicher Vorteil bei chronischen Erkrankungen.