Archiv für den Monat: August 2015

Warum Cholesterin gefährlich und wichtig zugleich ist

Die einen können unbesorgt Kekse und Kuchen essen, andere müssen genau aufpassen, dass sie nicht zu viel Süßes naschen. Nicht unbedingt aus Sorge, dass sie zu dick werden könnten, sondern wegen ihrer Cholesterinwerte. Dieser Stoff ist eine fettartige Substanz, die hauptsächlich in der Leber produziert wird und in der richtigen Dosierung von großer Bedeutung für den menschlichen Körper ist. „Es ist lebenswichtig und wird für Hormone, die DNA und Zellmembranen benötigt. Zudem würde unser Gehirn nicht ohne Cholesterin funktionieren“, erklärt Ian Graham, Professor für Kardiovaskuläre Medizin am irischen Trinity College in Dublin im Magazin Reader’s Digest.

Das Magazin beschreibt in seiner September-Ausgabe nicht nur die Bedeutung von Cholesterin, einem sogenannten Lipid. Es berichtet auch über neue Studien und den Unterschied zwischen „gutem“ lipidarmem (HDL) und „schlechtem“ Cholesterin (LDL) mit hohem Lipidgehalt. Darüber hinaus gibt es noch das VLDL, das den höchsten Lipidgehalt aufweist. Der Stoff gelangt über das Blut an jene Stellen, wo er gebraucht wird. „Wir verfügen über viermal so viel Cholesterin wie nötig ist“, so Professor Graham. Das Problem: Wenn sich der Überschuss zum Beispiel an den Wänden der Arterien ablagert, erhöht er das Risiko für Herzprobleme und Schlaganfälle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist Cholesterin für ein Drittel der koronaren Herzerkrankungen verantwortlich.

Neue Studien haben gezeigt, dass die Änderung der Essgewohnheiten eher dazu beiträgt, den Cholesterinspiegel zu senken, als dies mit körperlicher Betätigung möglich ist – die optimale Lösung ist freilich eine Kombination aus beidem. „Haben Sie im Lauf der Jahres etwas zugelegt, sollten Sie zuerst Ihre überschüssigen Pfunde loswerden“, sagt Dr. Ronald Mensick, Forscher und Humanbiologe an der Universität Maastricht. Jüngste Forschungsergebnisse belegen, dass zu viel Cholesterin in der Nahrung nur bedingt das Risiko einer Erkrankung erhöht, das eigentliche Problem entsteht durch das von der Leber produzierte überschüssige Cholesterin. Dieser Überschuss steht zwar im Zusammenhang mit den verzehrten Lebensmitteln, aber nicht mit denjenigen, vor denen Ärzte in der Vergangenheit gewarnt haben. Wer viele stärke- und zuckerhaltige Kohlehydrate vertilgt, wie sie in Brot, Kartoffeln, Zucker und weißem Reis enthalten sind, dessen Werte für LDL steigen, die Werte des guten HDL aber sinken.

Wie das Magazin Reader’s Digest weiter berichtet sind zahlreiche Fachleute der Auffassung, dass viele ungesättigte Fette – besonders aus Olivenöl, fettem Fisch und Nüssen – zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Wer dann auch noch reichlich frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und Nüsse isst, kann hoffen, dass seine Cholesterinwerte niedrig bleiben.

„Schütz‘ deine Haut. Du hast nur die eine.“

Susanne Klehn war 27 Jahre alt, als sie die Diagnose malignes Melanom erhielt. Ihre Überlebensprognose lautete 67 Prozent. Heute ist die sympathische Promi-Moderatorin das Gesicht der Kampagne „Mit aller Kraft gegen Hautkrebs.“ In einem eindringlichen Spot macht sie gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe auf die krebserregende Wirkung von UV-Strahlung aufmerksam. Er ist im Internet unter www.mit-aller-kraft.de und auf YouTube zu sehen.

Schauplatz Pathologie: Ein Ärzteteam obduziert den Körper einer jungen Frau. Kühl und sachlich kommentiert der Pathologe, mit der markanten Stimme von Dr. House, die chronisch UV-geschädigte Haut: „ … kleine Läsionen: Quittung für häufige intensive Sonnenbäder. Ein malignes Melanom. Solarium: zu oft, zu lange, zu intensiv.“ „Stopp!“, ruft plötzlich eine weibliche Stimme. Susanne Klehn erhebt sich von der Metallliege, reißt sich die bösartig veränderte Haut vom Leib und appelliert an den Zuschauer: „Schütz‘ deine Haut. Du hast nur die eine.“

Der flammende Appell stammt von einer Betroffenen, die selbst am sogenannten „schwarzen“ Hautkrebs, erkrankte – der häufigsten Krebsart, die derzeit bei jungen Frauen im Alter von 20 bis 29 Jahren diagnostiziert wird. Susanne Klehn erhielt von ihren Ärzten die Prognose einer 10-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von 67 Prozent. Den Schock der Diagnose und ihren Kampf gegen den Krebs schildert die heute 34-Jährige in ihrem Buch „67 Prozent vom Glück“. „Ich hatte Angst, aus dem Spiel genommen zu werden, bevor mein Leben überhaupt so richtig losgegangen ist“, so Susanne Klehn. „Dieses Gefühl möchte ich jedem ersparen.“ Als Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention motiviert sie nun andere Menschen, ihre Haut zu schützen.

Hautkrebs kann tödlich enden. Über 3.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen einer Melanomerkrankung. „Gegen Hautkrebs kann jeder etwas tun: Durch richtiges Verhalten in der Sonne, Solarienverzicht und regelmäßige Kontrollen der Haut. Das ist das Positive, das wir vermitteln möchten“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Der Spot gegen Hautkrebs ist Teil der bundesweiten Kampagne der Deutschen Krebshilfe „Mit aller Kraft gegen Krebs.“ Testimonials wie Maite Kelly, Linda Hesse, Benedikt Höwedes und die ehemaligen Handballnationalspieler Michael und Uli Roth engagieren sich im Kampf gegen Krebs an der Seite der gemeinnützigen Organisation.

Ein Interview mit Susanne Klehn, den Präventionsspot und ein druckfähiges Plakatmotiv finden Sie unter: http://www.mit-aller-kraft.de