Archiv für den Monat: November 2015

Zwei Drittel der Deutschen kennen familiäre Vorerkrankungen nicht

42 Prozent der Deutschen wissen nichts über mögliche familiäre Vorerkrankungen. Bei Männern und in der Altersgruppe 30 bis 39 Jahre ist es sogar jeder Zweite. Weitere 26 Prozent kennen sie nur teilweise oder sind sich nicht sicher. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der IKK classic.

68 Prozent der Deutschen können nicht umfassend Auskunft über familiäre Vorerkrankungen geben. Jeder sechste Bundesbürger weiß nicht, wo er Informationen darüber einholen könnte, sollte er beim Arzt oder im Krankenhaus danach gefragt werden.

Vor allem die Altersgruppe der über Fünfzigjährigen hat Probleme, darüber Auskunft zu bekommen. Das liegt daran, dass Informationsquelle Nr. 1 für dieses Thema die eigene Mutter ist, die ältere Deutschen möglicherweise schon nicht mehr fragen können. 41 Prozent derjenigen, die über ihre familiären Vorerkrankungen nicht Bescheid wissen, würden sich an ihre Mutter wenden. Nur sieben Prozent glauben, dass auch ihr Vater oder Geschwister dazu Auskunft geben könnten.

Laut IKK classic sollte sich jeder über familiäre Vorerkrankungen informieren, um nötige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und seinen Lebensstil gegebenenfalls daran anzupassen.

Hintergrundinformationen
Die Studie „Persönliches Gesundheitsmanagement“ wurde im Juli 2015 im Auftrag der IKK classic mit 1.000 Erwachsenen ab 18 Jahren durchgeführt.

Grippeimpfung

Eine Impfung gegen Influenza ist nicht nur für ältere und chronisch kranke Menschen sinnvoll, sondern auch für Schwangere. Zu dieser Empfehlung kommt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts und macht zugleich gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf bestehende Wissens- und Impflücken aufmerksam: So kennen einer aktuellen Befragung zufolge nur rund 41 % der werdenden Mütter die Grippe-Impfempfehlungen für Schwangere.

In der Schwangerschaft ist die Immunabwehr weniger aktiv – es besteht ein höheres Risiko, dass eine Grippeerkrankung schwer verläuft und Komplikationen lebensbedrohlich werden. So steigt etwa die Gefahr, wegen einer Herz- oder Lungenerkrankung ins Krankenhaus zu müssen, für schwangere Frauen während einer Grippeinfektion auf das Sechs- bis Achtfache an. Zudem erhöht eine Grippeinfektion während der Schwangerschaft die Gefahr von Wachstumsverzögerungen sowie von Fehl- oder Frühgeburten. Eine rechtzeitige Grippeimpfung für Schwangere kann vor diesen Gefahren schützen.

Grippeimpfung: Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Für gesunde Frauen wird eine Impfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat empfohlen. Bestehen chronische Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollte noch früher geimpft werden. Den besten Schutz vor Grippe ermöglicht eine Impfung vor Beginn der Wintersaison – wer sich bis Ende November immunisieren lässt, hat gute Chancen der saisonalen Grippewelle zu entkommen. Nach der Impfung dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Positiver Zusatzeffekt der Impfung: Die Grippeimpfung der werdenden Mutter schützt auch das Baby – sowohl im Mutterleib als auch einige Monate nach der Geburt. Da Säuglinge erst ab dem sechsten Lebensmonat geimpft werden können, leistet die Grippeimpfung somit einen wichtigen Beitrag zum Nestschutz.

BKK Mobil Oil übernimmt Kosten und honoriert aktuellen Impfstatus im Bonusprogramm

Für alle Versicherten, die sich gegen Grippe impfen lassen möchten, übernimmt die BKK Mobil Oil die Kosten für die jährliche Schutzimpfung. Weitere Informationen zum Thema Grippeimpfungen unter www.bkk-mobil-oil.de/grippeschutzimpfung. Weiteres Extra: Im Rahmen ihres Bonusprogramms fitforcash belohnt die Krankenkasse einen aktuellen Impfstatus ihrer Versicherten mit 25,00 Euro. Mehr dazu unter www.bkk-mobil-oil.de/fitforcash.

Die wichtigsten Fakten zur Grippeimpfung

– Risikogruppen: Die STIKO empfiehlt vor allem Menschen ab 60 Jahren
und Risikogruppen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Hierzu zählen
Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie etwa Herzkrankheiten,
Diabetes oder Asthma, medizinisches Personal, Pflegekräfte und
Schwangere.

– Besondere Vorsicht für Schwangere: Schwangere weisen ein deutlich
erhöhtes Risiko auf, schwer zu erkranken. So steigt das Risiko, etwa
wegen einer Herz- oder Lungenerkrankung ins Krankenhaus zu müssen,
während einer Influenzawelle auf das Sechs- bis Achtfache an. Zudem
sind die Behandlungsmöglichkeiten während einer Schwangerschaft stark
eingeschränkt: Um die gesunde Entwicklung des Kindes und die
Sicherheit der Mutter nicht zu gefährden, werden Medikamente in der
Schwangerschaft nur nach strenger Prüfung verabreicht. Sicherer ist
daher, eine Grippeinfektion bereits im Vorfeld durch eine
Grippeimpfung zu verhindern.

– Gutes Timing: Ein optimaler Schutz lässt sich erreichen, wenn die
Grippeimpfung bis Ende November vorgenommen wird. Da sich die
saisonale Virusgrippe meist nach der Weihnachtszeit verbreitet,
sollte der Immunschutz zu diesem Zeitpunkt vorliegen. Ein Immunschutz
tritt etwa 14 Tage nach der Impfung ein und schützt in der Regel
zwischen vier und sechs Monate lang vor einer Infektion.

– Gesund zur Grippeimpfung: Grundsätzlich können bei leichten
Erkältungen mit Temperaturen bis 38 °C Impfungen bedenkenlos
stattfinden. Trotzdem sollte man lieber gesund zur Grippeimpfung
gehen, da krankheitsbedingt auftretendes Unwohlsein sonst schnell als
Impfnebenwirkung fehlgedeutet wird.

– Virenschutz: Auch wenn es keinen 100-prozentigen Impfschutz gibt,
so bewahrt die Grippeimpfung in ca. 60 bis 80 % der Fälle vor der
Viruserkrankung – vor allem für Risikogruppen und Menschen ab 60
Jahren ist die Impfung daher besonders empfehlenswert.

Magen-Darm-Beschwerden

7 von 10 Bundesbürgern (69 Prozent) leiden zumindest gelegentlich unter Magen-Darm-Beschwerden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens forsa im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Verdauungsprobleme sind nicht nur weit verbreitet, auch der Leidensdruck ist für viele Betroffene enorm. Apothekerinnen und Apotheker beraten ihre Patienten deshalb tagtäglich dazu, was sie gegen Magen-Darm-Beschwerden tun können“, sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt anlässlich des Magen-Darm-Tags am 7. November 2015. Spitzenreiter der Verdauungsbeschwerden ist Sodbrennen: Jeder Dritte (36 %) kennt es aus eigener Erfahrung. Jeder Vierte leidet an Magenschmerzen oder Durchfall. Übelkeit und Erbrechen plagen jeden Fünften.

Verdauungsbeschwerden werden oft mit rezeptfreien Medikamenten behandelt. Schmidt: „Aber nicht jede Erkrankung ist für die Selbstmedikation geeignet, und nicht für jeden Patienten ist das gleiche Medikament optimal. Deshalb kommt der unabhängigen und individuellen Beratung der Apothekerin oder des Apothekers ein besonderer Stellenwert zu.“

Die Beratung zu Magen-Darm-Beschwerden ist eine wichtige Aufgabe der Apothekerinnen und Apotheker. Schmidt: „Dabei geht es um weit mehr als um die Beratung zu Präparaten. Wir haben deshalb Informationsmaterial dazu entwickelt, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist.“