Archiv für den Monat: Januar 2017

Hautkrankheit Rosacea

Diese Erkrankung lässt sich nicht verbergen: Wer unter der Rosacea leidet, kämpft meistens mit starken Rötungen, oftmals begleitet von einem Netz sichtbar erweiterter Äderchen, das sich vor allem über Nase und Wangen zieht. Hinzu kommen häufig entzündete Pusteln und Papeln, das ganze Gesicht „blüht“, brennt, spannt und ist empfindlich. Das ist nicht nur unangenehm und sieht unschön aus, sondern verleitet andere auch nicht selten zu Vorurteilen. Der Leidensdruck bei den Betroffenen ist daher groß.

Eine App für mehr Lebensqualität

Rund vier Millionen Deutsche dürften Schätzungen zufolge von Rosacea betroffen sein, doch viele von ihnen wissen nicht, dass ihre Symptome Zeichen einer chronischen Hautkrankheit sind. Die Aufklärungskampagne „Aktiv gegen Rosacea“ will dies ändern. Auf der Website www.rosacea-info.de gibt es regelmäßig neue Informationen, die dabei unterstützen, den Alltag mit der Erkrankung besser zu meistern und frühzeitig eine passende Therapie zu erhalten. Ab sofort gibt es zusätzlich eine App: Mit dem interaktiven Rosacea-Tagebuch lassen sich einfach und komfortabel der eigene Hautzustand sowie mögliche Einflussfaktoren dokumentieren, vom Smartphone aus kann man direkt auf relevante Informationen zugreifen. Durch die lückenlose Erfassung aller wichtigen Daten ist man zudem optimal vorbereitet für das nächste Gespräch mit dem behandelnden Hautarzt. Denn Rosacea ist zwar nicht heilbar, kann aber mit einem entsprechenden Lebensstil und medizinischer Behandlung gut in Schach gehalten werden, das sorgt für ein Plus an Lebensqualität.

Gezielte Behandlung durch den Dermatologen

Um die Rosacea in den Griff bekommen zu können, ist es vor allem wichtig, frühzeitig und regelmäßig zum Hautarzt zu gehen. Der Dermatologe kann die Erkrankung eindeutig feststellen und eine individuelle Behandlungsstrategie entwickeln. Für die Therapie der Rosacea gibt es zahlreiche, speziell entwickelte Medikamente, die gezielt auf die Behandlung verschiedener Symptome zugeschnitten sind. Einige Therapien richten sich beispielsweise gegen Entzündungen, andere wirken gezielt gegen die durch erweiterte Blutgefäße hervorgerufenen flächigen Rötungen im Gesicht. Auch gegen die sogenannten Demodex-Haarbalgmilben, die bei Rosacea-Betroffenen oft in erhöhter Dichte vorkommen und als ein Auslösefaktor der Rosacea angesehen werden, kann medikamentös vorgegangen werden. Wichtig ist außerdem, seine persönlichen Triggerfaktoren zu kennen, um neue Krankheitsschübe so weit wie möglich zu vermeiden. Typische Auslöser sind neben den Milben etwa scharfe Speisen, UV-Strahlung, starke Temperaturschwankungen, körperliche Anstrengung, Alkohol und psychischer Stress.

Aktiv vorbeugen gegen Darmkrebs

Darmkrebs ist zurzeit mit mehr als 60.000 Neuerkrankungen und etwa 26.000 Todesfällen jährlich die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Das zeigen die Zahlen des deutschen Krebsregisters. Männer erkranken etwas öfter als Frauen, ältere deutlich häufiger als junge Leute. Doch es gibt auch Positives zu berichten: Seit 2008 geht die Anzahl der Erkrankungen bei beiden Geschlechtern leicht zurück. Experten führen das auf die verbesserte Prävention und Früherkennung zurück – insbesondere auf die Darmspiegelung.

Schon Vorstufen können erkannt werden

Denn Darmkrebs kommt in der Regel nicht plötzlich, sondern entwickelt sich häufig über viele Jahre oder Jahrzehnte. Meist entsteht er aus zunächst gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Werden diese bei einer Darmspiegelung erkannt und rechtzeitig entfernt, kann die Gefahr gebannt werden. Auch bereits bestehende Tumoren lassen sich besser behandeln, wenn sie noch klein sind und nicht gestreut haben. „Die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden, verringert das Risiko für Darmkrebs deutlich“, sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Dazu gehört ab dem Alter von 50 Jahren eine jährliche Stuhluntersuchung, bei der nach verborgenem Blut gesucht wird. Ab 55 ist eine Darmspiegelung – medizinisch Koloskopie – möglich, die nach zehn Jahren wiederholt werden kann. Wer das nicht möchte, kann stattdessen auch alle zwei Jahre einen Stuhltest machen lassen. Er ist einfacher und weniger unangenehm, allerdings ist die Genauigkeit geringer als bei der Koloskopie. Sollte bei diesem Test Blut im Stuhl nachgewiesen werden, so ist eine Darmspiegelung angezeigt. Unter www.krebsinformationsdienst.de finden sich weitere Informationen, die bei der Entscheidung helfen können.

Viel bewegen, gesund essen

Neben der Früherkennung kann auch ein gesunder Lebensstil zur Darmkrebsprävention beitragen. Besonders wichtig sind heutigen Erkenntnissen zufolge, Übergewicht zu vermeiden und dabei auf regelmäßige Bewegung zu achten. Studien haben gezeigt, dass schon 30 bis 60 Minuten körperliche Aktivität am Tag das Risiko für eine Darmkrebserkrankung senken können. Eine weitere Rolle spielt die Ernährung, bei der zu reichlich Ballaststoffen aus Vollkorn, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse, gleichzeitig aber zu wenig rotem Fleisch geraten wird. Auf Alkohol und Tabak sollte möglichst verzichtet werden.

Rückenschmerzen

Wenn jede Bewegung Schmerzen bereitet, die Arbeit zur Qual wird und der Alltag nur schwer zu bewältigen ist, bedeutet das einen massiven Verlust an Lebensqualität. Wer von Rückenschmerzen betroffen ist, kennt das nur zu gut. Und Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, Schätzungen zufolge leiden mehr als zwei Drittel der Deutschen darunter, etwa zwölf Prozent sogar täglich. Die Patienten durchlaufen meist eine wahre Odyssee, gehen von Facharzt zu Facharzt, probieren von Krankengymnastik über Massagen bis zur Osteopathie alles aus.

Moderne Behandlung in 250 Rückenzentren

Mittlerweile wird den Patienten bei Rückenschmerzen geraten, keine Schonhaltung einzunehmen, sondern sich sportlich zu betätigen. Das Problem: Mit der konkreten Durchführung werden die Betroffenen dann meist allein gelassen. Dabei ist es wichtig, dass die Therapie auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist und man während der gesamten Behandlungszeit von einem Experten gewissenhaft betreut wird. Denn nur so ist die korrekte Anwendung gewährleistet. Dies ist ein zentrales Anliegen beispielsweise der sogenannten FPZ Therapie.

In den bundesweit mehr als 250 FPZ Rückenzentren wird nach einer ausführlichen Eingangsanalyse sowie mit modernsten Methoden für jeden Patienten ein individuelles Programm erstellt. Es beinhaltet zwei Therapieeinheiten wöchentlich an Analyse- und Trainingssystemen, ergänzt durch Funktionsgymnastik sowie Entlastungs- und Entspannungsübungen. Dabei ist durchgehend ein zertifizierter Rückenschmerztherapeut anwesend, der unterstützt, berät, beobachtet und bei Bedarf korrigieren und auf Veränderungen reagieren kann. Alle weiteren Informationen und Adressen der Zentren gibt es unter www.fpz.de.

Studien bestätigen Wirksamkeit

Nach dem dreimonatigen Aufbauprogramm folgt in der Regel ein weiterführendes Training über sechs Monate. In diversen Studien mit mehr als 120.000 Patienten wurde die Wirksamkeit der FPZ Therapie bestätigt – bei 93 Prozent verbesserten sich die Schmerzen, jeder zweite erlangte eine völlige Beschwerdefreiheit. Wer Rückenbeschwerden aktiv angehen will, sollte sich auch an seine Krankenkasse wenden. Viele Kassen übernehmen die Kosten für die Therapie und bieten zudem Erstattung für weitere Maßnahmen wie etwa Entspannungskurse und ähnliches an.