Archiv für den Monat: April 2017

Worauf Menschen mit Arthrose im Urlaub achten sollten

Die Feriensaison rückt näher, und viele Arthrose-Patienten wollen sich fernab von zu Hause erholen. Damit auch die geplagten Gelenke davon profitieren, sollte man bei der Planung und Gestaltung des Urlaubs einige Dinge berücksichtigen. Das geht schon bei der Wahl des Verkehrsmittels los. Denn meistens ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, was wiederum die Gelenke strapaziert. Am bequemsten fährt man daher mit der Bahn, wo es kein Problem ist, zwischendurch häufiger aufzustehen und umherzugehen.

Verkehrsmittel mit wenig Bewegungsfreiheit

Im Auto sitzen Reisende weitgehend starr, doch lassen sich hier häufig Pausen einlegen, was Arthrose-Patienten auch möglichst oft tun sollten. Bei Flügen kommt es auf die Strecke an – lange Flüge sind bei schmerzenden Gelenken oft schwierig. Regelmäßiges Aufstehen ist nicht zu jeder Zeit möglich, etwa wenn der Pilot zum Anschnallen aufruft. Für zwei, drei Stunden ist das machbar, aber Langstrecken können problematisch sein. Das Gleiche gilt im Übrigen für Busreisen. Was das Urlaubsziel betrifft, bieten sich Orte mit mildem Klima an, da viele Menschen mit Gelenkbeschwerden Wärme als wohltuend und entlastend empfinden.

Noch wichtiger ist aber, sich in den Ferien nicht nur auf die faule Haut zu legen. Denn auch wenn die Entspannung natürlich nicht zu kurz kommen soll, ist es wichtig, dass die Gelenke nicht einrosten. Ein maßvolles Sport- oder Bewegungsprogramm gehört daher im Urlaub dazu. Dabei sollte man allerdings möglichst schmerzfrei sein. Neben herkömmlichen Mitteln für akute Beschwerden können im Vorfeld der Reise Injektionen mit speziell vernetzter, hochmolekularer Hyaluronsäure wie Synvisc oft sinnvoll sein. Sie werden direkt ins betroffene Gelenk gespritzt und können Schmerzen langfristig lindern. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.fit-und-mobil.info.

Schonender Sport am Urlaubsort

An vielen Urlaubsorten lassen sich schonende Sportarten betreiben, die gerade für Arthrose-Patienten gut geeignet sind, beispielsweise Schwimmen, Walken, Radfahren, Yoga oder Wassergymnastik. Oft haben Hotels und Reiseanbieter sogar besondere Angebote für Menschen mit Gelenkproblemen im Programm. Hier sind Wellnesshotels, Heilbäder und Kurorte führend, wo man meist noch weitere Anwendungen wie Massagen oder Akupunktur buchen kann.

Harnwegsinfekte sind unliebsame, aber häufige Urlaubsbegleiter

Mehr als 870 Millionen Tage sind die Deutschen im Jahr auf Urlaubsreisen, so die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (Stand 2015). Dabei wird die meiste Zeit am Meer und Strand verbracht. Die Aktivitäten reichen vom Baden über Surfen, Segeln, Kiten bis hin zum Angeln oder einfach nur Relaxen. Nach dem Planschen oder Sporteln im kühlen Nass geht es direkt in feuchter Badekleidung in den Liegestuhl, an die Strandbar oder aufs Boot. Oft bleibt durch die Sonnenstrahlen unbemerkt, wie sehr der Körper dabei auskühlt, auch im empfindlichen Beckenbereich. Für viele Urlauberinnen hat dieses Verhalten einen unliebsamen Nebeneffekt: Blasenentzündung. Etwa 50 Prozent der Frauen erleiden einmal in ihrem Leben einen Harnwegsinfekt, viele davon erwischt es immer wieder.

Pflanzliche Hilfe bei Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung wird durch Unterkühlung begünstigt und ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit: Das Wasserlassen tut weh, der ganze Unterleib krampft und hinzu kommt das Bedürfnis ständig „zu müssen“. Doch wie wird man die Keime in der Blase wieder los? Ein probates Mittel gegen akute Harnwegsinfekte kennt die Naturapotheke: Ein Extrakt der Bärentraubenblätter, etwa in Cystinol akut, bekämpft die Krankheitserreger rein pflanzlich. Die Dragees sind im Vergleich zu Arzneitees hoch dosiert, geschmacksneutral und auch unterwegs leicht anzuwenden. Aufgrund der antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung lindert die Bärentraube die Beschwerden bei akuten, entzündlichen Harnwegserkrankungen rasch. Zudem fördert sie die Regeneration der Blasenschleimhaut und verhindert, dass sich die Erreger an ihr festsetzen – die Keime werden ausgespült.

Bewährte Heilpflanze mit Tradition

Bereits im 13. Jahrhundert wurde die Bärentraube in englischen Kräuterbüchern erwähnt und gegen Harnwegsinfekte eingesetzt. Nähere Informationen zur Wirkweise des immergrünen Zwergstrauches finden sich unter www.heilpflanzen-experten.de. Viele Patienten mit Blasenentzündung empfinden Wärme als wohltuend. Warme Getränke, eine Wärmflasche sowie ein Körnerkissen zur Auflage auf Bauch oder Rücken und auch der Besuch einer Infrarotwärmekabine können zur Schmerzlinderung beitragen. Vorbeugend lässt sich die allgemeine Abwehrlage durch eine gesunde Ernährung, Sport und Saunagänge verbessern. Weitere Tipps rund um die Blasengesundheit finden sich im Ratgeber Harnwegsinfekte unter www.cystinol.de. Wichtig: Färbt sich der Urin rot oder kommt Fieber hinzu, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, da sich sonst eventuell eine Nierenbeckenentzündung entwickeln kann.

Leben mit einer Netzhauterkrankung

Gerade Linien verkrümmen sich, Farben werden nicht mehr richtig wahrgenommen und in der Mitte des Blickfeldes erscheint plötzlich ein verschwommener Fleck: Das alles können Symptome einer erblich bedingten Netzhauterkrankung sein, unter der in Deutschland viele tausend Menschen leiden. Wer beim Augenarzt die Diagnose einer sogenannten Makuladystrophie erhält, steht vor großen Herausforderungen. Denn die Erkrankung, bei der die Netzhaut an der Stelle des schärfsten Sehens, der Makula, Veränderungen zeigt, ist nicht heilbar. Auch Kinder und junge Menschen können davon betroffen sein.

Erste Makula-Fachtagung in Münster: Aktionstag für Betroffene

Wie wird künftig mein Alltag aussehen? Wie kann ich mit meiner Angst umgehen? Wo finde ich Hilfe? Welche Förderung gibt es für mein sehbehindertes Kind? Das sind nur einige der vielen Fragen, die sich Erkrankte und Angehörige stellen. Unterstützung bietet ihnen hier zum Beispiel die Selbsthilfeorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. mit ihren zahlreichen Beratungsangeboten. Zudem veranstaltet der Verein in diesem Jahr gemeinsam mit der Universitäts-Augenklinik Münster die 1. Makula-Fachtagung, zu der auch Betroffene eingeladen sind. Während am 10. Juni 2017 die Experten und Berater im Bereich Sehbehinderungen über seltene Netzhauterkrankungen diskutieren, können sich am 11. Juni alle Patienten und Angehörigen über Krankheitsbilder wie Morbus Stargardt, LHON, Morbus Best und andere Makulaerkrankungen informieren und austauschen. Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten bis zum 1. Mai gibt es unter www.pro-retina.de.

Hilfreiche Infobroschüre

Betroffene kommen auch in der kostenlosen Informationsschrift zur Juvenilen Makuladystrophie „Farben des Lebens“ zu Wort – etwa die Chemieingenieurin Daniela Wüstenhagen, die unter dem sogenannten Morbus Best leidet. Ihre zwei Kinder sind ebenfalls betroffen. „Ich rate zum Beispiel dazu, die Kinder nicht dauernd zu fragen, was sie gerade sehen. Man kann darauf vertrauen, dass sie ihre eigenen Strategien mit den Sehstörungen finden“, so Wüstenhagen. Die Broschüre der Selbsthilfevereinigung kann bei der Geschäftsstelle unter Telefon 0241-870018 bestellt werden. Sie kombiniert Patientenerfahrungen mit medizinischen Informationen über die Veränderungen der Netzhaut und richtet sich an alle, die mehr darüber wissen möchten. Auch Informationen über Hilfsmittel, rechtliche und psychische Aspekte wurden zusammengestellt.