Archiv der Kategorie: Allergien

Insektenstiche erkennen und zuordnen

Genaue Selbstbeobachtung nach einem Insektenstich und eine gute Stichkunde helfen beim Erkennen einer Allergie. „Dieses Wissen kann unter Umständen lebensrettend sein“, weiß Prof. Dr. Thilo Jakob, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie in Gießen. „Rund drei Millionen Deutsche reagieren allergisch auf einen Wespen- oder Bienenstich und etwa zwanzig von ihnen sterben jedes Jahr an einem allergischen Schock.“ Der Experte erklärt, wie Sie Insektenstiche unterscheiden können und was zu tun ist bei Verdacht auf eine Insektengiftallergie:

Insektenstiche und -bisse erkennen und zuordnen

Mücke:

– Geschieht meist unbemerkt, da die Mücke beim Stechen eine
schmerzstillende Substanz abgibt
– Starker Juckreiz nach dem Stich, Stichstelle gerötet
– Nach kurzer Zeit schwillt der Mückenstich an. Es bildet sich
eine Quaddel
– Innerhalb von 24 Stunden wird die Quaddel zu einer Art Knötchen,
einer erbsengroßen Verdickung der Haut – die sogenannte Papel
– Nach einigen Tagen heilt die Papel von selbst ab

Bremse:

– Sehr schmerzhaft aufgrund der säbelartigen Mundwerkzeuge der
Bremse
– Kleine Blutergüsse an der Einstichstelle bleiben lange Zeit
sichtbar
– Starker Juckreiz
– Deutliche Rötung und Schwellung um die Einstichstelle

Stechfliege:

– Ähnelt dem Mückenstich
– Meist sind die Auswirkungen noch stärker
– Stichstelle ist blutig unterlaufen und schwillt an
– Starke Quaddelbildung
– Rötung und Schwellung um die Einstichstelle

Biene:

– Sehr schmerzhaft
– Gerötete Schwellungen um die Einstichstelle
– Stachel mit Giftsack bleibt in der Regel in der Haut stecken und
gibt weiter Gift in die Stichstelle ab, sollte daher entfernt
werden
– Biene überlebt den Stich nicht
– Wichtig: Kann starke allergische Reaktionen auslösen!

Wespe:

– Ähnliche Reaktion wie beim Bienenstich
– Ebenfalls sehr schmerzhaft
– Es verbleibt kein Stachel in der Haut, da die Wespe ihren
Stachel nach dem Stich aus der Haut herausziehen kann
– Wichtig: Kann starke allergische Reaktionen auslösen!

Hummel:

– Sticht eher selten, da Hummeln nur zustechen, wenn sie sich
bedroht fühlen
– Anders als der Stachel von Bienen keine Widerhaken und bleibt
deshalb nicht in der Haut stecken
– Sehr schmerzhaft
– Deutliche Rötung und Schwellung um die Einstichstelle
– Wichtig: Kann bei bestehender
Bienengiftsensibilisierung/-allergie starke allergische
Reaktionen auslösen!

Hornisse:

– Wenig aggressiv, daher kommt es nur selten zu Stichen
– Äußerst schmerzhaft
– Können mehrfach stechen, da Stachel nicht in der Haut verbleibt
– Einstichstelle brennt, schwillt an und rötet sich
– Wichtig: Kann bei bestehender
Wespengiftsensibilisierung/-allergie starke allergische
Reaktionen auslösen!

Insektengiftallergie: Vorsicht bei Wespen- und Bienenstichen

Eine Insektengiftallergie tritt meist in Form einer Bienen- oder Wespengiftallergie auf. Auch Hornissen- oder Hummelstiche können allergische Reaktionen hervorrufen – was allerdings seltener vorkommt. Nur sehr wenige Personen reagieren auch auf Stiche von Mücken oder Bremsen allergisch. Hier kommt es aber zum Glück nur selten zu lebensbedrohlichen Auswirkungen für diese Allergiker.

Wer nach einem Bienen- oder Wespenstich Symptome an sich beobachtet, die über eine normale Schwellung an der Einstichstelle hinausgehen, sollte sich Rat bei einem Facharzt holen. Normal ist eine Schwellung bis zu 10 cm Durchmesser. Eine massive Schwellung an der Einstichstelle, die länger als 24 Stunden anhält, wird als überschießende Lokalreaktion bezeichnet. Schwellungen und Juckreiz an anderen Körperstellen (unabhängig von der Einstichstelle) sowie Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Atemnot oder Herzrasen können Bestandteil einer allergischen Reaktion auf den Insektenstich sein. Wenn Symptome auftreten, die über die normale Reaktion an der Einstichstelle hinausgehen, ist es wichtig, mit einem Arzt zu klären, ob eine Allergie vorliegt und wenn ja, gegen welches Insektengift. Daher sollten Sie genau hinschauen: Ein Bienenstich unterscheidet sich vom Wespenstich dadurch, dass der Stachel der Biene meist in der Haut stecken bleibt. Eine Wespe ist jedoch in der Lage, ihren Stachel nach dem Stich zurückzuziehen. Zudem gelten Wespen im Vergleich zu den Bienen als aggressiver und „stichfreudiger“. Wenn Sie wissen, welches Insekt die allergische Reaktion ausgelöst hat, kann dies die Diagnose im Falle unklarer Befunde erleichtern. Hierbei hilft auch die Beobachtung, bei welcher Gelegenheit Sie gestochen wurden. War es z. B. beim Barfußlaufen über die Wiese oder beim Blumenpflücken? Das würde den Verdacht auf einen Bienenstich erhärten. Oder wurden Sie während einer Grillparty oder in der Nähe eines Mülleimers gestochen? Dann könnte es eine Wespe gewesen sein.

Bei starken allergischen Reaktionen wie Übelkeit, Schwindelgefühl oder Atemnot muss immer der Notarzt gerufen werden. Prof. Jakob rät Menschen, die bereits von einer Insektengiftallergie wissen: „Haben Sie Ihre Notfallmedikation stets griffbereit und klären Sie Ihr Umfeld über die Allergie und notwendige Hilfsmaßnahmen auf. Besser noch: Beugen Sie durch eine Insektengiftimpfung langfristig vor und reduzieren Sie damit das Risiko eines allergischen Schocks auf ein Minimum.“

Weitere Informationen zu Insektengift-Allergien und Insektengiftimpfungen (sogenannte Hyposensibilisierung) finden Sie auf www.initiative-insektengift.de.

Dieser Service wird von JDB MEDIA in Kooperation mit der Initiative Insektengift zur Verfügung gestellt.

EU-Verordnung bringt Erleichterung für Lebensmittel-Allergiker

Seit dem 13. Dezember 2014 ist die Lebensmittel-Informations­verordnung (LMIV) in Kraft. Mit der neuen Regelung, die das EU-Parlament und die Mitgliedsstaaten beschlossen haben, wurden Kennzeichnungsvorschriften von verschiedenen EU-Richtlinien zusammengefasst und an neue Verbraucherbedürfnisse und Entwicklungen auf dem Lebensmittelmarkt angepasst. Kunden können sich dadurch besser über ihre Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe informieren.

„Vor allem Allergikern kommt die neue Verordnung zu Gute“, sagt Thomas Wiechert von der Krankenkasse IKK classic. „Sie können nun leichter erkennen, ob das Lebensmittel Inhaltsstoffe enthält, die für sie schädlich sind. Denn die 14 häufigsten allergen wirkenden Stoffe, beispielsweise Gluten oder Laktose, müssen jetzt in der Zutatenliste deutlich hervorgehoben werden oder sich klar aus der Bezeichnung des Lebensmittels ergeben.“ Diese Pflichtangaben gelten auch bei unverpackten Lebensmitteln, z. B. an der Bedientheke oder im Restaurant. Dort kann die Information schriftlich, elektronisch oder mündlich erfolgen. Im Falle einer mündlichen Information muss eine schriftliche Dokumentation auf Nachfrage unkompliziert erhältlich sein.

Um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, können Produkte, die vor dem 13. Dezember 2014 hergestellt und nach altem Recht gekennzeichnet wurden, unbefristet abverkauft werden.

Diese Zutaten lösen besonders häufig Allergien und Unverträglichkeiten aus und müssen deshalb nach der neuen Lebensmittel-Informationsverordnung auf der Verpackung hervorgehoben genannt werden:

– Eier
– Erdnüsse
– Fische
– Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen etc.)
– Krebstiere
– Lupinen
– Milch (einschließlich Laktose)
– Schalenfrüchte (z. B. Mandeln, Pistazien, Hasel-, Wal-, Macadamia- und Queenslandnüsse)
– Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm bzw. Liter)
– Sellerie
– Senf
– Sesamsamen
– Sojabohnen
– Weichtiere (z.B. Schnecken und Muscheln)

Hyposensibilisierung: dauerhafte Hilfe bei Pollenallergie

Allergien und Heuschnupfen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Laut Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst reagieren bereits 12 Millionen Bundesbürger allergisch auf Pollen. Im Herbst haben Pollenallergiker eine kurze Verschnaufpause. Dr. Margareta Mayer-Gliga von der IKK classic rät, diese zu nutzen und jetzt mit einer Hyposensibilisierung zu beginnen. Die Erfolgsaussichten sind gut.

Viele Allergiker, die unter Heuschnupfen leiden, nehmen Medikamente ein. Die Medikamente bekämpfen zwar die Symptome, aber nicht die Ursachen. Dr. Margareta Mayer-Gliga von der IKK classic empfiehlt deshalb die Hyposensibilisierung. Sie ist die einzige Behandlungsmethode, die das Übel an der Wurzel packt und die überempfindliche Reaktion des Körpers normalisiert. Eine Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder spezifische Immuntherapie genannt, kann bei den meisten Allergikern die Heuschnupfen-Beschwerden lindern oder sogar ganz verschwinden lassen. Eine Hyposensibilisierung mildert jedoch nicht nur die allergischen Beschwerden ab: „Wer sich hyposensibilisieren lässt, bannt damit auch das Risiko, dass sich aus der Allergie ein allergisches Asthma entwickelt“, weiß die Ärztin.

Voraussetzungen für eine Therapie
Möglich ist die spezifische Immuntherapie, wenn der Auslöser der Allergie bekannt ist. Diesen kann ein Allergologen, z. B. der Hausarzt, ein Dermatologe, HNO-Arzt oder ein Lungenarzt, mit Hilfe eines Allergietests bestimmen. „Jetzt im Herbst ist die beste Zeit für einen Therapiebeginn, weil Gräser-, Kräuter- und Baumpollen keine Belastung mehr darstellen.“ Allerdings ist eine Hyposensibilisierung nicht für jeden geeignet. Kinder sollten erst ab dem Schulalter mit einer Behandlung beginnen. Bei Erwachsenen ist eine Hyposensibilisierung bei schwerem Asthma, Herz-Kreislauf- oder Tumor-Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem, Problemen mit den Nieren sowie in der Schwangerschaft nicht angeraten. Im Einzelfall muss jedoch der behandelnde Arzt entscheiden.

Therapieformen: Spritze, Tablette oder Tropfen
„Bei der Hyposensibilisierung wird das Immunsystem des Allergiepatienten umerzogen. Es soll lernen, dass der allergieauslösende Stoff nicht schädlich ist“, erklärt Dr. Mayer-Gliga. Die Hyposensibilisierung geht unter die Haut: „In den meisten Fällen erfolgt die Immunisierung mit Hilfe der Spritze.“ Diese Therapie wird von der Weltgesundheitsorganisation als „Allergieimpfung“ bezeichnet. Die Spritzentherapie besteht häufig aus zwei Phasen und dauert ca. drei Jahre. In der ersten Zeit injiziert der Mediziner das Allergen einmal in der Woche. Später reicht eine Spritze pro Monat aus. So prägt sich das Immunsystem dauerhaft ein, dass es auf den Allergieauslöser nicht mehr zu reagieren braucht. Da bei dieser Methode der allergieauslösende Stoff gespritzt wird, kann es als Nebenwirkung zu allergischen Reaktionen kommen. Meistens beschränken sich diese auf die Einstichstelle, es kann aber auch ein genereller Juckreiz der Haut oder ein Asthmaanfall auftreten. Obwohl es selten zu Überreaktionen kommt, sollte der Allergiepatient noch eine halbe Stunde nach der Spritze in der Arztpraxis bleiben. So kann der Arzt im Notfall eingreifen.

Wer Angst vor Spritzen hat oder die regelmäßigen Arztbesuche zeitlich nicht einrichten kann, findet in der oralen Therapie eine Alternative. „Bei dieser Therapie nimmt der Allergiker das Allergenextrakt ebenfalls über einen Zeitraum von drei Jahren täglich als Tropfen oder Tablette ein“, erläutert Dr. Mayer-Gliga. Auch bei dieser Behandlung wird mit einer geringen Dosis begonnen, die dann kontinuierlich gesteigert wird. Die erste Einnahme der Tropfen bzw. Tabletten erfolgt wieder beim Arzt, der auch den Verlauf der Therapie in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Nebenwirkungen können Juckreiz im Mund, eine geschwollene Schleimhaut oder Magen-Darm-Probleme sein.

Hohe Erfolgsraten bei langfristiger Behandlung
Da die Hyposensibilisierung immer auf einen Zeitraum von mehreren Jahren angelegt ist, erfordert eine Behandlung Geduld. Nur wenn die Therapie konsequent erfolgt, kann sie langfristig helfen. „Bei 70 bis 80 Prozent der Patienten können die Beschwerden durch die Behandlung meist dauerhaft gelindert werden. In einigen Fällen verschwinden sie sogar völlig“, sagt Dr. Mayer-Gliga. Die Chancen sind vor allem dann sehr gut, wenn nur eine Allergie besteht. Die Kosten der Behandlung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Pollenallergiker leiden besonders in Großstädten

Die Zahl der Pollenallergiker nimmt stetig zu, berichtet die Zeitschrift Wunderwelt Wissen in ihrer März-Ausgabe. Ein Grund dafür scheint die hohe Feinstaubbelastung in den Städten zu sein. Feinstaub ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Pollenallergien häufiger in Städten als in ländlichen Gebieten auftreten. Martin Metz, Professor für Dermatologie am Allergie-Centrum-Charité in Berlin und Vertreter dieser Theorie, erklärt: „Es ist bekannt, dass Kohlendioxid zu einer höheren Allergenkonzentration in Pollen beitragen kann.“

Warum nur einige Menschen zu Allergikern werden, ist unklar. „Eine Grundvorrausetzung ist, dass man die für Allergien verantwortlichen Antikörper gegen Pollen entwickelt, sich also gegen Allergene in Pollen sensibilisiert“, erklärt Martin Metz. Geraten Pflanzenpollen in Kontakt mit Flüssigkeit, zum Beispiel dem menschlichen Speichel, werden aus ihrer Oberfläche Allergene herausgewaschen. Diese wirken wie eine Bedrohung auf das Immunsystem eines Pollenallergikers, und der Körper versucht sie möglichst schnell wieder loszuwerden. Reagiert der Körper einmal auf ein bestimmtes Allergen, mobilisiert er bei jedem weiteren Kontakt mit der speziellen Pollenart die Immunabwehr.

Aufgrund der milden Winter der vergangen Jahre verlängert sich die Leidenszeit der Pollenallergiker – im Frühjahr setzt der Pollenflug eher ein und nimmt im Herbst später ab. In der Stadt ist die Pollenbelastung abends höher als am Morgen, auf dem Land ist es genau umgekehrt – Allergiker sollten das beim Lüften beachten. Wenn die Pollenbelastung zu groß wird, ist ein Kurztrip auf eine Insel, ins Hochgebirge oder ans Meer die beste Taktik, um den Quälgeistern aus dem Weg zu gehen.

Natürlich gegen Blasenentzündungen

Bis weit in den Herbst hinein leuchten die Blüten der großen Kapuzinerkresse in kräftigem Orange oder Rot. Da ihre Inhaltsstoffe die Vermehrung von Bakterien und Viren hemmen, wird sie seit Jahrzehnten zur Behandlung von Infektionen der Harn- und Atemwege eingesetzt. Von der „Forschungsgruppe Klostermedizin“ der Universität Würzburg wurde die Kapuzinerkresse daher zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gewählt. Die auch als „pflanzliches Antibiotikum“ bezeichneten Senföle aus der Kapuzinerkresse werden im Körper über Harnblase und Lunge ausgeschieden und entfalten hier ihre keimabtötende Wirkung. Deshalb wirken diese Pflanzenstoffe bei Harnwegsinfektionen sowie bei Infekten der oberen Atemwege besonders gut. Zu dieser Thematik steht unter http://ots.de/F8VDN auf dem presseportal von newsaktuell/dpa TV-Footage-Material zur Verfügung. Ein neuer, knapp dreiminütiger animierter 3D-Kurzfilm veranschaulicht, wo und wie die Senföle im Körper gegen Bakterien und Viren wirken.

Zahlreiche Studien der letzten Jahre kommen zu dem Ergebnis, dass die Kapuzinerkresse in Kombination mit Meerrettichwurzel, die auch Senföle enthält, bei Blasenentzündungen und Atemwegsinfektionen wirksam und gut verträglich ist[1-5]. Die ausgeprägte keimhemmende Wirkung des Senfölgemischs ist weiterhin in mehreren Laboruntersuchungen der Universität Freiburg belegt: Alle 13 darin untersuchten Bakterienarten wurden durch die Senföle erfolgreich gehemmt oder abgetötet, sogar antibiotikaresistente Bakterien wie MRSA und resistente E.coli[6-8]. „Um der wachsenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, bei einfachen bakteriellen Infektionen, wie zum Beispiel Blasenentzündungen, wirksame pflanzliche Präparate einzusetzen“, fordert Prof. Uwe Frank, Mikrobiologe und Resistenzexperte, der die Sektion „Krankenhaushygiene“ am Universitätsklinikum Heidelberg leitet. Auch nach Langzeittherapie ist bisher bei Bakterien keine Resistenzentwicklung gegen die Senföle bekannt. Zu dieser Thematik steht unter http://ots.de/F8VDN ab sofort folgendes TV-Footage-Material zur Verfügung:

Resistenzproblematik und Studienergebnisse zur Wirksamkeit der Senföle:

– Interview mit Studienleiter Prof. Uwe Frank, Heidelberg
– Einsatz der Senföle bei der Therapie von Harnwegsinfekten
– Interview mit dem Urologen Dr. Thorsten Bruns, Hamburg
– Interview mit einer Betroffenen
– NEU: Animierte 3D-Grafik zur Wirkweise der Senföle

Niesattacken am Steuer steigern das Unfallrisiko

Weil Sträucher, Bäume und Gräser unzählige Mengen von Pollen auf die Reise schicken, müssen Allergiker im Frühling und Sommer leiden. Kommen sie mit dem mikroskopisch feinen Blütenstaub in Berührung, geht das Elend los: Im Rachen kratzt es, die Nasenschleimhäute schwellen an, die Augen tränen und jucken. In aller Regel nicht sonderlich gefährlich. Außer wenn der Betroffene gerade am Steuer eines Autos sitzt. „Während einer Niesattacke schließen sich die Augen automatisch. Bei einem Tempo von 50 km/h führt das zu einem Blindflug von etwa 14 Metern, bei Tempo 120 sind es sogar 60 Meter“, weiß Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin von TÜV Rheinland.

Um den Fahrer nicht in seiner Fahrtüchtigkeit einzuschränken, müssen Pollen also draußen bleiben. Ein Pollen- oder Partikelfilter hilft dabei, sie auf dem Weg ins Wageninnere abzufangen. Neue Autos verfügen oft serienmäßig über Filter, ältere lassen sich zumeist in einer Fachwerkstatt nachrüsten. Wichtig: Der Filter sollte regelmäßig ausgewechselt werden. Naturgemäß hilft er nur dann, wenn Fenster und Schiebedächer bei der Fahrt geschlossen bleiben und die Klimaanlage angeschaltet ist. „Eine Sonnenbrille gegen die Lichtempfindlichkeit sollte ebenso griffbereit liegen wie Taschentücher und Nasenspray“, empfiehlt Dr. Wiete Schramm. Parken unter Bäumen ist möglichst zu vermeiden, da hier verstärkt Blütenstaub aufs Auto rieselt. Damit der Fahrzeuginnenraum eine pollenarme Zone bleibt, sind Mäntel oder Jacken am besten im Kofferraum aufgehoben.

Häufig nehmen Betroffene antiallergische Medikamente ein, um sich Linderung zu verschaffen. „Diese Arzneimittel unterdrücken zwar die unangenehmen Symptome, können aber oft gleichzeitig müde machen und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit senken“, sagt Dr. Wiete Schramm. Vor der Einnahme sollte auf jeden Fall Rücksprache mit dem Hausarzt gehalten werden. Um Heuschnupfen langfristig vorzubeugen, ist eine spezifische Immuntherapie eine sinnvolle Behandlungsmethode. „Dem Allergiker wird das jeweilige Pollenallergen in stufenweise steigender Dosierung zugeführt, um ihn so gegen die Pollen unempfindlich zu machen“, erklärt die TÜV Rheinland-Expertin.

Pollenflug-App

Mit großem Vorsprung liegt die Pollenflug-App von Hexal für Android-Handys auf Platz 1 aller vergleichbaren Apps. Bereits mehr als 100.000-mal haben Nutzer die App installiert, die seit März 2013 in einer neu überarbeiteten Version vorliegt. Thomas Went, OTC-Marketingchef bei Hexal, spricht von einem beeindruckenden Erfolg des neuen Service-Tools.

Allergiker, die unterwegs sind, können sich seit diesem Frühjahr noch besser über ihr aktuelles Pollenflugrisiko informieren. Denn im März hat Hexal seine vollständig überarbeiteten mobilen Pollenflug-Apps auf den Markt gebracht. Die Updates für iPhone und Android-Smartphones bieten viele neue Funktionen für die Allergie-Saison 2013 und ermöglichen zahlreiche individuelle Einstellungen.

Neue „Must-have-App“: Die Pollenflug-App von Hexal

Für zahlreiche Heuschnupfengeplagte ist die App inzwischen unentbehrliches Frühwarnsystem. Das belegen vor allem die hohen Nutzerzahlen: Mehr als 100.000 mal haben Allergiker die kostenlose Pollenflug Android-App von Hexal bereits heruntergeladen und installiert. Damit liegt die Hexal-App auf Platz 1.

Starkes Produkt und modernes Service-Tool

Beeindruckt von diesen „gigantischen Nutzerzahlen“ zeigt sich Dr. Thomas Went, OTC-Chef bei Hexal. Er freut sich über die „großartige Resonanz auf den neuen Hexal-Service“ und fügt hinzu: „Mit Lorano® akut haben wir jetzt nicht nur ein starkes Produkt, das Allergiegeplagten schnell und zuverlässig hilft. Mit der überarbeiteten Pollenflug-App bieten wir Betroffenen jetzt auch ein modernes Service-Tool, das zusätzlichen Nutzen bringt.“

Besonders praktisch: die innovative Push-Benachrichtigung

Besonders praktisch ist die innovative Push-Benachrichtigung der Pollenflug-App. Sie informiert selbstständig darüber, wann die jeweils allergieauslösenden Pollen fliegen. Neu sind auch die 7-Tage-Vorhersage, der Jahres-Pollenflugkalender der 14 Pflanzen und die komfortable Slider-Navigation. Auch mit dem Deutschlandtrend und den Übersichtskarten für Deutschland und die einzelnen Bundesländer hebt sich die App von anderen ab. Selbstverständlich bietet sie zudem Ortssuche über Postleitzahl und Ortsname. Hinzu kommen Infos zu den allergieauslösenden Pflanzen, ein Allergie-Selbsttest, die Notruf-Telefonnummern und die Installierbarkeit auf SD Karte.

Babys und Kleinkinder von Allergien befreien

Allergien sind eine Volkskrankheit. Das Erschreckendste: Jedes dritte Kleinkind ist betroffen und auch Säuglinge erkranken schon. Bei der CAM, einer europäischen Fachmesse für komplementäre und alternative Medizin, die am 27. April in Düsseldorf stattfindet, wird mit dem Medikament urexent® erstmalig ein Therapeutikum speziell für Babys, Kleinkinder und Teenager vorgestellt.

Das Gute vorweg: urexent® ist keine „Chemie-Bombe“: Das Ausgangsmaterial dieses Medikaments wird aus dem Urin des Kindes gewonnen. Bei dem Herstellungsverfahren werden körpereigene biochemische und immunologische Vorgänge nachvollzogen.

So wirkt das neue Medikament: „urexent® löst Reize aus, die das Immunsystem so umstimmen, dass seine ursprüngliche Funktion wieder aufgenommen und Abwehrzellen gebildet werden“, erläutert Dr. Horst Kief, der das Therapeutikum entwickelt hat, das entscheidende Wirkprinzip. Die hohe antibakterielle Wirkung des für jeden Patienten „maßgeschneiderten“ Medikaments, so der Mediziner, sei geeignet, die Infektanfälligkeit nachhaltig zu vermindern. Dr. Kief, der über jahrzehntelange Erfahrung in Personalisierter Medizin verfügt: „Das Wesentliche ist: Nicht die Symptome werden behandelt, sondern die Ursache der Störung.“

Abwehrkräfte stärken

Der körpereigene Stoff Urin enthält neben dem Harnstoff wichtige immunologische Substanzen, die die Abwehrkräfte des Körpers stärken. So wird das körpereigene Immunsystem wieder reguliert, es nimmt seine ursprüngliche Funktion wieder auf. Der Hersteller verweist darauf, dass urexent® nicht mit der bekannten Eigenurin-Therapie oder mit homöopathischen Mitteln verwechselt werden dürfe.

Das Immunsystem des menschlichen Körpers verfügt über zwei Abwehrmechanismen: die unspezifische Reaktion, die angeboren ist und die spezifische Reaktion, bei der nach dem ersten Kontakt des Körpers mit Krankheitserregern Gedächtniszellen und Antikörper gebildet werden. Bei einem erneuten Kontakt mit dem Erreger ist die Reaktion dann erheblich schneller, da die Gedächtniszellen bereits den Prozess der Abwehr beherrschen.

Bei einer gestörten Immunkompetenz funktioniert die zweite Form der Abwehrreaktion nicht, es werden ungenügend Antikörper gebildet. Hier wird es notwendig, das Immunsystem zu unterstützen.

urexent® ist in Tropfenform dosierbar, nahezu geschmacksneutral und kann mit etwas Tee oder Saft eingenommen werden – somit ideal für Säuglinge und Kleinkinder. In einzelnen Fällen ist es zu Beginn der Therapie zu Erstverschlimmerung der Symptome gekommen, die jedoch schnell wieder verschwanden. Urexent® ist frei von chemischen Zusatzstoffen. Info: www.urexent.de // Telefon: 0621-669300

Die Gefahren von Aluminium im täglichen Leben

Man benutzt sie vor allem im Sommer. Sie sollen für ein angenehmes, erfrischendes Gefühl sorgen, sind aber nicht ganz ungefährlich – Deos. Manche enthalten Aluminium. Immer mehr wissenschaftliche Studien stützen den Verdacht, dass Aluminium-Verbindungen auch beim Menschen verheerende Krankheiten wie Alzheimer oder Brustkrebs auslösen können. Das ZDF-Umweltmagazin „planet e.“ berichtet am Sonntag, 21. April 2013, 13.20 Uhr, im Beitrag „Aluminium – die geheime Gefahr“ über die unbekannte Seite eines Stoffes, der in unserem täglichen Leben ständig präsent ist.

2010 bricht in Ungarn in einer Aluminiumhütte der Damm eines Deponiebeckens, in dem ätzender Rotschlamm gelagert wurde. Die Folge: Eine meterhohe Flutwelle verwüstet angrenzende Dörfer und die ungarische Kleinstadt Devecser. Es war eine der größten Umweltkatastrophen Europas. Der Greenpeace-Aktivist Bernd Schaudinnus war als einer der ersten ausländischen Helfer vor Ort. Die Katastrophe war für ihn Anlass, die Spur aufzunehmen und sich intensiv mit dem Leichtmetall zu befassen. Er findet heraus, dass Aluminium die Gesundheit des Menschen offenbar stark beeinflussen kann.

Während die ungarischen Behörden den Fall für abgeschlossen erklären, zeigen die Wasserproben aus dem Bach noch zwei Jahre nach dem Vorfall enorm hohe Werte an Aluminium. Für Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster keine Überraschung. Er sieht die Tierwelt in der Region massiv bedroht. Selbst minimalste Dosen hätten Auswirkungen auf die Fische. „Es gibt kein größeres Gift für das Nervensystem“, erklärt Schuster. Dennoch werden Aluminium-Verbindungen heute in den sensibelsten Lebensbereichen eingesetzt.

http://planete.zdf.de

Rund 2,6 Millionen Deutsche haben Dauerschnupfen

Die kalte und nasse Jahreszeit zieht herauf und mit ihr die Erkältungskrankheiten. Aber was, wenn die Nase gar nicht mehr aufhört zu laufen? Wenn die Augen tränen und keine Besserung eintritt? Wie kann man vorbeugen – und welche modernen Behandlungsverfahren sind heute verfügbar? Fragen, die von Spezialisten im Rahmen der Vortragsveranstaltungen „Hanseatische Nachtvorlesungen“ der Hamburger Asklepios Kliniken zum Thema HNO und Augenheilkunde im November beantworten. Die fünf Vorträge – jeweils donnerstags – sind für die Teilnehmer kostenfrei. Zusätzlich bietet Asklepios über das Internet kostenlos rund 300 Videos mit Experteninterviews aus fast allen medizinischen Gebieten an. Zu finden im YouTube-Kanal von Asklepios und auf der Asklepios Internetseite.

Dauerschnupfen

Wer an Dauerschnupfen leidet, ist das ganze Jahr über immer wieder – aber mindestens über zwei Jahre lang jeweils mindestens acht Wochen lang – erkältet. Rund 2,6 Millionen Menschen leiden in Deutschland an so einem Dauerschnupfen, in der Fachsprache chronische Rhinosinusitis genannt.

Professor Dr. Jens Meyer, Chefarzt der Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenkunde der Asklepios Klinik St. Georg: „Es ist wichtig, festzustellen, ob eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung durch allergische Reaktionen, wie z.B. gegen Hausstaubmilben, Tiere, Schimmelpilze ausgelöst wird oder ob es sich um eine nichtallergische Dauererkältung handelt: Diese wird durch unterschiedliche Faktoren wie Wärme, Kälte oder Reizstoffe in der Luft ausgelöst.“

Nasenspülungen, Antibiotika und Nasensprays oft ohne Wirkung

Patienten mit Dauerschnupfen haben ständig geschwollene Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen, die zu einer Nasenatmungsbehinderung und schlechten Belüftung des Nasenrachenraumes führen. Professor Meyer: „Um die Beschwerden, die daraus entstehen, z.B. starke Kopfschmerzen, heftiger Ohrendruck, eine ständig laufende – oder auch ganz trockene – Nase erfolgreich und auf Dauer zu stoppen, müssen die Nasennebenhöhlen wieder frei werden.“ Weil Nasenspülungen, Antibiotika und Nasensprays oft ohne Wirkung bleiben, sind pro Jahr rund 60.000 Patienten in Deutschland auf eine Operation angewiesen, Tendenz steigend. Professor Meyer: „Sind konservative Therapien ausgeschöpft und zeigt die Computertomographie eine chronische Sinusitis, wird ein operativer Eingriff unumgänglich. Grundsätzlich führen wir alle Eingriffe stets so minimalinvasiv wie möglich durch, damit die Nasenfunktionen wie z.B. Riechen, Reinigen, Befeuchten erhalten bleiben.“

Heiserkeit – Sogar Liebeskummer kann die Ursache sein

Manchmal ist eine einfache Erkältung schuld oder auch nur der Jubel über den siegreichen Lieblingsverein auf dem Fußballplatz: Heiserkeit kann viele Ursachen haben und verschwindet meist nach ein paar Tagen. „Wenn die Beschwerden nach 14 Tagen immer noch nicht vorbei sind, sollte ein Facharzt besucht werden“, rät Professor Dr. Jens Meyer. „Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser die Chancen, eine mögliche, ernstere Erkrankung vollständig zu heilen.“ In den meisten Fällen, so betont Professor Meyer, gibt es keinen Grund zur Sorge. Selbst Veränderungen an den Stimmbändern müssen nicht bösartig sein, sondern können auch durch ständige Belastungen entstehen. „Wer zum Beispiel viele Vorträge halten muss und sich beim Sprechen leicht verkrampft, kann heiser werden“, sagt Meyer. „Auch Sänger sind mitunter betroffen.“ Völlig unnötig aber sei die Sorge vor einer ärztlichen Untersuchung. „Angst vor Würgereiz war früher. Längst gibt es kleinste Endoskope, mit denen untersucht werden kann“, erklärt er. „Und wenn nötig, gibt es eine örtliche Betäubung.“

Auch wenn Heiserkeit im schlimsten Fall ein Symptom für eine Kehlkopfentzündung oder Kehlkopfkrebs sein kann: „Nach wie vor überwiegt die Zahl der Patienten, deren Halserkrankung gutartig ist,“ betont Professor Meyer. „Nicht vergessen werden dürfen dabei auch Symptome, die durch psychischen Stress ausgelöst werden. Sogar Liebeskummer kann heiser machen.“ Für solche, aus medizinischer Sicht harmlosen Fälle, rät Meyer. „Am besten schweigen! Stimmruhe ist der Gips des Kehlkopfes!“ Zusätzlich könne eine „Kehlkopfdiät“ zur raschen Heilung beitragen. „Das bedeutet: Der Patient sollte nicht rauchen oder Alkohol trinken und auch möglichst nichts Scharfes oder zu Heißes essen oder trinken.“