Archiv der Kategorie: Fitness

Viel Bewegung für mehr Produktivität

Jeder kennt das: Noch schnell die Mails checken und die Präsentation vorbereiten, die Stunden vergehen wie im Flug, der Nacken schmerzt, die Augen brennen. Dabei haben zahlreiche Studien nachgewiesen, dass die Arbeitsleistung mit regelmäßigen Pausen signifikant steigt. „Wer im Büro arbeitet, sollte sich alle zwei Stunden strecken, kurze Bewegungspausen einlegen und die Augen entspannen“, erläutert Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. „Übungen, die ein bis zwei Minuten dauern, sind schon ausreichend.“ In der Produktion dagegen sei es sinnvoll, jede Stunde zwischendurch eine andere Bewegung zu machen. Für die Augen ist es wichtig, in den Pausen weg vom Bildschirm in die Ferne zu sehen und die Muskeln zu beanspruchen. Mit den Augen zu rollen ist ein guter Anfang. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet TÜV Rheinland hierzu verschiedene Workshops an, die Mitarbeitern im Arbeitsalltag helfen.
Palme und Krone für Rücken und Nacken

Für den Rücken empfiehlt die Gesundheitsexpertin Übungen wie die Krone: Dazu die Wirbelsäule ganz lang machen und den Nacken strecken, als hätte man eine Krone auf dem Kopf. Auch gut: sich wie eine Palme im Wind hin und her wiegen. Wer nicht alle zwei Stunden daran denkt, sich zu bewegen, dem rät Schramm, sich vom Computer automatisch erinnern zu lassen. Ideal sei es, die Pause gleichzeitig für die Flüssigkeitszufuhr zu nutzen. Hierfür eignen sich besonders Wasser oder Tee.
Leichte Kost und Sauerstoff in der Mittagspause

„In der Mittagspause sollte man auf jeden Fall aufstehen, möglichst an der frischen Luft laufen und gedanklich wegkommen von der Arbeit“, sagt Schramm. Zum Beispiel könne ein Gespräch mit Kollegen helfen, die Erinnerung an etwas Schönes oder eine Zeitung zu lesen. Als Mahlzeit kommen Gemüse, Fisch, helles Fleisch oder Salat als leichte Kost in Frage. Und für den Rückweg von der Kantine gilt: die Treppe statt den Aufzug nehmen, denn jeder Schritt zählt.

Leichtes Training beugt Infektionen vor

Dreimal wöchentlicher Ausdauersport stärkt die Abwehrkräfte und das Herz-Kreislauf-System. Im Sommer ist das regelmäßige Training im Freien für viele Menschen kein Problem. „Gerade in den Wintermonaten fehlt den Menschen aber Bewegung an der frischen Luft. Kälte und Nässe sind, medizinisch gesehen, kein Grund, mit dem Training draußen aufzuhören“, sagt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. Ob Joggen, Radfahren oder Fußball – moderates Training beugt Infektionen vor und baut Stress ab. „Wer schon erkältet ist, sollte weder drinnen noch draußen Sport treiben, um den Körper nicht zusätzlich zu schwächen“, rät die Medizinerin.

Tuch vor dem Mund erleichtert das Einatmen

Um bei Minusgraden nicht auszukühlen, ist atmungsaktive Funktionskleidung aus Mikrofaser hilfreich. Sie sollte aus mehreren Schichten bestehen: Die unterste Lage transportiert Schweiß vom Körper weg, die mittlere Schicht wärmt und die Außenbekleidung schützt vor Regen und Wind. Sie sollte allerdings nicht komplett dicht sein, damit sie Schweiß nach außen durchlassen kann. Weil empfindliche Stellen wie Kopf, Hände und Zehenspitzen am schnellsten frieren, sollten Sportler Mütze, Handschuhe und speziell wärmende Socken tragen. „Wenn es sehr kalt ist, hilft ein zusätzliches Tuch vor dem Mund gegen eisige Luft“, empfiehlt Dr. Wiete Schramm und weist auf eine weitere Besonderheit hin: Im Winter verspürt man weniger Durst als im Sommer, aber der Flüssigkeitsbedarf ist genauso hoch. Daher ihr Rat: Trinken nicht vergessen.

Bei Eisglätte in die Halle ausweichen

Bei Dunkelheit sind Jogger auf bekannten Strecken sicherer unterwegs. Stirnlampen helfen, heruntergefallene Äste oder Steine auf dem Weg zu erkennen. Reflektorstreifen machen die Sportler für andere sichtbar. Für Dr. Wiete Schramm gibt es nur wenige Gründe, auf Freiluftsport in der kalten Jahreszeit zu verzichten: Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius und Eisglätte. Bei Asthma, Bluthochdruck und bestimmten Herzerkrankungen sollten Sportler vor dem Wintertraining ihren Arzt befragen.

Gründe fürs Radfahren: Dreiviertel der Deutschen wollen fit bleiben

Etwa zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland (67 Prozent) fahren Fahrrad. Die allermeisten davon tun dies mehrmals die Woche. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag des AOK-Bundesverbandes unter rund 2.000 Bundesbürgern. Erfreulich dabei: 73 Prozent der bekennenden Fahrradfahrer treten in die Pedalen, um fit und gesund zu bleiben. 45 Prozent wollen dadurch Kosten sparen und 40 Prozent radeln der Umwelt zu liebe.

Die Umfrage ergab zudem, dass jeder sechste Erwerbstätige auf dem Fahrrad zur Arbeit kommt. „Dadurch absolvieren viele Arbeitnehmer bereits auf dem Weg zur Firma ihr tägliches Fitnessprogramm. Das ist ganz in unserem Sinne. Und natürlich profitieren auch die Unternehmen davon, denn gesunde und motivierte Arbeitnehmer sind deren Schlüssel zum Erfolg“, sagte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. „Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen dafür entscheiden würden.“ Potenzial scheine ausreichend vorhanden zu sein. Denn so zeigen die Ergebnisse auch, dass fast 17 Prozent der Erwerbstätigen gar kein Fahrrad besitzen.

Berufstätige, die sich bisher nicht für den sportlichen Arbeitsweg motivieren konnten, denen greifen AOK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auch dieses Jahr wieder unter die Arme. Denn heute fällt in Kiel der Startschuss zur 13. Auflage der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Im vergangenen Jahr haben sich rund 174.000 Arbeitnehmer an der bundesweiten Aktion beteiligt. Sie nutzten zwischen Juni und August an mindestens 20 Tagen das Rad, um zur Firma zu kommen und legten dabei insgesamt 24,9 Millionen Kilometer zurück. Dadurch konnten 4,9 Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden. Mehr Infos unter: www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Optimale Sehleistung für Sportler

Für die allermeisten Sportarten benötigt man nicht nur eine gute Ausdauer, sondern vor allem auch eine maximale Sehkraft. Egal, ob man rasant auf dem Mountainbike unterwegs ist oder mit Mannschaftskollegen Tore und Siege feiern möchte: Gutes Sehvermögen ist die Voraussetzung für Spaß, Erfolg und Sicherheit beim Sport. Denn neben den Bewegungen der Mitspieler und der Flugbahn des Balles gilt es eben auch, Bodenunebenheiten und Stolpergefahren rechtzeitig zu erkennen. Leider tut das jedoch nicht jeder Freizeitsportler. Wie das Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) mitteilt, treibt jeder Dritte ohne Sehhilfe oder ausreichende Korrektion Sport.

Lasik – die Alternative zu Brille und Kontaktlinse

Stört die Alltagsbrille beim Sport, greifen die meisten Menschen auf Kontaktlinsen zurück. Diese sind sehr leicht und daher gerade bei bewegungsreichen Sportarten praktischer als ein Brillengestell. Allerdings fühlen sich Linsen häufig wie ein Fremdkörper im Auge an, was den Spaß schnell trüben kann. Möchte man dauerhaft auf Sehhilfen jeglicher Art verzichten, sollte man über eine Augenlaserbehandlung nachdenken. „Komplikationen oder unerwünschte Nebenwirkungen sind beim Augenlasern äußerst selten“, betont der Hamburger Facharzt Dr. med. Ralf-Christian Lerche. „Allerdings sollte die Hornhaut bei einer Lasik mindestens 500 µm dick sein, bei Oberflächenverfahren ist eine Operation eventuell auch bei dünneren Gewebedichten möglich.“ Ist die Hornhaut zu dünn, sei eine Korrektur der Fehlsichtigkeit durch zusätzliche Linsen möglich. Zuvor ist jedoch eine umfangreiche Untersuchung beider Augen durch einen Facharzt zwingend erforderlich, betont Dr. Lerche.

Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht

Da Augenlaserbehandlungen unter die sogenannte „Wunschmedizin“ fallen, kommen die Krankenkassen nicht für die Kosten auf. Susanne Besold, Expertin bei den ( https://ergodirekt.de/de.html ) Ergo Direkt Versicherungen, erklärt dazu: „Das Lasern in Deutschland kostet circa 4.000 Euro für beide Augen.“ Vom Fürther Direktversicherer gibt es deshalb Augenzusatzversicherungen – ohne vorherige Fragen zur Gesundheit. „Wer eine Sehschärfenkorrektur mittels Laser-OP durchführen lassen will, erhält dafür ab dem dritten Versicherungsjahr einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro.“ Im ersten und zweiten Versicherungsjahr beträgt der Zuschuss maximal insgesamt 667 Euro. Die Augenversicherung übernimmt bis zu einer Höchstgrenze auch Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sowie die Aufwendungen für Brillenfassungen und -gläser sowie Kontaktlinsen.

Joggen im Winter: Durch richtiges Atmen die Bronchien schützen

Dunkelheit, kalter Wind, Minusgrade – im Winter kostet Joggen häufig Überwindung. Doch wer in Form bleiben möchte, für den gilt: Rein in die Joggingschuhe und raus an die frische Luft. „Bewegungsmangel ist ein Problem in Deutschland. Und gerade bei schlechter Witterung fällt die Motivation dafür schwer. Aber gejoggt werden kann so gut wie bei jedem Wetter“, versichert Dr. Martin Sachs vom TÜV Rheinland Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement. Wer alleine keinen Spaß daran findet oder sich in der Dunkelheit nicht sicher genug fühlt, verabredet sich am besten mit anderen Läufern. Vorsicht ist geboten auf feuchten Untergründen wie Laub oder Schnee – geeignete Laufschuhe mit rutschfestem Profil sollten daher im Einsatz sein.

Bei der Wahl der Kleidung empfiehlt der TÜV Rheinland-Experte atmungsaktive Funktionskleidung aus Mikrofasern. Ideal sind drei Schichten, wobei die unterste Schicht aus Material sein sollte, das die Feuchtigkeit von der Haut abführt, ein Schutz vor der Kälte und bei Bedarf noch regen- oder schneefeste Oberbekleidung. „Da der Körper vor allem über die Arme, die Beine und den Kopf Wärme verliert, sollten spezielle Winter-Laufsocken, Handschuhe, Halstuch sowie eine Mütze zur Grundausstattung gehören“, erklärt Dr. Martin Sachs. Reflektierende Streifen auf der Kleidung und Leuchtarmbänder helfen dabei, besser gesehen zu werden. Und das Gesicht schützt eine Pflegecreme vor der Kälte.

„Besonders für Asthmatiker ist eine individuelle sportmedizinische Beratung sehr wichtig, bevor bei Minustemperaturen mit dem Lauftraining begonnen wird“, sagt Dr. Martin Sachs. Denn die beim Laufen eingeatmete Luft stellt eine starke Belastung für die Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen dar. Auch für Nicht-Asthmatiker gilt: Durch die richtige Atemtechnik – nämlich langsam durch die Nase – wird die Luft angewärmt, bevor sie in die Lungen strömt. Darum ist es gerade im Winter ratsam, im niedrigen Trainingsbereich zu laufen. Ebenso wie die Atemwege ist auch die Muskulatur bei Kälte anfällig. Eine Aufwärmphase in geschlossenen Räumen bei Zimmertemperatur hilft dabei, die Durchblutung zu fördern, Muskeln und Gelenke zu mobilisieren und so Verletzungen wie Zerrungen und Verhärtungen vorzubeugen. „Der Flüssigkeitsbedarf wird bei Kälte eher unterschätzt, darum auch im Winter ausreichendes Trinken nicht vergessen“, betont Gesundheitsexperte Dr. Sachs.

Kühler Kopf trotz Sonne und Hitze: Lauftipps von frubiase® SPORT

Laufen im Freien macht im Sommer besonders viel Spaß, doch bei Sonne und Hitze sollte man das Training vorsichtig angehen lassen. Temperaturen von mehr als 25 Grad werden schnell zur Ausdauer-Bremse. Die Begleiterscheinungen bekommt man schnell zu spüren: Die Leistung sinkt in den Keller und längere Erholungsphasen sind zwangsweise die Folge, im Extremfall drohen Überhitzung und Kreislaufkollaps. Gerade Gelegenheits-Läufer spüren, wie die Leistung mit jedem Grad Celsius abnimmt. Die Hitze schwächt den Körper, die Anstrengung führt zu einem schnelleren Flüssigkeitsverlust und auch Herzfrequenz, Körpertemperatur sowie die Stresshormonwerte können bei heißem Wetter ansteigen.

Die gute Nachricht: Geht man regelmäßig bei hohen Temperaturen laufen, gewöhnt sich der Körper langsam daran und kann seine Funktionen anpassen. Beachtet man außerdem einige Maßnahmen, wird das Laufen auch bei hohen Temperaturen zum sportlichen Vergnügen. frubiase® SPORT gibt die wichtigsten Tipps, damit Läufer auch bei hohen Temperaturen einen kühlen Kopf bewahren:

Achtung Ozon – Mittagssonne meiden

Steigen die Temperarturen über 25 Grad sollten Sportler in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden laufen, vor allem morgens ist die Luft angenehm frisch und kühl. Wer sich in der prallen Mittagssonne abmüht, tut seinem Körper keinen Gefallen. Neben der Hitze machen die höheren Ozonwerte dem Körper zusätzlich zu schaffen. Für „Stadt-Jogger“ eignen sich besonders die frühen Morgenstunden, denn um diese Zeit sind die Ozonwerte meist niedriger als am Abend und auch die Belastung durch Abgase ist geringer.

Das A und O: Flüssigkeit

Die wichtigste Maßnahme, um bei hohen Temperaturen fit zu bleiben: den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen – und zwar bereits während des Trainings. Bei hohen Temperaturen verlieren Läufer bis zu einen Liter Schweiß pro Stunde. Schon ein Wasserverlust von ein bis zwei Prozent des Körpergewichts kann die eigene Leistungsfähigkeit um zehn Prozent vermindern. Daher gilt bei Trainingseinheiten, die länger als 30 Minuten dauern: während des Sports immer wieder in kleinen Schlucken trinken. Bei Hitze ist es generell besonders wichtig immer ausreichend zu trinken – idealerweise über den Tag hinweg mindestens 2 bis 2,5 Liter. frubiase® SPORT hilft, den Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den Elektrolythaushalt auszugleichen. Durch die Kombination der wichtigsten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wird der Körper neben Wasser auch noch mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

Der richtige Schutz – Caps, Sonnencreme und passende Kleidung Schweiß wirkt auf der Haut wie ein Brennglas für Sonnenstrahlen, daher ist Sonnenschutzcreme für jeden Läufer ein Muss. Eine leichte, luftdurchlässige Kopfbedeckung mit einem breiten Schirm bietet zudem Schutz vor der prallen Sonne. Zusätzliche Kühlung erreicht, wer die Kappe vorher nass macht. Die Kleidung sollte leicht und locker sitzen, funktional sein und bestenfalls über einen zusätzlichen UV-Schutz verfügen. Helle Kleidung ist bei starker Sonneneinstrahlung besser geeignet, da sie reflektiert während dunkle sich zusätzlich aufheizt. Auch eine Sonnenbrille erleichtert das Laufen in der Sonne, außerdem sind die Augen vor der gefährlichen UV- Strahlung besser geschützt.

Laufrouten und Training anpassen

Gerade im Sommer sorgen Laufrouten mit Passagen in Wäldern oder Parks für ein abwechslungsreiches und erholsames Training. Der Körper kann sich im kühlen Schatten der Bäume kurz regenerieren und wird durch Abgase weniger beansprucht. Tipps zu Laufrouten in den unterschiedlichen Regionen finden sich im frubiase® SPORT Trainingscenter. Und wenn der Asphalt einmal zu sehr brennt: Fahrradfahren ist eine perfekte Ergänzung zum Lauftraining und der kühle Fahrtwind wirkt erfrischend auf Körper und Geist.

Weitere Informationen in Ihrer Apotheke, unter www.frubiaseSPORT.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/frubiaseSPORT.

Spitzensportler vertrauen auf Osteopathie

Olympia: Mehr als 100 Osteopathen betreuen Athleten in über 40 Sportarten

Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch, Diskus-Welt- und Europameister Robert Harting und Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer lassen sich osteopathisch behandeln – Osteopathie erobert zunehmend den Leistungssport-Sektor, nicht nur in Deutschland. Wie eine weltweite Umfrage der internationalen Osteopathic International Alliance (OIA) unter ihren zahlreichen Mitgliedsverbänden ergab, begeben sich Spitzensportler bei Olympia 2012 in über 40 Sportarten in die Hände von mehr als 100 Osteopathen aus acht Ländern.

Die medizinische Betreuung von Leistungssportlern durch Osteopathen aus Nord- und Südamerika, Europa, Australien und Asien erstreckt sich auf die Vorbereitungszeit und die Betreuung vor Ort. Erstmals wurden nach Angaben der OIA 26 Osteopathen ausgewählt, die als Teil des zentralen medizinischen Teams direkt im olympischen Dorf arbeiten. Die osteopathisch betreuten Sportarten reichen vom Fußball, Schwimmen, Rudern, Tennis und Basketball über Judo, Rhythmische Gymnastik und Triathlon bis hin zum Skilaufen, Leichtathletik und vielen anderen.

England ist das Mutterland der Osteopathie auf dem europäischen Kontinent. Seit 1993 ist der Beruf des Osteopathen hier anerkannt, was eine hohe Dichte an qualifizierten Osteopathen gewährleistet. Laut Umfrage der OIA haben Athleten, die von Osteopathen betreut wurden, bereits bei früheren Olympischen Spielen seit 1992 Medaillen gewonnen. Unter diesen Osteopathen sind unter anderem auch Mitglieder des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V., wie etwa:

– Joachim Fetzer, der die Deutsche Hockey-Nationalmannschaft der
Damen 2004 beim Olympiasieg in Athen osteopathisch begleitete
und
– Christian Ziegler, der sowohl 2004 in Athen als auch 2008 in
Peking die deutschen Leichtathleten bei Olympia betreute und
2012 als Leitender Therapeut des Deutschen
Leichtathletikverbandes in London agiert.
– Peter Heckert, Osteopath am Olympiastützpunkt Hessen, betreute
und behandelte in der unmittelbaren Olympiavorbereitung die
Leichtathleten Ariane Friedrich, Pascal Behrenbruch, Betty
Heidler und Gesa Krause. Peter Heckert war als Osteopath bei den
Olympischen Spielen in Atlanta 1996 und Sydney 2000 im
Betreuungsteam.

Osteopathie:

Osteopathie ist eine wirksame medizinische Diagnose- und Therapieform, die nur mit den Händen praktiziert wird. Osteopathen betrachten den Patienten als Ganzes und untersuchen den Körper nach der Ursache der Beschwerden. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis der menschlichen Anatomie und Physiologie.

Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.: Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. zählt mehr als 2300 Mitglieder und wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 in Wiesbaden gegründet. Der VOD setzt sich dafür ein, dass der Beruf des Osteopathen in Deutschland anerkannt wird. Er klärt über Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD qualifiziert osteopathisch behandelnde Therapeuten. Der VOD ist Vollmitglied der OIA, die weltweit mehr als 110 000 Osteopathen in 27 Ländern auf fünf Kontinenten vertritt.

Verband der Osteopathen Deutschland e.V. Untere Albrechtstraße 15 65185 Wiesbaden Telefon: 0 611 / 9 10 36 61 info@osteopathie.de www.osteopathie.de

Studie zur Wirksamkeit des Gesundheitswanderns startet

Dem Aufruf des Deutschen Wanderverbandes , sich an einer Studie zur Wirkung des so genannten Gesundheitswanderns zu beteidigen, sind rund 120 Personen gefolgt. Damit kann nun erstmals wissenschaftlich untersucht werden, wie sich das gemeinsam vom Deutschen Wanderverband und der Fachhochschule Osnabrück konzipierte Gesundheitswandern auf den Menschen auswirkt. Erste Ergebnisse der Studie sollen im April dieses Jahres vorliegen.

Hintergrund der Untersuchung ist, dass heute zwar jedes Kind weiß, dass Wandern gesund ist, dass auf der anderen Seite aber weitgehend unbekannt ist, wie genau das Wandern und insbesondere das vom Deutschen Wanderverband (DWV) zusammen mit der Fachhochschule Osnabrück, Fachbereich Physiotherapie, entwickelte Gesundheitswandern auf den menschlichen Organismus und seine Psyche wirkt. Der DWV wird diese Wissenslücke jetzt gemeinsam mit der Universität Halle-Wittenberg schließen. Unter Leitung von Professor Kuno Hottenrott vom Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung e.V. (ILUG) wird die Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden von Personen, die zwei Monate regelmäßig an den Gesundheitswanderungen teilnehmen, denen gegenübergestellt, die nicht wandern.

Gesundheitswanderungen sind durch physiotherapeutische Übungen aufgelockerte Touren, die von eigens dafür zertifizierten Gesundheitswanderführern angeboten werden. Experten gehen davon aus, dass diese Art zu Wandern behutsam die Ausdauer trainiert, einzelne Muskelpartien kräftigt und dazu beiträgt, den eigenen Körper besser kennen zu lernen. Außerdem soll es den Teilnehmern helfen, den hektischen Alltag hinter sich zu lassen und zu lernen, sich in Wald und Feld sicher zu bewegen. Hottenrott: „Für all dies fehlt aber bislang der wissenschaftliche Nachweis.“

Um die Effekte dieses Wanderns wissenschaftlich zu belegen, hat Hottenrott aus den rund 120 Personen, die sich als mögliche Probanden gemeldet haben, 52 Personen ausgewählt. Grundbedingung war, dass die Testpersonen berufstätig und gesund waren. Anschließend bildete der Forscher zwei Gruppen: Wanderer und Nichtwanderer.

Beide Gruppen werden nun verschiedenen Tests unterzogen. Dies geschieht kurz vor der zweimonatigen Phase, in der die aktive Gruppe wandert, direkt im Anschluss an diese Phase und drei Monate nach der letzten Gesundheitswanderung. Untersucht werden u.a. Gewicht, Bauchumfang und Blutdruck. Außerdem wird die Leistungsfähigkeit anhand eines so genannten Walkingtests gemessen, ebenso wie die Laktatkonzentration im Blut. Dazu kommen ein Koordinationstest, die Untersuchung der Ernährungsgewohnheiten sowie die Messung des Wohlbefindens über einen eigens dafür entwickelten Fragebogen. Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes: „Nach dem Vergleich beider Gruppen werden wir wissen, wie positiv sich das Gesundheitswandern auf Körper und Psyche auswirkt.“ Bereits heute würden die Angebote der zertifizierten Gesundheitswanderführer etwa in Wirtschaft und Tourismus häufig angefragt. Dicks: „Das reicht von Kur- und Heilbädern über die betriebliche Gesundheitsförderung bis hin zu Wandervereinen, die ihr Angebot für neue Zielgruppen attraktiver machen wollen.“

Wie sich Speedbergsteiger Basti Haag auf den nächsten Achttausender vorbereitet

Basti Haag liebt Extreme. Der Münchner Tierarzt setzt beim Höhenskibergsteigen auf Geschwindigkeitsrekorde. Als Speedbergsteiger bezwingt er Achttausender in China oder Nepal in Rekordzeit. Etwa neun bis zehn Stunden dauert der spurtartige Aufstieg über die letzten 3.000 Höhenmeter bis zum Gipfel – für die anschließende Skiabfahrt braucht er kaum mehr als eine Stunde. Die extremen Erlebnisse bringen ihm den Kick. Haag: „Sie geben mir das Gefühl, wahnsinnig lebendig zu sein.“

Energiespeicher auftanken und leistungsfähig bleiben

Für kommenden Oktober hat der Extremsportler als neues Gipfelprojekt den knapp 8.200 Meter hohen Cho Oyu in Tibet im Visier. Schon jetzt hat er mit der Vorbereitung begonnen. Ebenso wie später am Berg trinkt er beim Training – das heißt: vor, während und nach dem Berglaufen, Biken oder Skibergsteigen – zum Ausgleich seines Mineralstoffhaushalts Basica Sport. „Das Trinken vor dem Sport tankt meine Energiespeicher optimal auf und während der Belastung bleibe ich konstant leistungsfähig“, erklärt Haag.

Mineralstoffverlust führt zum Kollaps

Auch die Kraft nach dem Sport holt sich der Speedbergsteiger nach eigenen Angaben mit der Dreifach-Energie des Getränkepulvers rasch zurück. Die basische Mineralstoffmischung, so Haag, verhindere eine Übersäuerung des Organismus in der Regenerationszeit. Dass die adäquate Versorgung mit Energie und Mineralstoffen vor allem unter den Extrembedingungen am Berg lebenswichtig ist, hat der gebürtige Münchner schon am eigenen Leib erfahren. Werden durch Schweiß und eisige Kälte verlorene Mineralstoffe nicht rechtzeitig ersetzt, kann es zum Kollaps kommen – so wie 2009 am 8.050 Meter hohen Broad Peak. Damals war Basti Haag nur knapp dem weißen Tod entronnen.

Wie man Muskelschmerzen nach dem Sport lindern kann – und wodurch sie noch schlimmer werden können.

Am Tag nach dem Sport erleben es viele: Da schmerzen plötzlich Muskeln, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt. Aber wodurch entsteht der Muskelschmerz, im Volksmund „Muskelkater“ genannt?

Längst widerlegt ist die Vorstellung, dass Salze der Milchsäure, die bei hoher Anstrengung im Muskel entstehen kann, für die Beschwerden ursächlich sind. Tatsächlich handelt es sich beim Muskelkater um die Folgen winziger Einrisse an den Muskelfasern. Prof. Dieter Böning vom Institut für Sportmedizin der Uniklinik Benjamin Franklin in Berlin hat sich viele Jahre mit der Entstehung von Muskelkater befasst und seine Erkenntnisse auch anhand von elektronenmikroskopischen Untersuchungen bewiesen.

Seiner Ansicht nach kann Muskelkater durch folgende Ursachen auftreten:
– durch besondere körperliche Aktivität nach langer Pause
– durch neue, ungewohnte sportliche Übungen
– durch sehr starke Belastungen bei sonst gewohnten Übungen
– durch Muskelkrämpfe

Dass die Schmerzen nicht sofort auftreten, liegt daran, dass die Enden der Schmerznerven außerhalb der Muskelzelle im Bindegewebe liegen. Erst wenn durch die winzigen Muskelrisse Gewebeflüssigkeit eindringt, die Muskelfaser anschwillt und dadurch die Durchblutung verschlechtert wird, entsteht als Schmerz der Muskelkater – eigentlich eine Verballhornung des früheren Wortes „Muskelkatarrh“.

Was aber schützt am besten vor diesen Beschwerden?

Laut einer australischen Studie verringern Dehnungsübungen vor oder nach dem Training einen Muskelkater nur in sehr geringem Umfang. Auch gründliches Aufwärmen kann Risse durch Überbeanspruchung nicht verhindern. „Die beste Vorbeugung ist ein Muskelkater, der erst kurze Zeit zurückliegt“, erklärt Prof. Böning. Denn nach einem Muskelkater kann die gleiche Belastung oft viele Wochen ertragen werden, ohne dass sich erneut Muskelkater einstellt. Hilfreich ist es auch, große Kraftanstrengungen am Anfang einer neuen sportlichen Aktivität zu vermeiden und die Belastung nur langsam von Mal zu Mal zu steigern.

Zur Behandlung von Muskelkater ist immer noch Schonung des Muskels und Wärmeanwendung am empfehlenswertesten. Sie verbessern die Durchblutung und damit den Reparaturmechanismus im Muskel. Sehr leichtes Training mit geringer Kraft kann ebenfalls hilfreich sein. Als wirkungslos haben sich laut Prof. Böning Kältebehandlungen, Sauerstofftherapie, Infrarotbestrahlung und vor allem Massagen erwiesen. Letztere verzögern sogar die Heilung. Ähnlich wirkungslos ist die Einnahme von Antioxidanzien oder Aminosäuren.

Grundsätzlich gilt: Muskelkater ist harmlos und verschwindet auch unbehandelt in kurzer Zeit von selbst. (obx-medizindirekt)