Archiv der Kategorie: Pflege – Schönheit

Kritischer neuer Bericht deckt die wahre, durch Verstopfung ausgelöste Last für über 65-Jährige in ganz Europa auf

Ein neuer Bericht mit dem Titel The Burden of Constipation in our Ageing Population – Working Towards Better Solutions (Die durch Verstopfung ausgelöste Last für unsere alternde Bevölkerung – Wege für bessere Lösungen) deckt zum ersten Mal das wahre Ausmass der Probleme auf, die durch chronische Verstopfung bei Erwachsenen über 65 Jahre ausgelöst werden. Eine Expertengruppe hat alle öffentlich verfügbaren Beweise in Europa gesammelt und die alarmierenden Ergebnisse zeigen, dass diese Krankheit unterschätzt, nicht ausreichend behandelt und übersehen wird.

Der Bericht deckt auf, dass chronische Verstopfung – funktionell oder sekundär zu eindeutig feststellbaren Ursachen – bis zu 80 Prozent der älteren Erwachsenenpopulation, die in Pflegeheimen leben, und einen von fünf Erwachsenen im Alter von 65 Jahren in der Gemeinschaft betrifft.[1]-[3] Falls diese nicht behandelt wird, kann dies zu ernsthaften medizinischen Konsequenzen führen, wie zum Beispiel zu Koprostase, einer Krankheit, bei der die Stauung von festen Kot die normale Ausscheidung verhindert. Stuhlimpaktion kann bis zu 50 Prozent der älteren Bevölkerung auf Krankenhausstationen oder in Pflegeheimen betreffen und kann zu Stuhlinkontinenz führen.[4]-[6]

David Sinclair, stellvertretender Direktor des Bereichs Policy & Kommunikation, ILC-UK, kommentierte: „Trotz der geschätzten Zahl, dass 80 Prozent der Bewohner in Pflegeheimen an Verstopfung leiden, wird dieses ältere Erwachsene betreffende Problem eindeutig nicht ernst genug genommen. Wir hoffen, dass dieser Bericht ein Mittel bereitstellt, mit dem die Früherkennung der Verstopfung verbessert werden kann und, noch wichtiger, mit dem all diejenigen, die im Bereich der Altenpflege tätig sind, dazu angeregt werden, die positiven und unmittelbaren Schritte zu unternehmen, die in diesem Bericht dargelegt werden und die zu einer verbesserten Pflege führen werden.“

Professor Enrico Corazziari, Professor der Gastroenterologie, Universität „La Sapienza“, Rom (Italien) kommentierte diesen Bericht: „Verstopfung kann eine Quelle von echtem mentalen und physischen Leid für ältere Erwachsene darstellen. Das Fehlen von evidenzbasierten Richtlinien über den Umgang mit Verstopfung bei älteren Erwachsenen in ganz Europa führt dazu, dass nur eine suboptimale Behandlung erfolgt. Patienten leiden unter ihrer schlechten Gesundheit und erhalten keine angemessene beziehungsweise zeitnahe Behandlung. Wir hoffen, dass die in diesem Bericht dargelegten Handlungsaufforderungen einen dringenden Anstoss für eine umfassende Revision über den Umgang mit dieser verbreiteten und vermeidbaren Krankheit erzeugt.“

Peter Martin, Chief Operating Officer bei Norgine kommentierte: „Als ein Unternehmen mit einer langjährigen Expertise in Gastroenterologie, sind wir der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten verpflichtet, die an Verstopfung leiden. Durch die zusammen mit ILC-UK aufgebrachte Finanzierung dieses Berichts wollen wir mit den Gesundheitssystemen in ganz Europa zusammenarbeiten, um die kosteneffektivsten Lösungen zur Verbesserung des Gesundheitszustands der Patienten zu finden.“

Die vollständige Veröffentlichung steht unter http://www.norgine.com zur Verfügung.

Der vollständige Bericht steht unter http://www.ilcuk.org.uk/index.php/publications zur Verfügung.

Neuer Pflegebegriff allein löst die Probleme nicht

„Alleine ein neuer Pflegebegriff löst die Probleme der pflegebedürftigen Menschen genauso wenig wie ein neues Begutachtungsverfahren. Nun ist die Politik gefordert, konkrete Beträge für die künftigen Leistungen zu benennen. Erst dann wird für pflegebedürftige Menschen und auch für die Pflegeeinrichtungen deutlich, ob und was genau sich ändert bei dem Wechsel von jetzt drei Pflegestufen auf künftig fünf Pflegegrade“, so der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, zur heutigen Übergabe des Expertenberichts an Bundesgesundheitsminister Bahr.

Der bpa erwartet spürbare Verbesserungen für die pflegebedürftigen Menschen. Keineswegs dürfen die künftigen Leistungen hinter die heutigen zurückfallen. Sehr genau wird der bpa deshalb darauf achten, dass dies insbesondere für die demenzkranken Menschen gilt, denen in den letzten Jahren bereits besondere Leistungen zur Verfügung gestellt wurden.

Ein neuer Pflegebegriff muss einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Situation vor Ort liefern. Dies gilt nicht nur für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen, sondern auch für die Beschäftigten in der Pflege. Wenn die Sozialhilfeträger schon heute auf eine unveränderte Personalausstattung in den Pflegeheimen hinweisen, laufen wir sehenden Auges mit maximalem Aufwand in ein Nullsummenspiel, brauchen aber zahlreiche neue Gutachter für die Einführung des neuen Begutachtungs-Assessments.

„Wir brauchen deutlich mehr Zeit sowohl in den Pflegediensten als auch in den Pflegeheimen. Mehr Zeit erreichen wir nur, wenn mehr Pflegekräfte finanziert werden. Politik darf nicht zögern, dafür auch das notwendige Geld in die Hand zu nehmen. Die Pflegeversicherung wird ihre hohe Anerkennung nur dann behalten, wenn sie auch künftig das Risiko einer nur durch Pflegebedürftigkeit verursachten Abhängigkeit von Sozialhilfe vermeiden hilft und die Betroffenen entsprechend unterstützt“, so der Präsident des bpa Bernd Meurer.

Pflege-Notstand in Deutschland – Jeder zweite lehnt Heim ab

Rund 1,4 Millionen Männer und Frauen in Deutschland sind derzeit von Demenz betroffen. Experten schätzen, dass diese Zahl bis 2050 auf voraussichtlich drei Millionen steigen wird. Eine repräsentative Emnid-Umfrage (1.004 Befragte) im Auftrag der Programmzeitschrift auf einen Blick (Heft 19/2013, EVT 2. Mai) hat ergeben, dass beinahe jeder Zweite (47 Prozent) im Fall einer Demenzerkrankung eine Heimunterbringung ablehnt. Die Befragten wollen lieber in ihrem persönlichen Umfeld bleiben und von ihren Angehörigen versorgt werden. Insbesondere Männer (54 Prozent) sprechen sich gegen eine Pflege im Heim aus, die Mehrheit der Frauen (54 Prozent) möchte dagegen in ein Heim, um die Angehörigen nicht zu belasten. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen (56 Prozent) ist der Wunsch, von der eigenen Familie gepflegt zu werden, am größten.

Im Ländervergleich sticht besonders Berlin hervor: Fast jeder zweite Berliner (60 Prozent) will bei Demenz nicht in ein Heim. Auch die Mehrzahl der Befragten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (55 Prozent) sowie in Baden-Württemberg (51 Prozent) lehnt eine Heimunterbringung ab. Die Norddeutschen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stehen dagegen einer Heimunterbringung überwiegend offen gegenüber (57 Prozent). Ebenso die Befragten in Sachsen und Thüringen (52 Prozent), die ihre Angehörigen im Alter nicht belasten möchten.

Ästhetikpass: Sicherheitsbonus für Arzt und Patient

Das Unternehmen Allergan hat zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie (DGBT) den Ästhetikpass speziell für die ästhetische dermatologische Medizin entwickelt. Ähnlich wie bei einem Impfpass trägt der Arzt Behandlungen ein und klebt das Etikett des verwendeten Produktes auf. Hier ist auch die Chargenummer angegeben, so dass das Produkt genau zurückverfolgt werden kann. Den Ästhetikpass nimmt der Patient mit nach Hause und legt ihn bei der nächsten Behandlung wieder vor. So werden Informationen zu erfolgten ästhetischen Behandlungen kompakt gesammelt.

Patienten können den Ästhetikpass unter www.mein-aesthetik-pass.de bestellen. Ärzte erhalten den Ästhetikpass über die Firma Allergan.

Wozu ein Ästhetikpass? Schönheitsbehandlungen beim Arzt, z.B. mit Dermalfillern wie JUVÉDERM ULTRA gegen Falten, liegen im Trend. Sie müssen nach einiger Zeit aufgefrischt werden, denn der Körper baut den Wirkstoff mit der Zeit ab. Das heißt, viele Menschen lassen sich regelmäßig behandeln, unter Umständen mit verschiedenen Produkten von verschiedenen Ärzten. Die wenigsten notieren sich allerdings, welche Produkte wie und wann eingesetzt wurden. Was aber, wenn ein Arztwechsel ansteht oder sich aus einem medizinischen Grund heraus die Frage stellt, welche Behandlungen wann und mit welchen Produkten erfolgten? Diese Informationen können in Zukunft ganz einfach im Ästhetikpass festgehalten werden und stehen Patienten und Ärzten so auf einen Blick zur Verfügung.

Gewalt in der Pflege – jeder fünfte Deutsche hat Erfahrungen

Repräsentative Umfrage der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigt: Aufklärung immens wichtig/“Krisendatenbank“ veröffentlicht

„Versorgungslücken schließen – vom Wissen zum Handeln“ heißt das Motto des diesjährigen Internationalen Tags der Pflegenden am 12.Mai. Eine derartige Lücke gilt es aus Sicht des ZQP im Bereich der Prävention von Gewalt in der Pflege zu schließen. Denn das oft tabuisierte Thema Gewalt ist im pflegerischen Alltag weit verbreitet – wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Stiftung zeigt:

Jeder fünfte Bundesbürger hat bereits aggressives oder gewalttätiges Verhalten in der Pflege erlebt. Von den Befragten mit Pflegeerfahrung sind es sogar mehr als ein Drittel. Allerdings wissen nur wenige, welche Hilfsangebote im Notfall genutzt werden können. Zwar ließen sich knapp die Hälfte der Menschen gerne professionell beraten, wenn sie gewalttätige Handlungen in einer Pflegesituation beobachteten oder selbst erlebten. Aber 65 Prozent wüssten nicht, wohin sie sich bei konkretem Bedarf wenden könnten. Nur jeder Zehnte würde hierbei einen Pflegestützpunkt einbeziehen. Vor allem eine aufsuchende Beratung wird als wirksame Unterstützung angesehen. Trotz schwieriger Voraussetzungen ist die Bereitschaft der Befragten, ihre Angehörigen im häuslichen Umfeld zu pflegen, hoch. Über 60 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass herausforderndes Verhalten kein Grund wäre, die Angehörigen in stationäre Pflege zu geben, sofern konkrete Angebote zur Entlastung vorhanden wären.

„Unsere Umfrage verdeutlicht, dass der Aufklärungsbedarf zum Thema Gewalt in der Pflege erheblich ist. Deshalb benötigen wir mehr spezielle Beratungsangebote, die ein frühzeitiges Erkennen und die Intervention bei derartigen Krisenfällen in der Pflege ermöglichen“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. Diese Angebote müssen vor allem präventiv wirken, um die Versorgungsqualität im Sinne der Betroffenen zu verbessern, so Suhr.

Aus diesem Grund hat das ZQP auf seiner Internetseite eine Datenbank mit allen in Deutschland bestehenden Beratungsstellen veröffentlicht, die sich auf das Thema „Gewalt in der Pflege“ spezialisiert haben. Diese richten sich an pflegende Angehörige, Pflegebedürftige aber auch an professionell Pflegende.

Mehr Informationen zur Umfrage und zum Thema Gewalt in der Pflege unter www.zqp.de

Methode der Umfrage:

Befragt wurde eine Zufallsstichprobe von 1.000 Personen ab 16 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet mittels standardisierter Erhebung über forsa.omninet. Ziel der Befragung war es, die Erfahrungen und Einstellungen der Bevölkerung zum Thema „Gewalt im Kontext Pflege“ abzubilden. Gleichzeitig sollte erfasst werden, welche präventiven Maßnahmen und Möglichkeiten der Entlastung in diesem Zusammenhang eine wirksame Unterstützung für die Betroffenen bieten können. Die Erkenntnisse sollen somit dazu beitragen, den öffentlichen Diskurs faktenbasiert weiterzuentwickeln und zudem einen Beitrag zur Versorgungsqualität in schwierigen Pflegesituationen zu leisten. Die Daten wurden vollständig anonymisiert und gemäß den Bestimmungen des Datenschutzes ausgewertet.

Clever cremen ohne rot zu werden

Die Sommersonne ist Balsam für die Seele – sie spendet wohliges Licht und viel Wärme. Doch neben dem Wohlfühlfaktor, den der Sommer mit sich bringt, gerät die Gesundheit der Haut schnell in Vergessenheit. Dabei ist es enorm wichtig, sich vor den Risiken der Sonneneinstrahlung zu schützen. Hier erfahren Sie, wie Sie clever cremen, ohne rot zu werden.

1. Eincremen – 20 Minuten gedulden – sonnen

Damit der Sonnenschutz gut einziehen kann, sollte er 15 bis 20 Minuten vor dem Sonnenbad in ausreichender Menge auf die Haut aufgetragen werden.

2. „Wasserratten“ brauchen speziellen Schutz

Da 40% der UV-Strahlung auch noch bis zu 50cm tief im Wasser wirken, sollten alle, die sich viel im Wasser aufhalten unbedingt einen wasserresistenten Sonnenschutz verwenden. Wichtig: Produkte sollten in Süß- und Salzwasser getestet sein (wie z.B. Daylong®).

3. Intensivschutz für Sonnenterrassen

Zu den Sonnenterrassen zählen z. B. Nase, Lippen, Ohren und Schultern, denn diese sind der Sonneneinstrahlung permanent ausgesetzt. Für diese Körperregionen sollte ein besonders hoher Lichtschutzfaktor gewählt werden.

4. Schatten schützt vor Schaden nicht

Wenn Wolken oder ein Sonnenschirm Schatten spendet, vergessen Viele, dass auch hier Sonnenbrand-Gefahr besteht. Wasseroberflächen und der Boden reflektieren UV-Strahlen, weshalb auch in schattigen Zonen ein Sonnenschutz benötigt wird.

5. Das richtige Maß finden

Der häufigste Fehler beim Auftragen von Sonnencreme ist eine zu sparsame Dosierung. In der Regel werden nur 0,5 bis 1,2 mg/cm2 Haut aufgetragen. Um den theoretischen Sonnenschutzfaktor, den ein Produkt verspricht, gewährleisten zu können, sind jedoch 2 mg/cm2 Haut notwendig. Deshalb setzen innovative Sonnenschutzlotionen (wie z. B. Daylong® Kids) auf ein Dispenser-System, das eine einfache und genaue Dosierung ermöglicht. Mit jedem Hub wird eine bestimmte Menge Lotion abgegeben und eine Dosiertabelle zeigt, wie viele Hübe für welche Körperstellen benötigt werden.

Neuer Online-Planer für die ambulante Pflege

Internet-Angebot soll Verbraucher ab 2013 unterstützen, häusliche Pflege gezielt zu planen

Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen haben in Zukunft die Möglichkeit, die häusliche Pflege und den Einsatz eines Pflegedienstes gezielter zu planen. Ratsuchende sollen auf einer neuen Webseite ihren individuellen Pflegebedarf ermitteln und sich über mögliche Unterstützungsleistungen sowie die voraussichtlichen Kosten informieren können. Entwickelt wird der neue Online-Planer derzeit vom Projekt „Weisse Liste“ – im Sommer 2013 soll die Internetseite freigeschaltet werden. Das Bundesverbraucherministerium unterstützt und fördert die Entwicklung des neuen Angebots. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann-Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen.

„Verbraucher sollen sich gezielter darüber informieren können, welche Unterstützung sie für die Pflege zu Hause in Anspruch nehmen können“, so Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium. Das neue, interaktive Instrument soll auch in der Pflegeberatung eingesetzt werden können. „Wir möchten die Selbstbestimmung der Menschen fördern und dafür sorgen, dass Leistungen in der ambulanten Pflege bedarfsgerechter eingesetzt werden“, so Kloos. Langfristig solle das Projekt dazu beitragen, dass Pflegebedürftige länger im häuslichen Umfeld versorgt werden können.

Mit Hilfe des neuen Internet-Portals sollen Verbraucher einen individuellen Pflegeplan erstellen können, aus dem hervorgeht, zu welchem Zeitpunkt welche Leistungen eines Pflegedienstes benötigt werden. „Pflegebedürftige und Angehörige sollen sich besser auf die Gespräche mit in Frage kommenden Pflegediensten vorbereiten und Leistungen möglichst passgenau auswählen können“, sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung. Das Portal soll auch über spezielle Leistungen wie Sondenernährung oder die Begleitung zu Ärzten und Behörden Auskunft geben. „Bislang ist es für die Betroffenen schwierig, sich einen Überblick über mögliche Leistungsbündel und Kosten zu verschaffen – auch, weil diese sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden können“, so Mohn.

„Die meisten Pflegebedürftigen möchten möglichst lange zu Hause versorgt werden. Dabei kümmern sich in der Mehrzahl der Fälle direkte Angehörige um die Pflege“, so Jens Kaffenberger, stellvertretender Bundesgeschäftsführer des Sozialverbands VdK Deutschland. Der Sozialverband ist Partner des Projekts Weisse Liste. Für die pflegenden Angehörigen sei es wichtig, dass sie Entlastungen durch professionelle Pflegeanbieter oder Hilfen im Haushalt gezielt planen können. „Sie benötigen fundierte Informationen, um sich bei der oftmals verwirrenden Vielfalt von Leistungen und Kosten orientieren zu können“, so Kaffenberger.

Die Weisse Liste ist seit 2008 unter www.weisse-liste.de online zugänglich. Das Portal unterstützt bereits heute die Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Suche nach einem Arzt, Krankenhaus oder Pflegeheim. Die geplante Online-Planungshilfe für die ambulante Pflege ist eine Erweiterung. Die Projektentwicklung wird begleitet von einem Beirat mit Pflegeexperten aus Wissenschaft und Praxis. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt von Bertelsmann Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, Forum chronisch kranker und behinderter Menschen im Paritätischen Gesamtverband, Sozialverband VdK Deutschland und Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Initiatoren wollen mit dem Internetportal www.weisse-liste.de eine individuelle Entscheidungshilfe für Patienten und Angehörige zur Verfügung stellen und für mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen.

Pflegereform: Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Pläne der Bundesregierung als unzureichendes Stückwerk

Als absolut unzureichend kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die heute im Kabinett beschlossene Pflegereform. Die angekündigten punktuellen Verbesserungen könnten eine nachhaltige Strukturreform nicht ersetzen. Der Verband fordert die zügige Umsetzung des bereits seit 2009 vorliegenden neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

„Menschenwürde verträgt kein Stückwerk. Um auch in Zukunft eine würdige Pflege für alle Menschen sicherzustellen, darf die Politik nicht länger Zeit mit Schönheitsreparaturen und Mini-Reformen vergeuden“, so Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. Kein Weg führe an der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs vorbei, der den tatsächlichen Hilfe- und Unterstützungsbedarf realitätsgerecht abbildet. Gleichzeitig müsse die Pflegefinanzierung auf eine solide Grundlage gestellt werden. „Wir brauchen endlich die Pflegereform aus einem Guss, die uns diese Koalition vor zwei Jahren versprochen hat. Wer ein Haus bauen will, kann nicht mit dem Balkon anfangen, nur weil er für den Rest das Geld noch nicht zusammen hat“, so Jüttner.

Neben der sofortigen Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs fordert der Paritätische den solidarischen Ausbau der bestehenden Pflegeversicherung zu einer sozialen Bürgerversicherung sowie veränderte Rahmenbedingungen mit dem Ziel, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten.

Vorsicht bei rauen und geröteten Händen! – BGW: Angegriffene Stellen können sich zum Ekzem entwickeln – Gerade im Winter ist die Haut besonders trocken und anfällig

Ob im Beruf oder im sonstigen Alltag: Gerötete und schuppige Stellen an den Händen sind keine Bagatelle. Man sollte sie unbedingt ernst nehmen und rasch behandeln, auch wenn sie zunächst kaum Beschwerden verursachen. Das empfiehlt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Viele Tätigkeiten in Beruf, Haushalt und Freizeit strapazieren die Hände. Bei der BGW, der gesetzlichen Unfallversicherung für Gesundheits-, Pflege- und Beauty-Berufe, ist es zum Beispiel das häufige Haarewaschen im Friseurberuf oder das Waschen von Patienten in Pflegeberufen, das die Haut entfettet und trocken macht. Schnell bilden sich schuppige oder gerötete Stellen. Bei anderen Tätigkeiten kann der Umgang mit hartem und rauem Material, das an der Haut scheuert, kleine Wunden und Rötungen hinterlassen.
Die Haut nicht noch mehr belasten

„Raue, gerötete Hände sollte man unbedingt ernst nehmen“, empfiehlt Dr. Verena Kagel von der BGW. „Bei Menschen, die häufiger und länger mit Wasser, Chemikalien oder rauen Materialien umgehen müssen, kann sich daraus in relativ kurzer Zeit ein chronisches Ekzem entwickeln, das nicht mehr von alleine abheilt. Dann kann nur noch ein Dermatologe helfen.“ Auch wenn die angegriffenen Hautpartien zunächst noch keine besonderen Beschwerden verursachen, sollte man alles tun, damit die Haut nicht noch mehr belastet wird und sich keine Bläschen oder Risse bilden. Dies kann man verhindern, indem man bei Arbeiten mit Wasser Haushaltshandschuhe überzieht und bei groben Arbeiten Leder- oder Arbeitshandschuhe. Zu lange sollten Handschuhe aber auch nicht getragen werden, da die Haut bald anfängt zu schwitzen. Dann ist es besser, zwischendurch einmal die Tätigkeit zu wechseln.
Hautfett und Feuchtigkeit zurückbringen

Entscheidend ist, dass die Hände und insbesondere angegriffene Stellen gut gepflegt werden. Vor hautbelastenden Tätigkeiten und auch vor dem Tragen von Schutzhandschuhen sollten die Hände gründlich mit einer Hautschutzcreme eingecremt werden – auch die Fingerzwischenräume. Nach der Arbeit bringt eine Pflegelotion ausgewaschenes Hautfett und Feuchtigkeit zurück. Bleiben die rauen, roten und schuppigen Stellen trotzdem bestehen, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Dr. Kagel empfiehlt besonders für den Winter: „Bei kalten Temperaturen draußen und trockener Raumluft drinnen muss dem Hautschutz noch mehr Beachtung geschenkt werden – zum Beispiel indem man die Hände häufiger und mit stärker rückfettenden Präparaten pflegt. Im Freien schützen zusätzlich wärmende Handschuhe.“

Wer beruflich bedingt häufiger unter geröteten und trockenen Händen leidet, sollte sich an seine Berufsgenossenschaft wenden – bevor ein chronisches Ekzem entsteht. Die BGW beispielsweise bietet ihren betroffenen Versicherten in ihren regionalen Schulungs- und Beratungszentren (BGW schu.ber.z) kostenlose Hautsprechstunden, Beratungen und Seminare an, in denen die Teilnehmer lernen, ihre Haut zu schützen und sich bei hautbelastenden Tätigkeiten richtig zu verhalten.

Ausgewogene Pflege bringt sensible Haut wieder ins Gleichgewicht

(djd/pt). Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Gegenüber der Außenwelt wirkt sie wie eine hochspezialisierte Hülle, die nicht nur Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung, sondern auch gegenüber Druck und Reibung bietet. Eine besonders wichtige Aufgabe ist, das Eindringen von Keimen zu verhindern und Feuchtigkeit im Körper zu halten. Verantwortlich dafür ist die oberste Hautschicht, die eine Vielzahl verschiedenster Lipide (Fette), Eiweiße und körpereigener Antibiotika, die antimikrobiellen Peptide, bildet. Zusammen mit dem natürlichen Säureschutzmantel ist die Haut so gleich dreifach vor äußeren Einflüssen abgeschirmt. Wird eine dieser Säulen geschwächt, gerät das Abwehrsystem aus dem Gleichgewicht – die Haut wird trocken, neigt zur Rötung oder anderen Irritationen.

Die Abwehr stärken

Empfindliche Haut ist besonders pflegebedürftig, denn sie reagiert außerordentlich sensibel auf Einwirkungen von außen und eine Störung der Schutzbarriere macht ihr besonders zu schaffen. Als aktiver „Abwehrschild“ gegen Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren spielen die antimikrobiellen Peptide eine entscheidende Rolle. Sie werden zum einen als „Basisschutz“ und zum anderen nach Stimulation, etwa durch Entzündungen oder Verletzungen, vom Körper selbst gebildet. Aber auch verschiedene Pflanzen- oder kosmetische Inhaltsstoffe, wie sie beispielsweise in „frei Sensitive Balance Gesichtscreme“ enthalten sind, können die Entstehung antimikrobieller Peptide beeinflussen.

Beruhigende Pflege

Die in der Apotheke erhältliche, nichtfettende, milde Creme ist besonders ausgewogen rezeptiert und frei von Paraffinen, Parabenen, Silikonen, Alkohol und Farbstoffen. Während Aloe vera und Urea viel Feuchtigkeit spenden, lindert Panthenol Irritationen. Vitamin E schützt zudem vor Umweltbelastungen und beugt vorzeitiger Hautalterung vor. Wie eine Studie nachgewiesen hat, unterstützt die wirksame Kombination die Widerstandskraft der Haut gegen Einflüsse von außen, indem sie die Bildung körpereigener antimikrobieller Peptide in der Oberhaut stimuliert.